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gtx470

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1

Montag, 5. Februar 2018, 19:06

Startprobleme Band

Hi,

hab mich neu angemeldet, deswegen kurz etwas zu mir. Ich bin 25 Jahre alt, komme aus NRW und spiele bzw. lerne seit gut 1 1/2 Jahren Schlagzeug, davon das erste Jahr auf E-Drum. Ich mag Metal, also spiele ich das auch größtenteils.

Ein paar der Lieder, die ich bisher gespielt habe:

Nightwish: Nemo, Amaranth, Ghost Love Score, End of All Hope

Metallica: Sad but True, Nothing Else Matters, Creeping Death, All Nightmare Long

Linkin Park: What I´ve Done, New Divide

Paradise Lost: No Hope in Sight

Green Day: Holiday

Iron Maiden: Hallowed be thy Name

Einige davon kann ich recht gut, ein paar haben Stellen drin, die etwas schwer sind. "Perfekt" kann ich, bis auf Nemo vlt., keins. Ich lerne die Songs anfangs "trocken", also ohne Musik, doch meistens spiele ich sie danach dann zur Originalmusik. Dann habe ich eine sehr gute Orientierung und kann mich direkt selbst kontrollieren.

Ich habe nun vor einigen Wochen damit begonnen, ein paar Mitmusiker für eine Band zusammen zu bekommen, was dann in einer 4-köpfigen Probe letzte Woche mündete. Kurz gesagt: Ich habe schlecht gespielt und war völlig überfordert.

Das ich schlecht gespielt habe (also nicht genau in Time, Einstieg nach Fills hackend, auch mal rausgekommen) liegt daran, dass ich die meiste Zeit "einfach" nur Lieder nachgespielt habe. Jetzt musste ich aber den Groove selber nur anhand der Tabs spielen. Keine Orientierung und nach Metronom müsste ich erst wieder lernen. Gespielt wurde Metallica - For Whom the Bell Tolls, Linkin Park - What´ve Done und Nirvana - Smells Like Teen Spirit.

Smells habe ich in den 1 1/2 Wochen nicht draufgekriegt, solche Grooves hatte bisher nicht angepackt und hab mir daran die Zähne ausgebissen. Die anderen beiden Lieder sind technisch kein Problem, durch die Fills bin aber nicht mehr genau in Time geblieben.

Das ich völlig überfordert war lag auch daran, dass 2 der Mitmusiker (Gitarre und Bass) schon deutlich erfahrener sind und mindestens schon 3mal so lange spielen wie ich. Dazu auch schon lange Banderfahrung teilweise. Sie merken natürlich jeden Fehler und mich setzt es sehr unter Druck, da bei einem Fehler meinerseits die ganze Band wackelt. Auch Einzählen hatte ich vorher ja nie gemacht...Auch fehlt mir noch zum Teil die Fähigkeit den Aufbau eines Songs direkt zu verstehen und abzuspeichern. Einen Lehrer hatte ich bisher nie.

Nun, was möchte ich nun hier? Ich brauche ein paar Meinungen, was man nach der Zeit am Schlagzeug können sollte und vor Allem, ob es Sinn macht, wenn "Musiker" in einer Band soweit in ihren Fähigkeiten auseinanderliegen? Bei mir kommt noch hinzu, dass ich jemand bin, der alleine bessere Leistung bringen kann. Zumindest so lange, bis ich mich wohl in der Situation fühle.

Ich danke schon mal für Tipps!



mfg gtx

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gtx470« (5. Februar 2018, 19:11)


joerchtee

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2

Montag, 5. Februar 2018, 19:32

Klar macht es sinn mit besseren zu spielen, dann wirst du schliesslich auch gefordert.
Lass dich nicht entmutigen und zieh das ding durch, ich würde vielleicht auf "wackelbreaks" verzichten und "notprogramm" fahren.
D.h. weniger ist manchmal mehr...
Das mit dem anzählen,
denk dir das lied das du anzählen willst irgendwo in der mitte, bis du meinst das tempi drauf zu haben + und ab gehts.
Da musst du durch, rede mit den jungs und versuche dran zu bleiben.
Ich spiele komplexere sachen mit notizen, d.h. nicht das ganze stück aufs papier bringen und durchwurschteln, sonder die hakeligen sachen zähle ich aus und versuche die genau wieder zu geben.
Würde dir empfehlen die songs auswendig zu spielen.


