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Steilwand

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  • »Steilwand« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 1. Februar 2012, 11:14

Definition der Klangeigenschaften von Becken - brauche Hilfe

Hallöchen Drumvolk,

ich bin im Augenblick dabei eine Internetanwendung zu schreiben, in der man Informationen über Becken speichern und teilen kann.
Das Ganze sollte benutzergenerierter Inhalt sein, der natürlich mit der Zahl der Mitwirkenden an Genauigkeit zunimmt.

Der Benutzer gibt für ein Becken an, welche Klangeigenschaften es besitzt. Der Mittelwert aller Eingaben für ein Becken sollte dann ja ziemlich genau das Becken auch beschreiben können und Streuungen in der Fabrikation auffangen.

Meine Motivation dahinter ist folgendes:
- ich bin Programmierer und entwickle einfach gerne aus Freude solche Anwendungen
- ergänzend dazu erweitere ich auch mit sowas immer wieder meinen Horizont
- möchte ich eine Plattform bieten, die es Drummern erleichtert, das richtige Becken zu finden. Natürlich können 2 gleiche Becken völlig anders klingen. Aber mit der erhofften Masse an Angaben könnte das ausgeglichen werden und eine Grundinformation über Becken XY bieten, wie es normalerweise klingt.

Ich möchte diese Anwendung natürlich auch Zeitnah ins Netz stellen (sozusagen als Beta), das sollte jetzt kein erstmal vor sich hin dümpelndes Projekt werden.

Jetzt wäre es natürlich sehr hilfreich, und daran häng ich gerade, zu wissen, welche Klangeigenschaften es für ein Becken überhaupt gibt. Was muss/sollte/kann unterschieden werden?
Ich habe mir für alle Eigenschaften vorgestellt, eine Skala von 1-10 anzubieten.

Auch mit der Bezeichnung der Eigenschaften bin ich noch nicht so bewandert.

Sustain - ist es hier nur interessant, wie lange es dauert, oder sollte man auch angeben können, dass es gegen Ende ein hellerer/dunklerer Ton wird?
Ansprache - wie schnell entfaltet sich der Ton insgesamt
Klang - würde ich als ein Wert sein (1=tief, 10=hoch)
Helligkeit - 1=dumpf, 10=hell
Bell-Klang (1=tief, 10=hoch)
Lautstärke (1=Dezent, 10=Ohrenschmerzen)
... was könnte noch fehlen?

Sollte man auch unterscheiden, ob ich nun den Rand anschlage oder oben aufs Becken?

Ich wäre für Vorschläge und etwas Hilfe zu dem Thema sehr dankbar.

-Benni-

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  • »-Benni-« ist männlich

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2

Mittwoch, 1. Februar 2012, 11:35

klar gibts da noch mehr...
- Trennung Stick/Wash
- Wash allgemein (Stark - wenig)
- Crashbarkeit
- Komplexität, Trash
- Trocken oder silbrig/perlig

Dann gibt es äußere Dinge neben Durchmesser und Gewicht, die bspw die Lautstärke beeinflussen
- Profil (gewölbt - flach)
- Glocke (klein - groß)

Ich denke das wird echt schwierig werden...ich würde mich auf messbare Parameter wie Gewicht, Durchmesser, Glockengröße, Shaping, Hämmerung und Abdrehmuster beschränken...

muchulos

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  • »muchulos« ist männlich

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3

Mittwoch, 1. Februar 2012, 11:49

Hi,

also es ist immer sehr schwer einen Klang zu beschreiben. Jeder hat anderer Wort:
Ich persönlich kann nur immer wieder die Beschreibungen auf der paiste HP unter Support empfehlen: http://www.paiste.com/e/support_default.php?menuid=8
Da erfährt man schon ziemlich gut, welche Faktoren was ausmachem!

