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schdaeff

Mit Glied

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1

Montag, 13. August 2007, 22:05

Auch Drummer sind nur Menschen - Profis und ihre Verspieler?!

Gleich mal vorweg: bitte hier keinen Pro- und Contra-Thread zu Mike Portnoy oder anderen starten!

Da fahre ich vorhin im Auto von der Arbeit nach Hause und höre seit langem wieder mal die Dream Theater - Metropolis II.

Und immer wieder stolpere ich über folgende Stelle:
Song: Fatal Tragedy - bei 2:29 ist doch ein Bassdrum-Schlag daneben?!
Klingt echt komisch für mich...

Dazu kam mir folgender Gedanke: wer kennt ähnliche Stellen in Songs, die vermeintlich "falsch" sind oder amüsante Geschichten zu bestimmten Aufnahmen?

Mir fällt prompt noch die Story von Totos "Stop loving you" auf "The Seventh One" ein.
In einem Interview sagte Jeff Porcaro, dass er im Studio, als der Song losgeht, total vergessen hatte, was er spielen wollte und daher erst nach ein paar Takten den eigentlichen Groove wieder hatte...
Ist dann auch genauso auf der Platte gelandet!
:)

Nanovarium

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2

Montag, 13. August 2007, 23:27

Ja, auch Profis sind nur Menschen.

Toningenieure übrigens auch.

Wenn man auf einem Studioalbum einen Fehler findet, ist das nicht der Drummer schuld, sondern jemand, der mit Cubase und Melodyne nicht umzugehen weiss...Oder einfach schlampig ist.

Pornotoy "verspielt" sich andauernd..vergleiche mal Dieses Konzert von Dream Theater mit den entsprechenden Studioalben. Viel Spaß.

Und nun bitte Trashen. ;)

schdaeff

Mit Glied

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3

Montag, 13. August 2007, 23:48

Nein, im Ernst, es geht mir nicht um "Hahaderkannjaeigentlichgarnichtsotollspielen"!

Eher darum, dass es immer wieder Situationen gibt, bei denen man fünfe gerade sein lassen muss.
Also mehr um das berühmte Augenzwinkern...

So wie bei der Porcaro-Geschichte - Auslöser war heute nur die Porntoy-Sache.

Bitte nicht so bierernst daran gehen - oder eben doch in den Müll...

trommelmann

Kompetenz: Drumming

  • »trommelmann« ist männlich

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4

Montag, 13. August 2007, 23:57

Da gibt es auf Aufnahmen jede menge vermeintlicher "Fehler". Besonders in den 70ern hat man einfach über vieles noch hinweggesehen. Wenn der Take einen guten Drive hat und ordentlich groovt, und irgendwo ist ein Schlag unsauber, dann hat man den Take halt genommen.
pfeif drauf. grooven muss es.

Beispiel:
B.B.King & Bobby Bland: Medley Thrill is gone / Ain´t Gonna Be THe First To Cry: Da zieht der Schlagzeuger ganz extrem nach vorne weg und ist ab der mitte des Songs sicher um 10 Beats schneller als am Anfang.

oder
Billy Cobham auf Spectrum die Nummer Anxiety so um sek 16. Mindestens 2x stick oder rimgeklacker.

oder
Eumir Deodato / Prelude To The Afternoon Of A Faun: Bassist (Ron Rarter) spielt das Thema auf dem Kontrabass und intoniert stellenweise so daneben, daß jeder der so spielt, durch die Aufnahmeprüfung fallen würde. Und die Platte hat sogar einen Grammy bekommen.
Ron Carter hat vor ein paar Jahren die Brandenburgischen Konzert von J.S.Bach eingespielt. Da hats mir, mit Verlaub, ziemlich die Schuhe ausgezogen. Er hat aber in 45 Jahren über 2000 Alben eingespielt.

Fazit: Es ist Egal!

Auf neuen Alben wird mittlerweile so viel gebügelt (Melodyne = Teufelswerk!!), daß es schon ziemlich fad ist. Der Tontechniker soll in erster Linie einen guten Ton machen. Wenn einer Schuld ist, dann höchstens der Aufnahmeleiter.

LgTrommelmann

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »trommelmann« (14. August 2007, 00:03)


Lupi

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5

Dienstag, 14. August 2007, 00:07

Da kommen 2 Jungs daher,die gerade mal dieses Jahr hinzugekommen sind und schreien TRASHEN!!Es gibt ganz andere Freds ,die nicht getrasht werden,die es verdient hätten!

Ich find den Fred sehr gut! :D

Zählt mal lieber Aufnahmen auf,bei denen Ihr genau dieses "PHÄNOMEN" gehört habt,dann kann ich mir das auch anhören!