joerch
alles granatenquatsch

trommeltom

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3

Montag, 5. Februar 2018, 19:51

Ich verstehe das jetzt so, dass Du erst dieses eine Mal mit anderen musiziert hast, davor immer alleine.
Nun denn, mit der Zeit kommt die Übung, die Routine, das muss erst mal wachsen und gedeihen.
Wenn es zwischenmenschlich passt und die anderen merken, dass Du evtl. schnell Fortschritte machst, dann ist ja alles gut.
Erst mal ist es eh just for fun, oder?
:)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trommeltom« (5. Februar 2018, 20:59) aus folgendem Grund: Tippfehler


MS-SPO

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4

Montag, 5. Februar 2018, 20:08

Hallo gtx,

Stimmt die Chemie, stimmt auch (demnächst) die Musik.

Deine beiden Mitspieler wissen ja nun, wo Du gestern standst ... Wie gehen sie damit um? "Weg mit dem?" - "Ok, er braucht noch ein bischen und wir helfen ein wenig mit." - Usw. Wie gehen sie damit um?

Fühlst Du Dich selber im Prinzip wohl mit ihnen? Denkst Du, es könnte etwas werden, wenn/sobald ...? Hast Du musikalische Fehler oder Patzer bei ihnen bemerkt?


Zu den Stücken: Du könntest ja erst einmal versuchen, gnadenlos zu vereinfachen. Über weite Strecken passt auch ein simpler Rockbeat zu vielen Stücken - und dort, wo nicht, merke auf und merk's Dir. / Ein Stück 1:1 nachzuspielen, heisst ja auch, dass Jede/r es 1:1 nachspielt, ohne die kleinste Abweichung. / Wirklichkeitscheck: Das passiert nicht immer so oft.

Will heißen: Es gibt eine Alternative zum exakten Nachspielen: Zuhören. Was passt von dem, das Du heute im Schlaf beherrscht, zu dem, was die Anderen gerade spielen (und vielleicht dem Originalsong rhythmisch nahe genug kommt)? Das zu spielen, verschafft Dir und den Anderen Sicherheit. So wird's Musik, die trägt und anspricht, anstatt - naja ... // Es hilft natürlich, die Stücke zu kennen, auch, um zu wissen,wo man ist und was gleich kommt.


Wenn es Dir liegt, kannst Du gar nicht früh genug mit Anderen zusammenspielen. Das zu lassen, macht einen, denke ich, musikalisch und spielerisch ärmer.


Stimmt die Chemie, stimmt auch (demnächst) die Musik.

Das wird dann ein bischen so, wie (musikalisch) einander Bälle zuzuwerfen. Hier Ballbeispiele (Duo, ab 0:38 ) - sauberst ! - Jede/r beherrscht sein/s (Ball/Instrument), und sie spielen zusammen (1:05, 1:27).

Der Drummer wächst in eine wichtige Rolle hinein. Chad Smith (Red Hot Chili Peppers) sieht sich selbst (funktional) als Quarterback. Achte einmal auf die Musiker in diesem Song: Sprachen die zwar ab, aber schau auf die stummen Verständigungen, und wie sie einander "Bälle" "zuspielen": Chad Smith's Bombastic Meatbats (Ton notfalls ausstellen)

Grüße + Kopf hoch, Michael
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

5

Montag, 5. Februar 2018, 21:30

Moin gtx, Herzlich Willkommen! Ich find es nachvollziehbar, dass Du überforderst warst. Ganz normal. :) Bleib dran. Konzentrier dich auf den Groove des jeweiligen Stücks und vereinfache ihn, falls nötig. Vereinfache die Fill-Ins. Versuche, die Erkennungsmerkmale des Songs zu spielen - falls möglich. (Der) Groove (eines Stückes) ist aber das A und O! Übe Grooves, mit Metronom, dann ohne. Zerleg jedes Stück (Song) in Abschnitte, lerne die Abschnitte auswendig, füge sie dann zum Song zusammen. Nimm Unterricht. Mach dir keinen Stress. Übe die Grooves. Mit Metronom. :thumbup: Gib dir Zeit!

gtx470

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6

Dienstag, 6. Februar 2018, 17:44

Danke für die Antworten bisher.

@joerchtee

Ja, ich denke, wenn man zum ersten mal in einer Band spielt, ist dies erst mal schon Herausforderung genug. Wenn dann die meisten anderen "fehlerfrei" spielen, komm ich mir fehl am Platze vor. Die Erfahrungsdifferenz ist schon groß.

