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bassek

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1

Montag, 28. November 2005, 21:47

Die Kehrseite....?!?

Ich war gerade auf der HP von www.drumhouse.de und habe mir mal "in Memoriam" angeschaut.

Es ist schon erschreckend,wie jung die ganzen professionellen Berufsmusiker,viele Ikonen ihrer Stilrichtung, gestorben sind.Ein Alter über 60 ist ja schon fast selten.Und z.B. mit 52 an einer Lungenentzündung zu sterben in der heutigen Zeit....da ist man entweder HIV-positiv oder total ausgebrannt.Da möchte man doch nicht wirklich Pro werden,oder?

Wenn der Thread zu "Off-topic" ist,ab damit in den Thrash.Ich fand's nur sehr beeindruckend...

Grüße,

Basti

lenny

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2

Montag, 28. November 2005, 22:00

Ich denke dass dies ein Schicksal vieler Berufsmusiker war/ist, da sie einfach ihr Leben sehr intensiv gelebt haben (unter anderem mit Drogen, ob man die nun brauch, um intensiv zu leben ist wohl eine andere Frage).
Vielleicht braucht man auch einen gewissen Hang seinem Körper das letzte abzuverlangen um erfolgreich zu sein. Zumindest ist das sicherlich bei einigen Musikern so gewesen.

  • »Kai aus der Kiste« ist männlich

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3

Montag, 28. November 2005, 22:23

Zumindest bringt dieser Beruf eine deutliche Neigung zu Ausschweifungen jedweder Art mit sich. Ich denke, es ist in gewisser Weise eine natürliche, logische Verhaltensweise. Wenn jemand aufgrund seiner Erfolge einen bestimmten Status erreicht hat, gibt ihm das im Musikgeschäft eine gewisse Narrenfreiheit, und viele nutzen diese dann natürlich auch aus. Das ist wie bei einem Kind, dem man keine Grenzen setzt. Und getreu dem Motto "Make the artist happy!" schreitet da natürlich keiner ein, solange der Künstler für seine Plattenbosse noch Kasse macht.

Im Gegensatz zu z.B. Politikern, bei denen ein solches Verhalten eher schädlich ist, wird es bei Musikern (und Künstlern generell) toleriert, ja von den Fans teilweise noch honoriert, wohl mit dem Hintergedanken: "Ich würd' auch gern' mal so die Sau rauslassen!" Deswegen sind es zum Teil auch selbsterfüllende Prophezeiungen. Rockmusiker haben nun mal Hotelzimmer zu zertrümmern, und wilde Orgien mit Groupies und Alkohol zu feiern. Man erwartet das regelrecht, und die Musiker erfüllen dieses Klischee meist nur zu bereitwillig.

Daß so ein Leben natürlich nicht sehr gesund ist, liegt auf der Hand, neben den ganzen "Alt-Musikern", aus denen ihr Leben ein körperliches Wrack gemacht hat, gibt's auch die vielen, die jung gestorben sind, meist direkt oder indirekt durch ihren ausschweifenden Lebensstil. Ein trauriges, und auch ein sehr bezeichnendes Beispiel des ganzen Themas ist da wohl Bonzo: Nach einer wilden Party mit zuviel Alkohol ist er am eigenen Erbrochenen erstickt, und das mit Mitte 20.
Fell- & Beckenriss wünscht

Kai aus der Kiste

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bassek

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4

Montag, 28. November 2005, 22:31

Jeder soll und muss sein Leben so leben,wie er/sie es für richtig hält.Das ist halt die Individualität eines jeden.Dass aber die Branche so ein Verhalten auch noch würdigt und fördert,relativiert das Ganze natürlich ein bißchen...Und wahrscheinlich gibt es auch eine ganze Menge von den "Verstorbenen",die lieber 50 Jahre in Saus und Braus als 80 Jahre ein "stinknormales" Leben bevorzugen.

Aber erschreckend find ich's halt doch.War mir bis dato garnicht so bewusst!

