das ist unglaublich spannend. ich würde so gerne von jedem einzelnen hier wissen wie sein schicksal verlaufen ist. leider habe ich vermutlich gar nicht die möglichkeit mit allen zu telephonieren auch wenn das jetzt total blöd klingt weil ich ja nach einem gespräch gefragt habe

aber ich komme häufig erst abends nach hause und weil ich schüler bin muss ich ja morgens auch früh raus.
ich bin ja noch nicht allzu lange hier tätig im forum: gibt es vielleicht sowas wie ein drummerforumgesamttreffen? wo man dann man wirklich gelegenheit hat von angesicht zu angesicht ins gespräch zu kommen?
ansonsten hat mir das hier schon etwas weitergeholfen und ich werde nächste woche mal meinen lehrer fragen.
und jetzt erzähl ich erstmal was zu mir vielleciht interessierts ja den einen oder anderen, aber wo ich schon von euch was wissen will, wollt ihr vielleicht auch gerne wissen mit wem ihr es hier zu tun habt
ich bin 16 jahre alt und gehe in die zehnte klasse auf einem gymnasium. im herbst spiele ich seit 4 jahren schlagzeug unterricht habe ich bei
gunnar hoppe. im herbst möchte ich auch zum zweiten mal die prüfung zur studienvorbereitenden aus bildung machen. beim ersten mal hat das leider nicht geklappt, denn das war meine erste prüfung dieser art und ich war falsch vorbereitet. klavierspiel und gehörbildung habe ich nicht gekonnt und auf dem schlagzeug habe ich wohl nicht das rüberbringen können, worauf die prüfer wert gelegt haben. seitdem habe ich mich ein wenig mit gehörbildung beschäftigt und versucht ein klavier zu besorgen, was mir letztenendes auch gelungen ist und ab kommender woche werde ich unterricht bekommen. mein schlagzeugspiel habe ich nach der prüfung vielseitiger gestaltet und mich intensiver mit jazz und latin befasst, sodass mein schlagzeuglehrer mich vorschlug um in der jazz-combo der städtischen musikschule zu spielen. dort spielen wir ältere standarts: latin, blues, swing und funk. ab sommer werde ich auch in einer coverrock band spielen in der blues, funk, pop und rock aller arten gespielt werden wird. um mein gehör und meine stimme zu entwickeln und einzusetzen zu lernen bin ich seit einigen wochen in unserer domsingschule in der jugendkantorei und bekomme gesangsunterricht.
ich liebe es musik, wenn musik so groovt, dass man die musik nicht mehr "macht" sonder sie einfach aus einem rauskommt und man völlig leer wird und in ihr versinkt.
ich habe zwar eigentlich noch zeit, aber irgendwann kam einfach der gedanke "das wird dein beruf" und dann habe ich begonnen mich damit intensiver zu beschäftigen, war auf uniseiten, habe mal mit meinem lehrer ein bisschen darüber geredet und habe mir auch gedanken über vor und nachteile gemacht und über alternativen nachgedacht. ich glaube ich könnte nicht mein ganzes leben am schreibtisch sitzen. schlagzeug ist irgendwie eine tolle mischung aus körper und geist. eine materie die so goß ist, dass sie wohl nie langweilig wird. ich persönlich schwanke im moment zwischen schlagzeug, lehramt und ingenieur. aber wer will heutzutage schon noch lehrer werden? wenn ich sehe was an unserer und auch an den anderen schulen so läuft und wie es sich entwickelt (hat), dann möchte ich mir das nicht mein leben lang geben, auch wenn es eigentlich was gutes ist. und ingenieur ist mir dann irgendwie wieder zu emotionslos und trocken. ist ja quasi n schreibtisch job und auch kein leichter, wobei ich auch noch nicht wüsste was ich da überhaupt machen wollen würde. darauf bin ich eigentlich nur gekommen weil ich physik als einzige naturwissenschaft so spannend finde, dass ich einen leistungskurs draus gemacht habe.
bisher sieht mein plan also in etwa so aus:
zuerst abitur machen (möglcihst gut natürlich

)
dann ein jahr zivi
parallel dazu hoffentlich die studienvorbereitung, bands, kontakte knüpfen, musik machen,...
dann würde ich gerne in mainz, hannover oder dresden studieren, wobei man sich das ja nicht unbedingt aussuchen kann
mit dem abschluss "bachelor of musical arts" fürs jazz/rock/pop drumset würde ich dann nach circa 3 jahren studium erstmal meinen rucksack packen und mit einer kleinen angesparten geldreserve nach lateinamerika reisen und mir kuba, brasilien und argentinien angucken. dort mit vielen leuten ins gespräch kommen, musik machen und den lebensstil kennenlernen der dahinter steht. mit den informationen und erlebnissen würde ich weiterreisen nach afrika, indien und russland je nachdem wie gut das klappt und wie ich dabei überleben kann mit irgendwelchen gelegenheitsjobs. ich brauch ja nicht viel mehr als essen trinken und evtl nen platz zum schlafen.
wenn ich damit fertig wäre käme ich wieder nach deutschland und würde einen master studiengang absolvieren wollen.
und wenn ich das habe mit den erfahrungen und fähigkeiten, dann würde ich hoffen damit überleben zu können und mein leben mit dem auszufüllen, was mir spaß macht: schlagzeug spielen.
...und irgendwann dann vielleicht mal ne familie und zusehen dass ich an irgendeine musikschule oder uni komme wo ich rente bekomme

vielleicht wird man ja mit 50 und viel glück professor oder so das wär natürlich der burner
soweit mein traum, nehmen tu ich das was kommt
so und jetzt da natürlich ein gewisser zwispalt: einerseits das musikerdasein, das wohl sehr hart und anstrengend sein wird, wo man keine sicherheiten hat, nicht unbedingt einen festen job und ständig gucken muss wo man bleibt und sich am ende auch nicht einfach hinsetzen kann und sagen fertig!
andererseits das leben als bürohengst wo ich meinen festen (guten) lohn bekommen, eine familie haben und ein haus bauen kann, ein nettes auto fahre und jeden tag das gleiche mache. am ende bekomme ich rente und hab son angenehmes spießerleben unterhalt emich über börse und politik. dafür habe ich dann evtl. 40 jahre meines lebens etwas getan wo jeder tag gleich ist, etwas das mir vielleicht nichtmal spaß macht.
meine gedanken haben mich dazu gebracht eher ein leben zu leben, dass mich täglich glücklich macht mit höhen und tiefen, als ein leben zu führen in dem das beste zu schluss kommt. wer weiß schon wann das eigene leben endet, wäre doch doof wenn ich auf mein glück nur hinarbeite und dann vor dem ziel schon sterbe.
ich sehe in jeder art sein leben zu führen vor und nachteile und um das ganze mal etwas besser einordnen zu können habe ich diesen thread eröffnet um mir nämlich mal wirklich ein bild machen zu können wie denn das leben eines trommlers wirklich aussieht. denn "hart" und "anstrengend" sind irgendwie auch wieder nur leere begriffe, die es zu füllen gilt.
vielleicht mag der ein oder andere offen und ehrlich sagen, was er von meinen gedanken hält. oder vielleicht mag ja auch schon jemand hier rein schreiben oder mir ne mail schreiben wie der ablauf bei ihm ist und war, was er über meine gedanken denkt und und und... ich würde so gerne soooo viele gespröche führen, aber ich glaube das ist einfach nicht machbar.
gruß cedric