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Subrak

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1

Dienstag, 16. Oktober 2007, 09:17

Ungerade Takte zählen oder fühlen ?

Hallo Zusammen

Ich habe eine Frage die mich schon länger beschäftigt. Ich höre schon mal ganz gerne so Sachen wie Meshuggah, bzw hab jetzt auch mal eine Nummer von Gavon Harrison gehört, die alles andere als 4/4tel ist.

Wie spielt Ihr sowas, reines zählen oder geht sowas irgendwann in Fleisch und Blut über.

Ich selbst bin reiner Autodidakt und spiele seit jeher eigentlich nur einfache 4/4tel Geschichten. Da weiss ich irgendwie immer vom Gefühl her wo die 1 ist. Stellt sich das bei diesen krummen Takten / Taktverschiebungen auch irgendwann ein ? ?(

Wie geht Ihr an sowas ran ?

Gruß
wahnsinn ist nicht nötig, hilft aber oft ...

smfoo

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2

Dienstag, 16. Oktober 2007, 09:30

Was man nicht zaehlen kann, kann man auch nicht bewusst spielen.
Also moeglichst mal mit Zaehlen ueben, aber wenn du es kannst brauchst du das nicht mehr unbedingt.
Wichtig ist nur das du dir bewusst nist, was du gerade spielst.

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3

Dienstag, 16. Oktober 2007, 09:31

Ideal ist es, wenn du beides KANNST: das Zählen und gleichzeitig Spielen fürs formale Bewusstsein, das gefühlsmässige intuitive Spielen für mehr Lockerheit und mehr Platz für musikalischen Ausdruck. Zitat: was du singen kannst, kannst du auch spielen.

Was du bevorzugst, ist deine Angelegenheit. Ich mach es so (bei meiner Genesis-Combo): erst werden die krummen Takte (7/8, 9/8,13/8)mitgezählt und solange geübt, bis ich sie wie im Schlaf kann, dann spiele ich sie intuitiv.

edith: er war einsam, aber schneller... (und der Colt war sein Gesetz) Insterburg und Co. ;)
„Was ist der Mensch? Wo kommt er her? Warum ist er nicht da geblieben?“ M. Beltz

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trommelmann

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4

Dienstag, 16. Oktober 2007, 09:41

RE: Ungerade Takte zählen oder fühlen ?

Zitat

Original von Subrak
Wie spielt Ihr sowas, reines zählen oder geht sowas irgendwann in Fleisch und Blut über.
Gruß


Du sagst es selber. Zählen bis es irgendwann in Fleisch und Blut übergeht. Ich nehme mir in so einem Fall einen ungeraden Takt her und spiele und zähle ihn extrem langsam durch. Wenn ich ihn verstanden habe, ziehe ich langsam das Tempo höher bis es rund läuft. dann brauch ich im Normalfall auch nicht mehr mitzählen.

LgTrommelmann

drumsandbeats

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5

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:00

Was bei ungeraden Geschichten auch immer eine große Hilfe ist, ist die Unterteilung in 2er und 3er Gruppen. Aus der Betonung der jeweils ersten Note, ergibt sich dann ein Rhythmisches Grundpattern, das man sich relativ einfach einprägen kann. Die meisten ungeraden Rhythmen orientieren sich übrigens an solchen Grundpatterns.

Als Beispiel:
Einen 5/8 kann man auf folgende zwei Arten fühlen:
X x X x x oder
X x x X x

Einen 7/8 z.B. so:
X x X x X x x oder
X x x X x X x oder
X x X x x X x

Da Du Gavin Harrison angesprochen hast:
Der Song, der mal in der Drumheads als Playalong war (Sound Of Muzak) ist in 7/4 notiert. Dem Rhythmus liegt das Pattern X x x X x X x zu Grunde, in diesem Falle liegt das in den 16tel Noten. Im gesamten 7/4 Takt wird dieses Pattern also 4 mal durchlaufen.

Wenn man sich so etwas bewusst macht, spielen sich solche Rhythmen viel einfacher.

Viel Erfolg wünscht
Sven

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AAXplosion

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6

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:09

also ganz ehrlich. wenn ich irgendein stücl#k spiele mit 7/8. 4/4 13/16 Wechsel fange ich nicht an zu zählen. Da wird man ja bekloppt. Ich fühle es lieber, oder versuche einfach wieder auf die 1 rauszukommen ;)
Mein Pearl SBX

Zitat

Ich merke jedes Mal, dass ich überrascht bin, wenn ich einen richtig
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drumsandbeats

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7

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:12

Zitat

Original von AAXplosion
Ich fühle es lieber, oder versuche einfach wieder auf die 1 rauszukommen ;)


Und was machst Du, bevor Du es fühlst? Das klingt ein wenig nach "trial and error"...

