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Mattmatt

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Mittwoch, 10. Januar 2018, 08:33

Shure SE535 vs. UE-4 - "Review" Kauf UE5

Morgen zusammen

Ich weiss, es gibt schon einige Fredericks zum Thema In-Ear, aber zu meiner konkreten Frage habe ich nix gefunden:
Hat jemand Erfahrung mit dem SE535 UND dem UE-4? Diese beiden sind bei mir in die ganz enge Auswahl gekommen,
und ich weiss nicht recht, wofür ich mich entscheiden soll.

Angepasste Hörer sind ziemlich sicher die bessere Wahl (also UE-4), auf die andere Seite ist der UE das günstigste
Modell seiner Reihe und somit akustisch eventuell dem Shure unterlegen...?

Nicht dass es entscheidend wäre, aber ich würde den SE535-LTD wollen, weil ich das rot spannend finde :D .

Danke für Tipps und Erfahrungswerte (hoffentlich)!

Und da dies mein erster Post ist im 2018 - ein gutes 2018 allerseits!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mattmatt« (26. Februar 2018, 15:10)


Mattmatt

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2

Mittwoch, 10. Januar 2018, 15:01

Ich vergass, noch etwas Hintergrundinformation zu erwähnen:

Ich bin zwar Musiker (Drummer natürlich), und ich liebe gut klingende Musik,
aber ich bin wohl nicht unbedingt grad ein "Audiophiler".

Meine bisherige Erfahrung besteht aus den Shure SE420, die in den letzten Jahren
meine In-Ears waren. Ich mag deren Sound, und sie funktionieren ziemlich gut mit
meinen Ohren.

Tatsache ist natürlich, dass ich mangels Erfahrung nicht weiss, was ich in Bezug
auf High-Class-Monitore verpasse, und auch nicht, ob angepasste Otoplastiken viel
angenehmer und praktikabler wären.

Ich nutze meine In-Ears für einige meiner Gigs, aber auch um zu üben (entweder um
einen Backing Track zu hören, oder nur das Metronom). Aber ich komponiere und
produziere auch ein bisschen (für meine Videos und so), und brauche meine In-Ears
oder Kopfhörer als Abhöre, da ich keine guten Monitore und auch keinen geeigneten
Raum habe.

Drumm.er

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3

Donnerstag, 11. Januar 2018, 09:29

Moin Matt,

meine Meinung:
Wenn du gute Aufsätze für den Shure findest, die gut passen und er die vom Sound gefällt, nimm den Shure.
Ob Audiophil hin oder her... Customs kosten alleine schon wegen dem "Custom" ihr Geld!

1.) Beim Shure ist Budget für gute Technik verhanden, beim UE4 definitiv weniger.
2.) Der Shure hat einen deutlich Höheren Wirkungsgrad (11dB ! laut Hersteller) => den bekommst du an fast jedem Kopfhörerverstärker laut genug!
Beim UE4 wird das Problematischer
3.) Der Shure wird deutlich mehr Leistungs-/Pegelreserven haben.


Rein aus technischer Sicht gibt es(wenn der Shure bei dir gut sitzt) eigentlich keine Argumente für den UE4.
Wenn Custom, dann empfehle ich was vernünftiges!
Von einem universal Hörer zu einem custom Hörer mit vergleichbar guter Technik, sollte man bei den namen haften Herstellern (Ultimate Ears, JH Audio, Rhines Custom, Vision Ears, In-Ears usw.) gute 300,- Euro drauf rechnen.

Gruß
Martin
Hier geht's zu meiner Vorstellung mit schönem Birch Infinite, S-Classix, SQ2 und so :love: Drumm.er stellt sich mal vor :)

Mattmatt

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4

Donnerstag, 11. Januar 2018, 15:18

Hm, auch ein Gedanke, so hab ich mir das bislang nicht überlegt. Kennst du denn die beiden Modelle?

