brauche dringend !gutes! Tambourin

  • Liebe Percussionisten,


    ich bin auf der Suche nach einem Tambourin; kein Schellenkranz, was ja heute häufig als Tambourin bezeichnet wird.


    Brauchbare habe ich bisher nur von der Firma Lefima gefunden.
    Ich tendiere eher zu einem kleinerem Tambourin, aber mit 2 Schellringen.


    Was ich aber überhaupt nicht weiß, welches Schellenmaterial in Frage kommt. Sind die wirklich so unterschiedlich?


    Das Tambourin soll überwiegend im Blasorchester eingesetzt werden, soll sich also schon behaupten können.


    Da antesten sehr schwierig ist (kein Laden hat gute Tambourines) wäre ich um (schnelle) Tipps dankbar.

  • Zitat

    Original von trommlerbube
    ich bin auf der Suche nach einem Tambourin; kein Schellenkranz, ...


    Zitat

    Schellenringe (man nennt sie ja auch fälschlicherweise tambourines) von LP!


    aha , hmm , weiß nich ganz was ich schreiben soll. vll. einfach nur den hier: :rolleyes:

    2 Mal editiert, zuletzt von Manson ()

  • Ich bin jetzt auch nicht die Expertin und kann dazu eigentlich nur sagen - wie bei jedem Instrument kann man wohl ohne Antesten eher nur einen Zufallstreffer landen. Weil ja auch niemalnd so richtig weiß, wie du es klingen haben möchtest. Ich würde auf jeden Fall KEIN Naturfell empfehlen, weil die extrem schnell und heftigst schlapp machen, wenn es mal etwas kühl und/oder feucht ist. Außerdem sollte es trotz Kunststofffell nicht genagelt, sondern stimmbar sein. Und die Schellen klingen tatsächlich sehr unterschiedlich, je nach Material, Größe, Dicke ...
    Ich habe irgendein No-Name-Teil (mal von einer Freundin abgestaubt), das ungefähr so aussieht: http://www.thomann.de/de/gewa_schellen_tamburin_26cm.htm
    , hat nur nicht 10" sondern 12", das wäre für den Handbetrieb à la Pandeiro etc. schon etwas groß, aber ich spiele es im Set und bin damit sehr zufrieden.
    HTH,
    brownie

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    Sagt die Fermate: "Ich halt's nicht mehr aus!".

  • hab scho mal ein richtig gutes gespielt, war von lefima, kostet allerdings auch (wenn ich mich recht erinnere) 144 mücken...

    [url='http://www.drummerforum.de/forum/56092-mr-chilli-stellt-sich-nach-langer-zeit-vor.html']Meine Trommeln

  • na ja ich glaube die Lefima Tambourines haben alle Naturfelle. Gut dass Du das Stimmproblem erwähnst. Daran habe ich gar nicht gedacht. Wird aber wohl ähnlich wie bei Pauken mit Naturfell sein.


    Kann man genagelte Tambourines eigentlich selbst stimmen, oder sollte man das lieber Experten überlassen?

  • Meines Wissens kann man die eben gar nicht stimmen, es sei denn, man popelt die ganzen Nägel raus und haut sie weiter unten wieder rein, aber Vorsicht, das sind viel mehr als sonst Stimmschrauben http://www.thomann.de/de/sonor_gt6n_tambourin.htm
    , damit würde ich lieber zum Polsterer gehen :D

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  • Zitat

    Original von Manson
    Stimmt man die dann nich mittels Wärme bzw. Kälte?

    ...+ feuchtem Lappen


    bei den großen Bodhrans (Rahmentrommeln) wird das so gemacht, aber da ist ziemlich viel Erfahrung notwendig - da habe ich hinterher schon Felle gesehen, die waren wesentlich schlapper als vorher...



    ich spiele ein kleines Tambourin von "Studio 49", der Spannmechanismus ist recht sinnfällig und stabil, das Teil hat etwa 10" - und da beginnt auch schon das Problem. Ich hatte noch nichtmal von Studio 49 ein passendes Ersatzfell bekommen, letztendlich habe ich mir ein kl. Djembefell gekauft und selber aufgezogen.