• "If you don't feel it, don't play it." James JamersonTraumjob • "Nomen est omen, wie der Grieche sagt."

moYa

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8

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:15

Sound of Muzak ist ein interessantes Beispiel. Die Snareschläge kommen nämlich ganz gleichmäßig, im Abstand von 7/16 hintereinander...hat der Herr Harrison nett gemacht.

Simon Phillips hat mal bei einem Workshop gesagt, dass er ungerade Sachen nicht zählt, sondern er versucht, sich die musikalische Phrase zu merken und zu begleiten.
Klingt irgendwie auch logisch, da man bei mitzählen vielleicht eher nur nen erweiterten oder gekürzten bummtschack-rythmus spielt.

Aber wenn ich mir dann Planet X (mit Virgil DOnati) anhöre, kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich eine musiklaische Phrase merken kann, geschweige denn eine entdeckt... 21/16 geht dann doch mit zählen um einiges besser. ;-)

maxPhil

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9

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:19

Erst zählen, dann fühlen.
Ich mache das allerdings nur so, weil ich mir den Rhythmus - wie smfoo und drumsandbeats beschrieben haben - erst bewusst machen muss. Irgendwann kann man sicher auch inituitiv ungerade Sachen spielen, weil man das Prinzip verinnerlicht habt. Erst dann kann man imho auch richtig in der Musik aufgehen.

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10

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:19

Eine ausführliche Diskussion gabs schon mal hier
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AAXplosion

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11

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:24

Zitat

Und was machst Du, bevor Du es fühlst? Das klingt ein wenig nach "trial and error"...


mich mit dem Lied auseinander setzen und natürlich jeden Takt auseinandernehmen. ich meinte ja nur das ich wärend ich spiele nicht zähle.
nix mit trial and error :rolleyes:
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Zitat

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kride20

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12

Dienstag, 16. Oktober 2007, 10:30

Zitat

Wie spielt Ihr sowas, reines zählen oder geht sowas irgendwann in Fleisch und Blut über.


Genau in dieser Reihenfolge mach ich das, ich setz mich da auch grad gründlich auseinander.

Nimm nen 9/8tel-Takt.

Spiel doch einfach mal bumtschack bumbumtschack mit durchgehender Hihat. Da kommst Du ums Zählen erstmal nicht rum. Das machst Du solange, bis Du den Groove ohne Zählen verinnerlicht hast.
Danach würde ich mir mal 10 Grooves selbst konstruieren und diese bis zur Besinnungslosigkeit üben. Dann weitere 10 usw.

Eines Tages hast Du das so oft gespielt, daß Dir das dann in Fleisch und Blut übergegangen ist und dann kommt der nächste ungrade dran. (Darf man aber auch gerne parallel üben :D )
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Subrak

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13

Dienstag, 16. Oktober 2007, 11:20

@ThomasTrommelt:

Danke für den Link, der Seppel sagt da was, das ich sehr passend finde und sich, wenn ich euch richtig verstanden habe mit euren Erfahrungen deckt:

Seppel sagte:

Zitat

entwickel ein gefühl dafür wie lang 1 takt ist und wie lang 4 takte sind, ohne dabei zählen zu müssen.daraus kannst du dann nach belieben päckchen bauen , ohne einmal mitgezählt zu haben.


Und das ist etwas was ich wohl bereits mache.

Auf ungerade Takte bezogen, sagt er dann weiter:

Zitat

bei ungeraden takten funktioniert das genauso, nur ist es schwieriger eine routine aufzubauen, da diese krummen dinger nicht so oft gespielt werden wie der klassiker, der 4/4 takt.


Was sich ja mit euren Aussagen deckt, erst bewusst machen, dann Spass haben ... ;)
wahnsinn ist nicht nötig, hilft aber oft ...

nils

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14

Dienstag, 16. Oktober 2007, 11:31

Ich hab mal mit einer Band den Song Hello hello von wasweissichwem im 7/8tel Takt gepielt. Zuerst musste ich zählen und es klang irgendwie hölzern. Nach ca. 3-4 Proben fing es dann richtig an zu rollen und ich konnte frei darauf agieren.
Solche odd measures bieten Platz für sehr abgefahrene Fills, die man bei geraden Takten einfach nicht spielt (also ich jedenfalls nicht).

