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Bibbelmann

Sheriff

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21

Freitag, 16. April 2004, 09:23

nicht Ufip!

Rogerbethacker,

die Ufip sind die gegossensten Becken wo gibt auf Welt, die sind Rotocast. Die kommen schon als Beckenrohling aus der Form, und haben mit gestanzten Blechen nix am Hut;)

22

Freitag, 16. April 2004, 10:06

Zitat

Man kann so ein Becken noch "retten", indem man den Bereich um den Riss grosszuegig wegschneidet (Flex o.ae.). Der Schnitt sollte nicht gerade, sondern leicht geschwungen ausgefuehrt werden; etwa so, wie auf der Skizze unten zu sehen sein sollte.


So isses!

Aber/und: wenn der Ausschnitt fertig ist, sollte man den gesamten Schnitt und insbesondere alle irgendwie rauhen Stellen unbedingt noch mit Schmirgelpapier nachziehen und abrunden.
So dass man ohne Probleme (sprich Blutverlust) mit dem Finger mehrmals drüberfahren kann.
Alles sollte schön "smooth" sein.

Ansonsten sind diese Rauhigkeiten nämlich die besten Ausgangspunkte für neue Risse.
Deshalb funktioniert auch die Bohrtechnik selten, da der Radius des Lochs einfach zu klein ist und Angriffspunkte für Risse bietet.

Ich habe ein wie oben dargelegt ausgeschnittenes 10" Splash, das seit Jahren (!) hält, ohne weiter zu reißen!
Wenn ich mal Zeit habe, stelle ich ein Bild davon rein.

denim demon

Mitglied

  • »denim demon« ist männlich

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23

Freitag, 16. April 2004, 10:17

Mir hat jetzt vor Kurzem ein befreundeter Drummer erzählt, daß er sich die Becken in der Werkstatt abdrehen lässt (also einmal komplett rundherum). Das verringert zwar den Durchmesser, aber er hat's mir empfohlen.
Keine Ahnung... vielleicht hat ja hier auch schon jemand sowas machen lassen ?(
Alle Menschen sind gleich.
... Mir jedenfalls.

24

Freitag, 16. April 2004, 10:32

Das Problem dabei ist eben, dass du dann nur noch z. B. ein 15er Crash hast, was vorher z. B. ein 18er war oder ähnlich.
D. h., die Dinger klingen dann auch wirklich anders, zumal ein 15-Zöller normalerweise dünner ist als ein 18-Zöller.
Aber bei konzentrischen Rissen ist das wohl die beste Wahl.

Bei "radialen" Rissen finde ich das Ausschneiden die deutlich bessere Alternative.

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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25

Freitag, 16. April 2004, 15:09

Zitat

Original von Chuck-Boom

Zitat

Man kann so ein Becken noch "retten", indem man den Bereich um den Riss grosszuegig wegschneidet (Flex o.ae.). Der Schnitt sollte nicht gerade, sondern leicht geschwungen ausgefuehrt werden; etwa so, wie auf der Skizze unten zu sehen sein sollte.


Korrekt!

Danke fuer die Vervollstaendigung. Ich wollte allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen, der Text ist auch so schon mega-lang geworden ..
Was ich noch anmerken wollte: Neben der Flex brauchts natuerlich auch eine ordentliche Portion Feingefuehl .. aber das darf man bei den hier verkehrenden Personen wohl ohnehin voraussetzen .. ;) ;)

Danke auch fuer den Hinweis bzgl. Ufip. Ich habe so ein Teil selbst nie besessen. Hab aber mal jemanden getroffen, der ein Ride von der Firma besass, das mich sehr positiv ueberraschte. Ich hielt es dem Hoeren nach fuer ein erheblich teureres Konkurrenzprodukt ...

jeff

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26

Freitag, 16. April 2004, 15:59

hm

ich hab mein gerissenes ride damals einfach mit ner stichsäge auf 17" gehobelt.

danach dann mit schmirgelpapier fein geschliffen. wirklich ganz feines 2200? nassschmirgel.

flex könnte zu heiß werden. -> nach abkühlung härter und dann bruchgefärdet.

das klingt nun, sagen wir mal, interessant.
aber ich spiele das eh wenn, dann mit nem auch gerissenen (ich lass nie, nie, nie wieder andere leute auf meinem set spielen!) 17" ufip als HH.

beim ufip ist der riss kurz vor der kuppe, wenn ich das abdreh bis dahin, hab ich ne ice bell.


so große wie auf dem bild muss der materalverlust nu auch nich ausfallen.

grüße
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es gibt nur 10 verschieden arten von menschen, die die das binäre system verstehen und die die nicht.

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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27

Freitag, 16. April 2004, 16:07

Zitat

Original von jeff
hm
so große wie auf dem bild muss der materalverlust nu auch nich ausfallen.

grüße


:) :) . Es ging mir auch eher darum, die Form des Schnitts halbwegs zu veranschaulichen.