Ploetz

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5

Mittwoch, 30. November 2005, 01:22

Grad gestern war ich in HH in der Fabrik und hab mir die Skatalites angetan. Sind vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff...

Der Drummer ist aber weit jenseits der 60 (wenn nicht noch ein Jahrzehnt älter), aber er...naja...gut, er hat sich ein zwei mal bös verzockt, aber er strahlt eine solche gelassenheit aus bei der ganzen Sache. Und hat offensichtlich noch immer Spass dabei. Knappe 2h standen die auf der Bühne, und die sind alle nicht jünger. Und so ganz drogenfrei ham die auch nich gelebt ;)
Dagegen wirken die Stones wie Zombies...

man sieht, geht also auch im hohen Alter noch! ;)

Und das Musiker (vielleicht mal vom Pop und dergleichen abgesehen) einen nicht gerade gesunden Lebensstil pflegen ist bekannt.

"Das letze Abverlangen" findsch recht treffend. Muss aber auch sein. Jeder der mal 2 gigs hintereinander und mehr gespielt hat weiss dass es ans Äußerste geht.

Live fast, die young...oder, "stirb jung" von den Ärzten. Sagt in der Hinsicht (wenn auch ein wenig ironisch vielleicht) viel bis alles :D
Am Schlagzeug ist die Welt noch in Ordnung

Cakedrummer

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6

Mittwoch, 30. November 2005, 01:38

Hallo,

Das Problem trifft aber auch nur auf die Musiker zu, die ihr halbes Leben "On the road" verbringen. Ist ja auch irgendwie logisch: Man ist ein halbes Jahr unterwegs, kann kaum Hobbys nachgehen, sieht seine Familie nicht... Freunde finden für einen Abend kann man auch knicken und immer nur die Band geht einem auch auf den Sack.

Ist doch irgendwo verständlich, dass man sich da aus Langeweile besäuft... ;)

Wobei ich bei solchen Aussagen immer arg vorsichtig wäre. Gibt eben auch nicht soo viele Stars. Ich kann mir gut vorstellen, dass prozentual gesehen genauso viele Beamten und Bauarbeiter sterben. Nur macht für die niemand eine "In-Memorian"-Seite.


Viele Grüße,
Olli
"Im Zahlenraum bis 100 kann Oliver Aufgaben mit hohem Schwierigkeitsgrad, auch bei wechselnder Aufgabenstellung, lösen."

HR

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7

Mittwoch, 30. November 2005, 02:28

Ohne jetzt Drogen verherrlichen zu wollen: es ist nun mal so, daß ohne Drogen und Orgien keine Jimi Hendrix, Beatles, Led Zeppelin oder Van Halen-Platte so geworden wäre wie sie es sind. Nüchterne Menschen schreiben derartige Songs nicht. Punkt.

Das ganze ist aber nicht neu: Beethoven, Smetana hatten ihr Gehör aufgrund der Syphillis verloren und Mozart verdankte ihr ein kurzes Leben. Aber wie jemand hier schon sagte: besser 50 Jahre volle Party als 80 Jahre Langeweile.
Mein Space.
Mein Ludwig Classic Maple.
Meine Coverband.

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8

Mittwoch, 30. November 2005, 06:54

Van Gogh...zwar Maler...aber dem Absinth sehr zugetan...im Rausch schnitt er sich ein Ohr ab:o)
Das mit den gesünder lebenden Pop-Stars halte ich übrigens für ein Gerücht...nur gehörts da nicht so zum Geschäft wie bei den Rockern:o)
Naja...ich meine...Kunst und Drogen gehören halt irgendwie zusammen...das war immer schon so...und hat auch seine Gründe...

Und ich denke prozentual gesehen sterben mehr normale Arbeiter nach jahrelangem Alkoholmißbrauch jung, als Musiker. Aber eben keine in Memoriam Seiten...und sind wir uns ehrlich...vor 150 Jahren war ein 50 Jähriger schon alt:o)

greez...woifi
...spielen wie ein kleines kind...

