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1

Freitag, 5. Januar 2018, 09:44

Dämmung über dem Set hilfreich für Beckenklang?

Hallo @all

wir haben einen 26qm Raum. Der ist insgesamt schon ganz gut in Sachen Klang.
2 Betonwände, ein kleines Eck Gipskarton (Eingangsbereich) und eine Fensterfront.
Hinter dem Set fast über die ganze Breite als auch vor den Fenstern ganze Breite haben wir schweren Bühnenmolton.
Gegenüber dem Set 8qm Pyramide 7cm, gegenüber den Fenstern noch 1qm Pyramide.

Gerne würde ich den Becken im Raumklang noch ein wenig die "Schärfe" nehmen.
Meint Ihr, es ist dazu praktikabel, über das Set an die Decke noch mal 3qm Pyramide zu setzen? Hat da schon jemand Erfahrung mit gemacht?

Die Deckenhöhe ist ca. 3 Meter, ein abgehängtes Panel wäre wohl ein vielfaches aufwändiger, zumal die Decke eh schon abgehängt ist - es ist ein älteres Bürogebäude mit solchen quadratischen Panels an der Decke, das macht es schwer, eine Halterung anzubringen. Tendiere also eher dazu, die Pyramide direkt aufzukleben.

Danke und Grüßla

Hier mal ein älteres Bild, auf dem man wohl die bisherige Dämmung ganz gut sieht
»implied« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_0484.jpg (119,19 kB - 164 mal heruntergeladen - zuletzt: 4. April 2018, 22:19)

2

Freitag, 5. Januar 2018, 10:06

Moin implied, da Du von „Schärfe“ schreibst, und da an der Decke ja gar nix ist, wäre Schallverschluckung :D oder Schallzerstreuung an der Decke einen Versuch wert. Was ich eigentlich sagen will: Feiner Probenraum! Feines Schlagzeug, feine Verstärker! =)

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3

Freitag, 5. Januar 2018, 10:13

Dankeschön.
Im Raum hat sich seitdem einiges getan. Die Aufnahme ist noch aus der Zeit mit meiner Dire Straits tribute Band.
Das Set ist noch das gleiche, aber außenrum ist in Sachen Amps und P.A. fast alles anders ;-)


Ich denke auch, es wäre der Versuch wert - mal schauen, vielleicht hat ja einer hier mit Dämmung über dem Set bereits Erfahrungen.
Ich will ja auch nicht den Sound "töten" ....

Jürgen K

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4

Freitag, 5. Januar 2018, 11:10

Hallo,

wenn die Decke 3 m hoch ist, hätte ich keine Angst vor Tötung des Klangs.
Wenn der Aufwand genehm ist, würde ich es ausprobieren, schlimmstenfalls
ist der Effekt marginal, dann sieht es aber wenigstens professionell aus.

Möglicherweise gibt es im Raum aber auch noch andere Stellen, die hart und
reflektierend sind, wo man Entschärfungen punktuell vornehmen könnte.
Da alles, Becken wie auch der Lärm der Umgebungsmusikanten, sich im Raum
klanglich rundum verteilt, wirken die Maßnahmen natürlich auch generell,
nicht dass dann ein Gitarrist meint, seine Axt sei so stumpf geworden.

Vier Quadratmeter Schaumstoff bei 26 qm Raum halte ich aber für einen
Versuch wert.

Grüße
Jürgen

trommla

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5

Freitag, 5. Januar 2018, 11:21

Respekt, geiler Raum, auch ohne leere Bier- und Whiskyflaschen sowie überquellende Aschenbecher :)

Zum Thema: wenn du nicht auf Verdacht kaufen willst, könntest du auch erst mal mit ein bis zwei Wolldecken testen, die du übers Set an die Decke hängst. Das gibt oft schon einen ganz guten Eindruck, und ich würde tatsächlich auch auf Verbesserung hoffen.

