Sie sind nicht angemeldet.

hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:07

Andrés neues Tama Superstar Hyperdrive in Übergrößen

03.01.: Neuigkeiten in #14


Sehr geehrte Trommelkolleginnen und -kollegen,

wie in zwei anderen Threads schon erwähnt, bin ich hier zwar nicht neu angemeldet, traute mich jedoch bisher nicht, mich mit meinem Ranz-Set vorzustellen. Irgendwie find' ich's aber blöd, ständig "gesichtslos" zu lesen und zu posten, von daher:

Mein Name ist André, ich bin 34 Jahre alt, wohne im niedersächsischen Vechta und spiele seit meinem 14. Lebensjahr Schlagzeug. Beigebracht habe ich mir das Drummen so gut wie selbst, lediglich ein Anfängerkurs legte ein gewisses Fundament. Tja, da geht's auch schon los (bzw. hört's auch schon auf ;)) - seit diesem Grundlagenkurs habe ich meine technischen Fertigkeiten (wie auch mein Equipment) nur leidlich verbessert, zunächst aus dem debilen Bestreben heraus, auf genau die gleiche Art ein berühmter Schlagzeuger zu werden wie Lars Ulrich, später wie heute dann aus Mangel an Geld und Gelegenheit. Dumme Jugendsünden halt - das schöne Geld für Quatsch ausgeben, anstatt es sinnvoll in eine solide, musikalische Ausbildung zu investieren.
Zum Glück habe ich eine Band gefunden, die mich mit meinem Halbwuchs an Können gern zum Drummer hat, obwohl sie von ihren Kompetenzen her wesentlich bessere haben könnte; gleichwohl, wir spielen gut zusammen. Wer sich uns mal antun möchte, klicke einfach einen der Links in meiner Signatur.

Achtung, neue Neuaustattung in puncto Becken, Kaufbericht in Post #10:



v. l. n. r.

Masterwork Resonant
14“ Hihat
10“ Splash
16“ Crash
18“ Crash
20“ Ride

Masterwork Iris
18“ China

Hier die Ride/China-Kombi auf bzw. an Tama HC73 und Tama CA30EN:



Mein im Februar 2009 auf ein Tama Superstar Hyperdrive in DDB mit IC Powerglide-Doppelpedal und -Hihatmaschine aufgerüstetes ;) Equipment besteht nunmehr bzw. immer noch aus den folgenden sowie den o. g. Ingredienzien (das untere Foto zeigt noch die alten Becken und den alten Proberaum).



Set: Tama Superstar Custom Hyperdrive in DDB

22x20 BD
10x6,5 Racktom
12x07 Racktom
16x14 Floortom
13x6 SD


Hardware:
3 Tama RoadPro Boomstands + 2 Boom-Cymbalholder, 4 Tama MC61 Multiclamps, Tomhalter und ein Air Ride-Snarestand + Gemischthartwaren von NewSound & Dixon
Pedal:
Tama Iron Cobra HP900PTW Powerglide Doppelpedal

Hihatmaschine:
Tama Iron Cobra HH905

Becken:
Paiste PST5 14" Rock-Hihat
Paiste PST5 10" Splash
Paiste 802plus 16" Crash
Paiste 802 18" Crash
Meinl Raker 20" Medium Ride
Paiste 802 16" China



Für Drummer im Einstell-Wahn ist das Hyperderive-Kit die erste Wahl, es lässt sich ALLES genau so justieren und festzurren, wie man's haben will - dabei ist die Hardware stabil, standfest und äußerst hochwertig.
Der Sound des Hyperdrive - da sind meine Band und ich uns einig - haut einen einfach um. Die Bassdrum (Remo Pinstripe Schlagfell mit Remo Falam Slam, Evans EQ3 Reso mit Loch, letzteres nur knapp über handfest, ersteres mit zwei kräftigen Umdrehungen angezogen) hat einen Schub, der seinesgleichen sucht. Dabei ist der Attack immer noch präsent - ein super ausgewogener Klang für Rockmusik, der sich auch für schnelle Doublebass-Einlagen toll eignet.