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RS1980

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9

Mittwoch, 30. November 2005, 10:26

Zitat

... Nüchterne Menschen schreiben derartige Songs nicht. Punkt.


Das kann schon sein, das macht die Songs aber sicher nicht besser. Wobei Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich bin sicher ohne Alk hätts auch geklappt :O


Zitat

Naja...ich meine...Kunst und Drogen gehören halt irgendwie zusammen...das war immer schon so...und hat auch seine Gründe...


So nen Quark hab ich schon lang nichtmehr gehört...
Für mich kommt Kunst immer noch von Können auch wenn viele was anderes behaupten. Und das Können leidet meines Wissens unter Alkohol und Drogenmissbrauch doch ä bissel.
"Das war schon immer so" war eben nicht immer so sondern enstand meines Erachtens durch die Vergötterung und die bereits erwähnte Narrenfreiheit der Musiker.
Lobet ihn mit Pauken (Schlagzeug) und Reigen (Sticks) , lobet ihn mit Saiten (e-Gitarre & Bass) und Pfeifen (Sax)!

Psalm 150,4

Drumstudio1

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10

Mittwoch, 30. November 2005, 10:54

Sorry, ich finde diese naiv-romantisierenden Drogenstatements völlig daneben.

Bitte wieder on Topic oder in die Weiten des Web wo derartiger Blödsinn teilweise noch Beifall finden mag.

Verärgerter Gruß

P.S:
Ich gebe Euch gerne die Zimmernummern diverser Musiker-Kollegen die ihr in der Psychiatrie besuchen könnt, wenn ihr mal die Kehrseite der sogenannten "Bewußtseinserweiterung" mit offenen Augen sehen wollt (Stichwort: substanzinduzierte Psychose etc. etc.). Komischerweise sehe ich da bei Besuchen sehr wenige andere Kollegen die mal mitbesuchen kommen...

Nicht wegschauen! Sondern Augen für die Realität öffnen... auch wenn sie lichtempfindlich sein sollten!!! Und diese naiven Platitüden bitte woanders streuen... wenn ihr es schon nicht ganz unterlassen könnt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Drumstudio1« (30. November 2005, 12:19)


Cakedrummer

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11

Mittwoch, 30. November 2005, 11:03

@Drumstudio1: Ich glaube auch nicht, dass so viele Musiker damit zu tun haben, wie man vielleicht nach Medien-Berichten glauben könnte.

Dazu ein netter Link: http://www.bildblog.de/?p=972

So viel zum Thema: Suff-Orgie. ;)
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12

Mittwoch, 30. November 2005, 13:43

Zitat

Original von HR
Ohne jetzt Drogen verherrlichen zu wollen: es ist nun mal so, daß ohne Drogen und Orgien keine Jimi Hendrix, Beatles, Led Zeppelin oder Van Halen-Platte so geworden wäre wie sie es sind.


stimmt, vielleicht wären das dann gute platten geworden :D
heute leider keine zugabe.
ich kann auch ohne spass alkohol haben

Drumwolf

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13

Mittwoch, 30. November 2005, 15:03

Zitat

Original von Drumstudio1
Sorry, ich finde diese naiv-romantisierenden Drogenstatements völlig daneben.B


Danke, Drumstudio. Die ganze Romantik von Sex Drugs and Rock´n Roll ist doch nur ein Medien-Hype, und leider müssen wir gerade wieder beobachten, wie eine Kinderband wie Tokio Hotel drauf reinfällt - die Konsequenzen werden wir ja erleben. Lest mal Interviews mit langjährig aktiven professionellen Künstlern, wie die so ein Leben durchhalten - ganz bestimmt nicht mit Drogen, sondern mit gesunder Ernährung, Training usw.

Und der größte Schwachsinn (wohl zu viel Bravo gelesen): "Besser 50 Jahre volle Party als 80 Jahre Langeweile" ... da frage ich mal bei euch nach, wenn ihr 50 seid, obs nicht doch noch ein paar Jährchen sein dürften ..... Mal ganz abgesehn davon, was für eine unerträgliche Arroganz ihr "normal" (gelegentlich auch für euch) arbeitenden Menschen gegenüber habt X(.