Two

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6

Freitag, 5. Januar 2018, 11:34

Ich habe in meinem Raum Bühnenmolton locker über das Set gehängt. (Locker = Befestigungen an beiden Enden und die MItte hängt etwa 20 cm durch.) Ich fand den Klang danach angenehmer, etwas weniger scharf.
Vielleicht lässt sich sowas bei Dir einfach realisieren.

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7

Freitag, 5. Januar 2018, 12:01

Na ja, die Bandkasse gäbe grad genug her für 12 x Pyramide 50x50cm, dazu entsprechender Kleber.
Ein Bühnenmolton in z.B. 3x3 Metern wäre etwas günstiger und bestimmt auch eine gute Idee - auch optisch, das Teil etwas locker durchhängen zu lassen.
Muss ich echt mal im Raum an bzw. in die Decke schauen, ob ich da irgendeine Halterung anbringen kann. Klasse Idee, Danke

trommeltom

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8

Freitag, 5. Januar 2018, 12:03

Bühnenmolton hatten wir auch in unserem alten, nackten Proberaum.
Der bewirkte wahre Wunder.
Und war günstig, weil es sich um einen alten, ausrangierten Molton handelte.
8)

trommla

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9

Freitag, 5. Januar 2018, 12:51

Muss auch nicht zwingend Neuware sein. Bei Ebay hab ich immer mal wieder Moltonreste für wirklich wenig Geld gesehen.

MS-SPO

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10

Freitag, 5. Januar 2018, 12:56

Gerne würde ich den Becken im Raumklang noch ein wenig die "Schärfe" nehmen.
Für wen: Drummer oder Bandmitglieder? Und "Schärfe" meint in Deinem Fall ... was?
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

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11

Freitag, 5. Januar 2018, 13:40

Für wen: Drummer oder Bandmitglieder? Und "Schärfe" meint in Deinem Fall ... was?

Nun, eigentlich für beide.
Mit Schärfe meine ich irgendwie, die Höhen etwas abzumildern, vor allem die bei Anschlag am lautesten durchkommen.

Ich finde dabei auch selber, dass die Lautstärke von Becken (egal, welche Becken und in welcher Größe ich bisher spielte) im Verhältnis zu den Toms (auch hier egal ob flache oder tiefe Toms) für meinen Geschmack immer ein wenig "zu laut" sind, geschätzte 10% - 20%.
Natürlich, mit Mikroabnahme kann man dass alles harmonisieren, es geht um das rein akustische Klangverhältnis am Set.

MS-SPO

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12

Freitag, 5. Januar 2018, 17:33

Danke, Implied.

Nur, um's noch besser zu verstehen: Die Beckenlautstärke hängt ja auch vom Anschlag ab. Außerdem sind sie näher am Ohr als Toms UND höherfrequenter, d.h. laut Hörkurve subjektiv lauter UND nehmen einen anderen Ausbreitungsweg zu den beteiligten Ohren. Anschlagstärke, Kontaktart, Kopfform, Stickmaterial usw. haben da starke Variationsmöglichkeiten. Auch Dämpfungen am Becken sind denkbar, wenn auch nicht schön.

Bereits ein geeigneter Sizzler oder ein auf dem Becken sich räkelndes Bändchen aus Nicht-Metall für ca. 0 Euro könnten etwas bringen. (Die Metallscheibe im Beispiel ist natürlich pfui ... Metall auf Metall ...)


"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

trommla

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13

Freitag, 5. Januar 2018, 18:48

Ich behaupte sogar dreist, der Stockanschlag ist der Hauptfaktor überhaupt. Speziell im Studio sind daher die Crashbecken die Teile, die ich am zärtlichsten behandle, um sie in einen harmonischen Kontext mit dem Rest zu setzen und nicht alles zu übertönen. Und ich spiele Dark- oder Thincrashes...

Da aber gerade die hohen Frequenzanteile in den Ohren immer so komisch jucken, glaube ich schon, dass eine Reduktion der Reflexionen an der Decke es für alle etwas absoftet.

