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bergheimer

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1

Donnerstag, 1. Februar 2018, 07:23

Upgrade zum Gretsch Catalina

Hi,
Nachdem ich nun mein Becken-Setup und meine Snare"s gefunden habe, wuerde ich gerne mein Gretsch Catalina Jazz Set upgraden. Das spiele ich jetzt seit 3 Jahren, war damit immer zufireden. Fuer den Preis ein super Set! Ich spiele 5o% Jazz und 50% Indie/Alternative, aber keinen lauten Rock. Am naheliegendsten waere wohl ein Gretsch Renown. Allerdings sieht man selten Renowns mit 20er oder 18er Basedrum, zumindest auf dem Gebrauchtmarkt. Gibt es Alternativem zum Renown? Ist das Renown mit ner 20er Basedrum fuer Jazz geeignet?

Uebriges Set-Up:
Snare: Supra und Pearl Omar Hakim 13'
Hi-Hat: 14" Agop Signature
Becken: 20, 21, 22 Agop SE

Danke fuer Eure Tipps!

2

Donnerstag, 1. Februar 2018, 08:36

Moin, meinereiner kennt aus eigenem Erleben nur 22“ Bass Drums, leider. Habe mehrmals eine lokale Jazz Combo aus der Nähe hören dürfen, der Trommler spielt ne 20er. Ältere Herren, Jazz-Standards, sehr hohes Amateurniveau. Der Kesselsatz ist übrigens ein Sonor Force 3000; spiele auch ich; war mir sofort aufgefallen. :) Klang alles amtlich, also, mit der 20“ Kick. Die MuPo kontrollierte nur ganz kurz und machte dann Dienstschluss. :D Ausm Bauch raus würd ich sagen, dass Du bei deiner 50-50 Verteilung mit ner 20“ bestimmt zufrieden sein könntest.

Edit: Ach so, Renown und Jazz? Ich hätt gern ein Renown - für jede Art Musik.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arti« (1. Februar 2018, 08:39)


Two

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3

Donnerstag, 1. Februar 2018, 08:46

Das Renown ist ein sehr feines Schlagzeug, ich habe ein 18/12/14 und bin damit extrem zufrieden. Es gibt sie auch mit 20er BD, aber in der Tat sind diese, wie auch die 18er, selten gebraucht zu finden (vielleicht ein Zeichen für die Zufriedenheit ihrer Besitzer ;) ).

Jazz mit 20er geht selbstverständlich, ich habe das auch viel gemacht. Allerdings geht, mit richtiger Stimmung und Abnahme, sicher auch Indie/Alternative mit 18er.

Moe Jorello

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4

Donnerstag, 1. Februar 2018, 09:42

Wenn du mit dem Catalina immer super zufrieden warst, warum willst du dann wechseln? EInfach Bock auf was Neues?

Klar geht ein Gretsch Renowm mit 20er Bassdrum für Jazz. Warum nicht? Wichtig ist da ja eher dein Fußgefühl, Fell, Stimmung und Beater, denn die Frage ob 18 oder 20 (denn das ist wirklcih rein Geschmackssache, finde ich). Eine gute, nicht zu tiefe 20er Bassdrum ist ein schöner Allrounder, kann eigentlich alles.

Alternativen - gibt es viele. Die Frage ist eher, wo ist dein Preislimit angesetzt?
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Korki

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5

Donnerstag, 1. Februar 2018, 10:28

Moin,
wenn du mit dem Catalina zufrieden wärest, bräuchtest du doch kein neues Set.
Bei der Wahl des neuen Schlagzeugs würde sicher helfen zu wissen, was dich an dem alten denn eigentlich stört, oder was dir fehlt.

Wenn es nur darum geht, mal was Neues zu haben (das formal/preislich über der Mittelklasse liegt), dann würde ich ein Set in anderen Kesselgrößen kaufen. Dann ergänzt das Neue das Alte und ersetzt es nicht.
"Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke."

