Kaufentscheidung Roland TD

  • Hallo liebe Forengemeinde,


    nach 20 Jahren Abstinenz vom Drummerleben möchte ich meine alte Schlagzeugleidenschaft wieder aufleben lassen und bin daher auf der Suche nach passendem Equipment.


    Akustische Drums sind leider Gottes raus, die lieben Mitmieter wären nicht begeistert, also wirds elektronisch. Zuerst war ich beim Roland HD-3 hängengeblieben, speziell aufgrund des Geräuschfaktors, aber irgendwie bewege ich mich da gefühlt nicht weit weg von meinem PS3 Rockband-Set.


    Ich bin nach langem Hin- und Herlesen hier im Forum und Durchforsten von Kleinanzeigen bei einem Angebot angekommen, welches ich interessant finde:


    -TD-4 Modul
    - KD-9 Kick Pad
    - 2* PDX-8 V-Pad
    - 2* PDX-6 V-Pad
    - CY-5 Cymbal Pad
    - FD-8 Hi-hat Control Pedal
    - CY-12C V-Crash
    - CY-13R V-Ride
    - MDS-4 Drumrack
    - Drumhocker DT 70
    - Sticks 5A
    - AlphaAudio Monitoring Headphones Alpha two




    gebraucht für 1000€ inkl. Versand.


    Was haltet ihr von diesem Setup? Wichtig für mich ist eigentlich nur, dass es sich nicht wie ein Rockband-Set anfühlt, ich wenn möglich Mesh-Heads habe, dass die Gesamtverarbeitung gut ist und dass ich, ein entsprechendes Podest vorausgesetzt, niemandem auf den Wecker gehe, wenn ich spiele. Was Sounds etc. angeht brauche ich eher klassische Presets, keine psychodelischen Effekte o.Ä.. Einen PC anzuschließen wäre fein aber kein absolutes Muss.


    Für Alternativvorschläge und Angebote bin ich natürlich mehr als zu haben, ich kann leider noch nichts im Angebotsbereich posten.

  • Hi,


    also bei mir ist es ähnlich, habe mir vor einem Jahr, nach 27 Jahren Abstinenz, auch ein TD-4 besorgt.
    Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem Preis- Leistungsverhältnis.


    Bei mir war es so das ich mich erst gar nicht umgewöhnen mußte da ich ja sowieso sehr lange nicht gespielt habe.
    Ich bin jetzt so auf meine Gummi Pads und Mesh Heads eingeschossen, das ich überhaupt gar kein A- Drum mehr haben möchte. (bis jetzt)


    Ich übe täglich und kann bisher kaum sagen das man für einige Sachen unbedingt ein A-Drum braucht.
    Ausser die Becken vielleicht. Aber damit kann ich leben.
    Wenn du mit Besen spielen möchtest bräuchtest Du ein besseres Modul.


    Das TD-4 hat 5 Dynamik Stufen und reicht aus für ein schönes akzentuiertes Spiel.


    Ein Problem ist eigentlich nur die Erweiterbarkeit, aber dazu gibt es hier auch einen Thread.


    TD-4, TD-11, TD-15 erweitern


    Wenn Du unter dir Nachbarn hast solltest Du unbedingt ein Podest bauen.
    Ne gute Anleitung gibt es hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=Hl9iVjd5I3Q


    Klappt super bei mir, wohne sogar im Altbau und die Nachbarn sind wieder friedlich.


    Meine Meinung:


    Zum ausprobieren reicht das TD-4 vollkommen aus, wenn Du so wie ich dann Blut leckst kannste dir ja immer noch was besseres zulegen, dann kommste mit nem Tausi aber nicht aus.


    Viel Spaß beim drummen
    Yogi

  • Hi und danke für die fixe Rückantwort. Die von die genannten Threads und das Video hab ich bereits gefunden und verinnerlicht. Ich denke für meine Ansprüche reicht das TD-4 aus. Ich hab vielleicht die Chance für einen ähnlichen Preis ein Set mit TD-9 zu bekommen, da warte ich allerdings noch auf Rückantwort.


    Was haltet ihr denn von dem Preis?


  • Das Set ist meines Erachtens um 150-200 Euro zu teuer. Die Pads wären mir zu klein!

  • Hi,



    ich wüde sagen, es kommt immer darauf an, wo du noch hin willst. Ich habe mir damals als blutiger Anfänger ein TD-4 zugelegt und war/bin soweit recht zufrieden. Die für mich wichtigen Features waren erstmal enthalten. Time-Check-Funktion um das eigene Timing zu überprüfen und zu verbessern, Double-Bass-Fähiges Kickpad sowie eine gesunde Anzahl an Pads.