Also der UE-4 ist ja beim großen T doch immerhin 120 Euro teurer, sprich gut 1/3.

Hajo K

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5

Freitag, 12. Januar 2018, 00:27

Hi Mattmatt,
Danke für Tipps und Erfahrungswerte (hoffentlich)!
ich hoffe, Du nimmst mir meine Antwort nicht krumm, denn ich kenne nur einen von den beiden und Du suchst ja jemanden, der beide Hörer kennt.
Aber zumindest um Shure habe ich aber eine klare Meinung:

Ich hatte mir den SE535 zusammen mit einem StageDiver von InEar bestellt, war aber sicher, dass mir der Shure gefallen würde. Immerhin war er als "neutral" und "ausgewogen" angepriesen.
Wichtig noch: Ich bin kein Bass-Fetischist, ich liebe eher trockene, nüchterne Kopfhörer.

Tja. Soviel ist sicher: Der SE535 ballert einem keinen künstlich verstärkten Bass um die Ohren. Das Problem ist: Er ballert gar keinen Bass um die Ohren. Selten habe ich so einen mageren Sound gehört, nicht mal mein betagter, äußerst dünner AKG 501 (halboffen, Hifi-Hörer) ist so bassarm.

Das ist sehr schade, denn in den Mitten und Höhen fand ich den SE535 sehr ausgewogen und einfach "schön". Aber weder fürs Musikhören unterwegs noch (und insbesondere) fürs Monitoring wäre das für mich auch nur ein akzeptabler Griff gewesen.

Zum Vergleich hab ich meinen leider defekten UE 10 triple.fi herangezogen, der technisch (glaube ich) dem UE-4 überlegen sein müsste. Der SE535 ist präziser, nicht so verwaschen und deutlich klarer, aber ... ohne Bass macht Musik einfach keinen Spaß.

Wie immer ... Klang ist eine sehr subjektive Veranstaltung. Ich hab am Ende viel mehr Geld in die Hand genommen und es ist ein sehr guter, nicht angepasster geworden.

Viel Erfolg!
Hajo K


P.S.: Ich hab auch die Rückmeldungen zur Mechanik des SE535 nicht ernst nehmen wollen, aber die drehbaren Bügel machen ein Aufsetzen zum Bastelabenteuer. Der Sound hätte absolut exquisit sein müssen, um mich über diese Hürde zu bringen. Ganz blöde Konstruktion für mein Empfinden.
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6

Freitag, 12. Januar 2018, 13:25

Hab kein UE, aber SE535. Ist meist bassarm, gibt aber wenn man es schafft ihn sehr tief ins Ohr zu drücken durch aus Bass wieder.
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7

Freitag, 12. Januar 2018, 18:30

Für sehr differenziertes Hören finde ich den StageDiver 4 sehr gut. Ich kann nur leider zu den beiden Alternativen hier im Topic nichts beitragen.

Hajo K

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8

Freitag, 12. Januar 2018, 21:33

Ich hab am Ende viel mehr Geld in die Hand genommen und es ist ein sehr guter, nicht angepasster geworden.
Für sehr differenziertes Hören finde ich den StageDiver 4 sehr gut.
:D :D :D
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fnarz

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9

Freitag, 12. Januar 2018, 22:42

Der Vergleich hinkt

Ich habe selber einen UE7pro und zwei meiner Band Kollegen nutzen den UE4. Wir sind alle mit dem Sound sehr zufrieden. Wie bereits in einem vorigen Post angemerkt ist das ja immer Geschmacksache. Aber für jeden einzelnen von uns kann ich sagen, dass der Vergleich nicht so einfach möglich ist. Der Sound unter optimalen Bedingungen mag beim Shure durchaus wegen höherwertiger Technik besser sein. Nur: wir bewegen uns auf der Bühne und vorallem beim Singen merkt man erst wie wichtig es ist, dass die Dinger einfach 100% komfortabel im Ohr stecken (bleiben).