Was die Erhitzung angeht: Da ist was dran.

Wenn ich mich recht entsinne, verwandten wir seinerzeit auch keine echte Flex, sondern so 'nen simplen Bohrmaschinenaufsatz. Da ist die Drehzahl mit max. 2000 Touren relativ niedrig und die Erwaermung hielt sich, wie ich meine, auch in Grenzen.

jeff

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28

Freitag, 16. April 2004, 16:39

dremel ... ich sach nur dremel.
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es gibt nur 10 verschieden arten von menschen, die die das binäre system verstehen und die die nicht.

29

Freitag, 16. April 2004, 19:36

ääähhh .... Roger, du hast dich oben selbst zitiert (nur mal so für´s Protokoll). ;)

Morgen gibt´s (hoffentlich) Bilder.

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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30

Freitag, 16. April 2004, 21:25

Zitat

Original von Chuck-Boom ääähhh .... Roger, du hast dich oben selbst zitiert (nur mal so für´s Protokoll). ;) Morgen gibt´s (hoffentlich) Bilder.

Wie peinlich! !-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RogerBeathacker« (7. Oktober 2004, 01:27)


31

Sonntag, 18. April 2004, 00:54

Hey Roger ... geht schon! Dann weiß man wenigstens, wie sowas entstehen konnte! :D

Zum Thema: nachdem ich zu doof bin, mir Webspace zu beschaffen und Bilder draufzutun und JB das Wetter zu geniessen scheint (Recht hat er!) machen wir´s doch so:

Also, wer einen Beckenriss entdeckt, sollte selbigen NICHT so ausschneiden:
»Chuck-Boom« hat folgende Datei angehängt:
  • 1.jpg (13,83 kB - 876 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. August 2016, 14:41)

32

Sonntag, 18. April 2004, 01:03

... sondern den Riss wie oben beschrieben in sanften Rundungen ausschneiden (vorher mit Edding anzeichnen!) und anschließend mit Schmirgelpapier alle Unebenheiten sorgfältig glätten.

Das Ergebnis könnte ungefähr so aussehen:



Zum Schneiden empfiehlt sich ein Dremel (-imitat) mit Minitrennscheibe oder notfalls auch eine Metallsäge

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chuck Boom« (11. September 2010, 11:49)


SOAD4EVER

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33

Sonntag, 18. April 2004, 01:05

diese bilderserie hätte ich vor 4 montaten gebraucht, dann hätte mein becken jetzt nicht nen 20 cm riss
:rolleyes:

:]

Christoph
---Lustig : http://www.Titanic-magazin.de ---

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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34

Sonntag, 18. April 2004, 04:35

Sehr schoen illustriert und didaktisch ganz hervorragend ausgefuehrt Kollege! ;)

Aber ich wuerde trotzdem zur

Flex!

greifen.

Macht einfach mehr Spass und kaputt ist das Becken ja eh schon .. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »RogerBeathacker« (13. Oktober 2004, 00:57)


35

Sonntag, 18. April 2004, 11:01

Naja, wenn du die Geschicklichkeit eines "Roger-mit-den-Flexhänden" hast - OK. :-)

Ansonsten kann das mit der Flex m. E. schon in die Hose gehen (von wegen Grobmotorik und so).
Und wie gesagt: wenn der Riss frühzeitig angegangen wird (d.h. wenn er noch nicht so lang ist), kann man das Becken ohne große Klangeinbuße (!) retten. Insofern würde ich nicht unbedingt sagen, das Becken sei sowieso schon kaputt ...

Was ich noch zu erwähnen vergas: für dickere Becken oder gröbere Arbeiten eignet sich vor der Schmirgelbehandlung eine Rundfeile hervorzüglich:
»Chuck-Boom« hat folgende Datei angehängt:
  • DSCN0036.jpg (19,13 kB - 824 mal heruntergeladen - zuletzt: 7. August 2016, 14:42)

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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36

Mittwoch, 21. April 2004, 00:09

Fuer Leute, die - Chucks Bedenken zum Trotz - doch an ihrem gesunden Sinn fuers Grobe festhalten moechten, hab' ich noch mal ein wenig in meinem Gedaechtnis gekramt (Immerhin liegt meine letzte Beckenriss-OP bereits ueber eine Dekade zurueck) .

Wenn ich mich recht entsinne, gingen wir seinerzeit wie folgt vor: ("Wir" weil es immer gut ist, wenn man 'n Kumpel hat, der den Assistenzarzt gibt und den Patienten festhaelt.)

Das Operationsbesteck besteht aus einer 400 Watt Bohrmaschine mit Trennscheiben-Aufsatz. Die Teile gibt's (bzw. gab,s??)fuer ein paar Mark als Set, bestehend aus einer Gummischeibe plus Schmirgelauflagen in verschiedenen Staerken (brauchen wir nicht) , einer Lammfell-Polierhaube (kann man fuers Finish verwenden) sowie (und das brauchen wir unbedingt ) einer festen Trennscheibe (D ca. 5") und einem Aufnahmedorn, mittels dessen die ganze Apparatur im Bohrfutter einzuspannen ist.