    Für mich war es damals die richtige Entscheidung, jedoch reicht das Set für mich einfach nicht mehr aus. die Gründe dafür sind folgende:


    1. Die Sounds: Sie sind so zum rumdaddeln ganz passabeund ausreichend, aber wenn du erstmal richtig Blut geleckt hast, stellen sie nicht mehr wirklich zufrieden. Besonders Snare und Toms hauen nicht so vom Hocker. Sicher bleibt die Möglichkeit über ne externe Lösung wie Superior Drummer aufzumotzen, allerdings hast du dann wieder zusätzlichen Kostenaufwand und mußt dich gegebenenfalls erstmal ziemlich einarbeiten.


    2. Die Set-Abmaße: Am Anfang habe ich alles immer so nah wie möglich geschachtelt, damit meine Wege nicht zu lang waren (soll wohl nen typisches Anfänger-Phänomen sein). Mit der Zeit rückte jedoch alles immer weiter auseinander und nun stoße ich allmälig an die Einstellmöglichkeiten die Rack und Kabelpeitsche mir erlauben. Irgendwie ist mir das Set ein wenig zu eng geschachtelt. Die Snare ist mir gefühlt auch etwas zu niedrig, obwohl sie schon am oberen Anschlag ist. Sicherlich ließen sich all die genannten Dinge durch ein paar Modifikationen irgendwie beheben, aber du kaufst dir ja kein Set um nachher dran rumschrauben zu müssen. Und wie einer der Vorredner meinte, die Pads sind wirklich etwas zu klein.


    3. Di HiHat: Das Teil ist ein kompromiss. Wenn du wie ich zur Rock oder Schwermetall-Fraktion gehörst, stört dich das Teil vielleicht gar nicht mal so sehr, wenn du eh nur auf und zu kennst. Willst du damit wirklich arbeiten, macht es auf Dauer keinen Spaß. Ich wollte mal auf eine VH-11 umsteigen, als ich den Preis gesehen habe, den Roland dafür haben will, bin ich ganz schnell von der Idee abgekommen. Kosten/Nutzen und so...


    4. Dynamik??? : Ja, ich habe das jetzt erstmal so bezeichnet, weil ich ungebildeter E-Drummer für das was ich eigentlich Meine noch keinen Begriff habe. Im Grunde kennt jedes Pad nur 2 Zonen (vom Ride mal abgesehen) und ein paar Intensitätsstufen. Sicher, für einen Anfänger wie ich es damals war und vermutlich noch bin, hat das erstmal ausgereicht, aber mittlerweile wurmt mich immer dieses miese Gefühl, das mir sagt, dass ich eigentlich gar nichts kann und mir das E-Drum mit seinen immer gleich klingenden Sounds nur vorgaukelt, etwas gelernt zu haben.


    5. Erweiterbarkeit: Du kannst um genau ein Pad erweitern, mußt aber zeitgleich auf das 3-Wege-Ride verzichten. Die Frage die sich dann stellt ist: wozu? Das Modul kennt nur 3 Tom-Größen. Demzufolge findet sich auch kein in sich stimmiges Setting für 4 Toms. bleibt höchstens noch ein weiteres Becken und auch hier ist die Auswahl bescheiden. Ohne ne externe Sounderweiterung macht es also kaum Sinn nachzurüsten.


    Fazit: Letztendlich solltest du dir erstmal klar werden, was du eigentlich wirklich willst. Willst du nur wieder ein wenig zu deinen Lieblingsliedern mit prügeln oder willst du wirklich ernsthaft weiter machen wo du aufgehört hast. In ersterem Fall kannst du getrost zugreifen, in letzterem wird dich das TD-4 vermutlich nicht lange zufrieden stellen können. Überhaupt ist dann die Frage, ob dich ein E-Set zufrieden stellen kann.


    Ich persönlich würde dir ja zu Proberaum und A-Set raten. Das ist zum einen in der Anschaffung meist günstiger als viele E-Settings und 100% erweiterbar. So lange du nicht irgendwo im Niemandsland wohnst, solltest du einen günstigen Proberaum in deiner Nähe finden können. Um kosten zu sparen teilst du dir den dann mit anderen Musikern.


    Ansonsten wenn du nen wirklich mehr als nur Anfänger taugliches E-Set haben willst sollte es mindestens TD 9 und höher sein.



    MfG Hoeth

    Eine gute Freundin sagte einmal: "Wer braucht schon Sex? Das Leben f**** einen oft genug!"