Viel entscheidender als der tolle Sound ist, dass der Sound auch so bleibt wie er ist. Mit den von mir zuvor genutzten InEARs von der Stange war mal Bass da, dann wieder nicht. Sobald die Dinger etwas aus dem Gehörgang rutschen wird auch das Umgebungsgeräusch wieder sehr laut und damit bleibt nix mehr vom guten Sound übrig. Mit Custom InEARs ist auch nicht alles perfekt und einfach. Mann muss sich auch erst daran gewöhnen, dass so wenig ( -26dB ) von außen ankommt. Da fühlt man sich schnell etwas abgekoppelt. Die Ohren schwitzen und die Dinger saugen sich dann richtig fest. Diesen Aspekt/ Effekt empfinde ich in der Praxis als deutlich relevanter gegenüber den doch oft teils nur marginalen Sound Unterschieden unter Laborbedingungen.

Das doofe bei den Custom InEARs ist nur, dass man es halt nicht wirklich ausprobieren kann und somit immer irgendwie die Katze im Sack kauft. Mit der jetzigen Erfahrung würde ich jedenfalls immer wieder zu Custom greifen, unabhängig von einer konkreten Marke.

Hajo K

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10

Samstag, 13. Januar 2018, 00:04

Hi fnarz,

vorweg: "Wenn ich einmal reich wär'" ... dann würde ich mir auch angepasste Hörer gönnen, aber ich verdien' mit Musik kein Geld, da ist irgendwann Schluss mit den Investments.
Sobald die Dinger etwas aus dem Gehörgang rutschen wird auch das Umgebungsgeräusch wieder sehr laut und damit bleibt nix mehr vom guten Sound übrig.
Ja, das ist in der Tat ein Thema, aber eines, für das es längst passable, wenn nicht sogar gute Lösungen gibt. Ich hab' lange mit meinen UA 10 triple.fi die ComplyFoam Passstücke genutzt. Hier stimmen Sitz und Isolation ganz ausgezeichnet, auch über einen längeren Tragezeitraum. Auch für meinen aktuellen Hörer hab ich mir die gekauft, bin aber inzwischen wieder bei den mitgelieferten Passstücken, und die sitzen erstaunlich gut, bleiben auch so, dichten ausreichend, aber nicht ganz so perfekt ab.

Mit anderen Worten: Als sehr brauchbarer Kompromiss kann man durchaus zu bestimmten Hörern greifen, wenn das Budget bzw. der Einsatzzweck keine Customs zulassen.

Ich find aber wichtig, dass Du den Sitz im Ohr als Kriterium hervorgehoben hast. Ich hatte mal angepasste Adapter für meinen triple.fi. Das war eine riesige Katastrophe: Sitz dadurch weiter außen -> Hebelwirkung -> schlechter Sound, schlechte Iso und das auch noch für recht viel Geld. Das nenne ich einen ganz schlechten Kompromiss.

Viele Grüße
Hajo K
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AAXplosion

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11

Samstag, 13. Januar 2018, 08:54

Mein erstes paar angepasste Otoplastiken hat mein Hörgeräteakustiger versemmelt.
Da gabs Gott sei Dank auf Kulanz von FischerAmps ein paar neue. Wenn das mit einem angepassten In-Ear Hörer passiert, wird da wohl nicht mehr viel mit Kulanz sein.
Ich will jetzt niemandem Angst einjagen, aber für mich ist das Thema angepasste In-Ears damit ein für alle Mal gestorben.
Es gibt mittlerweile soviele tolle universelle Hörer und noch 10 mal so viele unterschiedliche Aufsätze.
Wenn man da nichts passendes findet weiß ich auch nicht.

Und bitte probehören!
Bei In-Ear Hörern heißt teurer nicht immer gleich besser.
Die Abstimmungen und Frequenzanpassungen sind bei jedem Hörer anders.
Dir kann ein 200€ Hörer besser gefallen als ein 500€ Hörer, weil er vielleicht mehr Bass und weniger Mitten liefert und genau das dir gefällt.

