Passende Trommel für akustik-gig

  • Moin,


    ich habe in den nächsten zwei Wochen einen wirklich wichtigen Auftritt vor einigen Plattenfirmen und da wird sich einiges entscheiden.


    Es geht da um ein sanftes pop Projekt mit weiblichem Gesang. Nun habe ich gestern zum erstenmal die Song gehört und wir hatten auch die erste Probe mit samt Produzenten und folgender Besetzung: 2 Akusitkgitarren, Piano, Cello, Gesang *g* und meine wenigkeit an den Percussions.


    Nun hatte ich mir eine Djembe besorgt weil ich bis dato eigentlich immer ganz damit gefahren bin. Aber leider mußte ich feststellen, daß das wohl keine so gute Wahl war. Ich war viel zu laut und der slap-sound viel zu agressiv. Wir konnten mit dem arangieren/proben erst weitermachen, nachdem ich die Djembe komplett mit einer Tischdecke eingewickelt hatte (auch das Schlagfell)


    Leider war der Sound nun logischerweise nicht mehr der eines Schlaginstrumentes, sondern eher ähnlich eines Papkartons.


    Nun meine Frage: Was könntet ihr in diesem Fall für ein Rhytmusinstrument empfehlen. Es sollte genug bass haben, aber trotzdem einen slapähnlichen Sound - aber eben nicht so dominant/klirrend (eher hölzern). An Conga habe ich anfangs gedacht, aber vieleicht gibt es auch etwas in Djembegröße???


    Danke für eure Hilfe.


    slanty

  • Versuch es mal mit Cajon.
    Entspricht zu 100% Deinen Anforderungen (Slap Sound, Bass Sound, Djembegröße) und passt meiner Meinung nach soundlich auch sehr schön zu dem genannten Line-Up.


    Ich spiele viele Gigs mit Cajon, letztens auch in Kombination mit einem 18er Crash/Ride und einer HiHat.
    Mit Plastikbesen (Regal Tip Ed Thigpen Model) lassen sich auch sehr schöne Sounds da raus holen.


    Bongos sind auch ganz nett, da sie nicht so aufdringlich sind. Man braucht allerdings (wie bei Congas) eine gute Spieltechnik, um einen guten Sound da rauszuholen.


    Gruß,
    Sven

    "If you don't feel it, don't play it." James Jamerson

  • Hast Du mal über eien Cajon nachgedacht? In der Suche hier im Forum gibt es eine Menge und ich denke mal, dass der Sound nicht ganz so aggressiv ist, wie der eienr Djembe, aber trotzdem genug Bass liefert, um nicht unterzugehen.
    Eine Alternative wären vielleicht ncoh zwei (wirklich gute und teure) Bongos. Ich hab neulich mal welche gespielt, die waren richtig hoch gestimmt und klangen echt angenehm!


    Viel Erfolg mit den Plattenbossen!


    Edith: Drumsandbeats war schneller :D

  • ich schließ mich den Vorrednern an, Cajon ist das wohl sinnvollste Instrument in dieser Situation, eventuell noch ergänzt durch div. Smalpercussions (Shakers, etc.). Die Koordination bedarf etwas der Übung, ist aber insgesamt kein Problem.


    ...aber, die Djembe ist ein total vielseitiges, vielschichtiges Instrument, wenn du öfters solche Besetzungen spielst, würde es lohnen ein paar Stunden zu nehmen - deine jetzigen Soundprobleme dürften eher an deiner Spieltechnik als an der Djembe liegen...?!!


    Zur Abnahme vom Cajon kann ich dir das Sennheiser E604 empfehlen, mit einer Klammer (z.B. K+M) direkt am Schalloch angeklemmt.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • die glöckchen kannst du zur Not mit Gaffa "wegkleben", den Snaresound kannst du einstellen und zur Not am Pult noch etwas die entsprechenden Frequenzen rausnehmen

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Mit den genannten Besen habe ich auch schon ein klassisches Gitarrenduo begleitet. Der Gig war rein akustisch und klanglich war alles sehr ausgewogen.
    Es kommt dabei, wie Lite MB schon anmerkte, auch viel auf die Anschlagtechnik an und weniger auf das Instrument selbst.
    Cajon kann man auch sehr leicht (Snaresound mit nur 1-2 Fingern, statt Slap) spielen. Dann passt das schon.
    Zur Not kan man die Glöckchen und Saiten an der Frontplatte auch dämpfen/ stillegen. Gaffer...


    Gruß,
    Sven


    Edit: Zu langsam...
    Edit2: Willkommen im Forum, Lite MB!

    "If you don't feel it, don't play it." James Jamerson

    2 Mal editiert, zuletzt von drumsandbeats ()

  • Lite-MB: Da ich schon seit einer geraumen Weile mit verschiedenen Djemben spiele und auch viel Zeit zum üben hatte ;) sehe ich in meiner Spielweise nicht das Problem. In anderen Besetzungssituationen war es ja auch alles passend (wie ich schon im Anfangstext geschrieben hatte) aber eben in dieser nicht. Shaker und sonstige Spielereien sind für mich sowieso selbstverständlich dabei.

  • slanty
    ...wollte dir nicht zu nahe treten...


    auf der Djembe ist es im Normalfall sehr kontraproduktiv die Hand nach dem Schlag "liegen zu lassen", in deinem Fall würd sich das aber anbieten, die ganze Anschlagtechnik reduziert auf "Slowhand"..., d.h. z.B. den Baß nur mit dem Daumen anschlagen, den Slap nur mit dem Zeigefinger, dir durchgängigen Schläge zwar mit der ganzen Hand, aber immer einen Moment dämpfen - die ersten 1-2 Minuten macht dich das wahnsinnig, weil du dich immer hinter der Time fühlst, aber wenn du das im Kopf realisiert hast, kommt das recht gut.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Lite-MB: Bist du nicht ;)


    Deine beschriebene Spieltechnik habe ich in diesem Fall auch ausprobiert. Hat den Produzenten aber nicht so sonderlich umgehauen. (Leider wuße er auch nicht so richtig was ihn daran störte :rolleyes: )


    Ich war am ende schon so leise, das meine deadnotes nicht mehr von den eigentlich schlägen zu unterscheiden waren. Und der Sheaker lauter war als der Rest zusammen. Ich persönlich finde auch, das eine Djembe (jedenfalls die, die ich zur Zeit geborgt habe *g*) erst ab einer gewisse Anschlagsstärke einen guten Sound produziert und man auch dann mehr raum für dynamik hat.


    Darum bin ich eben auf der Suche nach Alternativen die leise auch gut klingen.

  • was mir eben noch spontan in den Kopf kommt, große Rahmentrommeln (Bodhrans) sind für viele solche Zwecke auch nicht übel - aber nicht unbedingt einfach zu spielen (...ich schiebe das auch schon Jahre vor mir her...) - bieten aber auch gleichzeitig viele Soundmöglichkeiten - zum Reinhören könnte ich Glen Velez empfehlen...

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • evtl. ne Yambu - = ne Art Conga aus Holz von der Fa. Schlagwerk oder
    mal ne Udu - super interessant. Cajon - ist doch eher noch ein Mini-Schlagzeug.


    ich würde (logisch) zur Conga tendieren und "soft" mit viel Fingertips und Floatings spielen.


    Die Djembe ist "afrikanisch" gespielt sicher zu aufdringlich.

    Ruhender Puls - treibende Kraft

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