DoctorCajon

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6

Donnerstag, 1. Februar 2018, 12:28

Ahoi,

Du kannst mit einer 20er Hupe natürlich Jazz spielen, aber auch genauso gut auch mit einer 18er Hupe Indie. Du hast ja schon relativ gute Becken und Snares, auf die Toms und die Bass kommt´s eigentlich nicht so an. Glaube nicht, dass der "Aufstieg" von einem Catalina auf ein Renown an der Stelle "lohnt". Es sei denn, es ist um die GAS Sucht zu befriedigen, dann ja. ;) Zwischen den Renown Sets mit 18er Bass und denen mit 20er liegen ja auch noch ein paar hundert Euro vom (Neu-)Preis her.

Durfte letztens auf einem Tama Starclassic mit 20er Hupe trommeln, das war auch ganz Jazztauglich.

Als Anregung: Behalte das Catalina und besorg Dir zusätzlich das Sakae Pac-D, das zur Zeit im Abverkauf ist. Wäre vom Holz her auch Mahagoni wie das Catalina, aber Du hättest ein Set mit alternativen Größen und somit etwas Auswahl im "Fuhrpark". Oder falls Du es auftreiben kannst ein gebrauchtes Yamaha Hipgig. The Animal hatte hier ja letztes schöne Bilder von dem Pac-D Set reingestellt.
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LasseWe

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7

Donnerstag, 1. Februar 2018, 13:32

Moinsen!

Ich trommle jetzt seit ein paar Monaten auf einem alten MIJ Drum Mate Set in 20/13/16". Genau wie du bin ich im Indierock/Folk/Pop Bereich unterwegs und zusätzlich auch im Jazzbereich.
Bevor ich die Kiste zu meinem Hauptset gemacht habe, hatte ich ein wenig Angst, dass die 13er und 16er Toms zu wuchtig für Jazz sind und die Bassdrum zu viel Wumms haben könnte.
Letztendlich liegt es - nach Meiner Meinung - an den Fellen und der Stimmung. Einlagige Felle auf die Bassdrum und Toms, das ganze schön hoch stimmen und du hast ein toll klingendes Kombo-Jazz-Set.
Runtergestimmt, hier und da Bassdrum etwas gedämpft, macht sich die Kiste toll als Indieset mit warmen Tiefen und ordentlich Volumen in der Kick. Und wegen der dünnen Kessel und runden Gratungen mit ordentlich Vintage Vibe.

Ich würde auch das Gretsch behalten, wenn es dir so zusagt. Vielleicht probierst du mal andere Fellkombis. Ansonsten kann ich dir mal raten zusätzlich nach alten Star Sets oder anderen Kits aus Japan zu schauen. Ich habe für meins weniger geblecht, als für so manches Becken, was ich besessen habe. Tat daher nicht so weh, das mal auszuprobieren ;)

Grüße!
Lasse

criSis

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8

Donnerstag, 1. Februar 2018, 14:52

Mit ner 20er kannst du eigentlich alles bedienen. Mit ner 22er dann nicht mehr. Ist dann eher so eine Volume Geschichte. Ich spiel mittlerweile nur noch 18ner weil ich vor allem in kleineren Locations spiele, da funzen die einfach besser, scheppern weniger und klingen auch akustisch schon sehr homogen und "hifi". Mit ner 20er schepperst du nenn Kontrabass in der Regel schon ziemlich weg in eher akustischen Kontexten, gerade wenn du sehr offen stimmst. Ansonsten sind die Renown schon tolle Trommeln. Klingen nochmal deutlich offener als die Catalina, haben mehr Bauch und vor allem einen weiteren Stimmbereich mit weniger Dead Spots. Das Upgrade lohnt sich sicherlich, wenngleich ich diesen Poplar mäßigen Sound der Catalina Club Kits auch sehr mag. Hat halt schon was sehr eigenes. Verkaufen oder "Ersetzen" würde ich mein Catalina Kit jetzt nicht wollen.

Solid

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9

Donnerstag, 1. Februar 2018, 18:38

Das Catalina ist für mich ein Preis/Leistungs Kracher. Behalte es und stocke Deinen Fuhrpark einfach mit Einzeltrommeln auf. Die sind auf dem Gebrauchtmarkt immer zu finden. Dann packst Du einfach nur noch die Größen ein, die Du gerade benötigst.