Kennt jemand die Band "Schweisser" bzw. deren Album "Eisenkopf"? Die Snare (Remo CS coated als Schlagfell, Remo Ambassador Snare als Reso) klingt und knallt fast genau so wie auf dieser Platte - der Wahnsinn! Von wegen "guter Allrounder, mehr aber nicht", hoch gestimmt und leicht gedämpft könnte man sie auch gut als R'n'B-Snare verwenden (so klang sie vor meiner Stimmung).

Entgegen aller übler Nachrede ist das Air Ride-Snarestativ genial: Nichts wackelt oder klappert, das Sustain der Snare wird weder verlängert noch verkürzt und man kann sie einfach nicht zu fest einklemmen und damit abwürgen. 8o

Die kurzen, knackigen Toms sind mit Remo CS clear (Schlagfelle) und Remo Ambassador clear (Resos) ausgestattet, wobei die Racktoms richtig toll perkussiv und tief-mittig klingen, und das Floortom hat damit jetzt genau den Bass, den ich von ihm erwarte...

In einigen Wochen gibt's erste Demo-Aufnahmen für El Caminos drittes Album "Black Fuel", von denen ich dann mal ein paar unbearbeitete Drum-Schnipsel hochladen werde, um alle Zweifler an der Rocktauglichkeit dieses Sets zum Schweigen zu bringen Das glaube ich selber erst, wenn ich's mit eigenen Ohren höre, wir hinken so dermaßen in unserem selbst erstellten Zeitplan hinterher... ;)

Danke fürs Lesen und gehabt Euch weiterhin wohl!
André[/color]
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

Dieser Beitrag wurde bereits 23 mal editiert, zuletzt von »hrawth« (3. Januar 2020, 18:41) aus folgendem Grund: Aktualisierung wg. Veröffentlichung unserer Promo-Single


Scarsick

Mitglied

  • »Scarsick« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2008

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:20

Hey Hrawth,

da gibbet doch nix zum Totlachen. ich zeig dir mein altes die tage mal, da weißt was geht (oder eben nicht geht). musste eher über deine beschreibung deiner jungendsünden lachen, dass kenne ich selbst auch sehr gut ;)

Stell mal die Hi-Hat bissl näher an die Snare :D Ja ja, schon gut...... :P

Greetz

Scarsick
Drumming is a groovy way to control the fires from hell :cursing:

toto666

Mitglied

  • »toto666« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. September 2008

Wohnort: Nrw

  • Nachricht senden

3

Sonntag, 28. Dezember 2008, 16:29

Herzlich willkommen und was hast du eigentlich du trommelst doch gut (und außerdem soll ja der Spaß im Vordergrund stehen) :)

TwoStroke

Mitglied

Registrierungsdatum: 28. August 2007

Wohnort: MIddelburg

  • Nachricht senden

4

Sonntag, 28. Dezember 2008, 20:51

Willkommen.
Ich finde die Tracks auf Myspace sehr ordentlich getrommelt (wenn auch nicht im entferntesten mein Musikgeschmack) ;)

freak-928

Mitglied

  • »freak-928« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. November 2005

Wohnort: Nußbach OÖ (Österreich)

  • Nachricht senden

5

Sonntag, 28. Dezember 2008, 21:21

Willkommen.

Von meiner Seite vollwertig, da vollkommene Vorstellung, vernünftiger Aufbau und vernünftiges Material
(aufgerüstet wird meist wie von selbst).

Viel Spaß hier noch!
Alles wird gut

Valenz

Mitglied

  • »Valenz« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. Mai 2008

Wohnort: Göttingen

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 28. Dezember 2008, 21:28

Hallo Willkommen,
ich hoere mir gerade die Lieder auf der MySpace Seite an. Gefaellt mir gut (vor allem Hit The Road). Und die Drums sind auch solide, sauber und passend. Insgesamt erinnert mich Eure Musik sehr an Motörhead - liegt wohl auch mit am Gesang. Weiter so!


Grueße

hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 28. Dezember 2008, 22:20

Danke für Euer Interesse, Euer Durchhören der Songs und Eure motivierenden Antworten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr man sich auf Drummerforum-User verlassen kann ;)
@Valenz: Der Vergleich mit Motörhead ist neu, bisher hat unser Sänger immer zu hören gekriegt: "Ey, machste einen auf Danzig?" Aber diese neue Faceette ehrt ihn noch mehr und wird ihn natürlich auch noch mehr freuen...
@freak-928: Mit dem Aufrüsten hast Du wohl Recht - trotzdem hätte ich mein geliebtes Hyperdrive natürlich lieber gestern als sonst irgendwann
@twostroke: Wie gesagt, herzlichen Dank für's Durchhören (und -halten)

Gute Nacht!