Hajo K

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12

Samstag, 13. Januar 2018, 09:41

Dir kann ein 200€ Hörer besser gefallen als ein 500€ Hörer, weil er vielleicht mehr Bass und weniger Mitten liefert und genau das dir gefällt.
Yep! Bräuchte ich so ein Ding nur fürs Monitoring (und hätte Geld für ein paar gute Hörer), dann hätte ich den günstigeren (aber noch immer teuren) InEar SD3 genommen. Damit kann ich keine fünf Minuten Musik hören: Tödlich viel Bass, überstrahlte Tief-Mitten ... buah. Aber wenn man das Ding in einer Monitoring-Situation nutzt: "Ah, da isser der Bass-Mann, da ist meine Bass Drum, meine Hi-Hat und meine Snare." Perfekt. Und das Ding ist merklich günstiger als der Stage Diver 4.

Ich kann mir aber, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass es so gar keine Möglichkeit gibt, die teuren Customs probe zu hören. Haben namhafte Hersteller, denn kein "fast angepasst, mit Universalpassstück, aber genau so klingt er"-Exemplare zum Testen parat?

fragt sich und Euch
Hajo K
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13

Samstag, 13. Januar 2018, 11:10

Viel entscheidender als der tolle Sound ist, dass der Sound auch so bleibt wie er ist.

+1!

Es gibt wenig nervigeres als beim Spielen und zwischen jedem Song sich die Stecker im Ohr rumzufummeln, weil er leicht verrutscht ist und der Sound dadurch markant anders ist.
Da leidet auch Konzentration und Spielfreude. Und Kacke aussehen tut es für Publikum auch :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Seven« (13. Januar 2018, 11:15)


Mattmatt

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Montag, 15. Januar 2018, 13:56

Danke für all eure Antworten und Tipps!

Zitat von »Hajo K«

Ich hab am Ende viel mehr Geld in die Hand genommen und es ist ein sehr guter, nicht angepasster geworden.

Ich muss wirklich mal zumindest den SE535 irgendwo probehören können. Ich finde linear und "ehrlich" auch gut, vor allem bei Monitoring
auf der Bühne, aber wenn man den Bassisten dann hochdrehen muss wie verrückt, oder sich sein Instrument anhört wie auf den ersten
Korn-Alben (Stichwort Waschleine :rolleyes: ), ist wirklich nicht mehr lustig...

Ich entnehme dem Zitat weiter unten, dass du dich für den SD4 entschieden hattest? Gut, wenn man in die Kategorie kommt, müsste
man automatisch wieder mit dem Shure SE800er vergleichen, und bei den UEs ist man dann schnell auch mal beim 7, oder schon wieder
in der Nähe vom 11 ;( !

Zitat von »fnarz«

Viel entscheidender als der tolle Sound ist, dass der Sound auch so bleibt wie er ist. Mit den von mir zuvor genutzten InEARs von der Stange war mal Bass da, dann wieder nicht. Sobald die Dinger etwas aus dem Gehörgang rutschen wird auch das Umgebungsgeräusch wieder sehr laut und damit bleibt nix mehr vom guten Sound übrig. Mit Custom InEARs ist auch nicht alles perfekt und einfach. Mann muss sich auch erst daran gewöhnen, dass so wenig ( -26dB ) von außen ankommt. Da fühlt man sich schnell etwas abgekoppelt. Die Ohren schwitzen und die Dinger saugen sich dann richtig fest. Diesen Aspekt/ Effekt empfinde ich in der Praxis als deutlich relevanter gegenüber den doch oft teils nur marginalen Sound Unterschieden unter Laborbedingungen.

Das doofe bei den Custom InEARs ist nur, dass man es halt nicht wirklich ausprobieren kann und somit immer irgendwie die Katze im Sack kauft. Mit der jetzigen Erfahrung würde ich jedenfalls immer wieder zu Custom greifen, unabhängig von einer konkreten Marke.