Naja, Denken und Drogen schließt sich weitgehend aus.
Meine Bands:
Blue Valentines Blues Band
Gran´Power

"Most drummers are crazy, aren't they ? They don't all start off crazy, but they end up that way." Charlie Watts

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newbeat

Neophobiker

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14

Mittwoch, 30. November 2005, 17:43

Zitat

Original von Drumwolf

Danke, Drumstudio. Die ganze Romantik von Sex Drugs and Rock´n Roll ist doch nur ein Medien-Hype, und leider müssen wir gerade wieder beobachten, wie eine Kinderband wie Tokio Hotel drauf reinfällt - die Konsequenzen werden wir ja erleben. Lest mal Interviews mit langjährig aktiven professionellen Künstlern, wie die so ein Leben durchhalten - ganz bestimmt nicht mit Drogen, sondern mit gesunder Ernährung, Training usw.


Letzeres ist genauso naiv wie die vorhergehenden Drogenverniedlichungen. Recht wertfrei kann man eher davon ausgehen, dass sich die Art des Drogenkonsums in der "Kunstszene" (ich nehme das mal umfassend, vom Musiker, bildenden Künstler, bis zum Schauspieler ...) geändert hat. Den exzessiven Typus findet man da eher kaum noch, oder als Nachahmer in der Klapse (siehe Drumstudio). Drogenkonsum ist mehr funktionell geworden, Uppers schlucken um fit zu bleiben, Koks fürs Charisma auf der Bühne, um das mal salopp auszudrücken. Zugeben wird das keiner so gerne, und nach der Tournee joggt man wieder und ißt zuhause im Kreise seiner Lieben makrobiotisch. Auch da werden Legenden gestrickt, ähnlich wie im Leistungssport, Stichwort "saubere Tour de France", sorry ich bepisse mich gleich vor soviel Gutmenschelei.

Zitat

Original von Drumwolf
Naja, Denken und Drogen schließt sich weitgehend aus.


Bitte definiere "Droge". Obskurerweise haben viele geschichtliche Personen, die viel gedacht haben und geschaffen haben, einen entsprechenden Hang zum Rausch gezeigt. Das ihre Leistungen dadurch besser geworden sind, mag höchst zweifelhaft sein, aber einen Abbruch innerhalb ihrer kreativen Phase haben die Drogen ihnen wohl nicht beschert. Kürzere Lebenserwartungen und je nach Exzessivität ein umnachteter Lebensabend schon eher. Drogenkonsum hängt da auch sehr vom individuellen Persönlichkeitsbild, der Belastung und der psychischen Konstitution ab. Irgendwelche Verallgemeinerungen finde ich ziemlich kindisch. Gerade in Bezug auf Musik finde ich es sehr schwierig, da zu trennen. Rausch und Musik ist etwas was sich traditionell durch die ganze Menschheitsgeschichte in allen Kulturen durchzieht, ob Rausch nur durch Musik (Derwisch) oder auch mit Hilfsmitteln.
Die Umstände sollte man nur anders bewerten, ein Urwaldindianer, der in der Vollmondnacht rituell seinen Peyote kaut und um seinen Ahnen nahe zu sein auf seiner Trommel rumhaut ist was völlig anderes, als ein gescheiterter westlicher Hobbymusiker, der sich im Bahnhofsklo den goldenen Schuß in die vereiterten Adern setzt, weil er meint dass das zum Rock'n'Roll gehört. Drogenkonsum ist beides trotzdem. Von jemanden der sich als "Psychoklempner" bezeichnet erwarte ich da mehr Differenzierungsfähigkeit.
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okku

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15

Mittwoch, 30. November 2005, 23:16

Also son Bierchen zum locker werden ist schon nicht schlecht.
Manche brauchen da eben andere Sachen. 8)

Ne ehrlich: Soll jeder so machen wie er meint. Das heißt nicht, dass ich Drogen toll finde, aber gute Musik macht man doch nur, wenn man sich selbst auch gut fühlt. Und gewisse Herren (und Damen) fühlten sich eben nur gut, wenn sie total stoned waren. Das trifft auf den Otto normal Musiker vielleicht nicht zu, aber ES IST nunmal so.
"Musik ist keine basisdemokratische Veranstaltung."