    Dafür sind die Schellen sehr durchsetzungsfreudig und gutklingend - sprich , das ist kein nerviges Geklingel, sondern ein definierter und harmonischer Sound.



    Für einen Bastler käme vielleicht folgende Lösung in Frage, ein Pandeiro mit Plastikfell und einen preiswerten Schellenring (der gut klingt!) anschaffen und dann einfach die Schellen austauschen. Mit etwas Gefühl und einer spitzen Zange lassen sich am Pandeiro die Stifte der Schellen rausschieben.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Das Bewässern der Felle dient ja gerade dem Zweck, sie "schlapper als vorher" zu machen, wenn es zu warm ist. Die Bodhrán hat ja (auch) Bassdrum-Funktion und kann gar nicht tief genug sein, solange sie noch spielbar ist. Bei den kleinen Tambourins sehe ich das "zu hoch" eher nicht als Problem an. Der "Schlapp"-Effekt ist hingegen das, was bei denen von ganz allein auftritt, wenn man abends draußen, bei Regen, in Kirchen etc. spielt: das Fell wird in Windeseile so schlapp, dass das Teil für den Moment nicht mehr zu gebrauchen ist. Deshalb hab ich bei meinem, obwohl stimmbar, auch das eigentlich hübscher klingende Naturfell gegen ein Kunststofffell ausgetauscht; da es am Set hängt und nur aller 4 Titel mal gebraucht wird, hab ich keine Zeit , mich das ganze Konzert lang mit Stimmen zu beschäftigen. Um ein nicht mit Stimmschrauben stimmbares Tambourin hoch zu stimmen, müsste man Wärme zuführen (so, wie die das ganz früher mit den Heizspiralen in den Drumsets gemacht haben). Das braucht aber eine geeignete Wärmequelle, sicher auch etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung und bei den kleinen Dingern außerdem Zeit während des Sets, weil es vermutlich nicht sehr lange anhält.

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  • Ich benutze zwar keine Tambourines sondern Pandeiros, die in Europa natürlich deutlich teurer sind, aber vielleicht hilft dir auch das weiter. Von Kalango kannst du dir eine Box mit den gängigen Modellen zum Testen schicken lassen. Ich spiele mittlerweile mit dem Modell "Regulador" von O Profissional und geb' das auch nicht wieder her, allerdings lohnen sich die knapp 90€ nur, wenn du das Potential, das in dem Instrument steckt, auch wirklich ausschöpfen willst.
    Zwei Schellenringe gibt es beim Pandeiro jedoch nicht, aber du willst damit doch nicht ohne Verstärker gegen ein Blasorchester anlärmen, oder? :D Außerdem spürt man bei längerem Spiel jedes überflüssige Gramm.
    Naturfelle lohnen sich - neben dem wärmeren Klang - hauptsächlich dann, wenn du bei den Klangschlägen die Tonhöhe variieren oder "rubbeln" willst, im Zusammenspiel mit einem Blasorchester dürfte Kunststoff es genauso tun, wenn du nicht gerade mit dem Instrument solieren möchtest.
    Von der Größe her würde ich bei 10'' bleiben, 11'' und 12'' sind nur dann sinnvoll, wenn deine Muskulatur auf die entsprechende Belastung auch wirklich ausgerichtet ist oder du große Hände hast und 8'' ist mehr für besonders kleine Hände und Kinder gedacht.

  • Das Pandeiro kommt halt klanglich für diese "europäische" Musik nicht in Frage, deshalb habe ich ja auch vorgeschlagen die Schellen auszutauschen.


    Dann hätte man ein gut zuspielendes Instrument (Rahmen und Fell vom Pandeiro) und die schellen aus dem Schellenring, die zur Musik passen.



