Hallo, es ist eigentlich alles gesagt, bis auf das Thema Schalldämmung nach außen, dass du angesprochen hast. Obwohl es für dich ohnehin eine untergeordnete Rolle spielt, trotzdem in aller Deutlichkeit: Es gibt nichts, außer Tür und Fenster zu schließen, was du mit wenig Aufwand für die Schalldämmung nach außen tun kannst. Alles andere ist mit jeder Menge Aufwand verbunden, Infos dazu gibt es bei Bedarf im Forum tonnenweise (ist aber für dich wohl nicht relevant).
Molton, Vorhänge etc. schaden in Maßen sicher nicht, falls der Raum zum "Hallen" neigt. Die Schrankwand sollte da aber schon einiges wegnehmen. Leg einfach mal deinen Schlagzeugteppich in den Raum (falls er nicht ohnehin Teppichboden hat), stell dich in die Mitte und klatsche kräftig in die Hände - wenn du da keinen unangenehmen Nachhall hörst, gibt es auch keinen Handlungsbedarf. Falls du doch mit Stoff arbeitest, solltest du darauf achten, den Raum nicht völlig "tot" zu machen. Wir hatten sowas mal als Proberaum (zwei Lagen schwere Vorhänge an allen vier Wänden, Teppich am Boden und die Decke mit Stoffbahnen abgehängt), und ich persönlich habe es als extrem unangenehm empfunden - man hat immer das Gefühl, einen Druck auf den Ohren zu haben, wenn man in dem Raum ist (ging zumindest mir so). Und ein Schlagzeug in so einem Raum so zu stimmen, dass es vernünftig klingt, ist nach meiner Erfahrung schlicht unmöglich.
@pbu: Dass Schlagzeuge meist mit dem Rücken zur Dachschräge aufgebaut werden, hat vermutlich eher psychologische und auch praktische Gründe. Denn die Alternative wäre entweder ein Aufbau mit dem Rücken zur Tür - und das hat wohl niemand so gerne - oder an einer der geraden Wände - aber die sind in solchen Räumen halt meistens schon mit Schränken, Betten, Sofas oder ähnlichem "belegt". Ich glaube nicht, dass die Aufbau-Richtung akustisch einen riesigen Unterschied macht.
Viele Grüße, Kai