Wenn du nach weiteren Begriffen suchst würde ich einmal bei den großen Beckenherstellern nachschauen, was die so alles angeben!

blenderhead

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  • »blenderhead« ist männlich

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4

Mittwoch, 1. Februar 2012, 12:14

Da hast du dir aber schön was vorgenommen. Das Problem am Ganzen ist, dass sich der Klang der Becken mit dem Einsatz unterschiedlicher Sticks verändert. Dicke, Schwere, Kopfform etc. wirken sich enorm auf den Klangcharakter aus und das wiederum lässt keine verallgemeinernden Schlüsse zu. Mit einem 2B Stock mit Nylontip lässt sich problemlos ein 22er Paiste 2002 durchcrashen und der Ping wird beim "riden" höher. Bei einem 7A-Stock mit einem Holzkopf in Tropfenform sieht das anders aus.
Zurück in die 70er mit Ludwig und Paiste

"Wer ist Ihr Lieblingsschlagzeuger?" "Der heißt Roland." "Roland 808?" "Genau." / Jaki Liebezeit in "Süddeutsche Zeitung Magazin" 2011

Jürgen K

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  • »Jürgen K« ist männlich

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5

Mittwoch, 1. Februar 2012, 12:40

Hallo,

und wenn man alles zusammenfasst, wird man feststellen, dass es nur Sinn macht, wenn einer mit denselben Stöcken am selben Ort alle Becken durchnudelt.
Sobald ein anderer ins Spiel kommt, wird die Sache unwägbar, insbesondere dann, wenn es sich - wie hier üblich - um Leute handelt, die mal so ungefähr fünfzig Becken gesehen haben.
Wenn ich mit meinem SD 4 (Ahorn, Holzköpfche) auf dem Ride herumtröpfele, dann klingt das dunkel, mit dem Polyamidkopp auf dem 808 klingt es schon wie Zwölf Uhr Mittags.
Bei piano klingt das Ride X perlig, bei fortissimo klingt es nur noch wie ein ersticktes Kaninchen. Das Ride Y klingt piano wie ein polierter Amboss, bei fortissimo im Umfeld von drei Maschall-Plan-Aktivisten hört man einen schönen "ping".
20 cm von der Betonwand im Proberaum A entfernt wurde mein Zildijian Avedis Swish als "billiges Blech" klarifiziert, im der Mitte des Wohnzimmers von B klang es wie ein ruhiger Stron frischen klaren Wassers.

Das alles in ein Computerprogramm zu friemeln halte ich für so erfolgreich, wie das menschliche Hirn mit so einer Chipschleuder nachbilden zu wollen.
An die erhoffte, empirisch relevante Menge an ambitionierten Klangbeschreibern glaube ich nicht, alleine in diesem Forum schafft es kaum jemand, überhaupt etwas nachvollziehbar zu beschreiben. Und der kleine Haufen, der es halbwegs hin bekommt, spricht verschiedene Sprachen. Ich sage nur "warm": für mich klingen (gute) B20-Becken kühl und erfrischend. Andere finden sie angenehm warm.
Viele Menschen können "dunkel" (Klangfarbe) und "tief" (Tonhöhe) nicht unterscheiden, viele hören nicht den Unterschied zwischen Grundton und Obertönen (Becken klingen ja eigentlich tief, das hört man hinterher im Oberton- und Umgebungs-Lärm nur meistens nicht mehr). Wer sich dann auf die Tiefen konzentriert, wird sie auch hören, wer scharfe Obertöne sucht, wird sie bei diesem komplexen Spektrum finden.

Bei Geschmacksbewertungen versucht man so etwas auch. Die Ergebnisse sind grob brauchbar hinsichtlich einiger Parameter. Ob das Gesamtergebnis jedoch schmeckt oder nicht, kann man damit nicht feststellen, jedenfalls meistens nicht. Das wird mit komplexen Klängen genauso sein.

Wer sich dafür interessiert, kann auf den Herstellerseiten viel finden. Das ist oft noch das Zuverlässigste.

Grüße
Jürgen
Sapere aude!

Steilwand

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6

Mittwoch, 1. Februar 2012, 13:13

Den Faktor Sticks habe ich dabei gar nicht bedacht.
Ich hatte gehofft, eine relativ zuverlässige Datenquelle damit zu haben.
Aber wenn der Klang wirklich mit der Stickstärke/-spitze zusätzlich beeinflusst wird, dann kann man die Daten ja nun wirklich schlecht erheben.

