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m_tree

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  • »m_tree« ist männlich

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421

Donnerstag, 20. Dezember 2018, 21:55

Ist 'ne gute Maschine. Spiele die jetzt seit 9 Jahren.
Wie ich sehe, hast du die zumindest auf den Fotos auch auf der niedrigsten Federspannung. Habe die ausnahmslos bisher so gespielt.

Man merkt natürlich, dass die Übersetzung von Fußkraft zu Schließkraft jetzt eine andere ist, aber daran gewöhnt man sich schnell.

Genau aus dem Grund werde ich mir mal wieder eine "normale" zum Vergleichen besorgen. Obwohl ich zu 100% dran gewöhnt bin ... prinzipiell bietet die Lever Glide eine höhere Genauigkeit, aber eben auch einen längeren Pedalweg. Eine normale Übersetzung hat prinzipiell einen "deutlicheren" Hi-Hat Sound zur Folge bzw. einen etwas größeren Sound Unterschied von Offen und Geschlossen, wenn man eine gleich bleibende Fußarbeit voraus setzt.

  • »Oliver_Stein« ist männlich
  • »Oliver_Stein« ist der Autor dieses Themas

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422

Sonntag, 10. Februar 2019, 23:50

Am Wochenende hatte ich mit meiner Band einen kleinen Auftritt, der für mich in vielerlei Hinsicht mal wieder sehr lehrreich war... dazu später mehr. Hier erstmal ein schönes Bild, das noch vor der Mikrofonierung entstanden ist. Und natürlich bevor die elektrifizierten Musiker ihre Amps vor mein Set gestellt haben :) :


Also, was gab es zu lernen? Ich war bei diesem kleinen Gig im Vorraum unseres Übungsraumes nicht nur Schlagzeuger, sondern auch Tontechniker mit meinem X32 Compact (auch dieses ist auf dem Bild noch nicht zu sehen). Geplant war Video- und Mehrspurmitschnitt. Und weil diese drei Aufgaben mir noch zu langweilig waren, hatte ich mich entschieden, bei der Gelegenheit mal das InEar-Monitoring auszuprobieren. Dafür hatte ich mir zwei Busse zu einem Stereopaar gekoppelt und mir einen individuellen Mix von meinem Set, aber natürlich auch von den anderen Instrumenten als Monitorsignal auf die Inear-Hörer gelegt. Letztere waren normale Hifi-Hörer bzw. sogar Telefonhörer, die ich schon seit Jahren beim Trommeln benutze, wenn ich mir etwas auf die Ohren geben möchte. Sie haben so Silikon-Dichtlippen und schließen mindestens so gut ab wie meine Elacin Ohrenstöpsel - jedenfalls taugen sie für das Einspielen von Playbacks beim Trommeln und damit wohl auch als Inears für den Monitor-Einsatz.
Die Raumakustik war dürftig, es gab unglaublichen Tiefmitten-Matsch, weil unter der Bühne ein schöner Resonanzraum war, der bei einigen Frequenzen vom Bass und vom Keyboard in reinster Form mitgearbeitet hat. Das Schlagzeug alleine klang ganz ok darauf, aber im Zusammenspiel mit Bass und dem Rest der Band war es too much. Beim ersten Set wollte ich meine Lautstärke kontrollieren können und habe deswegen ganz ohne Inears und leider auch ohne Stöpsel gespielt - das hat so gar keinen Spaß gemacht und klang echt gruselig. Beim zweiten Set hatte ich dann die Inears drin und habe mir beim ersten Stück noch schnell die Lautstärken etwas abgestimmt. Das war schon ein interessantes Erlebnis, alles sauber zu hören ohne den ganzen Mulm, der auf der Bühne für die Ohren herrschte. Man spielt auch eindeutig tighter, wenn man alles perfekt hört. Ungewohnt war für mich, dass ich die Unterhaltungen zwischen den Stücken nicht mitbekommen habe, wenn sie nicht direkt in ein Mikrofon gesprochen wurden (das wurden sie eigentlich nie).
Ansonsten nehme ich von dem Ereignis noch mit, dass mir ein Job gleichzeitig reicht - entweder aufnehmen oder trommeln oder Videos drehen. Alles zusammen kann dann schonmal die Prozessorkapazität überlasten - zumal, wenn man ein Pult vor der Nase hat, dass mit etlichen verschiedenen Sichten auf die eingestellte Konfiguration wirklich blind beherrscht werden muss, wenn man als Trommler mal eben von seienm Monitormix zu dem der Sängerin wechseln muss um dort etwas für sie zu regeln.
Insgesamt gesehen bin ich aber von dem Konzept "InEar-Monitoring" begeistert - ich würde am liebsten die ganze Band dazu überreden, dass mal im Übungsraum auszuprobieren. Mal sehen, ob es jemals dazu kommt...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver_Stein« (11. Februar 2019, 00:16)