Ich habe dann auch nach den Liedern irgendwelche simplen Beats gespielt, damit man sieht, dass ich überhaupt was kann ;)

@trommeltom

Ich hatte vorher paar mal mit einem Freund (Gitarre) zusammen gespielt, das war aber nur zum Spaß. In der Band habe ich schon den Anspruch an mich selbst, dass eine gewisse Ambition dabei ist. Die Probe war ja dazu da, um zu sehen, ob´s passen könnte.

@MS-SPO

In der Musikersuchanzeige habe ich nach Leuten gesucht, die auf einem ähnlichem Level sind, wie ich. Dann kann man gemeinsam besser werden (oder auch nicht). Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Anforderungen in einer Band etwas verschätzt habe. Das die erfahrenen Personen jetzt dabei sind, hat sich so ergeben. Sie wissen, wie es aussehen sollte und da bin ich noch weit entfernt.

Ob die Chemie stimmt? Eine schwere Frage. Bei der einen Person mehr, bei der anderen weniger...Wir sind teilweise nicht auf der selben Wellenlänge. Es ist kein unfreundlicher Ton, aber eine gewisse Dominanz ist schon da. 2 Mitmusiker sind sehr lebhafte Personen, das Gegenteil von mir.

Und ja, ich habe gefragt, ob man sich jetzt einen Neuen Drummer suchen will. Da bekam ich aber keine ernsthafte Antwort drauf und muss da nochmal nachhaken. Fehler bei Ihnen habe ich nicht gehört, ich war aber auch größtenteils mit mir selbst beschäftigt.

Die letzten "Proben" waren recht unangenehm für mich, hab ordentlich eingesteckt. Obwohl ich irgendwo schon Lust auf zusammenspielen habe, werde ich mich zur nächsten Probe zwingen müssen. Es war einfach eine Atmosphäre, die nicht sehr "fehlerfreundlich" ist.

Ich denke halt, mit Leuten auf meinem Level ist das erst mal viel entspannter. Schwierige Sache leider.

Wolf P.

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  • »Wolf P.« ist männlich

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7

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:05

Brech' es ab!
Du hast noch so viel Zeit.
Musikmachen muss Spaß machen.

Du bist schon viel zu "verkopft".
Such' Dir einen Basser oder Gitarristen auf Deinem Niveau mit dem es zwischenmenschlich gut passt und übe mit ihm "Zusammenspiel" und vor allem "Einzählen".
Alles Weitere kommt später.

LeoB

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8

Dienstag, 6. Februar 2018, 18:11

Ich denk mal Fehler bei den Mitspielern zu suchen ist nicht wirklich zielführend...
Ihr solltet einfach mal ein klares Gespräch führen, ich mein sie haben gesehen was Du drauf hast und dass da stellenweise noch Übungsbedarf besteht, das sagst Du ja selbst auch. Entsprechend sollten sie auch damit umgehen und Dich nicht unnötig unter Druck setzen, das bewirkt eher das Gegenteil. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass ihr das weiter zusammen durchziehen wollt.
Wenn sie da keinen Bock drauf haben mehr Zeit zu investieren bis ihr mal auf einem Niveau seid dann hat das vermutlich keinen Sinn. Wenn Du Dich zwingst zur Probe zu gehen dann macht das ja auch keinen Spaß.
Gruß Leonard

trommla

Mitglied

  • »trommla« ist männlich

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9

Dienstag, 6. Februar 2018, 19:38

Mann, wie war es früher leicht, als Schlagzeuger irgendwo mitzuspielen. Man musste nur Bumm-Tschak-Bumm-Tschak beherrschen, schon stand dem Spaß nichts mehr im Wege. Heute musst du Double Bass Gewitter abliefern und Bpm fehlerfrei buchstabieren können, sonst bekommst du Stress :D

Aber mal im Ernst, widerwillig zur Probe zu gehen, kann nicht Ziel eines Hobbys sein. Sich selbst fordern zu lassen, ist ok, so lange es mit Spaß verbunden ist, für alles andere muss dann schon Schmerzensgeld gezahlt werden.

Wirklich schwierig wird es, wenn die Musiker nicht auf einer Hierarchieebene kommunizieren. Völlig wurscht, wie gut oder schlecht jeder einzelne ist, jeder hat das Recht, für voll genommen zu werden. Bei dir hört sich das nicht so an.

Daher würde ich davon ausgehen, dass es in NRW noch andere Bands gibt, die besser zu dir und deinen Fähigkeiten passen.

