Zur Einleitung das Übliche: Nachdem ich jetzt schon so lange
im DF bin hab ich es endlich usw. blablabla....ihr kennt den Text ja.
Als da bin ich. Ich bin 40 Jahre (2010) und spiele seit etwa 25 Schlagzeug bzw.
haue seit 25 Jahren darauf ein.
Irgendwann so mit 12/13 gings mit Musik hören und Platten kaufen los und ja,
Anfang der 80er war die Hoch-Zeit des Metall. Richtig geile Musik mit wahnsinns
Rums, das wollt ich auch machen.
Von Anfang kam nur ein Instrument in Frage, natürlich ......die Geige? Nein, ihr ahnt es natürlich.....
Nach viel gebettele und "ich will doch so gern" bekam ich dann zu Weihnachten 84 mein erstes Drumset, ein Newsound. Dazu eine Messing-HiHat und
eine Messing-Ride, die aber auch sowas von Scheiße klangen.
Aber egal, ein Instrument war da. Muss man das lernen, nein war erst mal nicht wichtig – ich wollte Musik machen. Der Grund BumTschak war relativ schnell da,
ein paar Tricks abgeguckt, und los gings. Mitstreiter waren schnell gefunden, wir machten „Musik“.
War ein Höllenlärm, hätte man natürlich niemandem antun dürfen. Wenn ich mir heute das Zeug mal anhöre ist es spieltechnisch bar jeglicher Diskussion
– aber so die eine oder andere musikalische Idee dahinter war schon ganz witzig.
Na, so verbrachte man dann seine Schulzeit mit BumTschak, dem einen oder anderen Gig, Lesen des MetalHammer (den es ja immer noch gibt!) und viel in Übungsräumen anderer Bands rumhängen und schlau daherquatschen. Also für alle die anfangen: für eine Band kann es nie zu früh sein!
Dann war die Schule fertig und mit der Musik wars erst mal aus....dachte ich. Da ich ja selbst gewusst hab, das das was ich da abgeliefert
hab bestenfalls unter „er bemühte sich seine Leistung zu erbringen“ zu verbuchen war, war ich dann ziemlich erschrocken als mich relativ kurz danach ein Bassist
einer regional bekannteren Band anrief, ob ich nicht Lust hätte bei ihnen zu trommeln. Warum nicht, mehr als „Du bist zu schlecht“ konnte ja nicht
passieren.
Wir machten einen Probetermin aus und mit viel Bammel und 2 Six-Pack Bier unter dem Arm ging ich dann zu meinem Vorspielen. Und was soll
ich sagen, ist dann super gelaufen und wir haben beschlossen es weiter zu versuchen – ich glaub aber heute noch so ein wenig dass das mitgebrachte Bier
ein entscheidendes Argument war.
Zu Anfang waren wir Drums, Bass, 2xGitarren mit Gesang. Die Gitarristen wechselten dann ziemlich rasch und ein Sänger kam hinzu.
Wir übten wie die Wahnsinnigen und durch das Können der Anderen wurde ich etwas sicherer und mutiger auf meinem Instrument. Jetzt wars
halt nicht mehr nur BumTschak sondern konnte auch schon mal zu einem BumBumTschak werden.
Es kam eine Zeit mit viel Auftritten und durchaus Achtungserfolgen, aus dem Sänger wurde ein Sängerin was es zu der Zeit bei
einer eher metalorientierten Band in unserer Region gar nicht gab.
Das „normale“ Leben ging natürlich auch weiter und 2000 war dann aufgrund beruflicher Entwicklung, notwendiger Wohnortwechsel usw. Schluss
mit der Musik. Ich dachte so bei mir: schön, das wars und hab meine Krempel im Keller eingemottet.
2007 kam dann ein Anruf des ehemaligen Gitarristen, er kann so nicht mehr, wir müssen wieder Musik machen, er braucht einen Ausgleich.
Nachdem ich erst nicht recht wollte, war ich dann letztlich doch Feuer und Flamme und wir haben es wieder angepackt. Im ehemaligen 2. Gitarhero war der 3.
Mann gefunden, der ab jetzt Bass spielte.
Und zu dem Zeitpunkt wurde mir was bewusst: Das Trommeln war DAS Hobby das mich seit meiner Jugend quasi ständig begleitet hat. Ich habe
Tennis gespielt, war in einer Basketballmannschaft, bin Marathon gelaufen – aber alles nur für eine Zeit. Getrommelt hab ich quasi immer – und unter dem
Strich war es das was mir immer am meisten Spaß gebracht hat, aber auch das was ich eigentlich am schlechtesten konnte.
Also hab ich mir zum Üben für daheim ein E-Drum gekauft, im Ü-Raum statt einer Neuanschaffung meinen alten Krempel aufgebaut und mir ein
Schlagzeuglehrer gesucht. Und was der mir bis heute beigebracht hat, hätte ich nie für möglich gehalten jemals spielen zu können. Wie so viele andere auch: Ich
könnte mich in den Arsch beißen, das ich so viele Jahre auf eine Lehrer verzichtet habe. Macht aber vielleicht auch das Alter, ich lerne heute gerne und saug alles wie ein
trockener Schwamm in mich auf – in Jugendtagen war das definitiv nicht so.
Jetzt genug Geschichte, ich stelle mein Zeugs vor. Alles ein bisschen zusammengestöpselt, erfüllt das A-Set seinen Zweck. Und wenn es
tatsächlich mal mit einem vernünftigen Ü-Raum klappen sollte, wer weiß obs nicht mal was neues wird.
Bassdrum Premier APK 22x16``
Snare Eigenbau 14x6,5`` Maple (am Set), Mapex Metall 14x6,5``, Pearl FreeFloating 14x5`` - geiles Teil, danke an sonnensohn
TomToms Sonor Phoenic Plus 10x10``, 12x12``, 13x13``, 15x15`` - hat der von dem ich sie übernommen hat damals bekleppt, um das mittlerweile gelb gewordene weiß etwas zu kaschieren
Becken am Set Murat Diril Renaissance: HiHat 14``, Splash 8``, 10``, Crash 17``, 18``, China 18``, Custom made Big Bell Ride 22``
Paiste 2002: Crash 16`` Black Label, Crash 20``(?) Black Label, HiHat 14`` Red Label
weitere Becken nach Riß zum "Splash" abgedrehtes Top von einem Paiste Rude HiHat
das Bottom des Rude HiHat 14`` als PseudoCrash - ein Lärm, unglaublich
Paiste 2002 RedLabel Crash 18``, Ride 20``
Paiste Signature Heavy Bell Ride 20``
E-Set Roland TD9-KX
Hardware nix dolles, außer Doppel-Fußmaschinen DW 7002 und HiHat-Maschine DW 5000
So und jetzt worauf ihr ja nur aus seid: BILDER
An den Phonic Toms stört mich etwas die Tiefe. Ich bin durchaus nicht klein, muss die Kessel aber doch sehr schräg hängen um richtig
dran zu kommen; ein Aufbau wie Mikkey Dee ist nicht so mein Fall.
Ja, da oben, hinter der kleinen Tür üben wir. Auf dem Bild die Rücken von Gitarre und Bass