Also bedeutet "mit Kraft spielen" soviel wie "den Stock verkrampft halten"? Bzw. "ins Fell spielen"?
Nach allem was mir zu dem thema bisher über den weg gelaufen ist trifft das den Nagel auf den Kopf.
Um es etwas auszuführen:
Wenn man nicht in der lage ist der Bewegung des stockes zu folgen sobald die hand nicht gebraucht wird und den moment verpasst, wenn der schwung aktiv erzeugt werden sollte,
dann ist man ineffizient und die gleiche lautstärke kann dann nur durch zusätzliches zuführen von energie erreicht werden, was aber nicht nötig wär bei effizienter Spielweise.
Wenn bewegungen eben noch nicht in Fleisch und blut übergegeangen sind macht man automatisch dinge um den schlag an der gewollten stelle/Lautstärke zu platzieren.
Diese dinge wären aber nicht nötig, wenn man den Bewegubgsablauf gut verinnerlicht hat.--> kraftverschwendung.
Das gleiche gilt bei akzenten und an dem punkt wo der Kontakt mit dem Fell erfolgt. Es braucht eben Übung um dor keine Kraft zu vergeugen.
Beim aufprall auf das fell sollte die hand aus dem weg gehen, weil es sonst derbe weh tut. Einen akzent so zu spielen, dass er voll und laut rüberkommt
und man sich eben nicht die Hand bricht dabei braucht halt übung.
Ein akzent, der gekonnt und rein aus der bewegung gespielt wird klingt voll und lebendig und er fühlt sich gut an in den händen.
Ein akzent, der mangels verständnis der bewegung zwangsläufig ineffizienter und damit mit mehr kraft gespielt wird klingt meistens zwar härter, aber auch recht abgewürgt.
Ein wirklich sehr guter satz hierzu kommt von jack dejonette:
Ich versuche immer so zu spielen, dass sich die Stöcke federleicht anfühlen. Ich mache sie durch meine Bewegung federleicht.
Das sagt eigendlich alles aus über technik. Wenn sich die Stöcke nämlich nicht federleicht anfühlen, dann macht man ineffiziente Bewegungen und arbeitet gegen physikalische und anatomische gesetze an und das kostet kraft, es tut unter umständen sogar weh und führt viel früher zur ermüdung.
Wir alle erfahren das täglich. Nämlich immer dann, wenn wir in unseren Grenzbereich kommen. Dann werden die Bewegungen ineffizient, die hände und Stöcke werden schwer
und wir sind nicht in der lage die übung für eine gewisse zeit entspannt zu spielen.
Das haben wir alle gemeinsam, nur halt jeder auf seinem persönlichen Level. Man kommt weiter wenn man sich darüber bewusst ist und weiß, wann man stoppen muss.
LG