André
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

8

Sonntag, 15. März 2009, 17:45

Update im Eröffnungs-Post

s.o.
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

lcs

Mitglied

  • »lcs« ist männlich

Registrierungsdatum: 8. August 2008

Wohnort: Metzingen

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 15. März 2009, 18:50

Hi hrawth!

schönes Set, mir gefällt das Finish!

hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

10

Montag, 11. Juni 2012, 17:29

Ein laaanger Erfahrungsbericht zu meinem Beckenkauf vorletzte Woche - Zusatz zum Update des Startposts

So, liebe TrommlerkollegInnen und MitmusikerInnen,

es gibt tolle Neuigkeiten, die ich gestern bereits im Masterwork-User-Thread des Musiker Board gepostet habe. Hier nun auch fürs Drummerforum der Bericht!

An meinem diesjährigen Geburtstag war es endlich so weit: Meine Frau hatte beschlossen, mir von ihrem ersten eigenen Gehalt einen lang gehegten Traum zu erfüllen - ich sollte mein Becken-Set-Up aus billigen bis mittelteuren B8-Pressblechen gegen etwas Hochwertiges austauschen!
Vier Jahre lang hatte ich ihr in den Ohren gelegen, um wie viel besser mein Set dann klingen würde, ich hatte wie ein Irrer recherchiert, Soundfiles im Internet angehört und mich in diversen Musikläden umgesehen und im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen.
Das Ergebnis all dieser mühsamen Nachforschungen: Türkische B20-Becken oder Äquivalente von einem der großen Vier sollten es werden, auf jeden Fall wollte ich einen warmen, weichen Grundklang bei schneller Ansprache und gleichzeitig ordentlicher Durchschlagskraft/Lautstärkereserve für meine Heavy Rock-Band. Außerdem wollte ich den Einzelhandel unterstützen und ausgiebig testen, ohne ständig Rückgabetickets zu beantragen, d. h. ein Musikladen mit großem Sortiment in der Nähe sollte besucht werden.
Dank meiner wundervollen Frau konnte und würde dieser Traum nun endlich Wirklichkeit werden...

Zunächst war der Plan, Istanbul Mehmet Traditionals mit Paiste Twenty, Meinl Byzance, Zildjian K Customs oder Sabian HHX bei Musik Produktiv zu vergleichen und mir aus diesen Tellern ein ansprechendes Set auszusuchen. Leider erhielt ich von eben jenem Shop die ernüchternde Nachricht, dass einige der nicht vorrätigen Istanbuls nur gegen Kaufzusage bestellt werden können – also hätte ich sie selbst dann kaufen müssen, wenn sie mir nicht gefallen hätten.
Das widersprach natürlich völlig meinem Test-Vorhaben und so kam es mir mehr als gelegen, dass das Oldenburger Music And Marching-Center zwei Wochen vor meinem Geburtstag einige Masterwork-Serien ins Programm aufgenommen und nunmehr einen mit vier Baureihen großzügig vollgepackten Aufsteller im Laden stehen hatte. Ein Kurzbesuch inkl. erstem Anklopfen im Beckenaufsteller ergab eine grobe Vor-Auswahl: Custom und Resonant hießen die beiden Masterwork-Serien, die meinen Vorstellungen sehr zu entsprechen schienen. Auf die Frage, ob ich mir Modelle aus diesen beiden Serien sowie aus der Sabian HHX-Baureihe in den Größen 14“ (HH), 16“ und 18“ (CR), 20“ (R), 10“ (SP) und 18“ (CH) zum unverbindlichen Testen und Vergleichen bestellen könnte, antwortete der Verkäufer freundlich: „Kein Problem.“

Gesagt, getan, pünktlich am 25.05. waren alle angeforderten Modelle im Laden und ein zweistündiger Live-Test mit insgesamt 30 Becken konnte beginnen. Zuerst durfte ich mir ein Test-Drumkit aussuchen - meine Wahl fiel auf ein bereits aufgebautes, sehr leckeres Mapex Meridian Maple -, dann schafften zwei Verkäufer die zusätzlich notwendigen Beckenständer heran und bereiteten alles vor.