MS-SPO

Mitglied

  • »MS-SPO« ist männlich

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10

Mittwoch, 7. Februar 2018, 00:38

Ich denk mal Fehler bei den Mitspielern zu suchen ist nicht wirklich zielführend...
Richtig, ist es nicht. Mir war es nur wichtig, dass gtx einmal den Blick von sich selbst löst und etwas objektiver auf die Band schaut. Wirkliche Cracks sind ja eher selten :rolleyes: Was umgekehrt bedeutet: eine Band ist ein gegenseitiger Lernprozess, mit Geben und Nehmen, mit Höhen, Tiefen, Freuden und Enttäuschungen.

Die letzten "Proben" waren recht unangenehm für mich, hab ordentlich eingesteckt. Obwohl ich irgendwo schon Lust auf zusammenspielen habe, werde ich mich zur nächsten Probe zwingen müssen. Es war einfach eine Atmosphäre, die nicht sehr "fehlerfreundlich" ist.
Hm, das sind ja keine so guten Zeichen. Horch noch 'mal auf Dein Bauchgefühl, such' das Gespräch und entscheide Dich dann. Immerhin: Du warst der Initiator dieser Band. Das sollte auch in der Band seinen Stellenwert haben. Du hast bereits gehandelt, und Du kannst es wieder tun ^^

Es ist auch nicht schlimm, ein Weilchen verschiedene Formationen auszuprobieren. Darüberhinaus: Drummer scheinen eher Mangelware zu sein. Da findet sich für Dich schon etwas.

Grüße, Michael
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." (Wird Kurt Lewin zugeschrieben) // Was schlechte Theorien unbrauchbar macht ... //

Druffnix

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11

Mittwoch, 7. Februar 2018, 08:55

Das sind hier ja zwei Sachen:

Die erste und entscheidende: Wie reagieren deine Mitmusikanten auf dein Spiel? Wenn zumindest einer das erst mal Scheisse findet, ist das Gesamtfeeling nicht gut. Da hilft nur Ansprechen! Frag die Jungs, was sie von deinem Spiel halten, und wie sie die Entwicklung in den nächsten Wochen einschätzen. Wenn die auch mit Magengrummeln zur Probe kommen, weil der Trommler zu schwach ist, dann frag sie, ob sie das aushalten wollen oder ob sie lieber abbrechen wollen. Wenn alle nur rummurksen, hat das keinen Zweck.

Das zweite: Wie spielst du die Dinger denn? Wenn du erstmal solide Arbeit anbietest, sollte das am Anfang reichen. Schaff dir die Basisgrooves Part für Part drauf, spiel die Teile der Songs jeweils ein paar Minuten lang im Kreis bis sie flüssig laufen. Und wenn der Teen Spirit holpert, mach erstmal nur Snare auf 2 und 4 und die Bassdrum. Ich lerne neue Stücke so, dass ich sie erstmal so lange nur anhöre, dass ich den Ablauf verinnerlicht habe. Dann höre ich mir die Einzelparts an und verinnerliche den Groove so, dass ich ihn mitsingen kann. Dann spiele ich diesen Groove erst langsam, dann immer schneller so lange im Kreis bis er (Wichtig:) auswendig sitzt! So lerne ich alle Einzelparts, wenn die dann einzeln laufen, setze ich sie ohne Fills oder mit ganz einfachen Fills in den Übergängen zusammen. So komme ich gut durch die ersten Proben bei neuen Sachen, ohne mich zu überfordern und meine Bandkollegen durch ungenaues Gerühre aus der Spur zu bringen. Vor allem halte die Übergänge am Anfang bewusst einfach, keine komplizierten Fills. Wir haben das sogar mit Bass Rhythmusgitarre und Schlagzeug so gemacht. Wenn der ganze Songablauf mit seinen Einzelparts so sitzt, dass du ihn schwankungsfrei runterspielen kannst, ist es Zeit, einzelne Passagen zu verfeinern, nicht vorher. Ich verstehe meinen Job so, dass ich den Laden zusammenhalte und führe. Wenn ein Gitarrist zwischendrin mal rausfliegt, ist das verkraftbar, wenn der Trommler rausfliegt, fällt alles auseinander. Deine Kollegen wollen Musik spielen, nicht den Drummer bestaunen, denke ich. Keep it simple!!
667 - The Neighbour Of The Beast!!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Druffnix« (7. Februar 2018, 09:26)


Slinor

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12

Mittwoch, 7. Februar 2018, 09:44

Unter anderen kann es hilfreich sein die Probe aufzunehmen um dein Spiel daheim noch mal in Ruhe zu analysieren.
Was lief gut, was weniger? (Einzählen, Timing, Übergänge , Outro)
Es gibt nichts gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

dewwel

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13

Mittwoch, 7. Februar 2018, 10:27

Versuch doch mal deine Mitmusiker dazu zu bringen die einzelnen Parts im Song mehrfach zu loopen, bis alle das gleiche Feeling und Tempo haben.
Dann Stück für Stück durch das Lied bis alle Stellen klar sind. Dann erst das Gesamtkunstwerk.

