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Saamu

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1

Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:04

Pearl Decade Maple Fusion S.

Hi, wie ich schon in einem anderen Beitrag erwähnt habe, such ich ein neues Schlagzeug.
Habe das Pearl Decade Maple Fusion gefunden, jedoch noch nicht wirklich viel im Internet dazu gefunden,



Ich bin hauptsächlich im Metal bereich tätig (also Blast Beats und Double Bass) und spiele seit 7 Jahren Schlagzeug
Denkt ihr das es qualitativ durchaus hochwertig ist und man es zum Proben als auch für Live Auftritte benutzen kann?

LG

trommla

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2

Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:30

Warum machst du jetzt einen neuen Fred auf für die gleiche Fragestellung?

Um deine Irrfahrt etwas abzukürzen, ich würde dir dringend empfehlen, mal in ein gut sortiertes Fachgeschäft zu gehen und dir zahlreiche Sets aus der Nähe anzusehen. Dabei wird nämlich vielleicht klarer, weshalb unterschiedliche Sets unterschiedlich kosten. Meist ist das weniger klanglich, als erst mal haptisch zu "begreifen", wenn mal Kessel und vor allem Hardware mal in der Hand hatte.

Und behalte dabei im Hinterkopft, dass es so etwas wie ein Mättl-Set nicht gibt. Das sind lediglich Versuche der Hersteller und Marketingstrategen, bestimmte Zielgruppen erfolgreicher anzusprechen und Kaufanreize zu kreieren. Du kannst als Metaldrummer auf jedem beliebigen Set ordentlichen Metal spielen, wie auch ein Jazzer auf jedem Set ordentlich jazzen kann. Alles eine Frage der Stimmung und der Fell- und Beckenwahl, wie geil das dann klingt.

Viele Metaller spielen eher kleinere, nicht allzu tiefe Bass Drums, gerade wenn es um ausgefuchstes DB-Spiel geht. Viele Metaller spielen auch eher größere Sets, weils einfach geiler aussieht. Auch Beckenwälder dienen in erster Linie Optik und Image, spielen kann man das Zeug auch mit wenigen Becken. Das zeigen Drummer wie Mark Zonder oder Flo Mournier eindrucksvoll.

Zuerst sollte die Frage stehen, was DU für DEIN Spiel an Ausstattung brauchst, das können wir dir hier nicht beantworten. Ob du große Bass Drums mit langen Kesseln oder kleinere mit flacheren Kesseln besser findest, ebensowenig. Bislang wirkt deine Herangehensweise nämlich wie Stochern im Nebel.

Drumstudio1

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3

Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:51

Wir reden von diesen Maßen:
22" x 18" Bass Drum mit Bass Drum Rosette
10" x 07" Tom Tom
12" x 08" Tom Tom
14" x 14" Stand Tom
14" x 5,5" Snare Drum

Ich habe das Kit sehr ähnlich. Allerdings mit einer Abweichung: 16" Standtom.

Das Set zielt auf die untere Mittelklasse, das sollte man wissen.

Es klingt für mich schon mit Werksbefellung recht gut (Remo UT on Top, ich vermute noch billigeres Remo-Lizenz-Derivat auf Resoseite)
Die Bassdrum gefällt mir sofort, einer der wenigen Hersteller der Kicks in diesem Preissegment (deutlich unter 7,X Millimeter Dicke) anbietet, nämlich mit recht dünnen 5,4 mm.

Die kurzen Toms sind irre praktikabel und bequem justierbar. Nicht soo flach wie Hyperdrive aber eben schon richtig bequem und spiel-tief justierbar, wenn man denn möchte. Selten hat mir spielen mit einem Kit so schnell Freude bereitet, zumal die 2 Tomhalter im Zusammenhang mit den Hängetom-Maßen super komfortabel einstellbar sind, wenn man dem Pearl-Tomhalter-System vorurteilsfrei begegnet und dieses "versteht".

Die Standtom-Fuß-"Lochung" und Enkopplung der Pearl Standtombeine (die Pearl ja auch beim Decade so herausstellt) ist zwar wirklich besser als bei manchen Herstellern und Serien die über eine Entkopplung ihrer Standtoms garnicht nachdenken (also keine haben, davon gibt es leider immer noch viele), aber eben auch für Kenner schlechter als z.B. die alte Mapex Feder-Entkopplung oder die Feder-Entkopplung der Dixon Artisan-Sets. Der Vergleich ist natürlich etwas unfair, da diese Systeme wesentlich teureren Sets vorbehalten waren, bzw. je nach Hersteller dem Kostendruck der Gegenwart entsprechend, leider schon wieder aufgegeben (downgraded) wurden.

Die Snare klingt für mein Ohr durchaus besser, als zunächst unterstellt/vermutet. Ein Kollege hier vom Forum fand sie zunächst recht gut, um sie 14 Tage später mit den Worten "besorg Dir mal eine anständige Snare" abzuwerten. Dies belegt, wie die Info um den Preis oder die Einordnung des Sets im Pearl-Portfolio die Wahrnehmung zuweilen massiv beeinflußt. :D

Die Kessel haben außen mehrheitlich sichtbare und fühlbare "Übergänge" an den Holzlagen. Dies gab es auch öfters bei den lackierten Pearl ELX-Sets Mitte der zweitausender Jahre. Pearl kann das natürlich produktionstechnisch viel besser, ich denke aber sie lassen dies bewußt so :D , als Produktdifferenzierung nach unten. Mir fiel es sofort auf. Auch Schülern war es initiativ erwähnenswert, ohne! jeden Hinweis durch mich.

Insgesamt bin ich dünnen Kesseln sehr zugetan, so dass die Entscheidung auf 5,4 mm für mich in diesem Preissegment der cleverste Schachzug von Pearl an der Bude war. Es spricht schnell an, das bewirken dünne Kessel originär.

Ich unterstelle aber (eine nicht beweisbare, freche These meinerseits) dass Pearl bei den Vorgängerserien Visions zu wenig Geld verdient hat.
Insofern habe ich etwas Zweifel an dem im Tonfall sehr ähnlich abgedruckten Promo-Statement:
"Pearl hat 10 Jahre geforscht um mit dem Decade dem Endkunden nach 10 Jahren Forschung das MAXIMUM an Wert für sein Geld zu bieten".

Ich würde hingegen sagen:
"Pearl hat womöglich ein paar Jahre herstellungslogistische Effektivierungs-Studien betrieben, um herauszufinden, wie man ein passabel bis gut klingendes Set auf den Markt bringt, dass nicht nur eine Produktdifferenzierung zu den bereits bestehenden Pearl-Serien aufzeigt, sondern mit dem sich auch noch etwas Gewinn erwirtschaften läßt".


Wie schwierig eine Produktdifferenzierung zuweilen ist bzw. das jene teilweise je nach Absatzmarkt angepaßt wird, zeigt die Tatsache, dass die Decades in Japan nicht wie hierzulande mit dem Export-Hardwaresatz ausgeliefert werden, sondern mit der etwas aufwendigeren 900' er Hardware. Dafür sind sie dort etwas teurer, wenn ich nicht irre.

Nun ganz aus dem Bauch: Ich mag! die Kiste, die ich als Shell-Set erworben habe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Drumstudio1« (17. Dezember 2017, 16:55)


Drumstudio1

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4

Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:59

Und da manchen Zahlen mehr sagen:

Shellsets des Decades (Kick, Snare, 3 Toms sowie 2 Unilock, somit stufenlos einstellbare Tomhalter) sind auf Nachfrage bei manchen dt. Händlern neu zwischen 599.-, 629.- und (je nach Händler) 649.- zu haben.

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