Desweiteren benoetigen wir noch einen Edding zum Anzeichnen des beabsichtigen Schnittes, die von Chuck bereits empfohlenen Rundfeile zum Entfernen der Grate, sehr feines Nass-Schleifpapier (optional). Ferner sollte eine ebene (Holz)Flaeche vorhanden sein, auf der wir unseren Patienten plazieren koennen. Zwei Schutzbrillen und mindestens ein Paar Arbeitshandschuhe vervollstaendigen die Ausruestung.

Wir montieren die Trennscheibe auf dem Aufnahme-Dorn und spannen die ganze Mimik sorgfaeltig ein. Sodann versichern wir uns, dass wir (wenn vorhanden) den Schlag an der Bohrmaschine auch ganz bestimmt nicht aktiviert haben, vergessen auf gar keinen Fall unsere Schutzbrillen aufzusetzen und wenn wir unseren Kumpel moegen, spendieren wir ihm vorsichtshalber das Paar Schutzhandschuhe.

Das Wichtige ist nun, dass wir auf gar keinen Fall versuchen mit der Scheibe von der Seite her ins Volle zu gehen - so, wie man etwa mit einer Saege verfahren wuerde, sondern uns dem Patienten behutsam von oben naehern und zunaechst entlang der angezeichneten Linie vorsichtig eine Nut ins Becken schleifen, die wir dann sukzessive vertiefen, bis wir das Material vollstaendig durchtrennt haben.

Abschliessend verfahren wir mit Feile und Schmirgel ebenso wie es von Chuck bereits beschrieben wurde. Mit ein wenig Uebung kommt man so zu auch optisch durchaus ansprechenden Ergebnissen.

Wie ich bereits bemerkte, sind meine Becken spaeter an anderen Stellen erneut gerissen. Das hat jedoch m.E. nichts mit der Flexerei (Stichwort Erwaermung) zu tun, denn die neuen Risse entstanden nie an den behandelten Stellen (die ich ohnehin nicht angespielt habe) oder deren Naehe. Eines dieser Becken habe ich sogar zweimal "operiert" selbst dieses war noch zu gebrauchen und sah darueber hinaus ziemlich bizarr aus .. ;)

Endgueltig abgeholfen hat der Reisserei in meinem Fall letztlich nur der konsequente Wechsel des Becken-Fabrikats und der Verzicht auf bestimmte Ausfuehrungen (gross und duenn). Abgesehen von dem einen Fall, den ich weiter oben bereits geschildert habe, ist mir seither kein Becken mehr gerissen.

Solch radikalen Verfahrensweisen stehen allerdings unter Umstaenden bestimmte Klangvorstellungen (die man hat und liebt und die man auf gar keinen Fall missen moechte) im Wege.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »RogerBeathacker« (7. Oktober 2004, 22:54)


MetalKick

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37

Sonntag, 19. Dezember 2004, 21:57

Beckendoktor gesucht

hallo leute,
nach eifriger aber sehr ernüchternder suche muss ich euch mal um hilfe bitten. ich höre immer wieder davon das leute sich iher eingerissenen becken "fachmännisch" verkleinern / bzw abdrehen lassen. wo und wie finde ich diese "fachmänner"??? und wie viel kostet sowas ungefähr?? schonmal danke im voraus. greetz.
vor dem leben war der rhytmus 8)

artusOLK

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38

Montag, 20. Dezember 2004, 14:48

Hi,
eigentlich müsste das jeder professionelle Drumladen in Deiner Nähe zumindest vermitteln können.
Wenn es ein Riss von der Kante in Richtung Mitte ist, solltest Du mit einem 2-4 mm Metallbohrer den Riss "aufhalten" sprich am ende (mit Lupe genau gucken, wo der riss zu ende geht, sieht man schlecht) ein Loch bohren.
Dann kann der Riss nicht mehr länger werden.

Bei dieser Methode bleibt der Sound zumindest fast erhalten.
Wenn man das Becken "abdreht" (wird es ja kleiner), wird sich der Beckensound extremer verändern

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »artusOLK« (20. Dezember 2004, 14:52)


Ludwig

Plexiglasmeister

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39

Montag, 20. Dezember 2004, 15:14

@artus:

Der Riss kann natürlich noch länger werden.
Das mit dem Loch bohren kann nur ein Versuch sein.

das sagt nicht, dass das Becken dort nicht weiter reißt. Wie kommst du drauf, dass das dann wieder gut is wegen so nem kleinen gebohrten Loch ;)?
bye
Ludwig

RogerBeathacker

† 4. Dezember 2009
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40

Montag, 20. Dezember 2004, 15:29

Bohren ist Bloedsinn.