Absolut! Vielleicht hatte der Hajo auch zuwenig Bass, weil die Aufsätze nicht wirklich optimal mit den Ohren "zusammenarbeiteten"? Ich habe
bei meinen SE420 auch nach langer Zeit, als ich mal andere Aufsätze draufmontieren musste (ich glaube, ich hatte die ersten im Reissverschluss
eingeklemmt und zerfetzt, haha), bemerkt, dass der Sound sich doch ziemlich verändert.

Genau: Customs sind ganz bestimmt konstanter, aber lassen sich nicht wirklich ausprobieren. Es gibt schon Möglichkeiten - der Schweizer Vertrieb
bietet vor Ort ein Testhören an - aber ob es sich dann mit den endgültigen Plastiken wirklich genau so anhören wird...?

Zitat von »AAXplosion«

Wenn das mit einem angepassten In-Ear Hörer passiert, wird da wohl nicht mehr viel mit Kulanz sein.

Hm, wenn es wirklich eine Versemmelung geben würde, dann müsste auch von Seiten des InEar-Herstellers für Ersatz oder Nachbearbeitung gesorgt sein,
denke ich.

Zitat von »Hajo K«


Damit kann ich keine fünf Minuten Musik hören: Tödlich viel Bass, überstrahlte Tief-Mitten ... buah. Aber wenn man das Ding in einer Monitoring-Situation nutzt: "Ah, da isser der Bass-Mann, da ist meine Bass Drum, meine Hi-Hat und meine Snare." Perfekt. Und das Ding ist merklich günstiger als der Stage Diver 4.

Ja, da ist ja das Problem komplett: Wer kann schon einen Probehörtest in einer Bühnensituation machen, insbesondere mit Customs... Letztendlich
werd ich mich nun einfach demnächst für einen Weg entscheiden müssen, und ihn eine Zeitlang gehen, entweder beglückt oder um eine Erfahrung
reicher und sparend auf neue Hörer :rolleyes: .

Zitat von »Hajo K«

Ich kann mir aber, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass es so gar keine Möglichkeit gibt, die teuren Customs probe zu hören. Haben namhafte Hersteller, denn kein "fast angepasst, mit Universalpassstück, aber genau so klingt er"-Exemplare zum Testen parat?

Doch, das gibts tatsächlich! Ehrlich gesagt fürchte ich mich etwas davor, zu UE zu gehen, weil ich dann bestimmt nicht nur in den UE4-Sound, sondern
in alle reinhören werden möchte, und dann werd ich vermutlich bloss wissen, wie geil die wirklich teuren Maschinen klingen, aber nicht, wofür
ich mich auf meinem (finanziellen) Level entscheiden sollte 8| !

15

Montag, 15. Januar 2018, 17:44

Bei In Ear kann man vor Ort die StageDiver (=universell) alle gegeneinander probehören. Die LivePro Serie ist dann soweit das Gleiche nur in angepasst. Das sollte sich vom Sound aber nicht wirklich etwas geben.
Von daher kann man zumindest den Sound schon testen. Aber eben nur wenn es die entsprechenden Modelle einmal universell und einmal in Custom gibt.

Ich hatte auch großen Respekt vor angepassten Hörer. Eben weil es sehr teuer ist, man es vorher nicht testen kann und es natürlich auch keine Möglichkeit der Rückgabe gibt. Ich habe mich letztlich drauf verlassen und bin nicht enttäuscht worden.
Mir ist persönlich auch noch kein Fall zu Ohren gekommen, wo ein Custom Hörer nicht gepasst hat und ein universeller vom Tragen her besser war. Es gibt in seltenen Fälle Probleme, dass etwas nicht ganz passt. Aber "gute" Hersteller schleifen dann
(kostenlos) den Hörer etwas zurecht und dann passt es.