So machen wir das IMMER, wenn wir eigene Songs neu einstudieren. Hilft immer.
*es muss clippen!
*wer einschlafe mit popo die kratz, der aufwache mit finger die stink...!

Death Metal: Souldevourer
Acoustic Covers with Flair: Ruppert Spielt

Korki

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14

Mittwoch, 7. Februar 2018, 11:01

Du bist Anfänger.
So ging es allen mal (oder geht es immer noch).
Dich bringt die Band, gerade mit erfahrenen Musikern, enorm weiter.
Du selbst "bremst" die Band aber natürlich. Das ist vollkommen normal.

Ich würde das einfach genauso mit den Kollegen besprechen.
Hallo, ich bin Anfänger. Es macht mir Spaß mit euch, ich lerne sehr viel und werde täglich besser. Ich werde aber definitiv nicht von jetzt auf gleich eine Phase überspringen und ein routinierter Schlagzeuger werden. Ich muss die Schlagzeugstimmen vereinfachen und ich werde sicher noch wackeln. Die Band führen kann ich noch nicht.

Und dann können die Jungs überlegen, was sie eigentlich von der Band erwarten und was sie wollen. Gut möglich, dass sie größere Ambitionen haben. Dann ist aber auch vollkommen ok. Sag denen das. Spiel solange mit der Kapelle, wie es (stressfrei) geht. Wenn du irgendwann durch einen erfahreneren Schlagzeuger ersetzt wirst, ist das verständlich und in Ordnung. Bis dahin konntest du selbst wichtige Erfahrungen sammeln. Sag ihnen, dass sie ruhig mit offenen Karten spielen können. Du nimmst mit, was möglich ist, und wenn es nicht mehr passt, hast du zumindest viel gelernt.

Aber vor Allem: Stress dich nicht. Ein bisschen Druck kann natürlich ein guter Ansporn sein. Aber versuche nicht, mit erfahrenen Musikern mitzuhalten. Das kann nur in die Hose gehen. Konzentrier' dich auf das, was du kannst und was du Schritt für Schritt lernen kannst. Soll heißen: Du musst vereinfachen. Lieber einen geraden und soliden Bumm tschak durchs ganze Lied als ein wackliges Gestolpere.
"Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke."

Dicker Bub

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15

Mittwoch, 7. Februar 2018, 12:31

Ich kann nur empfehlen, offen darüber zu sprechen.
Gretsch, Ludwig und Toontrack beherrschen mein Leben!

LeoB

Mitglied

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16

Mittwoch, 7. Februar 2018, 13:04

Ein Team - in dem Fall die Band - ist eben nur so stark wie sein schwächstes Glied.
Entweder die anderen sehen das ein und ihr backt entsprechend kleinere Brötchen (dann sollten sie aber auch mit Spaß dabei sein) oder ihr geht eben getrennte Wege.
Wie aber schon gesagt: da müsst ihr einfach offen drüber reden, von alleine wird sich das Problem nicht lösen.
Gruß Leonard

trommeltom

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17

Mittwoch, 7. Februar 2018, 13:21

@trommeltom

Ich hatte vorher paar mal mit einem Freund (Gitarre) zusammen gespielt, das war aber nur zum Spaß. In der Band habe ich schon den Anspruch an mich selbst, dass eine gewisse Ambition dabei ist. Die Probe war ja dazu da, um zu sehen, ob´s passen könnte.
Okay, aber trotzdem kann es ja "just for fun" sein.
Ich meine damit, dass es Spaß machen soll, und wenn dann nach einiger Zeit (ein paar Wochen oder Monate) was Verwertbares bei rauskommt, dann kann man weiter und größer denken.

Ansonsten suche Dir Leute, die auf Deinem Niveau sind und mach einfach mit denen Musik.
Da lernt man enorm.
Und irgendwann ist Dein/Euer Level dann mal gestiegen, und gut ist es...

noPsycho

Therapie erfolgreich beendet

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18

Mittwoch, 7. Februar 2018, 20:18

ich kann dem hier zuletzt gesagten eigentlich nur beipflichten. Die Band ist immer nur so gut wie ihr schwächster Musiker. Wenn man nicht stark freundschaftlich verbunden ist, geht das nicht lange gut. Am Anfang sollte man sich immer Leute suchen, die ein ähnliches Niveau haben und sich dann gemeinsam entwickeln. Gerade daraus entwickelt sich of das Dauerhafte.