Mit den Sabian HHX-Modellen ging’s los, drangehängt wurden
14“ Stage Hats,
16“ Stage Crash,
18“ Studio Crash,
20“ Stage Ride,
10” Splash und
18” China.

Gespannt setzte ich mich ans Kit, denn HHX gilt ja als die Top-Serie von Sabian, mit der man – je nach Ausführung – jede Musikrichtung bedienen können soll und die sowohl dunkel als auch brillant/transparent klingen soll. Für jene Exemplare, die ich dort hängen hatte, muss ich allerdings sagen: Pustekuchen! Geschlossen klangen die Hats ja noch recht gut, aber halboffen und offen verbreiteten sie einen dermaßen blechern scheppernden Sound, dass ich dachte: „DAS ist also die Referenz in Sachen mitteldicker Hihats!?“ Selbst der Verkäufer meinte: „Zum Glück haben wir die Evolution Hats in Reserve...“
Ähnliches zog sich durch den Test der übrigen Exemplare: Die Crashes laut und schrill, das Ride stumpf und leblos, Splash und China viel zu träge und blechern – ein Satz mit (fettem) X. Dann kamen die Evolution Hats, das Evolution Splash und die X-Plosion Crashes dran, Ride und China blieben in Ermangelung alternativer Modelle hängen.
Die Evos und X-Plosions klangen viel wärmer, weicher, gleichzeitig definierter und einfach besser als die Stage- und Studio-Pendants, doch das 18“-Crash war um einiges leiser als das 16“-Crash und dabei sogar so still, dass es nie für Heavy Rock gereicht hätte.
Ich war ziemlich enttäuscht: Ihren Preis wären diese Becken für mich persönlich nie im Leben wert gewesen, die hatten eher Paiste Alpha-Niveau und hätten dementsprechend gerade mal die Hälfte kosten dürfen. Nun gut, genau aus diesem Grund war ich ja zum Music And Marching-Center gefahren, schließlich gab’s und gibt’s dort mit den neuen Masterworks echte relativ preisgünstige Alternativen zum leibhaftigen Anklopfen.

Weiter ging’s also mit den MW Customs, alle in denselben Durchmessern wie oben schon geschrieben. Es sei gesagt, dass ich meine Vorbemerkung im Post #61 des Musiker Board-Threads revidieren muss: Wirklich alles lässt sich mit den Customs, glaube ich, nicht spielen; ab einer bestimmten Band-Lautstärke (die ich mal grob bei lauterem Rock bis Hardrock verorte) dürften sich die Customs von thin bis medium schwer tun. Sie klingen echt fein und wunderbar definiert – die Hats, Crashes, Splashes und Chinas leicht trashy, aber trotzdem warm und weich, das Ride satt, mit tollem Ping und Wash (und es ist gut crashbar!) –, aber die Lautstärkereserven und die nötige Brillanz werden ihnen im Kampf gegen Halfstacks aus 50W-Amps und 4x12-Boxen höchstwahrscheinlich fehlen.
Die „Rock“-Stärke dürfte laut Augenmaß und „gefühlsmäßiger Hand-Waage“ etwa der Medium-Stärke der etablierten Hersteller gleichkommen und klang schon eher nach der nötigen Durchschlagskraft für mein Vorhaben, hatte dafür aber ein leicht in Richtung "kehlig" verändertes Timbre, das nicht mehr so ganz dem entsprach, was ich suchte.

Zwischenfazit: Gegen 16:00, also nach dem Test des 22. Beckens, machte sich eine leicht manisch-depressive Stimmung breit. HHX war wohl nix, Customs klingen fein, aber nicht stark genug und für meinen Geschmack doch etwas zu trashy, dann bleibt ja nur noch eine Modellreihe. Andererseits: Hey, es bleibt noch eine Modellreihe! Und Moment mal, Meinl Byzances und Paiste Twentys hängen hier ja auch `rum... Dann wird bestimmt alles gut. ;-)

