Hallo,
Es ist an der Zeit, dass ich mich auch mal vorstelle.
Ich heiße Daniel, und alles begann bei mir im zarten Alter von 6 Jahren mit Blockflötenunterricht an der Kreismusikschule.
Diesen ließ ich etwa eineinhalb Jahre über mich ergehen. (Die Eltern wollte man ja nicht enttäuschen)
Bei einer Schulaufführung war eine Schülerband dabei, und ein Nachbarsjunge war der Drummer.
Da war es um mich geschehen.
Zu Weihnachten bekam er sein erstes eigenes Set, und ich ging immer wieder zu ihm, um ein wenig zu spielen.
Mein Wunsch ein eigenes Schlagzeug zu besitzen wuchs, doch mit zwei Geschwistern und dem Haus im Umbau,
war dieser Traum für meine Eltern nicht umzusetzen.
Ein Jahr später war der Spielmannszug unserer freiwilligen Feuerwehr auf der Suche nach Nachwuchsmusikanten.
Sie verteilten deshalb Handzettel, von denen meine Eltern auch einen zu fassen kriegten. Sie schlugen mir vor, doch dort Musik zu machen.
"Besser als nichts" sagte ich mir und stimmte zu.
Das Anmeldeformular war dann auch recht zügig ausgefüllt und mein Blick wurde echt schräg, als man mir eine Picolo-Flöte in die Hand drückte.
Das konnte ja wohl nicht wahr sein! Als ich meine Mutter darauf ansprach meinte sie nur:
"Flöte spielen kannst du ja schon ein bisschen."
Unverschämtheit!
Ich wollte doch trommeln. Als ich versuchte meinen lieben Eltern das beizubringen, kam wieder die alte Leier:
"Das ist doch viel zu laut!" oder "Dafür hast du nun flöten gelernt!"
Also nahm ich die olle Fleitsche erst mal mit nach hause und übte, wie man aus der Röhre überhaupt einen Ton herauskitzelt.
Zwei Stunden Später legte ich meinen Eltern die Flöte auf den Tisch und erklärte ihnen, dass mir vom Üben schwindelig wird,
da man ja ganz anders atmen muss.
Eine Woche später war es dann soweit. Die Flöte wurde gegen ein Paar Sticks getauscht.
"Jetztkriege ich endlich eine.............ähh" Pustekuchen !
Die ersten 9 Monate verkloppten acht Leidensgenossen und ich einen alten Kneipentisch auf dem Saal, wo die Übungsabende stattfanden.
Leider kannte unser "Lehrer" keine einzige Note und wir lernten folgendermaßen von Ihm:
Er stand am Tischende, pfiff das Stück, das wir lernen sollten, und trommelte uns vor, was wir dann stückweise kopierten.
Klingt komisch, ist aber so.
Dann bekamen wir endlich unsere Trommeln und die Uniformen für die Auftritte.
Das Ganze habe ich ca. 10 Jahre lang gemacht, allerdings haben wir Trommler uns irgendwann alle neuen Stücke selbst einstudiert.
Nach immer mehr Streitereien in den älteren Etagen habe ich dann beschlossen aufzuhören.
Im Herbst des selben Jahres war es dann soweit.
Ich war schon mitten in der Ausbildung, war an den Wochenenden mit den Kumpels unterwegs und hatte die Musik schon fast abgehakt.
Als ich dann eines Tages von der Arbeit nach hause kam, hielten mir meine Eltern die Kleinanzeigen der Tageszeitung unter die Nase
und verwiesen auf eine Annonce, in der ein Schlagzeug für 500 Mark (für mich damals unerreichbar) angeboten wurde.
Mein Vater meinte, dass man sich das ja mal ansehen könnte. Dann kam DER Satz meiner Mutter:
"Dann gibt's aber nichts mehr zu Weihnachten!"
Ich konnte nicht glauben, was ich da gehört hatte.
Wir fuhren also los, und da stand es. Ein schwarzes Set in 12", 13", 16", 22" mit 14"x5,5" Snare.