Nils
Das Buch: Drum Tuning
Der Trommelstimmer Trommeln Schlagzeug stimmen

Zitat von »Spiegel Online«

Macht sieht nur von unten arrogant aus

kride20

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15

Dienstag, 16. Oktober 2007, 11:57

Zitat

Simon Phillips hat mal bei einem Workshop gesagt, dass er ungerade Sachen nicht zählt, sondern er versucht, sich die musikalische Phrase zu merken und zu begleiten.


Das ist dann das Endziel, welches sich aber sicher trotzdem besser erreichen läßt, wenn man "weiß was man tut" bzw. hier: Was man spielt.

Klar kann man es auch "nur" nach Gefühl anpacken, aber es schadet nix auf zwei Beinen zu stehen.
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ModChuck-Boom

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16

Dienstag, 16. Oktober 2007, 12:27

Zitat

Original von drumsandbeats
Was bei ungeraden Geschichten auch immer eine große Hilfe ist, ist die Unterteilung in 2er und 3er Gruppen.


... bzw. bei 7/4 in 4er und 3er Gruppen (ist zwar eigentlich das Gleiche, finde ich aber noch etwas "übersichtlicher").

Die Simon-Philips-Methode ist schön für den Anfang, aber ich denke, wenn man dann irgendwann den Groove ändern (z. B. nicht immer "mit der Melodie spielen") möchte, stößt man schnell an Grenzen.

Eine gute Übung hierzu finde ich auch, systematisch Metren gegeneinander zu spielen, um die ungeraden Sachen zu verinnerlichen, sprich "gegen" die ungeraden Takte gerade patterns zu spielen (ganz simpel hand to hand mit Betonungen alle 4 z. B.).

Oddjob

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17

Dienstag, 16. Oktober 2007, 13:42

Zitat

Original von Chuck-Boom
Die Simon-Philips-Methode ist schön für den Anfang, aber ich denke, wenn man dann irgendwann den Groove ändern (z. B. nicht immer "mit der Melodie spielen") möchte, stößt man schnell an Grenzen.

Prinzipiell stimme ich dir da auf jeden Fall zu.
Für den Meister selbst scheint das jedoch nicht zu gelten oder er hat die Grenze einfach übersprungen oder aber er hat gelogen und zählt doch ;) Gestern im Unterricht hab ich ein Stück gehört, wo er über einen 17/8-Takt soliert. Ich hab seitdem immer noch Bedenken, ob Schlagzeug das richtige Instrument für mich ist 8[

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ModChuck-Boom

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18

Dienstag, 16. Oktober 2007, 15:36

Hehe ... "oddjob" passt ja herrlich. ;-)

Klar, es steht ausser Frage, dass SP schon so manche Grenze hinter sich gelassen hat.

Was ich meinte war, dass man mit der "Musikalische-Phrase-Methode" in der Regel zu bestimmten Grooves "verleitet" wird (wohin man BD und Snare platziert etc.), die eben mit der musikalischen Phrase, der Melodie, gehen.
So kann man schnell einen passenden odd meter spielen ohne viel zu zählen, aber man ist eben auch ziemlich auf die Melodie/ Riff/ Bassline fixiert. Und wenn man dann mal einen anderen Groove oder gar dagegen spielen möchte und die Melodie nicht mehr "einlockt": Arrrgh!
Weil man eben den Takt "nur" melodiös verinnerlicht hat.

Aber es braucht m. E. Jahre der Beschäftigung, bis man ungerade Takte annähernd so fühlt wie 4/4 (wenn das überhaupt geht).

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19

Dienstag, 16. Oktober 2007, 15:37

Wenn man sich an den Meistern orientieren will:

Rod Morgenstein sagt zu ungeraden Taktarten : "count count count"
one-two three four five six sev, nicht seven, weil das zwei Silben sind
und somit die Gefahr in 8/4 zu rutschen gegeben ist.....da hamm`s
die bayern leicht mit "siebn"

Zu der "geteilten" Zählweise gibt´s auch verschiedene Meinungen:
(also 7/4 als 4/4 + 3/4)

Carmine Appice meint eher nein, sprich 7/4 zählen, weil der Groove ja 7/4
und rung rüberkommen soll nicht als zwei Teile, also 4+3/4

Steve Miller

nervt aus Prinzip

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20

Dienstag, 16. Oktober 2007, 16:25

Das mit den zwei Silben fiel mir auch schon auf. Es geht aber gut um /32 zu üben.

Was ihr Euch an den Takten so hochzieht. Praktisch ist doch wichtig was in den Takten steht.
Die Takte selber sind doch eher Wurscht.