Unzufrieden mit Tom-Fills-Geschwindigkeit

  • Hallo Leute, melde mich auch mal wieder, und möchte mal ganz konkret ein kleines, aber für mich recht nerviges Problemchen ansprechen:
    Ich bin unzufrieden mit der Geschwindigkeit, mit der ich bei Fills die Toms runterbretter (meist 16tel, würde aber auch geren deftige 32tel runterjagen ;)).


    Meine Vorgeschichte: habe vor rund 10 Jahren mit Snare Drum angefangen, damals in ner Musikkapelle, das hat mir einiges an Vorteilen und Fähigkeiten beschert,
    ich war mit den Händen was die Technik usw anging ziemlich fit, als ich 4 Jahre später dann mit Schlagzeug begonnen habe (Noten konnte ich dann natürlich auch schon^^).
    Was ich allerdings bis heut enicht verstehe, wie die meisten Metaldrummer bei Fills so übelst schnell die Toms runterfetzen...ich meine, ich bin geübter wirbler und eigentlich recht fit, aber ich bin echt sprachlos, wie
    die mit so nem affenzahn da rumfetzen...gibt es da ne spezielle Technik oer ähnliches? Ich hab es mittlerweile auf "Presswirblen" auf den Toms umgestellt, aber das ist natürlichnicht die Lösung...


    Hat da jemand Ahnung, wie macht man das? Hab ehrlich gesagt schon so allerhand probiert, aber da meine Toms recht low gestimmt sind, haben se sehr wenig Rückstoss, weshalb offene Wirbel sehr schwer sind...
    Danke schonmal ;)

  • Matzdrums hats auf den Punkt gebracht.
    Damit das auch geht, heisst es üben. Das Problem ist meiner Ansicht nach nicht, schnelle singles zu spielen, sondern dabei die Trommeln zu wechseln.
    Also folgendes kann geübt werden.
    16tel hand to hand. Pro Trommel jeweils 4 Stück.
    Aufgeteilt auf folgende Trommeln und immer im Kreis wiederholen:
    1: SN, TT1, TT2, TT3
    dann von einer Trommel ausgehend:
    2: SN, TT1, SN, TT2, SN, TT3
    3: TT1, SN, TT1, TT2, TT1, TT3
    4: TT2, SN, TT2, TT1, TT2, TT3
    5: TT3, SN, TT3, TT1, TT3, TT2


    Gegebenenfalls schwierige Kombinationen (SN, TT3) einzeln rausnehmen und im Kreis üben.


    Dann die ganze Geschichte mit 2 Schlägen pro Trommel.


    Wer mehr als 3 Toms am Set hängen hat, kann ds natürlich auf die anderen Trommeln erweitern.


    LgTrommelmann

  • auch wenn der Thread für manche von euch sinnlos erscheint, für mich ist er wichtig...
    mit Doubles habe ich es noch nicht probiert, nur mit singles(auf der snare sind die kein Problem). Aber mit Singles auf den Toms komme ich nicht so zu recht, was vllt am Rebound liegen mag, ich kann mir zumindest mangelnde Übung nicht erklären...


    Ich dachte da ehere in Sachen Spieltechnik an sowas, wie manche Drummer mit ihrer Doublebass umgehen: die Swivel-Technik...so zumindest komm ich bei BlastBeats auf recht zufriedenstellende Anschläge...naja trotzdem danke, ich werd halt selber mal weiterprobieren, irgendwann klappts schon...

  • ...da gibts keinen Trick, außer üben. Presswirbel auf den Toms ist geschmiert, würde ich lassen. Geschwindigkeit kommt von allein.
    Lieber langsamer, dafür sauber spielen. Bau doch mal Akzente in den Ablauf ein.. ;)

  • Du hast eine ähnliche "Leidensgeschichte" wie ich - ich habe bei einem klassischen Theatertrommler gelernt und dementsprechend jahrelang "nur" Snare gespielt.


    Man muss sich einfach klarmachen, dass das 2 Welten sind. Von den Erfordernissen des klassischen Snare-Trommelns (Presswirbel, ausgefeilteste Figuren und Dynamikstufen etc.) kann man im Rock-Pop-Metal-wasauchimmer-Bereich am Set nur ganz wenig mit rübermehmen. Da sind andere Fähigkeiten gefragt (die du im Theatergraben wiederum nicht brauchst). Die Dynamik ist eine ganz andere, du brauchst mehr Ausdauer und Kraft und die Bewegungen am set wollen erstmal gelernt sein. Als Snaredrummer ist man eben keine Wechsel der Trommeln oder Aufteilung von Figuren auf mehrer Trommeln gewohnt. Und wenn du die nötigen Armbewegungen dafür nicht intus hast, bringt dir die schönste Snaretechnik nix.


