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HeinzDieter

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1

Mittwoch, 14. August 2013, 11:57

Drumsound beschreiben- Begriffe

Hallo zusammen,

da wir momentan in der Planung zu einer Aufnahme stehen, stand bei mir mal wieder die Frage im Raum, wie sollen meine Drums in den Aufnahmen klingen.
Dabei fällt es mir sehr schwer Sound in Worte zu fassen, zu mal da die Vorstellungen von Begriffen vermutlich auseinander gehen.
Der Soundmann hat mich zum Beispiel gefragt, mit welchen Attributen ich meinen Wunschsound beschreiben würde.
Ich habe es als wuchtig, offen und natürlich beschrieben.
Sind das Attribute mit denen auch andere was anfangen können?

Als Referenz nannte ich Defeater, deren Sound mir absolut gefällt : http://www.youtube.com/watch?v=R7y-fGeNods

Für die Bassdrum, war tight und fett im Gespräch. Wiederrum Attribute die jeder anders auffassen könnte. Welche Attribute für einen Bassdrumsound fallen euch spontan ein?

Gleiches gilt für die Snare.

Unser Gittarist warf noch Raised Fist : http://www.youtube.com/watch?v=hez7bGbutBs als Referenz in den Raum. Er hatte die Attribute knackig aber nicht zu metallisch im Kopf.

Was ich mit diesem Thread erreichen will: Zum einen eine kleine Zusammenstellung von Attributen, die im Beschreiben von Drumsounds gebräuchlich sind und von jedem mit einer gewissen Ahnung richtig aufgefasst werden. Gerne auch mit Beispielen, damit ich mir zu bestimmten Begriffen auch ein Klangbeispiel merken kann. Zum anderen wollte ich mal hören, wie ihr beispielsweise den Defeater drumsound beschreiben würdet, um vielleicht passendere Worte für meinen Wunschsound zu finden.

Falls es schon einen solchen Thread gibt, bitte ich das zu entschuldigen. Die suchfunktion hat mir keine passenden Ergebnisse geliefert....

Pyrphoros

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2

Mittwoch, 14. August 2013, 12:13

Normalerweise reicht es doch völlig aus, wenn man dem Studiomenschen eine CD/MP3 mit entsprechendem Referenzsound zukommen lässt...!? Ich halte es für äußerst schwierig, solch eine Liste zusammenzustellen, da die subjektiven Empfindungen recht unterschiedlich sein können.

HeinzDieter

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3

Mittwoch, 14. August 2013, 12:21

ja für den einzelfall natürlich. Aber ich finde es durchaus interessant, mal zu hören, wie Leute meine verwendeten Attribute auffassen. Wie man z.B den Defeater-Sound beschreiben würde.

Der Soundmann verwendet z.B knallig für den Sound von Kesseln. Kann man knallig mit wuchtig gleichsetzen?

Es geht mir jetzt nicht darum explizit für meine Aufnahmen Worte zu finden, sondern generell mal zu hören, wie andere Sound beschreiben und was sie damit meinen. Wie gesagt, mir fällt es immer schwer Sound einer Bassdrum, Snaredrum oder sonst was mit eigenen Worten zu beschreiben.

Tight ist zum Beispiel ein Begriff, der oft verwendet wird, dem ich aber speziell keine genaue Eigenschaft zuordnen kann.

Drumstudio1

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4

Mittwoch, 14. August 2013, 12:27

Das Ziel des Threads ist eine tolle Sache.

Die Umsetzung "muß" leider! nahezu scheitern, da es weder in der Drumcommunity noch in der Industrie, auch nicht in den Fachzeitschriften standartisierte, allgemeingültige Termini für Klangbeschreibungen gibt. Das bedeutet nicht, dass es sie niemals geben wird. Nur habe ich Zweifel dass es uns hier gelingt bzw. irgendjemand auf absehbare Zeit.

Und ich rede noch nichtmal von anderen Instrumentalisten oder "Soundschraubern" im Studio. Selbst unter jenen die sich nur für Drums interessieren herrscht oft in diversen Teilbereichen babylonische Sprachverwirrung.

Tatsächlich halte auch ich Referenzaufnahmen/CD´s für die beste Methode eine gegenseitige "Eichung und Kalibrlrierung" der Höreindrücke verschiedener Menschen vorzunehmen. Die Geschäcker bleiben da freilich unterschieldich... aber man kann zumindest am konkreten Hörbeispiel schon mal erkennen was dem anderen gefällt, was er weniger mag bzw. welche Kick er als "fett" oder "attacklastig" etc. benennt/empfindet.