Viel Glück bei deiner Entscheidung.

trommla

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10

Donnerstag, 1. Februar 2018, 18:49

Erst mal: Jazz kannst du mit jedem Set spielen, es kommt nur drauf an, WIE du das Set bedienst. Ich spiele regelmäßig Jazz sowohl mit 18'' als auch mit 22'' Hupen, und bevorzuge klanglich eindeutig 22'', mit weichem Beater gespielt. Gerade wenn die Viertel unten sanft durchlaufen, spürt man das Volumen, ohne dass es zu laut wird. Das 18'' Bop Kit nehme ich vor allem für ganz kleine Venues oder wenn ich keinen Bock auf Schlepperei habe. Ist übrigens ein Catalina Jazz.

Nun zum CCJ: das Renown mag in einer höheren Liga spielen, ich glaube aber nicht, dass du klanglich einen deutlichen Schub nach vorne spürst. Solche Dinge bemerkt man eher optisch und haptisch, wirkt einfach in der Summe gediegener.

Beim CCJ habe ich eine Weile gebraucht, um die für mich richtige Fellkombi zu finden, musste auch ein paar kleine Tweaks vornehmen, aber seitdem steht es meinen teureren Sets zumindest klanglich in nichts nach. Und die häufigste Reaktion von Mitmusikern war bislang "geiles Set!"

Ich stelle mir beim Neu (oder Gebraucht-)kauf immer als erstes die Frage, was bringt mir das neue Set, was das alte nicht schafft. Das kann eine andere Konfiguration sein, ein anderer Klang durch unterschiedliche Konstruktion, oder einfach nur ne geile neue Optik.

Ich würde das Cat Jazz weiter nutzen und mir ein weiteres, deutlich anderes Set zulegen z.B. 22/13/16 oder 22/12/16. Das klingt dann wirklich anders, und mit entsprechende Fellwahl lässt sich das noch unterstützen. Ob da dann Gretsch, Ludwig, Tama, Sonor, Mapex oder Pattex draufsteht, ist eher nebensächlich bzw. eine Frage des Geschmacks.

bergheimer

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11

Donnerstag, 1. Februar 2018, 22:05

Vielen Dank fur die vielen hilfreichen Tipps!
Eure Gegenfrage war ja> Warum willst Du unbedingt das Catalina eintauschen?

Es sei denn, es ist um die GAS Sucht zu befriedigen,
Damit wäre die Frage zum Grossteil beantwortet. Ich bin auf keinen Fall unzufrieden mit dem Catalina, sondern bin durch die intensive Auseinandersetzung mit den Klangwelten der Jazz-Becken auf den Geschmack gekommen. Hinzu kommt sicherlich auch, dass das passionierte Foren-Durchstöbern seinen Teil dazu beiträgt. Das Catalina hat so ein bischen den Ruf ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis zu haben, aber mit seinem Philipino-Mahagony dennoch als Billig-Set eingestuft zu werden. Das Renown hingegen gilt als "echtes" Gretsch", auf einer Ebene mit dem Gretsch USA Custom. Gebraucht bekommt man das mit etwas Glück für 800, für ein Catalina bekommt man noch ca. 400. Wären also "nur" 400 Takken Aufpreis. Ich habe bisher live das Renown noch nicht gehört, daher die Frage, ob ein Umstieg wirklich lohnt und soundmässig ein deutliches Upgrade ist.
Zumindest bei den Becken habe ich die Erfahrung gemacht, dass hier Kompromisse nicht wirklich lohnen. Dafür bin ich zu klang-sensibel und das hat mich (,nach einigen Ausflügen zu günstigen turkischen Herstellern über die Zildjian Vintage Sachen), schlussendlich zu den Agops geführt. Und selbst bei dieser Beckenschmiede ist es ein Unterschied, ob man sich eines auf gut Glück aus der Bucht schießt, ob man"s beim großen T bestellt oder sich eins mit etwas Wartezeit bei Tony in den USA raussucht.

Da steckt auch viel Liebhaberei mit drin, das weiß ich. Ich bin eben kein Berufsmusiker.:) Daher glaube ich auch nicht, dass ich mir ein Zweit-Set zulegen werd, zumal mir auch der Platz dafür fehlt.

@Trommla: Vielleicht kannst Du mir noch einen Tipp geben bezüglich der Felle. Auf meinen Catalina sind immer noch die original Evans Felle drauf....