Ansonsten würde ich nach über 2 Jahren mit den StagePro 4 von In Ear ein positives Fazit ziehen. Manchmal wünsche ich mir live fast eher die bassbetonte 3er Version. Aber Musik hören macht mit den 4ern auch ohne Trommeln Spaß, während die 3er
dann untenrum einfach zu dick auftragen. Ansonsten ist mein Argument immer wieder: Warum X Euro für Trommeln und Becken ausgeben, wenn dann alles durch den Flaschenhals "günstiger Hörer" durch muss?

AAXplosion

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16

Montag, 15. Januar 2018, 18:08

Zitat

Hm, wenn es wirklich eine Versemmelung geben würde, dann müsste auch von Seiten des InEar-Herstellers für Ersatz oder Nachbearbeitung gesorgt sein,
denke ich.

Wenn es der Hersteller versemmelt hat ja, aber nicht beim Hörgeräteakustiker.

Wie gesagt, ich will niemandem Angst machen.
Für mich lohnt sich das schlicht nicht.

Das menschliche Ohr wächst ein Leben lang.
D.h. das sind sowieso nicht die letzten In Ears die du dir anfertigen lässt.

Es gibt auch Menschen die mit keinem Universalhörer zufrieden sind, weil einfach nichts passt.
Hast du dich denn schonmal durch ein paar universelle Hörer durchgetestet?

Mattmatt

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17

Montag, 26. Februar 2018, 15:10

Hallo Leute!

Danke für all eurer Beiträge - der Fred liegt eine Zeit zurück. In der Zwischenzeit hab ich mich für UE entschieden und war beim Schweizer
Vertrieb (Sonicdesign - https://www.sonicdesign.ch/ue/de/). Dort gabs nen Ohrscan (freakige Sache) und eine ausführliche Besprechung.

Ich hab mich dann für die zweitgünstigste Variante, den UE5 entschieden, weil der zwar auch "nur" zwei Treiber hat, aber deutlich lauter
kann. Der UE4 wird bloss für Studio empfohlen, nicht aber für live.

Der UE7 hat 2 Mittentreiber und wird eher für Gitarristen und Keyboarder empfohlen. Es gibt vor Ort die Möglichkeit (ich nehme an Fischer
Amps kann das in Deutschland genau so anbieten), sich mit einem Universalhörer frei durch eine Simulation aller Modelle zu klicken, mit
Musik eigener Wahl. Mir gefiel dieser mittenbetonte Sound nicht sonderlich.

UE11 wäre das Drummer- und Bassistenmodell, 4 Treiber, 2 davon Bass. Ich entschied mich aus mehreren Gründen dagegen:
-Ich habe die Annahme getroffen, dass ich diesen zusätzlichen Bass nicht benötige.
-Mir gefiel der "neutraler" und linearer klingende UE5-Sound ausserordentlich und genügend gut.
-Ich kann und will nicht mehr oder weniger das doppelte bezahlen für dieses zusätzlichen Bass. Ist zwar cool, und macht natürlich Bock
beim Musik hören, aber dafür brauch ich meine InEars ja nicht in erster Linie.
-Ich befürchte, dass einem die Bassbetonung auch mal auf die Nerven gehen kann...

Meine InEars kamen pünktlich nach den angegebenen 2 Wochen an, und sie sitzen wie eine eins. Macht mächtig Spass! Konnte sie bereits
in verschiedenen Situationen testen, z.B. mit Laptop und Ableton im Zug - sehr schön mit der Dämpfung und dem top Sound - und auch
im Studio; das war tatsächlich das beste Erlebnis bis jetzt. Noch nie hatte ich eine derart tolle Dämpfung (verglichen sowohl mit meinem
alten Shure 420 als auch mit den Sennheiser HD-25 und sonstigen Studiokopfhörern) in Verbindung mit für meinen Geschmack perfektem
Sound.

Ich kann die Sache also nur empfehlen! Anbei ein paar Bildchen.
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18

Montag, 26. Februar 2018, 22:54

Sehr cool!
herzlichen glückwunsch!