    Ich spiele schon einige Jahre Pandeiro und mir persönlich gefällt der Sound der Pandeiro-Schellen erheblich besser, als das "Geklingel" der Schellen-Tambourins, aber wo der Pandeiro-Sound nicht passend ist, ist er halt nicht passend...

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

  • Wenn es im Blasorchester (also im weitesten Sinne Richtung "Klassik" geht) würde ich ein Kolberg Tamburin empfehlen (http://products.kolberg-percus…_DE/386/product/4344.html) Das ist zwar deutlich teurer, aber es hat meiner Meinung nach entscheidende Vorteile. Du kannst die Schellen tauschen, mischen und somit immer den perfekten Sound haben. Die Felle sind für Daumenwirbel wie geschaffen und Du hast eine extrem gute Ansprache. Lefima sind auch gut (habe selbst eins) aber eben etwas schwerer zu handhaben (Griff unbequemer, Schellen nicht austauschbar, um einen kurzen knackigen Sound zu bekommen musst Du die Schellen mit einer Zange verbiegen (dazu gibt es eine klasse Schule von Klaus Karger, dem ehemaligen Schlagzeuger der Bamberger Symphoniker). Die Frage ist, ob sich für Dich nd Dein Blasorchester der Aufwand lohnt, aber ein gutes Tamburin macht wirklich Spaß, zum spielen und hören...


    Gruß
    wavey

  • Vielen Dank für eure Tipps.


    Ich hab mich jetzt trotz eurer Warnungen für ein Tambourin mit Naturfell und Bronzeschellen entschieden, weil ich denke dass dies doch mehr Möglichkeiten bietet (z.B. "rubbeln").


    Trotzdem mache ich mir jetzt doch ein wenig sorgen was das Stimmen anbetrifft.
    Kann ich das erschlaffen des Felles irgendwie mildern, z.b. durch das Vermeiden von Temperaturextremen?
    Wenn ich das Fell vor dem Spielen leicht erwärme führt das langfristig durch das ausdehnen und zusammenziehen nicht noch zu stärkerer Erschlaffung?
    Wie machen das Andere (auch Profiorchester)? Bringen die ihr Tamburin 5mal im Jahr zum stimmen?


    Das mit dem feuchten Lappen hört sich schon mal gut an, ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht so viel drunter vorstellen.

  • Ich habe 5 Tamburine (2 Kolberg, 2 Lefima und ein Grover). Wenn das Fell ordentlich aufgezogen ist (Lefima z.B.) ist das gar kein Thema. Es gibt seltene Tage, wo ich das Tamburin vorsichtig und kurz auf eine Heizung lege, aber wirklich kurz. Und ich würde sagen max. 3-4 Tage / Jahr. Also kein Grund Dir Sorgen zu machen, vorausgesetzt Du hast ein ordentliches erworben. Eine Transporthülle sollte aber selbstverständlich sein...


    Gruß
    wavey


    Edith sagt, dass Wärme und Kälte bei der Fellstimmung nicht so einfach sind. Es hängt viel an der Luftfeuchtigfkeit. Im Sommer ist das Fell oft etwas schlaffer als im Winter, wo es oft trockene Kälte hat. Am besten ist Du experimentierst vorsichtig damit rum, aber mach Dich nicht verrückt. Zuviel Lappenzeug verschlechtert es meistens...

    Einmal editiert, zuletzt von wavey ()

  • möchte mich wavey anschließen, Wärme/Kälte sind nicht das eigentliche Problem, sondern die Feuchtigkeit, vorallem die schnelle Änderung der Feuchte.


    Z.B. Gigs in der Abenddämmerung Openair sind besch...eiden, oder Festzelt, wenns draußen regnet, etc.


    Im Proberaum, auf einer "normalen" Konzertbühne, bzw. zu Hause im Keller hatte ich nie Probleme, auch nicht mit großen Rahmentrommeln oder Djemben.



    Noch ein kleiner Hinweis, wenn du die Stimmung wegen Feuchtigkeit nach oben gedreht hast, auch wieder zurückspannen!! Sonst kann dir das Fell in normaler Umgebung reißen.

    ..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

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