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5

Mittwoch, 14. August 2013, 12:31

Ich fürchte auch, dass die Umsetzung dieses durchaus ehrenwerten Ziels in einer babylonischen Sprachverwirrung enden wird... was dem einen "fett" ist, ist dem anderen "wuchtig"...
“If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
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Pyrphoros

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6

Mittwoch, 14. August 2013, 12:31

Mit "tight" verbinde ich z.B. überhaupt keine Soundvorstellung. "Tight" bedeutet für mich, dass der Schlagzeuger genau im Takt ist und sauber spielt.

patrischew

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7

Mittwoch, 14. August 2013, 13:11

Etwas mehlig im Ansatz aber ragt weit in den Hals hinein!

:D

HeinzDieter

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8

Mittwoch, 14. August 2013, 13:53

ich bin mir bewusst, dass das schwer fällt. sollte ja auch keine allgemeingültige version werden. Mir fiel halt immer wieder auf, wenn man sich mit anderen über den sound unterhält, dass die Begriffe verwenden, die einem selber gar nich in den sinn kamen. Deswegen wollte ich mal rumhören, wie andere so Drumsound umschreiben.

Zum Thema tight: Ich habe tight auch immer nur in Verbindung mit der Spielweise von Musikern genutzt und oft damit das Zusammenspiel von Bands beschrieben. Aber mir wurde jetzt von anderen Leuten der Bassdrumsound als tight beschrieben. Entsprechend muss es hier vorstellungen eines tighten sounds geben ;)
man kann ja schonmal versuchen, den von mir genannten sound von defeater zu beschreiben.

Ich beschreibe ihn immer gerne als offen und wuchtig

slo77y

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9

Mittwoch, 14. August 2013, 14:06

soundbeschreibungssprache kann irgendwann echt effektiv werden, wenn man das in nem personenkreis über ne lange zeit entwickelt. ich hab z.b. mit meinem langjährigen kollegen inwischen viele wörter um sachen zu beschreiben, wo der jeweils andere sofort genau weiss was gemeint ist.

das problem ist dass ein "offener, tighter" drumsound für 2 leute die sich nicht kennen im extremfall auch schonmal das komplette gegenteil bedeuten kann von dem was der andere meint.


da halte ich referenz cds auch für besser - wenn der studiomensch halbwegs was drauf hat wird er anhand dessen verstehen was gemeint ist und wenn nicht entsprechend gegenfragen sodass am ende klar ist was gemeint ist :)


bedenke, dass man einen sound nie 100% kopieren kann. das gleiche bassdrum sample kann in nem anderen mix auf einmal völlig anders klingen als zuvor, obwohls exakt dasselbe ist, da ja alles alles beeinflusst. :)
sieg natur.

HeinzDieter

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10

Mittwoch, 14. August 2013, 14:22

japp das mit dem sound kopieren ist mir absolut klar. wie gesagt, es ging mir beim eröffnen dieses Threads auch nicht darum meinen Sound zu umschreiben, sondern nur mal reinzuhören, was andere so für begriffe verwenden und wie sie diese verstehen. Ich denke in meinem Fall werde und habe ich mich schon so weit gut mit dem soundmann verständigt als das man referenzen kennt und ich weiß, was er schon so gemischt hat. Alles weitere ergibt sich bei den Aufnahmen und im Mischprozess...

Fl0gging

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11

Mittwoch, 14. August 2013, 14:42

wie gesagt, es ging mir beim eröffnen dieses Threads auch nicht darum meinen Sound zu umschreiben, sondern nur mal reinzuhören, was andere so für begriffe verwenden und wie sie diese verstehen.

Du willst von uns wissen, was wir unter unklaren, nicht definierbaren Begrifflichkeiten verstehen.
Anschließend willst Du dir ein Bild davon machen?

Ich stehe auf fetten Bassdrum-Sound. Darunter verstehe ich einen wuchtigen, lauten Bass :). Bringt Dir jetzt viel, oder?

Das führt das Ganze ad absurdum.
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D.drummer

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12

Mittwoch, 14. August 2013, 14:49

unter einem richtig guzten bassdrum sound im metal verstehe ich einen klickigen attack verbunden mit einem kurzen aber dennoch ordentlichen tiefbis infrabassanteil. also viel körperund ordentlisch druck mit viel shub verbunden.

dewwel

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13

Mittwoch, 14. August 2013, 15:05

das wäre dann die klassische phonetik nach prof. dr. ummler!