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14

Freitag, 5. Januar 2018, 19:46

Nun, vieles mir auch soweit bewusst - vollkommen richtig was Ihr schreibt.

Ich habe im Spiel eine relativ große Dynamikbreite in den Songs, also von leise bis laut ist da alles drin.
Bei leisem Spiel hat ein Becken nun mal einen bestimmten Klang, bei Veränderung der Spiellautstärke verändert sich auch der Klangcharakter eines Beckens.
Um den entsprechenden Klang hinzubekommen, der für mich dann songdienlich passt, sind eben auch lautere Anschläge gefragt. Der dynamische Unterschied leise zu laut ist bei Becken nun mal anders ausgeprägt als bei Toms, weshalb bei steigender Lautstärke die Becken immer weiter vorne dranstehen.

Ich habe bereits die Becken mit unterschiedlich großen "cympdas" Dämpfern versorgt (diese pads, die man anstelle des Beckenfilzes unterlegt), dies bringt ein paar Prozent, ich finde sogar, ohne den Klangcharakter dabei zu verändern (wenn man eben die richtige Größe auswählt) - deshalb für mich sehr praktikable Sache.
Mehr an Dämpfung direkt am Becken möchte ich jedoch nicht. Mit den Sticks bin ich - auch aufgrund der mittlerweile melodiöser orientierten Musik - von 5A auf zumeist 7A gewechselt - was ja insgesamt auch die Lautstärke beeinflusst.
Meinl hat in Zusammenarbeit mit Benny Greb Beckendämpfer in Form von Magneten rausgebracht, die auch sehr gut sind. Aber für das was ich möchte ist das dann doch zuviel der Dämpfung (nennen sich "Meinl Cymbal Tuner")

So denke ich, ich bin am Set selber da eher am "Ende" der Dämmung angekommen, denn ich will mein (akustisches) Instrument nicht mit Dämmung totmachen.
Klar, andere, leisere Becken gingen ja auch noch - statt der sowieso teureren B20 handhammered Becken auf z.B. maschinell gefertigte B10 oder B8 gehen, aber die klingen für mich eben nicht so gut wie mein aktueller Satz, der aus Meinl Byzance und überwiegend MB20 besteht.
MB20 werden übrigens so nicht mehr vertrieben, die alte MB20-Serie ist in der Byzance-Serie mit aufgegangen. *klugscheißermodus aus* ;-)

trommla

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15

Freitag, 5. Januar 2018, 19:58

weshalb bei steigender Lautstärke die Becken immer weiter vorne dranstehen.

Bin überrascht über dein Empfinden. Ich habe eher das Gefühl, dass die Becken bei steigender Gesamtlautstärke irgendwann bei harten Crashes eher wieder zu machen bzw. die Härte nur noch zu Lasten des Materials geht. Daher versuche ich die Crashes generell im Vergleich nicht so hart zu spielen. An CymPads o.Ä. hab ich noch nie nen Gedanken verschwendet ;)

Was allerdings auch an meinen Becken liegen mag, die einfach eher das dunklere gedeckte Spektrum bedienen.

orinocco

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16

Freitag, 5. Januar 2018, 20:23

Die Cympads wollte ich auch schon in den Raum werfen, ansonsten fällt mir nur noch Gelpads auch, auf oder unten am Becken ein.

Die stagg Cymbal Gelpads für beliebige Zuschnitte und Radien, auch für spezielle Teilbereiche Bereiche am Becken evtl. eine Option.

Wäre halt nur eine Option für die Becken und nicht die Höhen der anderen Bandmitglieder betreffend

https://www.youtube.com/watch?v=S4NwVPS7Z3U

wobei das mit einfachen Stofffetzen oder evtl. einer Kordel Schnurr wie MS -SPO schon ansprach auch ne Möglichkeit ist.