Fortgesetzt wurde der Test mit den MW Resonants, immer noch in derselben Konfiguration wie oben beschrieben. Und plötzlich ging die Sonne auf: Warmer, dunkler Grundklang, gepaart mit brillanten Höhen, ohne schrill oder blechern zu klingen, dabei eine fantastische Ansprache bei sanftem Anschlagen nebst ausreichenden Reserven für höhere Lautstärken – das hatte ich gesucht! Der ausführliche Videotest bei musikmachen.de gibt’s schon ziemlich realistisch wieder, allerdings klingen da die Crashes und Chinas leiser, als ich sie in Natura erlebt habe.
Apropos China: Das war mir ein bisschen zu „kängig“, also montierte ich noch einmal das Custom- und anschließend das Iris-China; im direkten Vergleich passte Letzteres sowohl akustisch als auch optisch super zu den Resonants.
Schwer zu erraten, welche der rund 30 gestesteten Becken ich mir letzten Endes gekauft habe...

An dieser Stelle möchte ich das Team des Marching and Music Centers in Oldenburg lobend erwähnen und ein bisschen für den Laden werben: Trommelnde Leute, die in (der Region) Oldenburg wohnen, sollten zum Kaufen ihres Trommelbedarfs unbedingt dahin fahren!
Egal ob man viel, wenig, Großes oder Kleines kauft, man wird immer von freundlichem, hilfsbereitem und kompetentem Personal bedient, darf alles anspielen und ausprobieren, kann nette fachsimpelnde Schwätzchen halten und bekommt ein breites Sortiment von Trommelzeug zu fairen Preisen geboten (statt Rabattschlachten gibt’s dort Preisnachlässe, die nicht unbedingt immer mit dem Internet-Tiefstpreis mithalten können, die mir als Kunde aber das Gefühl geben, dass man mir entgegenkommt und ich im Gegenzug auch weiterhin die Gelegenheit haben werde, neue Dinge vor Ort unverbindlich antesten zu können).
Außerdem setzen sich die Verkäufer auch gern für ihre Kunden hinters Set, um ihnen die Klangwahrnehmung des betreffenden Artikels aus verschiedenen Hörerpositionen zu ermöglichen - mir hat das im Hinblick auf meine endgültige Entscheidung sehr weitergeholfen.

Des Weiteren gibt es noch eine weitere erfreuliche Erfahrung bzgl. aller von mir getesteten Masterwork-Becken zu berichten: Jedes Exemplar war tadellos verarbeitet, klanglich ohne Schwierigkeiten eindeutig (s)einer Baureihe zuzuordnen und die Klangstreuung zwischen identischen Modellen hielt sich in sehr engen Grenzen. Die Qualitäts- und Soundkontrolle sowie die Vor-Auswahl des Vertriebs hinsichtlich der klanglichen Passung der auszuliefernden Becken scheinen demnach auf hohem Niveau zu funktionieren.

Demnächst folgen kurze Einzelreviews nebst Bild- und Tonaufnahmen meiner neuen Becken*. Viel Spaß und danke für’s Lesen!

Mit rockigen Grüßen
André

*Als Appetithäppchen gibt's im Startpost und in meiner Galerie erst mal ein Foto all meiner neuen Schätzchen am Set von oben sowie ein Foto meiner neuen Ride/China-Kombination an nur einem Beckenständer.

Bis denn!
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »hrawth« (11. Juni 2012, 20:11)


11

Montag, 11. Juni 2012, 17:37

Sehr tolle Geschichte, freut mich zu lesen, dass du auch die türkischen Bleche für dich entdeckt hast. ;) In Sachen Verarbeitung wirklich top, das muss man sagen und die Serie hat mir auch sehr gefallen, wobei ich auf günstigere Konsorten einer anderen Türkenschmiede auswich. Viel Spaß mit den Becken!

kayrock

Mitglied

  • »kayrock« ist männlich

Registrierungsdatum: 29. Mai 2012

Wohnort: Bayern (Allgäu)

  • Nachricht senden

12

Montag, 11. Juni 2012, 18:36

Na das ist doch mal wirklich n richtig schöner und ausführlicher bericht. Schöne becken hast du dir da rausgesucht. Herzlichen glückwunsch dazu und viel spass damit.