Wir haben immer noch jeden rausgeschmissen, der das Niveau nicht mithalten konnte. Klingt hart, aber für uns wars immer unerträglich so ausgebremst zu werden und auch langfristig keine Perspektive auf ein Ende zu sehen. Denn auch wenn du allmählich besser wirst, werden die anderen das normal auch und die Differenz im Niveau bleibt irgendwie erhalten, wenn auch auf höherem Niveau.

Übrigens galt das auch für wirklich gute Freunde. Die haben das aber immer verstanden.

Drummer2010

Mitglied

  • »Drummer2010« ist männlich

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19

Mittwoch, 7. Februar 2018, 22:20

Größtenteils sind die Tipps schon brauchbar, allerdings hab ich noch keine Reaktion auf folgende zwei Aussagen von dir
spiele bzw. lerne seit gut 1 1/2 Jahren Schlagzeug, davon das erste Jahr auf E-Drum

Auch Einzählen hatte ich vorher ja nie gemacht...Auch fehlt mir noch zum Teil die Fähigkeit den Aufbau eines Songs direkt zu verstehen und abzuspeichern. Einen Lehrer hatte ich bisher nie.

hier würde ich zumindest parallel ansetzen.

Ich kann dein Spiel/Können nicht wirklich beurteilen, aber was du selbst an Problemstellungen beschreibst, denke ich, wird sich nicht durch Einüben fertiger Grooves/(vereinfachter) Fills in Luft auflösen.

Ich würde mir einen Lehrer suchen, mit dem ich evtl. fehlende Grundlagen erarbeiten kann und ggf. auch Hilfestellung für die bei der Band erforderlichen Songs bekomme.

Das wär aus meiner Sicht auch ein Argument, die Bandmitglieder von deinem wirklichen Willen, dein Können schnellstmöglich anzugleichen, zu überzeugen.

Allerdings muss dir auch die Doppelbelastung der Vorbereitung auf den Unterricht UND die Bandprobe bewusst sein.
Wenn du Spass dabei hast, ist alles gut.

Falls sich die Band trotzdem gegen dich entscheidet, hast du auf alle Fälle für die nächste Truppe einen Schritt nach vorne gemacht.

Viele Glück (und weiterhin Spass am Trommeln)!!!

Ferdl
"Bei Facebook eine große Anzahl Freunde oder Likes zu haben, ist wie bei Monopoli reich zu sein." (AAXplosion) :thumbsup:

Meine Band: B'irish Folk

redsnare

Mitglied

Registrierungsdatum: 3. November 2009

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20

Freitag, 9. Februar 2018, 08:51

Dir geht es wie mir vor wenigen Jahren. Als Spätbeginner hat man immer das Problem, dass die Leute ja nicht wissen, dass man spät mit der Trommelei anfing und immer meine, weil man schon xy Jahre alt ist, sei man ggf. ein alter Hase.
Anyway, was mir super gut geholfen hat, ist OFFENE WORTE. Ich vermute mal, Du hast eine Musiker-Kontaktanzeige aufgegeben. Da kann man ja direkt reinschreiben, dass man selbst noch nicht so gut ist und noch nie in einer Band gespielt hat. Man sucht dann auch nicht einfach nach Gitarre, Bass und Co., sondern vielleicht eher nach "Gleichgesinnten", die ebenfalls ganz neu am Start sind und sich mal ausprobieren wollen.
Um Songs zu lernen, habe ich mir am Anfang immer den Text ausgedruckt und dann ganz banal am Text entlang Notizen gemacht: Fill, Break, Pause, leiser, lauter, nur Toms, nur Bassdrum, ... sei einfach kreativ, damit Dir so ein Zettel die Orientierung gibt, einen Song von Anfang bis Ende durchspielen zu können. Und am Anfang würde ich mich eher auf den Beat als solches als auf die ganzen schwierigen Fills oder so konzentrieren. Es hört eh erst mal kein Mensch, ob Du das Fill von Metalicca 1:1 nachspielst oder nicht. Hauptsache das ist ein Fill an der richtigen Stelle.
Das wird schon, bleib dran...
VG redsnare
Kashooga
...ich...
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