Götz Alsmann

Piru

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16

Mittwoch, 30. November 2005, 23:40

Zitat

Original von okku
Und gewisse Herren (und Damen) fühlten sich eben nur gut, wenn sie total stoned waren. Das trifft auf den Otto normal Musiker vielleicht nicht zu, aber ES IST nunmal so.



Grobgesagt mag das ja ansatzweise vielleicht so oder so ähnlich sein, nur es hat halt die verheerende Wirkung, daß Millionen Idioten (geschätzt 95% der Drogenmusiker;)) mit der Einstellung rangehen: Erstmal (das Klischee vom) Lifystyle immitieren, und Kreativität und Erfolg kommen als Folge von alleine :rolleyes:.
Bei Beispielen, bei denen es zutrifft war es meistens andersrum und sie sind oft sehr ruhmlos daran abgekackt....
It don`t mean a thing if it ain`t got that swing.

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seppel

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17

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 00:09

wie ein carl parker - völlig breit - solche solos blasen konnte, bleibt wohl ewig ein rätsel.
ich kapiers jedenfalls nicht.
wo das endet weiss hingegen jeder.

danke für die guten beiträge diesbezüglich.
welcher fettsack sitzt da eigentlich auf meinem avatar?

Drumwolf

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18

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 01:04

Zitat

Original von newbeat

Letzeres ist genauso naiv wie die vorhergehenden Drogenverniedlichungen... Recht wertfrei kann man eher davon ausgehen, dass sich die Art des Drogenkonsums in der "Kunstszene" (ich nehme das mal umfassend, vom Musiker, bildenden Künstler, bis zum Schauspieler ...) geändert hat.... Den exzessiven Typus findet man da eher kaum noch, oder als Nachahmer in der Klapse (siehe Drumstudio). Drogenkonsum ist mehr funktionell geworden, Uppers schlucken um fit zu bleiben, Koks fürs Charisma auf der Bühne, um das mal salopp auszudrücken. Zugeben wird das keiner so gerne, und nach der Tournee joggt man wieder und ißt zuhause im Kreise seiner Lieben makrobiotisch. Auch da werden Legenden gestrickt, ähnlich wie im Leistungssport, Stichwort "saubere Tour de France", sorry ich bepisse mich gleich vor soviel Gutmenschelei.


Zitat

Original von newbeat
Bitte definiere "Droge". ...Obskurerweise haben viele geschichtliche Personen, die viel gedacht haben und geschaffen haben, einen entsprechenden Hang zum Rausch gezeigt.... ein Urwaldindianer, der in der Vollmondnacht rituell seinen Peyote kaut und um seinen Ahnen nahe zu sein auf seiner Trommel rumhaut ist was völlig anderes, als ein gescheiterter westlicher Hobbymusiker, der sich im Bahnhofsklo den goldenen Schuß in die vereiterten Adern setzt, weil er meint dass das zum Rock'n'Roll gehört. Drogenkonsum ist beides trotzdem. Von jemanden der sich als "Psychoklempner" bezeichnet erwarte ich da mehr Differenzierungsfähigkeit.


Du bist ja eine ganz heiße Nummer! Erzähl doch mal ein paar Namen, von wem du das alles so genau weißt, wie es bei denen zu Hause inoffiziell abgeht, wer wann ganz salopp Uppers und Downers einwirft .... und dazu makrobiotisch isst - hochinteressant, dein Insiderwissen vom Goldenen Schuß über die Tour de France bis zum Schamanen.... Gala-Leser?