PS: die set und cymbal zusammensetzung kommt mir doch irgendwie bekannt vor :'D
Mein Pferdchen ;)

hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

13

Donnerstag, 20. März 2014, 22:31

Liebe Trommler-Kolleginnen und -Kollegen,

meine Heavy Rock-Band, El Camino aus Löningen, schickt sich an, im Mai ihr drittes Album „Black Fuel“ zu veröffentlichen.
Vorab haben wir ein Lyric-Video zu unserem Song „Spiral“ bei Youtube eingestellt:
Schaut’s Euch an und drückt den Like-Button, wenn’s Euch gefällt; FB-Kommentare sind auch gern gesehen. Ach ja, und teilt es wie wild mit Euren Freunden! ;)

Wir freuen uns sehr über Euer Feedback (sowohl zum Song als auch zum Video)!

Viel Spaß beim Gucken wünscht
André (El Camino – Drums)
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »hrawth« (30. April 2014, 21:04)


hrawth

Mitglied

  • »hrawth« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 10. November 2006

  • Nachricht senden

14

Samstag, 28. Dezember 2019, 22:19

Andrés neues Tama Superstar Hyperdrive in Übergrößen

Liebe Trommlerkolleginnen und -kollegen!

Mittlerweile bin ich 41 Jahre alt, wohne im niedersächsischen Oldenburg, spiele seit fast 13 Jahren bei El Camino und bin seit 14 Jahren DF-Mitglied.

Nachdem sich vor zwei Jahren bei meiner Band endgültig ein Stilwechsel bin zu mehr Stoner und Doom abzeichnete, war ich mit meinem alten Hyperdrive nicht mehr so richtig glücklich. Ich liebe dieses Set nach wie vor und benutze es auch weiterhin zum Üben, aber die Toms und auch die Bassdrum hörten sich für das Drop-H-Tuning meiner Saiter sowie für unser neues Liedgut insgesamt zu "modern" bzw. "klein" an. Weil mein "altes" Set allmählich zehn Jahre auf dem Buckel und ich fleißig gespart hatte, erhielt ich 2018 die Freigabe meines Finanzministeriums für ein neues Set, und ihr wisst, was jetzt kommt: Welches soll ich bloß nehmen? - Fluch und Segen zugleich beim Kauf von neuem Equipment... :D

Die Vorgaben waren:
a) Alle Durchmesser sollen um mindestens zwei Zoll wachsen.
b) Zwei Rack-Toms müssen sein.
c) Ich will sie mit zwei Zoll Unterschied im Durchmesser.
d) Sie müssen über die Bassdrum passen, und zwar ohne Mickey-Dee-Gedächtnis-Aufbau (was bei meinen 1,91 m schwer wäre, aber ihr wisst, was ich meine).

Alles andere war sekundär, aber nicht unwichtig, und da ich den Hyperdrive-Sound immer noch toll finde und ohnehin Tama-Fanboy bin, musste ich nach langen Recherchen einsehen: Ich lande wohl wieder beim Superstar. Als Alternativen hatte ich Mapex Saturn und Pearl Masters ernsthaft in Erwägung gezogen, sogar bei DR Custom Drums hatte ich angefragt, aber alles wäre mit Kompromissen behaftet gewesen: Mapex und Pearl hatten damals keine 14"-Tom mit weniger als 10" Tiefe und DR wollte mehr Geld, als mein Budget hergab. Sicher wären ihre Trommeln das Geld wert gewesen, aber ich hatte einfach nicht so viel. Außerdem geht für mich einfach nichts über die StarCast-Aufhängung, erst recht nicht die überarbeitete Version, das ist für mich eine supervariable und narrensichere Lösung, die auch noch klasse aussieht. Da kann für meinen Geschmack kein anderer Trommelbauer mithalten.

Doch selbst als mir klar war, dass es wieder Tama wird, bin ich noch zwei Monate mit der endgültigen Entscheidung schwanger gegangen: Superstar oder StarClassic?

Ich: Vielleicht doch lieber eine Qualitätsstufe höher und dafür nur ein Rack-Tom?
Auch ich: Nein, ich spiele am liebsten und flüssigsten mit zwei Rack-Toms!
Wieder ich: Blödsinn, ich kann 1up-1down spielen, dann übe ich halt noch mehr, bis es genauso gut geht wie mit dem alten Aufbau!
Nochmal ich: Nein, das will ich nicht, ich stehe auf 2up-1down!
Ebenfalls ich: Na gut, aber was ist mit der Lackierung? Die StarClassics haben viel hübschere Finishes, dafür lohnt es sich, auf ein Tom zu verzichten.
Ich, zum letzten: Nein, das Brushed Charcoal Black beim Superstar sieht klasse aus, vor allem mit den Black-Nickel-Lugs. Das wird's, basta!