»bergheimer« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_9108.jpg (130,52 kB - 32 mal heruntergeladen - zuletzt: 16. Februar 2018, 14:49)

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Solid

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12

Donnerstag, 1. Februar 2018, 22:25

...

Dann musst Du Dir wohl ein Gretsch USA oder Brooklyn kaufen. Das sind nämlich die noch zwei einzigen Serien, die in den USA hergestellt werden. Wenn es denn dann wirklich ein „echtes“ Gretsch sein soll. (Ich habe nur zitiert. Nicht meine Meinung).
Das Renown wird in Asien hergestellt.

Moe Jorello

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13

Donnerstag, 1. Februar 2018, 22:52

Tja, GAS.... hoffnungslos. In dem Fall, kauf dir ein schickes Renown (gibt da ja sehr schöne Farben) und habe Spaß damit. Auch wenn's kein USA-Gretsch ist, klingt es wahrlich nicht schlecht (Und das sage ich, obgleich Gretsch meinen derzeitigen Klanggeschmack nicht so ganz trifft). Und besser verarbeitet als das Catalina ist es auch (insbesondere die Gratungen sind viel sauberer gemacht). Das dürfte also für die nächsten paar Jahre dann Spaß garantieren. (Und den Preis finde ich durchaus erfreulich für das Set)

Übrigens: Schöne Becken. Das linke Ride klingt doch sicher so lecker, wie es ausschaut, oder?
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bergheimer

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14

Donnerstag, 1. Februar 2018, 23:04

Ich werd das Catalina behalten. Wenn ich irgendwann mal reich sein sollte, kauf ich mir ein Round Badge... :D

https://www.youtube.com/watch?v=p_xTDC3gz2M

https://www.youtube.com/watch?v=aeCwTcgeyeM

Das linke Ride ist ein 20ger Agop SE, das klingt der Hammer! Genau das habe ich bei cymbalsonly bestellt, dort bekommt man NUR erstklassige, individuell ausgesuchte Becken. Ergaenzt sich super mit dem super trockenen, ganz anders klingenden 21er. Hab mir jetzt noch ein 22er SE gekauft und das Bospherus Master verkauft. Das war mit 1960g fuer ein 22er nur noch fuer super seichte Coffee-House Musik zu gebrauchen. Das sind die SE schon vielseitiger.

DoctorCajon

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15

Freitag, 2. Februar 2018, 06:30

Ja, das Renown ist ein schönes Set. Steht bei mir auch auf der Liste mit noch anzuschaffenden Schlagzeugdingen. Wenn ich es richtig gesehen habe, hatte der Drummer der Postmodern Jukebox letzten Monat ein Renown auf (Bopkit). Klang richtig gut, auch wenn‘s souliger oder funkig wurde. Aber mein Natal kommt auch noch nicht mal mit dem Catalina mit :)

Aber Thema Felle: Da kannst Du auch richtig viel rausholen, wenn Du noch die Werksfelle drauf hast. Amba coated als Schlagfell, Amba clear als Reso rund herum, PS3 coated auf die Bass und die Sonne geht ein Stück weiter auf beim Sound. Wenn Du nur Jazz machen würdest, könntest Du auf den Toms mit Vintage A oder Skyntone experimentieren.

Und um‘s akute GAS zu befriedigen nochmal der Vorschlag dein Catalina mit einem Set in Hipgig Größen zu ergänzen. Die Becken umd Snare kannst Du dann jeweils zwischen den Sets tauschen.
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bergheimer

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16

Freitag, 2. Februar 2018, 07:38

@Two: Dann hast Du Dir wohl das Renown Jazz zugelegt, richtig?

https://www.thomann.de/de/gretsch_renown…016_jazz_vp.htm

das Renown mag in einer höheren Liga spielen, ich glaube aber nicht, dass du klanglich einen deutlichen Schub nach vorne spürst.
Das wunderst mich dann schon, da das Renown ja Ahorn-Kessel hat, wâhrend das Catalina aus Mahagony-Kesseln besteht. Da hätte ich doch deutliche Klangunterschiede erwartet.