    Einen weiteren "Trick" (neben Üben) gibt´s also speziell für dich insoweit, dass du mal besonders auf die Ökonomie der Bewegungen und die Körperhaltung beim roll über die toms achtest und dabei z. B. versuchst, durch die Armhaltung und Handgelenksbewegungen Wege zu verkürzen. Beispiel: wenn du die Hand (den Arm) zwischen 2 Trommeln positionierst (Snare und Standtom oder Snare und erstes Tom etc.), kannst du beide Trommeln schlagen ohne den Arm zu bewegen, nur mit Drehung des Handgelenks. Das spart Wege und macht schneller.
    Außerdem macht auch die Körperhaltung was aus. Wenn du z. B. mit dem Oberkörper nach vorne gehst, verkürzt du damit den Winkel im Ellenbogen und vom Oberarm zum Körper. Auch so kann man in der Regel etwas mehr Gas geben.

  • Press-Wirbel geht gar nicht!!!
    Doubles nur bedingt.
    Singles heißt das Zauberwort (wie oben schon erwähnt)!


    Da Technik sich auf diesem Wege nur schwer vermitteln läßt: Such dir einen Lehrer, der sich damit auskennt.

    Le roi - c'est moi! :saint:

    Der Gesunde Meschenverstand liegt bei den Dinosauriern.

  • 32-stel single stroke roll:


    Eine ganz hilfreiche Übung ist da vielleicht auch, einfach nur mit dem rechten Arm ( falls Rechtshänder) die 16-tel über das set zu verteilen (snare, tom1, tom2, standtom) . Dabei würde ich erstmal auf die Akzentuierung auf die Viertel legen und den entsprechenden Bewegungsablauf etablieren. Wenn das geschmeidig läuft, kann man versuchen, mit der Linken in die Lücken zu langen. :D


    Achso, Edith meint noch, es macht eventuell Sinn, das möglichst in x-taktigen Wechsel mit einem einfach Achtelgroove zu üben.

  • Ich kenne das Problem, vor allem wenn versucht wird bei langsamen Beats mal 32tel-Fills einzuwerfen und einem beim Wechsel von 8tel auf 32tel das Gefühl für die Geschwindigkeit fehlt.
    Ein guter Tipp ist dann eben der von Drumrumköln: Einfach mal nur die 16tel mit einer Hand spielen.
    Oft helfen auch Betonungen auf die Zählzeiten oder wenn manche Fills mit Abschlag zu spielen (also Betonung auf die erste Zählzeit nach dem Fill)
    -->
    rlrl rlrl rlrl rlrl R

    Meine Beiträge sind maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig.
    mein Set


    Elu on nagu hernes.

  • danke für die vielen tips, werd morgen mal schaun was ich so machen kann...hab allerdings heut nochmal ein wenig gespielt, und war erstmal überreascht, dass es heut doch so gut lief...aber ist immer das gleiche...wenn man etwas will oder erwartet, dann läufts nicht...und wenn man ga rnicht damit rechnet, dann gehts...


    Vom Tempo hats schon gut geklappt vorhin...allerdings etwas holprig beim Tom-wechsel. Wie ihr schon gesagt habt, ist wohl alles Übung...


    Was mich jetzt noch etwas wurmt, sind meine Blastbeats(vorerst ohne Bassdrum, die macht da nicht mit^^)...muss mir da noch ne praktische und unkomplizierte Technik aneignen...


    Wie genau sind denn Blastbeats definiert?

  • Hallo,


    ich glaube, der Klaus hat zu viel Klaus und Klaus gehört und ist da noch ganz im Schunkeln drin.
    Orang-Utans sind tolle Tiere. Eine Dame im silver age war von unserem Charly ganz begeistert, wie der gelangweilt im ganz langsamen Zweivierteltakt auf seinem Seil schwang. So etwas ist gefragt bei den Damen. Nicht das schnelle (Blastbeat) Gejuckel von den Bonobos.


    Grüße,
    Jürgen


    Da fällt mir noch ein: Matze ist tot. War ein cooler Typ.

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