Man merkt schon, das Finish war ein Kompromiss. Eigentlich wollte ich Flat Black haben, aber nachdem ich ein solches Exemplar im Laden gesehen hatte, sah ich ganz schnell wieder davon ab. So was von empfindlich und schwer zu reinigen, für ein roadtaugliches Set unvorstellbar! Mittlerweile habe ich das BCB-Finish heiß und innig liebgewonnen, weil es je nach Lichteinfall entweder cool nach einem dunklem Lila oder einem glänzenden Schwarz aussieht. Nach sechs Monaten Lieferzeit war's dann endlich da; schaut's euch an:



Die Specs stehen im Kommentar des ersten Bildes, hier sind sie trotzdem nochmal:

Tama Superstar Hyperdrive in Brushed Charcoal Black:
24" x 18"
12" x 7"
14" x 8"
18" x 16"

Tama Starphonic Steel Snare (limited edition):
14" x 8"

Istanbul Agop XIST:
15" Hats
18" / 20" Crashes
22" Power Crash
22" Ride
20" China
10" Splash

Tama Iron Cobra PowerGlide double pedal
Tama Iron Cobra LeverGlide hihat stand

4 Tama RoadPro cymbal stands
2 Tama CA45EN w/ Tama Multi-Clamps

Meinl cowbell "Kenny Aronoff" 6,25"
Meinl TurboCrasher (big)

Da mir Klang und Spielgefühl der ungedämpften Bassdrum schon gut, aber nicht perfekt gefielen, habe ich einiges ausprobiert, siehe z. B. mein Review zum Remo-Sub-Muff'l im Musiker-Board. Zu guter Letzt, also nach einem Evans EQ-Pad, dem Pendant dazu von Pearl, Akustikschaumstoffplatten, dem Kicker II von Sonitus sowie einer Kuscheldecke von Oma, bin ich bei einer DIY-Lösung gelandet: einem IKEA-Kissen, das mit Klett-Klebeband in der Bassdrum befestigt ist - fixiert, aber leicht ablös- und verschiebbar, dämpfend, aber nicht mumpfend. Perfekt!

Hier die Zutaten: "Fjädrar" in 40x65, Tesa-Klett-Klettbeband und Paketklebeband. Mit dieser Anordnung der Klebebänder wollte ich sicherstellen, dass ich das Kissen flexibel in der Bassdrum fixieren kann. Klappt gut!


Und so sieht's einmal richtig herum und einmal kopfüber aus - hält bombig und dürfte dementsprechend auch Transportwege in genau dieser Fixierung überstehen.


Hörproben von meinem neuen Set in annehmbarer Qualität wird's in ein paar Monaten geben, wenn wir in die Vorproduktion unseres vierten Albums gehen und Demos fürs Studio aufnehmen. Hörproben in richtig guter Qualität wird's Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres geben, wenn wir im Studio sind. Dann sorge ich dafür, dass ich ein paar Schnipsel von den Rohspuren für einen V-Log bekomme, damit man das Set in Natura hört.

Wo ich schon bei akustischer Optimierung bin: So sieht mein Set in unserem seit September 2019 fertig renovierten Proberaum aus; man beachte die selbstgebastelten Bassfallen:


Wir haben die Bauanleitung von Bonedo relativ frei Schnauze umgesetzt und festgestellt, dass die Bassfallen nicht nur den Bass fangen, sondern auch die schlimmsten Höhen schlucken, sodass wir gar kein weiteres akustisches Treatment brauchen. Unser Raum klingt angenehmer, sogar ein bisschen subjektiv leiser, und ich muss nicht mehr reinkloppen wie ein Irrer, um mich gegen den Verzerrermatsch durchzusetzen - weil's jetzt keinen Matsch mehr gibt. :)

Jetzt aber Feuer frei für Kommentare wie: "Bist du bescheuert, von einer Serie das Gleiche in teuer zu kaufen?!" :D

Liebe Grüße!
André
El Camino - Heavy Stoner Rock aus Löningen

Neue Promo-Single auf SoundCloud!
Facebook
Bandcamp
Website

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »hrawth« (3. Januar 2020, 17:40) aus folgendem Grund: Rechtschreibung & Grammatik