Ein 18" Crash/Ride und 14" Hi Hat Becken . Ich hatte damals noch keinen Plan vom Material, aber eins war sicher:
Dieses Schlagzeug war jetzt MEINS! Ich übte jede freie Minute zu Platten und Kassetten (so was gab es mal).
Ich wollte mehr lernen und erfuhr durch meinen Nachbarn von einem Drummer, der Quasi um die Ecke wohnte und in einer Tanzband spielt.
Am nächsten Tag stand ich bei ihm auf der Matte und wurde freundlich hereingebeten.
Meine Anfrage nach Unterricht wurde verneint, da er zwar Schlagzeug spielt, jedoch auch nicht mit Notenkenntnissen behaftet war.
Bei einem Kaffee zeigte er mir seinen Proberaum und da stand jede Menge Zeugs rum, von dem ich nur träumen konnte.
Wir plauderten noch ein wenig under meinte, dass er noch einen Ersatzmann bräuchte. "Wahnsinn!" Ich dachte ich höre nicht recht.
Als ich ging, gab er mir noch einige Aufnahmen seiner Band mit. "Kannst ja mal reinhören".
Von da an übte ich also Tischmusik, Tanzmusik und studierte Medleys ein.
Der erste Job war für mich die Hölle, aber der Keyboarder trug mich durch den Abend.
1994 kam der Drummer der Tanzband auf einen Kaffee vorbei und schob mir ein Prospekt rüber.
Es war ein Angebot für ein Sonor Force 3000 in metallic grün mit 20" Bass Drum und Toms in 8", 10", 12" und 14".
Also: Hingefahren, getestet, noch ein Rack, Klammern und Beckenhalter mit eigepackt und ab nach hause.
Zwischenzeitlich habe ich dann auch einen Schlagzeuglehrer gefunden, der mir die wundersame Welt der Noten beibrachte.
Nach und nach wuchs mein Set. Als erstes musste eine neue Snare her. Die Entscheidung fiel auf eine Sonor Hilite Exclusive 14"x4" in schwarz.
(Leider verkauft........in den A... Beiß

)
Am heiligen Abend fuhr ich in das Muskhaus meines Vertrauens und offenbarte dem netten Herren, das ich ein paar Becken kaufen möchte.
Es kam so, dass ich 3 Stunden später mit einer Beckentasche, gefüllt mit einem kompletten Satz Paiste Signatures, aber einem leeren
Portemonnaie den Laden verließ.
Der Eine oder Andere kennt mich schon flüchtig.
Entweder Als Aushilfskellner, oder vielleicht vom Forumstreffen in Hamburg, oder auch vom Stimmworkshop mit Nils in Bremen.
So!
Kommen wir nun endlich mal zu meinen Schätzchen:
Set 1:
Sonor Force 3000 in metallic grün
Bass Drums: 20", 22"
Toms: 8", 10", 12", 13", 14", 16"
Set 2:
Tamburo Ash
Bass Drum: 20"
Toms: 10", 12", 14"
Becken:
Paiste Signature
Mellow Crash in 15", 16" und 18"
Dry Crisp Ride in 20"
Dry Crisp Hi-Hat in 14"
Weitere Becken (alles Paiste)
505 Ride in 20"
505 Heavy Hi-Hat in 14"
400 Crash in 18"
Snares:
Ludwig Supraphonic in 14"x6,5"
Tamburo Ash in 14"x5"
Percussion:
LP Rock Rider Cowbell
LP Drumset Tambourin
Hardware:
Rack von Dixon, mit tausend Klammern, Sonor Beckenhalter, diverse Beckenständer von Sonor, Millenium, Tamburo und Basix,
Hi-Hat von Pearl (schon älter), Stable (für den Proberaum reichts), Pearl H-2000 Hi-Hat,
Camco Einzel- und Doppelpedal, Yamaha DFP irgendwas Doppelpedal, Sonor 400 Single Pedal
So, das wars erst mal.
Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen keinen Augenkrampf.
Gruß,
Daniel