Edith: ich seh gerade den E - Ofen, scheppert der nicht manchmal mit, das tun die doch sogar manchmal schon beim "Blasen".
Ich höre immer, du must..., du brauchst..., "in", "out", "trendy" ... und so

Ich mache das so wie mir es zusagt, Schei.. auf die Säue die laufend sinnbefreit durch die Dörfer getrieben werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »orinocco« (5. Januar 2018, 20:31)


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17

Freitag, 5. Januar 2018, 20:49

Wie gesagt, im Raum hat sich einiges geändert, brauch mal wieder aktuelle Bilder :-)
Der Nachtspeicherofen ist (glücklicherweise) draußen, mittlerweile Zentralheizung...... gut bemerkt @orinocco

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »implied« (5. Januar 2018, 20:53)


18

Samstag, 6. Januar 2018, 02:31

Stockstärke, Dämpfung (hier der Becken), Anschlagstärke, Hörempfinden, musikalischer Kontext - ich finde es super interessant, wie die genannten Faktoren (und manche mehr) im Zusammenhang mit der Lautstärke bestimmter Instrumente eines Schlagzeuges, bzw. einzelner Frequenzbereiche oder auch hinsichtlich der Gesamtlautstärke eines Schlagzeugs immer wieder Thema sind; zuletzt ja weiter unten im Forum, wo es um die Frage nach einer leiseren (um es auf meine Art auszudrücken) Snare ging. Ein Schlagzeug ist doch eigentlich ein akustisches Monstrum! Ja, diese Erkenntnis ist nicht mal meine eigene, klar. :) Und wie sagte mein Lehrer, ganz trocken, als ich mal „das Schlagzeug“ in dieser Hinsicht irgendwie thematisierte: „Willkommen in der wundervollen Welt der Akustik!“ :D Na ja. Ist bloss so ein Nachtgedanke von mir.

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19

Samstag, 6. Januar 2018, 09:28

Ok, "akustisches Monstrum" habe ich so auch noch nicht gehört. Aber es stimmt schon irgendwie.
Das mit der "leiseren Snare" habe ich auch verfolgt, denn natürlich steht auch die Snare in vielen Räumen häufig weiter vorne dran als es für den Gesamtcharakter gut wäre.
Wie gesagt, bei einer Mic-Abnahme wird das im Mix alles relativiert, doch ich denke nicht nur ich sondern die meisten von uns suchen ein rein akustisch "gut zusammenpassendes Instrument".
Die Drum-Industrie freut sich :-)

Ich war und bin irgendwie schon immer auf der Suche, immer wieder mal Teile ausprobiert, aussortiert, umgestellt, umgestimmt. Nach vielen Jahren bin ich "fast" soweit und bekomme auch von anderen Musikern häufiger "Lob", dass ich wohl einer der Drummer bin, die Ihr Set immer im Griff haben, ein Set welches immer gut klingt und gut gestimmt ist.
Vielleicht sehe ich es auch manchmal einfach zu eng, zu "perfektionistisch" oder zähle zuviel Erbsen - gehört aber auch irgendwie dazu, Hihihi.

Ach ja, stimmt übrigens auch: Ab einer gewissen Anschlagstärke werden Becken tatsächlich nicht mehr lauter (oder können es bauartbedingt nicht mehr), in den Bereich gehe ich tatsächlich eher nicht rein sondern eher mal nah ran. Jedes Becken bei mir hat eine bestimmte Funktion am Set/in einem Song und wird auch entsprechend angeschlagen - sofern ich für diese Feinheiten im Spiel genügend Konzentration habe. Aber so richtig heftig gehe ich nur ein wenig Songs rein, bei diesen Songs gehe ich dann aber auch auf die 5A statt auf 7A Sticks.

Verrückt? Mir egal, mir macht das riesen Spaß ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »implied« (6. Januar 2018, 09:43)


trommla

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Samstag, 6. Januar 2018, 10:33

auf die 5A statt auf 7A Sticks.

Hihi, mit nem 7A bist du da natürlich eher auf der sicheren Seite :D

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