Mir fällt jetzt gerade kein Beispiel ein,sorry!
Mein Baby,die MS LUPI
Meine Band

Ich bin kein Klugscheisser,ich weiss es wirklich besser! ^^

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lupi« (14. August 2007, 00:08)


Doclike

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6

Dienstag, 14. August 2007, 00:11

Mike Portnoy wackelt Doublebasstechnisch bei vielen alten Platten.
Nen Freund hats mir mal gezeigt, teils echt extrem.
Wenn ich ihn mal wieder antreff, dann poste ich entsprechende Ausschnitte.

Spontan fällt mir ein song ein: Rolling Stones - wild horses. Da gibts eine Stelle, da is die Snare zu früh. Deutlich hörbar.

doc
was ? leiser spielen ? warum ? ^^

seppel

Hausmeister Rhein/Ruhr

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7

Dienstag, 14. August 2007, 00:14

der klassiker:

let it be von den beatles.
wenn ringo aufs ride geht wird die nummer gefühlte 5 BPM langsamer.

herrlich!
welcher fettsack sitzt da eigentlich auf meinem avatar?

  • »WayneSchlegel« ist männlich

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8

Dienstag, 14. August 2007, 00:37

Auch ein schönes Beispiel:

Andy Newmark versemmelt bei der legendären Nummer "Short People" von Randy Newman kurz nach seinem Einsatz einen Snareschlag.
Nicht vom Timing her, der Schlag sitzt schon da wo er hingehört, er trifft aber die Snare irgendwie nicht richtig. Das muss der Tonmensch doch gehört haben sollte man meinen. Egal, es wurde damals trotzdem auf Vinyl gebannt....und das ist auch gut so! :D
Ansonsten fehlerfrei und beseelt engespielt, die Nummer lebt, atmet und groovt. Passt.
Ich zucke jedes mal vor Freude zusammen wenn ich besagte Stelle höre.
Nicht etwa aus Gehässigkeit (im Gegenteil! Newmark ist einer meiner vielen Vorbilder), sondern vielmehr weil es zeigt, daß diese Musik von Menschen gemacht wurde und noch nicht von Maschinen.

Ich verdamme die technischen Möglichkeiten die es heute im Studio gibt keineswegs, nur sollten sie nicht zum reinen Selbstzweck verkommen.
Mit wenigen Mausklicks würde man Newmarks "Schnitzer" heuer einfach wegbügeln.
Ich frage mich allerdings WARUM?
Einfach nur weil man es KANN, oder würde es den Song tatsächlich besser machen, weil er dann "perfekt" wäre?

Fragen über Fragen.....
FSK 12 bedeutet: Der Held kriegt
das Mädchen
FSK 16 bedeutet: Der Böse kriegt
das Mädchen
FSK 18 bedeutet: Jeder kriegt das
Mädchen!

slo77y

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9

Dienstag, 14. August 2007, 00:46

ich find solche sachen sympathisch.... es sei denn der drummer heisst lulle und rührt sich rührei zusammen....

jemand wo mir noch nie ein fehler aufgefallen is trotz ausgiebiger live anschauungen ist danny carey.... der mann spielt für mich einfach perfekt.
sieg natur.

The FloW

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10

Dienstag, 14. August 2007, 00:57

Ist zwar kein Drummer der sich verspielt aber einer der besten Verspieler die je passiert sind, ist der von Mike Stern bei dem Stück Flamenco Sketches mit Miles Davis. Mike Stern wurde vor dem Stück gesagt es sei nur eine Probe und dann hatte er einmal während seinem Solo über eine komplette falsche Skala gespielt und plötzlich als er es merkte möglichst schnell und komplex mit dieser Skala weitergespielt. Im nachhinein dennoch etwas besonderes da dieser "Verspieler" die Musik irgendwie authentisch wirken lässt.
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Bei Bedarf gibts auch Bilder

Tama Rockstar Snare die bei mir seit ca. 3 Jahren im Keller liegt

Müller

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11

Dienstag, 14. August 2007, 09:56

In der Unplugged-Version von Eric Claptons Tears In Heaven ( die Version, welche man oft im Radio hört) gibts ganz am Schluss einen Tambourin-Schlag, der zu spät kommt. Klar, dass ist wahrscheinlich nicht so einfach rauszuschneiden, weil alle Instrumente gleichzeitig aufgenommen wurden und der Schlag auch von den Gitarrenmikros aufgefangen wurde. Trotzdem fällt er mir immer wieder auf.