    Lieber 10 ehrliche Feinde, als einen falschen Freund...

  • Könnte jemand was zu dem Angebot sagen. Gleich ist´s um. Zu den anderen netten und langen ANtworten schreib ich gerne später was. :)

  • Hast Du jetzt das verlinkte TD-10 gekauft?


    1000 € für das TD-4 finde ich zuviel, da es das zuletzt als Auslaufmodell für unter 1000 € neu gab. Zufrieden bin ich mit meinem aber auch, wobei die PDX-6 Pads schon sehr klein sind. Liegt nahe, die abzugeben, die beiden PDX-8 als Tom 1 und 2 zu nehmen und größere Pads für Snare und Standtom anzuschaffen.


    Die großen Pads sind auch der Vorteil beim verlinkten TD-10. Allerdings sind Soundmodul und Pads da 10 bis 15 Jahre alt. Von daher war der Kaufpreis bei ebay wohl OK, aber kein Schnäppchen.

  • Akustische Drums sind leider Gottes raus, die lieben Mitmieter wären nicht begeistert, also wirds elektronisch.


    Wichtig für mich ist eigentlich nur, dass es sich nicht wie ein Rockband-Set anfühlt, ich wenn möglich Mesh-Heads habe, dass die Gesamtverarbeitung gut ist und dass ich, ein entsprechendes Podest vorausgesetzt, niemandem auf den Wecker gehe, wenn ich spiele. Was Sounds etc. angeht brauche ich eher klassische Presets, keine psychodelischen Effekte o.Ä.. Einen PC anzuschließen wäre fein aber kein absolutes Muss.


    Hallo Hullabaloo (was für ein Name) herzlich willkommen hier im DrummerForum.


    Nun, ich bin hier eher für die kritischen Worte bekannt und möchte daher diese Tradition auch weiterhin pflegen wollen:


    Bitte lasse Dir gesagt sein, dass heutige konventionelle E-Drum Systeme - auch auf Grund Ihrer sehr altersschwachen Hardware Komponenten - nicht einmal im Ansatz in der Lage sind, reelle akustische A-Drums authentisch nachbilden zu können! Ein über viele Jahre vorhandenes Marktmonopol von ein/zwei Hersteller kann sich sehr negativ für den Endverbraucher darstellen. Sowohl hinsichtlich der Leistungswerte sowie auch im Preisgefüge. Das mag erst einmal sehr hart klingen, ist aber leider momentan die Realität in diesem Geschäft.


    Ich kann Dir daher versprechen, dass sich keines dieser konventionellen E-Drum Systeme - auch nicht bis zum absoluten "Highend" Preissegment von über 7000.00 € - anfühlen wird, wie ein echtes "Rockband-Set". Aber immerhin scheint das ja auch eine Anforderung von Dir zu sein, welche damit auch erfüllt sein sollte. :D (Wenn man denn den Begriff "Rockband-Set" auch mit einem ausgewachsenen A-Set assoziieren möchte)


    Bei den vielen Nachteilen die Dir konventionelle E-Drum Systeme anbieten werden, bleibt leider auch der Themenbereich "Trittschall-Minimierung" nicht außen vor. Auch in diesem Bereich wirst Du von den herkömmlichen E-Drum Hersteller ziemlich böse im Stich gelassen!


    Sei also wachsam und studiere hier sehr genau das DF bis in die Tiefen und Du wirst wohlmöglich eine geeignete Lösung für Dich finden können.


    Gruß


    Trommeltotti


  • Hallo zusammen,
    ich hab ein fast neues TD4 für 470,-€ bekommen und muss sagen, dass es zum Üben und Proben ausreicht. Ich finde den Sound sogar nicht soooo schlecht. Klar, es ist kein Akustik-Set und macht lange nicht soviel Spaß wie ein gut gestimmtes Set in einem guten Proberaum (nicht alle Räume machen einen guten Sound). Zum Üben und Proben zuhause ist es aber ausreichend,....mittlerweile habe ich es mit meinen Akustik-Becken erweitert und es macht einen Heidenspaß zu Playalongs zu trommeln.


    Hier kann man sich beim Proben dann auch auf die Songs konzentrieren. Zu lautes Proben zum Songs ausarbeiten ist nicht jedermanns Sache.....


    Fazit: TD4 zum Üben und Proben macht durchaus Spaß (wenn man die Ansprüche nicht zu hoch setzt)

  • Danke für euer Engagement und die hilfreichen Beiträge! Also der Reihe nach. :)

    Zitat

    ich wüde sagen, es kommt immer darauf an, wo du noch hin willst. Ich habe mir damals als blutiger Anfänger ein TD-4 zugelegt und war/bin soweit recht zufrieden. Die für mich wichtigen Features waren erstmal enthalten. Time-Check-Funktion um das eigene Timing zu überprüfen und zu verbessern, Double-Bass-Fähiges Kickpad sowie eine gesunde Anzahl an Pads.