Ich werde deine Erwartungen zu Differenzierungen und Definitionen leider nicht erfüllen können, ich bin nämlich leider nur ein kleiner naiver Psychoklempner-Gutmensch, der seit über 25 Jahren schon mit sehr sehr vielen Suchtkranken geabeitet hat und eine ziemlich konkrete Vorstellung hat, was Drogenkonsum (such dir deine Lieblingsdroge aus) aus Menschen macht...und da kann ich leider nicht wertfrei mit umgehen...Ich gebe allerdings zu, dass unter meinen KlientInnen nur eine äußerst geringe Zahl von Peyote kauenden Urwaldindianern war. Wenn du drogenfrei gelesen hättest, habe ich allerdings auch nur vom Medienhype und den Legenden des Rock´n Roll geschrieben, beides findet im südamerikanischen Urwald weniger statt.
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19

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 07:38

"Ich werde deine Erwartungen zu Differenzierungen und Definitionen leider nicht erfüllen können, ich bin nämlich leider nur ein kleiner naiver Psychoklempner-Gutmensch, der seit über 25 Jahren schon mit sehr sehr vielen Suchtkranken geabeitet hat und eine ziemlich konkrete Vorstellung hat, was Drogenkonsum (such dir deine Lieblingsdroge aus) aus Menschen macht"

Sorry...ich will Drogen nicht verniedlichen...aber finde es schon fast Zwanghaft wie Droge und Sucht immer als zusammengehörig empfunden werden.
Drogen und Kunst gehört irgendwie zusammen...habe ich eben auch im Zusammenhang mit Schamanen (die ja Künstler, Heiler, ärzte, Priester in einem waren) gemeint...und nicht weil ich der Meinung bin Drogen machen zwangsläufig kreativ...
Es macht halt sehr wohl einen Großen Unterschied welche Droge man in welchem Zustand und wie oft, bzw. zu welchem ANLASS konsumiert.
Eine Emotional gefestigte (nicht minderjährige) Person die hin und wieder zu einem bestimmten Zweck eine Substanz zu sich nimmt (solange es nicht gerade Heroin oder Koks sind) wird deshalb nicht gleich süchtig und psychisch krank werden...gehört aber als Thema nicht hier her...und wird offensichtlich auch schnell falsch verstanden.

Bei uns wird halt gerne zu viel von allem Konsumiert (vielleicht weil die wenigsten emotional gefestigt sind?), aber das ist nicht das Problem der Droge, sondern des Menschen...meine ich.

Also am Besten wie ein guter Freund und Mitmusiker von mir....ohne Kaffee, Alkohol, Nikotin und Teein...ganz zu schweigen von den restlichen Drogen.
Könnte aber auch schon wieder ein zu viel von allem sein :D

ein ernstes Thema...
greez...woifi
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Modipo

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20

Donnerstag, 1. Dezember 2005, 10:10

Gutes Thema! Kann in diesem Zusammenhang das Buch von Antony Kiedis oder so empfehlen, er beschreibt das Leben als Rockstar sehr persönlich und offen. Für mich ist der Typ ein Junkie, der es geschafft hat, den ganzen Drogenmist zu überleben. Heftige Passagen, fühle mich teilweise an Christiane F. erinnert. Nur, mit seiner Kohle ist er eben nie wirklich in die Heroinhölle abgerutscht.
Mich wundert immer wieder, wie unsere lieben professionellen Kollegen es auf die Reihe kriegen, trotz Drogen noch ordentlich zu trommeln. Bei mir ist es spätestens nach dem 2 Bier mit der Feinkoordination vorbei. Aber, vielleicht zeigt sich das wahre Genie ja darin, dass es noch völlig dichtgedröhnt gut spielen kann X(
Mein Ding ist es jedenfalls nicht und diese Glorifizierung von Musik und Drogen finde ich bedenklich, wobei mir klar ist, dass ein guter Teil der Musik, die ich höre, unter Drogeneinfluss entstanden ist.
Wer vor einem Gig eine Spritze setzen, eine Line ziehen, ein Tüte rauchen, ein paar Pillen reinschmeissen oder nen Kasten Bier saufen muss, um ein gutes Konzert abzuliefern, ist arm dran!