Tach zusammen!
Weil ich hier seit einiger Zeit mitlese und gestern einen Account angelegt habe und mir das Forum hier sehr gut gefällt und überhaupt, wollte ich mich auch mal vorstellen.
Also ich bin der Marc und 28 Jahre jung. Meine ersten Musikerfahrungen hatte ich mit 6 auf einer Blockflöte und später dann auf dem Klavier.
Als ich dann 12 gewesen bin, bekam ein damaliger guter Freund von mir ein Schlagzeug geschenkt. Ich bin oft bei ihm vorbeigegangen und hab auf dem Drum rumgekloppt. Jedenfalls hat mich das Teil so begeistert, dass ich auch ein Schlagzeug haben wollte. Meine Eltern kauften mir auch eins
und fanden einen Privatlehrer.
Das Drum damals war wirklich nichts dolles. Irgend so ein gebrauchtes, abgefucktes Sonor (oder war es Tama?) mit verrosteten Beckenständern. Aber das war mir egal. Ich übte regelmäßig und begann besser zu werden. Ich konnte auch einfach drauf los kloppen, weil unsere Nachbarn damals sehr tolerant waren. Damals wusste ich das gar nicht zu schätzen!
Mit 14 spielte ich dann in meiner ersten Band. Wir coverten so die üblichen
Songs von Gund'n'Roses, Nirvana etc. Gut waren wir nicht, aber es hat spass gemacht.
Mit 16 gründete ich mit ein paar Freunden dann eine Grunge-Band.
Diesmal machten wir eigene Songs, hatten aber ein Proberaum-Problem. Unsere Eltern wollten uns nicht mehr bei ihnen zu Hause spielen lassen,
weil ihnen das dann doch zu laut war. Wir fragten dann bei der Gemeinde
nach (bin in ner Kleinstadt aufgewachsen), ob die uns nicht einen Raum zur
Verfügung stellen könnten. Konnten sie aber nicht. In der Zwischenzeit hatte unser Gitarrist uns einen Auftritt bei einem Newcomer-Festival besorgt. Irgendwann hatten wir nur noch zwei Wochen Zeit bis zum Auftritt und noch immer keinen Proberaum! Die Eltern vom Bassisten erlaubten uns dann freundlicherweise bis zum Auftritt bei ihnen im Keller zu spielen. Also nur 2 Wochen Zeit, um Songs für ne halbe Stunde Auftritt zusammenzubekommen.
Wir haben das dann noch irgendwie geschafft, aber an Texten mangelte es.
Der erste Auftritt (und leider letzte) verlief eigentlich ganz gut, nur den Sänger fand man nicht so gut, weil die Leute wegen seinem Gekreische den
Text nicht verstehen konnten (kein Wunder, er hatte ja keinen

)
Nach dem Auftritt hatte sich die Band dann ziemlich schnell aufgelöst, vor allem wegen dem Proberaum-Problem.
Mit 18 bin ich bin dann in die Techno-Szene "abgerutscht" und verlor leider auch das Interesse an handgemachter Musik. Hab dann irgendwann mein
Drum einem Freund ausgeliehen und bis heute nicht wiedergesehen (bei der
Schrottkiste aber eigentlich auch egal). Das war dann also erst mal das Ende
meiner Musiker-"Karriere".
Nachdem ich mit 23 das Abi nachgemacht hatte, bin ich dann mit einem Freund und einem VW-Bulli für ein Jahr nach Afrika gefahren. Im Senegal
kam ich in Kontakt mit Djembé-Spielern. Seitdem kloppte ich auf jeder Djembé
rum, die ich auf meiner Reise unter die Hände bekommen hatte. Mein Interesse für Percussion/Drums war wieder geweckt. Natürlich habe ich so ein Teil
mit nach Hause genommen.
Nach der Reise bin ich nach Berlin in eine WG gezogen. Mein Mitbewohner
war auch direkt von der Djembé begeistert und kaufte sich auch eine. Zum großen Ärger der Nachbarin über uns! Nach einer Anzeige wegen Umweltverschmutzung (laute Musik gilt doch tatsächlich als Umweltverschmutzung!) und einem bösen Brief von nem Anwalt mit einer Kopie von einem Schreiben der Nachbarin, auf dem sie fein säuberlich auf vier doppelt beschriebenen DIN A4 Seiten die Zeiten aufgelistet hatte, an denen wir zu laut waren, mussten wir das Djembé spielen in der Wohnung dann sein lassen.