die helmet snare klingt in meinen ohren teilweise nach "pack", "pang" oder sogar "ping"
def leppard dagegen eher nach "paff" oder "poff"

hochgestimmte snares haben meines erachtens eher a,e,i -charakter
tiefgestimmte snares eher u,o -charakter

es gibt auch manchmal klasse toms die machen deeeeaaaaaaauuuuuuuuuuuuuunghhhhhhh.
kennt eigentlich noch jemand die cliff werbung von damals? mit dem klassischen cliff diver tomlauf???
da kann man sich doch schonmal etwas drunter vorstellen

warum heisstn eigentlich ne tom tom? weil se doch tommmmmmmmm macht und net wusch... :)

es gibt ja auch nicht umsonst n "ping-ride"

im techno gibts auch versch. bassdrum sounds, wie z.b. ubb ubb ubb ubb oder ung ung ung ung oder dong dong dong dong
das kann man dann ja auch in kombi mit hihat bringen
dongtsedongtsedongtsedongtse

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dewwel

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14

Mittwoch, 14. August 2013, 15:08

da fällt mir ein...

ne pappige bassdrum kennt jeder... will keiner haben

weil pappe nicht fett und wuchtig ist... es sei denn man bestellt ein 24" od 26" bd fell beim T...

:rolleyes:
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rubeatz

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15

Mittwoch, 14. August 2013, 15:13

tolles Thema! Ich finde, dass man sich durchaus die Zeit nehmen sollte, um das Arsenal an klangbeschreibenden Adjektiven zu sortieren und dann dem Schlagzeugbereich so zu zuordnen, dass unmissverständlich klar ist welcher Aspekt gemeint ist. Ähnlich einer Tag-Sammlung für die Sampling-Library, mit der sich ein Klangideal eingrenzen lässt...
Ich fange mal an und reihe ein paar gegensätzliche Bezeichnung auf:


gedämpft/resonant oder offen oder obertonreich
trocken/räumlich oder hallig
dumpf/hell
abgeschnitten/verhallt
kurz/lang
hart/weich
warm/kalt
direkt/indirekt oder anschwellend
dünn/fett
leise/laut bzw. dezent/dominant
klar/verzerrt
hoch/tief gestimmt
nach oben/unten gepitched
Attack-reich/ohne Attack
holzig/metallisch
dynamisch/undynamisch

und ein paar Einzelne:
scheppernd, raschelnd, rauschend, "sizzelnd", verzerrt

bearbeitet, editiert, EQ-ed, effektiert, pappig/wie Karton
knackig, rund, stimmig, transparent, schlank/voluminös siehe auch hier
punchy, crisp, dark, washy, clicky

Wird noch klarer wenn man dazu ein Genre- oder Zeitverweis gesellt à la: jazzig, poppig, rockig, dub-ig, hous-ig, technoid, elektronisch, 60s, 70s, 80s

Hier noch 2 weiterführende Links zum selben Thema:
http://www.tmr-audio.de/index.php/homema…le-terminologie

http://www.head-fi.org/t/220770/describing-sound-a-glossary


Bitte erweitern!
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rubeatz« (14. August 2013, 15:53)


Fl0gging

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16

Mittwoch, 14. August 2013, 15:19

@Rubeatz

Der Ansatz mit Gegensätzlichkeiten ist gut!! Er funktioniert aber nur mit passenden Soundbeispielen. Eine ungefähre Annäherung könnte damit erreicht werden.
Lies die FAQ und benutze die Suchfunktion!

rubeatz

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17

Mittwoch, 14. August 2013, 15:58

@dewwel: diese lautmalerischen Rhytmus-Umschreibungen (= Onomatopoesie ) sind super und schaffen ein weiteres Eingrenzungswerkzeug :)
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

Fl0gging

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18

Mittwoch, 14. August 2013, 16:12

@dewwel: diese lautmalerischen Rhytmus-Umschreibungen (= Onomatopoesie ) sind super und schaffen ein weiteres Eingrenzungswerkzeug :)


Da hat du auch schon mal Vorarbeit geleistet :).
Auf deiner HP verweist Du bereits auf einen früheren Thread:

lautmalerische Drumgrooves
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dewwel

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19

Mittwoch, 14. August 2013, 17:31

@dewwel: diese lautmalerischen Rhytmus-Umschreibungen (= Onomatopoesie ) sind super und schaffen ein weiteres Eingrenzungswerkzeug :)


onomatopoesie also...!

endlich gibts n fachbegriff, der meine krankheit beschreibt! :thumbsup: :thumbsup:
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20

Donnerstag, 15. August 2013, 09:27

Rhythmus-Umschreibungen sind was anderes als Sound-Beschreibungen. Ob ich jetzt 1e+e oder Nudelsuppe oder Ta Ke Ti Mi sage - man kann sich ein Bild machen. Bei Soundvorstellungen kann man - wenn nicht wie Slo mit Jemandem eine gemeinsame Codierung entwickelt hat - eigentlich nur Annäherungswerte, im schlimmsten Fall das Gegenteil vom gewünschten Klang erhalten.
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