    Das hört sich sehr nach mir an, ich werde die Angebote mal im Auge behalten, aber dabei auchzusehen, dass ich ein T9 ergattern kann.

    Zitat

    Ich persönlich würde dir ja zu Proberaum und A-Set raten. Das ist zum einen in der Anschaffung meist günstiger als viele E-Settings und 100% erweiterbar. So lange du nicht irgendwo im Niemandsland wohnst, solltest du einen günstigen Proberaum in deiner Nähe finden können.


    Ein Proberaum kommt erst einmal nicht in Frage. Ich bin schon selten genug zuhause, die Wege würde ich nur selten auf mich nehmen wollen und in München kost dat allet auch ein paar Mark mehr. :)

    Zitat

    Hast Du jetzt das verlinkte TD-10 gekauft?


    Nein, das eBay-Set habe ich nicht gekauft. Nachdem ich das V-Drums Wiki entdeckt und die Jahreszahlen gesehen habe, waren mir 1000€ für 10 Jahre alte Hardware dann dich eine ganze Ecke zuviel Geld. Wenn ich trommeltotti´s Beitrag allerdings berücksichtige, scheinen die alten Steuergeräte ja so schlecht nicht zu sein. Aber da werd ich wohl einfach mal in ein Musikgeschäft in München gehen und mir das genauer ansehen.

    Zitat

    Hallo Hullabaloo (was für ein Name) herzlich willkommen hier im DrummerForum.


    Hullabaloo ist der Name eines Live-Albums von Muse. Den schlepp ich schon seit Jahren mit mir rum. Die DVD kann ich übrigens nur jedem empfehlen, geiles Konzert!

    Zitat

    Ich kann Dir daher versprechen, dass sich keines dieser konventionellen E-Drum Systeme - auch nicht bis zum absoluten "Highend" Preissegment von über 7000.00 € - anfühlen wird, wie ein echtes "Rockband-Set". Aber immerhin scheint das ja auch eine Anforderung von Dir zu sein, welche damit auch erfüllt sein sollte. :D (Wenn man denn den Begriff "Rockband-Set" auch mit einem ausgewachsenen A-Set assoziieren möchte)


    Das "Rockband-Set" hast du jetzt falsch verstanden, ich mich aber wohl auch undeutlich ausgedrückt. Ich sprach dabei vom gleichnamigen PS3-Spiel mit Plastikschlagzeug. Ich möchte vermeiden, auf irgendwelchen Plastiktoms rumzutrommeln und mir zu denken, es wäre ein Schlagzeug. Halbwegs vernünftige Mesh-Heads wären also das Mindeste. Das ich damit weit weg von der akustischen Realität bin, ist mir klar. Aber das geht momentan nicht anders.



    Also wenn ich eure ganzen Kommentare mal so zusammenfasse, stellt sich mir meine Situation dar:
    Ich besorge mir ein TD4 (oder besser TD9) und sehe zu, dass ich zeitnah die kleinen Toms durch eine vernünftige Mesh-Snare und ein weiteres PDX-8 ersetze. Tut es da vielleicht auch eine ganze Weile das PDX-100? Vielleicht ist das Roland TD-11KV V-Drum Compact Bundle ja auch was für mich? Wobei das eigentlich auch schon wieder zu teuer ist. Gibt es denn keine brauchbare Alternative zu Roland? Alesis hatte ich mir mal angesehen, aber die scheinen ja qualitativ noch schlechter zu sein, das wäre am falschen Ende gespart.


    Alles Andere ist für den kurzfristigen Wunsch, endlich mal wieder spielen zu können einfach nicht finanzierbar. Da bekomm ich keine Geldfreigabe meiner Regierung.

    Zitat

    ich hab ein fast neues TD4 für 470,-€ bekommen und muss sagen, dass es zum Üben und Proben ausreicht.

    Da würde ich auch zuschlagen. :)

  • Leider muss ich das Set schon wieder verkaufen, unerwarteter Familienzuwachs erfordert die Bündelung meiner Freizeit und Geldkapazitäten. Daher wird das Set unter #mce_temp_url# zum Verkauf angeboten.


    Sehr schade, aber ich bezweifle, dass es oft genutzt werden kann ab Herbst...


    Leider kann ich nicht in den Angebotsbereich posten.

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