Auf der Uni (ich studiere Afrikawissenschaften) lernte ich später Musiker kennen. Wir gründeten eine Band und spielten in einem Jugendzentrum, in dem es auch ein Schlagzeug gab. Ich stellte fest, dass ich nach der langen Zeit sogar noch spielen konnte. Ich war natürlich total "eingerostet", aber rein spieltechnisch gings noch. Ist wohl so wie mit dem Skifahren, man verlernts net. Leider wollte die Band nur Gothik spielen, was aber gar nicht mein Musikgeschmack ist. Außerdem handelte es sich bei den Leuten um totale Anfänger, die mehr Zeit damit verbrachten darüber zu diskutieren, wie sie sich anhören sollten, als das auch in die Tat umzusetzen. Ich holte nen
Reggae-Gitarristen dazu, aber den wollten sie natürlich gar nicht in der Band haben, weil sein Stil zu fröhlich war. Nach nur 5 Sessions bin ich dann auch wieder ausgestiegen. Wenn ein Musiker in der Band besser ist, dann ist das ja eigentlich gut, weil er/sie die restlichen Bandmitglieder mit "hochziehen" kann. Aber wenn die anderen gar nichts können, macht das auch keinen Sinn.
Vor ca. 1,5 Jahren gründete ich dann eine neue Band, in der ich heute noch
spiele und die Musik in meiner Stilrichtung macht (Metal). Zuerst als vorübergehende Lösung gedacht, spielten wir in stundenweise mietbaren
Proberäumen (Noisy-Rooms; vielleicht kennt die ja jemand). Heute spielen wir immer noch da. Wohl aus Bequemlichkeit. Ich denke, mittlerweile habe ich meinen alten Standard wieder erreicht. Ich war nie wirklich gut, aber so richtig
schlecht eigentlich auch nicht. Und hauptsache das Spielen macht spass.
Da wir nur einmal die Woche proben, musste ein eigenes Schlagzeug her, damit ich die Beats zu Hause verfeinern könnte. Nach der schlechten Erfahrung mit der Nachbarin musste natürlich was leises her. (In der alten WG wohne ich jetzt nicht mehr. Die Nachbarin ging uns später direkt auf die Eier,
sobald wir uns nur mal zu laut geräuspert hatten). Als ich das Geld für ein E-Drum
zusammen hatte, kaufte ich mir ein Yamaha DTXpress III mit DoFuMA
(Pearl P-122TW) und Kopfhörern. Nach einer Woche ging die Bassdrum der Nachbarin unter mir auf den Sack. (Es gibt Leute, die sind sowas von intollerant). Zum Glück konnte ich mich mit ihr arrangieren, immer Nachmittags von 15-16 Uhr spielen zu können.
Ich bleibe trotzdem ein Anhänger von A-Drums. Sobald ich einen eigenen
Proberaum gefunden habe, werde ich das Teil wieder verkloppen und mir
ein richtiges Schlagzeug kaufen (Vertreter der E-Drum-Fraktion: bitte nicht böse sein!). Klar sind die Sounds wirklich authentisch und so. Ich war anfangs echt beeindruckt. Aber so ein geiles Spielgefühl wie bei einem A-Drum will sich
trotzdem nicht einstellen. Außerdem finde ich, dass vor allem im Metal-Bereich ein E-Drum nicht wirklich geeignet ist. Ich hab mit unsrem Gitarristen mal bei mir zu Hause ne Session gemacht (was auch ein Grund gewesen ist, weshalb meine Nachbarin Stress gemacht hat), in dem wir das Drum und die Gitarre an nen Mischpult angeschlossen haben und das ganze dann auf nem MD-Player aufgenommen haben. Ich finde man hört immer, dass es kein "echtes" Schlagzeug ist. Das Ganze klingt irgendwie immer elektronisch.
Einige Leute hier im Forum schreiben, dass sie mit nem E-Drum auch auf Konzerten spielen. Aber spielt ihr Metal, Rock etc. oder eher eine Musikrichtung, bei der ein E-Drum meiner Meinung nach eher passt (z.B. Rap, Techno)? Weiß nicht, vielleicht stelle ich bei der Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten auch etwas falsch ein.
Weil das ja hier die Drummergalerie ist, stelle ich euch einfach mal mein Set
rein. Ist natürlich nichts extravagantes, weil von der Stange...
Wie gesagt. Nix tolles. Halt nen Standard-E-Drum...Aber zum üben reicht's
Also bis dann,
Marc