ModAnthrax

cholerischer

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12

Dienstag, 14. August 2007, 10:17

Endlich mal wieder ein recht interessanter Thread (wenn auch bisher nicht sooo viel bei rumgekommen ist - ich selbst kann leider auch nichts zu beisteuern)


Aber wenn wir schon dabei sind kann man doch mal schön drüber diskutieren, wie menschlich solche Verspieler sind und ob ein Album mit oder ohne besser ist.

Bestimmt kennen einige das Album Take off your pants and Jacket von Blink 182 (an dieser Stelle sei mir erlaubt: Bitte, bitte keinerlei Diskussion über Travis Barker, außer es hat mit dem Thema zu tun). Auf jeden Fall ist dieses Album dermaßen sauber, das klingt schon fast klinisch möcht ich sagen. Alle Anschläge sind nahezu gleichlaut, jeder Snareschlag klingt gleich. Dadurch geht einiges an lebendigkeit verloren, allerdings kann man auch sehr schön hören was Barker da trommelt.

Ist nur die Frage was einem besser gefällt.

Soweit zu diesem kurzen Einwurf, weiter im Thema (ich finds interessant!)

Edit: einen kleinen, eher uninteressanten Beitrag hab ich dann doch. Beim Lied Superman von Goldfinger verhaut der Drummer auch einen Snareschlag total. Und zwar ists der siebte Snareschlag nach dem Auftakt :D Der liegt aber wirklich sowas von daneben, dass es absolut auffällt (wenn man bedenkt wie der Kerl sonst spielt doch sehr aufällig)
"....wenn sie sich nur nich verlaufen!"

Miss X beim auspacken der Toms: "Ach DAS sind also 14 Zoll!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anthrax« (14. August 2007, 10:19)


blechi

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13

Dienstag, 14. August 2007, 10:29

Simon & Garfunkel: der Drumeinsatz bei 'Sounds of Silence' ist Weltklasse :D
665 - The neighbour of the beast.

Rockpommel

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14

Dienstag, 14. August 2007, 10:35

Gehts nur um Studiotonträger?
Wenn nicht, haftet mir da Pink Floyd mit Money stark im Gedächtnis.
Mason war beim Einsatz wohl nicht ganz bei der Sache....

Ich bin /root, ich darf das!
* Band *
* Galerie *
*DIY-TD6*

Nanovarium

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15

Dienstag, 14. August 2007, 11:09

Zitat

Original von Lupi
Da kommen 2 Jungs daher,die gerade mal dieses Jahr hinzugekommen sind und schreien TRASHEN!!Es gibt ganz andere Freds ,die nicht getrasht werden,die es verdient hätten!

Ich find den Fred sehr gut! :D

Zählt mal lieber Aufnahmen auf,bei denen Ihr genau dieses "PHÄNOMEN" gehört habt,dann kann ich mir das auch anhören!

Mir fällt jetzt gerade kein Beispiel ein,sorry!


schreien? :)

Vitamalz

Pilstrinker

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16

Dienstag, 14. August 2007, 11:14

Zitat

Original von Rockpommel
Gehts nur um Studiotonträger?

Wenn nicht --> http://www.drummerforum.de/forum/thread.php?threadid=23934

maxPhil

männlicher Hetero-Atheisten-Langweiler

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17

Dienstag, 14. August 2007, 11:22

Hm, also Tempo langsamer oder schneller kann doch durchaus gewollt sein. Und selbst wenn nicht, würde ich es nicht als Fehler bezeichnen, passt ja u. U. durchaus. Rimclick oder nicht genau getroffen ist auch nicht weiter dramatisch. Versemmelte Schläge sind hingegen nicht so schön, aber da kommts auch auf den Schweregrad an.
Ich meine trotz Digitalschnitt auf der Gorilla Monsoon CD im Intro einen versemmelten Triller zu hören.

Grüße, Philip

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »maxPhil« (14. August 2007, 11:28)


trommelmann

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18

Dienstag, 14. August 2007, 11:26

Zitat

Original von blechi
Simon & Garfunkel: der Drumeinsatz bei 'Sounds of Silence' ist Weltklasse :D


Was soll da nicht passen? Das Einzige was mir da auffällt, ist das eine Gitarre ein Ritardando spielt.

LgTrommelmann

Marcus

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19

Dienstag, 14. August 2007, 11:40

Terry Bozzio auf Jeff Beck's "Guitar Shop", im Refrain von "Behind the Veil".
Er spielt da bei ca. 01:45 ein paar Rimshots auf der Snare, bei denen die Treffsicherheit etwas zu wünschen übrig lässt... ;)
music is the best

blechi

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20

Dienstag, 14. August 2007, 12:31

@Trommelmann: hast recht, es war das Fill zur zweiten Strophe. Da hat mich mein Erinnerungsvermögen etwas getrogen.
665 - The neighbour of the beast.