Schade schade... das erstickt das Vorhaben schon im Keim.

@Jürgen:
der angesprochene Punkt mit der unterschiedlichen Wahrnehmung hätte ja, bei genügend Daten, eigentlich im Schnitt zum vermeindlich "richtigen" Ergebnis kommen müssen. Da ja die Beurteilung in Summe gezählt hätte.

kride20

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  • »kride20« ist männlich

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7

Mittwoch, 1. Februar 2012, 14:30

Steilwand:

Ich würde sagen, hebe den Anspruch an Deine Abhandlung nicht zu hoch, nicht versuchen, das pinibelst erklären zu können. Behandle das Thema ruhig und lass so Grundregeln wie, je dünner, je dunkler, je höher der Zinnanteil, je wärmer (im Normalfall) ran, aber erkläre, verwende also die Komplexität des Themas zu Deinem Vorteil, dass Raum, Sticks, Spielweise quasi dann doch jedes Becken zu nem Unikum machen.
Was ist ein TEUFELSKREIS?

Wenn User, die den 100. Thread zu einem Thema aufmachen, jammern, dass es zu diesem Thema via Suche schon 99 Threads gibt!!!"


Meine Spielsachen

Steilwand

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8

Mittwoch, 1. Februar 2012, 15:08

Behandle das Thema ruhig und lass so Grundregeln wie, je dünner, je dunkler, je höher der Zinnanteil, je wärmer (im Normalfall) ran, aber erkläre, verwende also die Komplexität des Themas zu Deinem Vorteil, dass Raum, Sticks, Spielweise quasi dann doch jedes Becken zu nem Unikum machen.


Kride, nach mehrmaligem Lesen kann ich mit fug und recht behaupten, dass du mit 100%iger Sicherheit einen Satz formuliert hast, den ich beim besten Willen nicht entziffern kann :D

kride20

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  • »kride20« ist männlich

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9

Mittwoch, 1. Februar 2012, 16:04

Ok, ich versuch es anders, sorry ;-)

Also, setz Deine nPlan um und mach Deinen Vortrag über Becken. Du wolltest ja sehr speziell an die Sache rangehen und quasi erörtern welche Faktoren welchen Einfluß auf den Klang der Becken haben. Du wolltest da sehr ins Detail gehen und DAS wird zu viel. Es gibt ein paar Dinge, die im Regelfall "Gesetz" sind. Je höher der Zinnanteil in der Legierung, desto wärmer. Je grösser das Becken wird, desto wärmer (sofern die anderen Parameter stabil bleiben), je dünner ein Becken, wärmer. Bei diesen Sachen kannst Du das so sagen. Du musst jetzt aber nicht auf JEDE Form, Grösse von den Tips der Sticks anfangen. Sag da einfach, dass auch dieser Faktor einen Einfluß auf den Sound hat, dass es zu dem Zweck auch die Nylon-Tip-Variante gibt, aber das denk ich genügt dann auch, sonst wirst Du nicht mehr fertig.

Besser angekommen? ;-)

Fazit: Das was Du bestimmt sagen kannst, sag, aber versuche nicht, das Referat lückenlos zu gestalten, das wird zu viel...

Ich hoffe, ich konnte Dir jetzt besser helfen ;-)

vg
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Steilwand

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10

Mittwoch, 1. Februar 2012, 16:22

Ah jetzt hab ich dich verstanden.
Nur sollte das kein Vortrag werden, sondern eine Internetseite mit Informationen.
Aber im Prinzip ist es ja trotzdem so: je mehr Parameter ein Benutzer einpflegen kann, desto fehleranfälliger und unvollständiger werden die Eingaben.
Der Leitfaden von Paiste geht da eigentlich schon einen ganz guten Weg. Ich denke, ich werde die Daten darauf aufbauen. Schliesslich haben die sich ja schon Gedanken darüber gemacht.

Vielen Dank für die Hilfe soweit, ich komm bestimmt noch öfter auf euch zu ;)

fwdrums

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  • »fwdrums« ist männlich

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11

Mittwoch, 1. Februar 2012, 16:44

Schau Dir das mal an.

fwdrums
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