Benutzerinformationen überspringen
Mitglied
Registrierungsdatum: 9. Januar 2007
Wohnort: "Bierstadt"
) an den Song "Rosanna" rangemacht und den mal einfach wirklich "idiotisch" langsam gespielt, bis es sich gut angefühlt hat und ich hatte, UNGELOGEN, dieses eine Mal richtige Gänsehaut, weil das Ding wirklich auch geklungen hat. Dann das Tempo angezogen und wie gesagt, an diesem Tag gelang mir das. Heisst leider nicht, dass ich ihn auf Abruf gut spielen kann, ABER: Ich weiß, ich bin in der Lage, diese Erkenntnis is wichtig und das war ein Sprung in meiner Entwicklung.
Gutes Gelingen wünsch ich
Benutzerinformationen überspringen
Mitglied
Registrierungsdatum: 9. Januar 2007
Wohnort: "Bierstadt"
Zitat
Den meisten Mitmusikern der Big Band fällt es gar nicht erst auf, wenn ich sie auf die ein oder andere unsaubere Stelle meinerseits anspreche, dennoch möchte ich diese damit nicht gutheissen.
Hallo Daniel,
die Problematik, die Du oben beschreibst, ist ein ultrakomplexes Thema, meiner Meinung nach das allerschwerste beim Musikmachen
und letzendlich eines der Hauptkriterien, was die ganz grossen "Meister" von allen anderen abhebt.
Es geht hierbei um Konzentration und Fokussierung.
Ich vereinfache mal und gebe ein Beispiel...
Nimmt einen beliebigen Satz, der nicht allzu lang ist und ein paar interessante Momente enthält (z.B. Betonungen, Dynamik, etc.)
Sprich ihn aus.
Nochmal. Genau mit der gleichen Intensität, der gleichen Betonung, der gleichen Geschwindigkeit, der gleichen Ausstrahlung.
Nochmal.
Nochmal.
Nochmal.
Nochmal
Immer weiter.
Ab einem bestimmten Punkt wird es zu anstrengend und man fängt an, an was anderes zu denken (z.B. ob diese Übung nicht vielleicht
Blödsinn ist) - in diesem Moment verändert sich das ganze, oooh, man driftet ab, irgendwie klingts schon minimal anders und nicht
mehr ganz so betont. Wenn man überhaupt noch drauf achtet.
Alles klar, man zwingt sich wieder dazu, weiter. Es klappt noch ein paar Mal, dann schweift man wieder ab oder langweilt sich und hat
keine Lust mehr. Die meisten von uns werden nach ner Minute sicher genug haben.
60 sek.
"Billie Jean" dauert knapp 5:00 Minuten, ist von Anfang bis Ende ohne Feelings-Einbruch durchgezogen und Ndugu Chancler hatte nicht nur
"eine" Stimme, sondern vier Gliedmassen inkl. Werkzeuge (Sticks/Pedale) zu bedienen. Immer das gleiche, immer der gleiche "Satz".
Es geht hier nicht darum, zum Roboter zu werden, sondern, abzuschalten und die innere Vorstellung über Hände und Füsse unbeeinflusst
nach aussen fliessen zu lassen.
Es kann nicht funktionieren, wenn keine innere Vorstellung vorhanden ist.
Es kann auch nicht funktionieren, wenn der Fluss gestört ist.
Das erste hat mit Leidenschaft, Faszination und Musikalität zu tun, das zweite mit technischer Umsetzung und anderen äusseren Faktoren.
Man muss unglaublich viel und vor allem "richtig" üben, um da voran zu kommen.
Ich würde Dir raten, Dich mit Hiphop/Minimal Techno oder sonstiger repetitiver, loopbasierter Musik zu beschäftigen,
die davon lebt, dass ein einziger Beat 4 Minuten lang wiederholt wird und trotzdem/deswegen die Leute zum
Durchdrehen bringt. Finde raus, warum. Die Musik auf Deiner Myspace-Seite ist sehr, sehr abwechslungsreich.
Wenn Du Dich nur mit solcher Musik beschäftigst, bist Du so sehr mit den ganzen Wechseln und Veränderungen
eingespannt, dass für Groove-Ästhetik nur noch wenig Konzentration übrig bleibt.
Viel Erfolg, cheers
Benutzerinformationen überspringen
schnarrt gerne unkontrolliert
Registrierungsdatum: 22. August 2008
Wohnort: mainz