DoctorCajon

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17

Freitag, 2. Februar 2018, 08:24

Der Klangunterschied machen Tuning, Felle, Spielweise, Mikrofone und dann erst das Holz zu ein einem ein- maximal niedrigem zweistelligen Prozentsatz aus. So die allgemeine Theorie.

Der Unterschied zwischen Renown und Catalina liegt neben dem Holz aber eher in der besseren Verarbeitung. Das ermöglicht dann unter anderem auch ein einfacheres und somit schnelleres Stimmen (auch allgemeine Theorie bzw. siehe Renown Reviews) und aber auch mehr Zuverlässigkeit bei häufigem Auf- und Abbau als bei billigeren Kits/Hardware. Das Renown ist bis auf wenige Unterschiede quasi das Brooklyn aus Asien. Wenn man den amerikanischen Drummerforen halbwegs glauben schenken darf, scheint die allgemeine Qualitätskontrolle in den Werken in Asien bei Gretsch sogar besser zu sein als in den USA. Da schimpfen viele, dass bei neuen Brooklyns und USA Custom bzw. Broadkastern irgendwelche Kleinigkeiten nicht stimmen. Von den Renowns lies man das eher selten. Aber wie das so ist bei Foren: Meist schreibt man, weil einen etwas aufregt oder man ein Problem hat und selten weil das neu gekaufte Teil klasse klingt ;)
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Moe Jorello

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18

Freitag, 2. Februar 2018, 09:40

Stimmt, über das Renown hört/liest man kaum was negatives. Dagegen fällt mir der Thread eines eingefleischten und erfahrenen Gretsch drummers aus einem Nachbarforum ein, der regelrecht geschockt war, dass das Yamaha Stage Custom fertigungstechnisch und auch klanglich deutlich über seinen Gretchen lag. Ich zitiere mal.

Zitat

I am a Gretsch guy ... did I mention that ?... well I am ... so it pains me to say this ... but these drums are constructed better than all of my high end Gretsch drums including my Brooklyn and USA Custom. The hardware puts the Gretsch hardware to shame. The absolute only area I feel that Gretsch is superior is in the hoops. Another thing that pains me to say it that these Stage Customs sound as good if not better than all of my Gretsch kits.

Hinsichtlich des Renown liest man genau sowas dagegen so gut wie gar nicht. Könnte also durchaus sein, dass die Fertigungsqualität und Endkontrolle beim Taiwan-Set merklich über dem in den USA gefertigten Set liegt. Vorstellen kann ich es mir durchaus. Denn wer einmal in den USA gewesen ist, weiß, wie vieles dort eher mit Spucke und Leim zusammengehalten und Pi mal Daumen gebaut wird, egal, ob Autos, Häuser oder Musikinstrumente. Soll ja alles nur ein paar Jahre halten. Die Ex-und Hopp-Mentalität lässt grüßen.
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fwdrums

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19

Freitag, 2. Februar 2018, 10:06

Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit einem
erfahrenen und sehr erfolgreichen Händler, der schon
ewig Gretsch-Sets vertickt. Er sagte, dass die Verarbeitung
der Fernostware - mit Ausnahme des Catalina - deutlich besser
sei, als die Gretsch-Ware aus den USA und auch die
Reklamationen dementsprechend weniger wären. Ich
selbst habe nur einmal im Studio ein Renown gespielt
und das klang sensationell. Vorher hatte eine Punkband
die Toms zugeklebt. Ich hab den Kram abgemacht,
nicht gelogen: höchstens zwo Minuten gestimmt und
es klang super. Ich hatte mein neubefelltes Set drei
Stockwerke hoch geschleppt, aber dann spontan ent-
schieden, das Gretsch zu spielen, weil meins auch
nicht besser geklungen hätte.

Zum Stage Custom: Imho gibt es zwo Sets, die total
unterbewertet sind: das Mapex Saturn, wobei sich
die Wertschätzung langsam verbessert, und das Stage
Custom. Das SC ist super verarbeitet, klingt prima
und mit einem 700er Hardware-Satz hinsichtlich
Preis-Leistung kaum zu toppen.

fwdrums
nontoxic: kurze lange CD-Pause

criSis

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20

Freitag, 2. Februar 2018, 14:15

@trommla - was ist denn deine bevorzugte Fellkombi auf deinem Catalina? Einfach mal aus Interesse.

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