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Xian01

Drumming, Drumteching

  • »Xian01« ist männlich

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21

Donnerstag, 19. April 2012, 12:18

Mainstream sagt ja erstmal nur, das es vielen Leuten gefällt. Das ist ja erstmal kein Makel.

Ein Song wird nicht schlechter wenn er mehr Leuten gefällt. Er wird auch nicht besser, wenn die meisten ihn scheiße finden.
Insofern ist diese Diskussion sinnlos.

Auch die Zielsetzung "besser werden" gilt nicht für jeden Musiker automatisch. Ich habe viele Kollegen die mit dem was sie JETZT können einfach leben möchten und ihren Spaß wollen.
Auch hier sollte man nicht von den eigenen Zielen auf die aller schließen.

Und "besser werden" ist ja auch sehr dehnbar. "besser" kann bedeuten "neues Vokabular", besser kann aber auch bedeuten vorhandenes Vokabular schöner klingen zu lassen.

Insofern alles nicht greifbar und nicht zielführend.

Registrierungsdatum: 30. November 2006

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22

Donnerstag, 19. April 2012, 13:44

Die Einstellung "nur ein armer Künstler ist ein guter Künstler" finde ich engstirnig und borniert. Ich hab nie kapiert, dass die hochverehrte Underground-Band plötzlich zum Ablehnungsobjekt wird, weil sie zufällig Erfolg hat und Geld verdient, also zum Mainstream mutiert. Underground muss genausowenig per se gut sein wie Mainstream schlecht - diese Einstellung ist m.E. rassistisch. Es gibt natürlich im Mainstream mehr inhaltslose "auf Erfolg designte" Musik wie im Underground, das liegt daran, dass die Firmen Profit machen wollen und an den Hörgewohnheiten der Konsumenten. Aber davon wird nur ein Promille erfolgreich....
Auch im Underground werden nur die Bands erfolgreich, die ein gutes Produkt mit viel Schweiss, Ausdauer und Energie unter die Leute bringen.
“If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
Frank Zappa (1940-1993)

  • »Divide_by_zero« ist männlich

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23

Donnerstag, 19. April 2012, 14:04

Also wenn du mit Mainstream das meinst, dass zum Beispiel bei DSDS keiner mehr singen kann sondern alles nur noch voll mit kleinen Teenagern ist, deren Manager sie gut vermarkten; dann kann ich dir Folgen.
Und ich nehme an du implizierst damit dann dass die Schlagzeuger heutzutage nicht technisch gut sein müssen sondern nur gute Show abliefern und sich gut vermarkten können.

Macht mir eigentlich nichts aus. Ist natürlich nicht fair, dass die Leute dies wirklich drauf haben manchmal nie so weit kommen, wie jenigen die schlechter sind aber sich besser vermarkten können.

Ich spiel einfach Schlagzeug weils mir Spaß macht und hab als Vorbilder eigentlich mehr Bands. Ich sag mir nicht der ist technisch geil so will ich mal sein, sondern die Band hat wirklich ne gute Harmonie und passt gut zusammen. Weil als Schlagzeuger ohne Band Karriere zu machen ist nicht einfach. Deswegen muss die Harmonie der Band, das Zusammenspiel passen.

Ich glaub zwar Ich hab den Orginalpost völlig falsch verstanden.

Jürgen K

PS: Mitglied

  • »Jürgen K« ist männlich

Registrierungsdatum: 18. März 2006

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24

Donnerstag, 19. April 2012, 14:27

Definiere doch mal Mainstream

Instrumente. Diese werden beim Mainstream total vernachlässigt und dienen nur zu Begleitung und Untermalung des Gesangs, oder um die Pausen aufzufüllen, die der Sänger zum Luft holen braucht..
Ich habe nie verstanden, warum der Sänger das Zentrum einer Band bildet. Warum ist Instrumentale Musik nicht Massentauglich ?


Hallo,

wenn mit dem Hauptstrom die Liedform meint, dann ist diese allerdings auch nicht immer massentauglich.
Schließlich gibt es Lieder, wo auch die Instrumente nur begleiten, die jedoch keinesfalls für die Massen tauglich sind.

Instrumentale Musik ist in unserem Kulturkreis durchaus auch massentauglich, allerdings nicht überall. Neben der gepflegten Tanzmusik (ob Techno oder Standard ist dabei irrelevant) kommt Instrumentalmusik auch zur Untermalung von Bildern zur Anwendung. Als reine Kunstform begeistert sie auch im klassischen Bereich den Mainstream-Hörer: Kleine Nachtmusik, Bolero, 5. Sinfonie, ... dort jedenfalls ganz klar: mainstream. Und: kein Gesang.

Aber: was die Massen zieht, ist das, was sie (so ungefähr jedenfalls) mitsingen können, also Musik, bei der man teilnehmen kann. Das erklärt auch den Erfolg von reiner Tanzmusik.
Andererseits gibt es auch Musik, wo auch der Gesang nur Beiwerk ist und es mehr um den Text an sich geht, dieser also im Vordergrund steht, etwa bei Liedermachern oder Kabarettisten (die dann aber gelegentlich auch wieder gerne musikalische Gassenhauer zur besseren Verabreichung verwenden).

So gesehen, wird es schon schwierig.

Und ansonsten wird es auch schwierig, denn Vieles, was heute schon massenkompatibel ist, war es früher nicht.
Da muss man sich dann fragen, wo die Grenze ist.

Wenn man alles ablehnt, was massenkompatibel ist, dann hat man kein Internet und verschickt seine Mails noch in Papierform, handgeschrieben auf Pergament selbstverständlich. So ist man anders.
Und ja, man spielt kein drum-set, sondern Schlagwerk. Das macht nicht jeder.
Also: vorwärts!

Und wenn dann irgendwann diese wildlederberockten Mittelalterkapellen richtig mainstream werden, dann kann man ja mal wieder was Neues (Altes) hervor holen.

Alles nicht so einfach.
Ich bin gegen Mainstream, ich wähle Piraten, esse Hunde und pisse auf die Straße.

Prosit
Jürgen

Bohne

Mitglied

  • »Bohne« ist männlich

Registrierungsdatum: 26. März 2006

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25

Donnerstag, 19. April 2012, 14:33

Das ist wohl eher eine Diskussion für den Pausenhof.
Wir ernsthaften Musiker haben genug damit zu tun zu verhindern, dass unsere Musik technisch stagniert.
Hier schwankt nicht nur das Tempo.

stk

Mitglied

Registrierungsdatum: 10. Mai 2011

Wohnort: dreieich

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26

Donnerstag, 19. April 2012, 14:34

Ich bin gegen Mainstream, ich wähle Piraten, esse Hunde und pisse auf die Straße.

geht doch!!
13% Arschlöcher in Hessen :cursing: :thumbdown:

bermut

Matthew

Mitglied

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27

Donnerstag, 19. April 2012, 14:55

Hallo Leute,

ich schließe mich da den meisten Beiträgen der Forumskollegen an: Ich glaube, dass Musik eine Herzensangelegenheit ist. Und auch wenn musikal. hochwertige Technik begeistern kann, ab einem gewissen Grad der Musikalität* geht man als Musiker wieder zurück zu seinem Herzen. Und wenn der sehr simple Song "Heartbreak Warfare" von John Mayer jemanden tausendmal mehr anspricht, als Dream Theaters "Octavarium", dann ist das einfach so. Kümmert euch nicht so viel um irgendwelche Schubladen, macht/hört was glücklich macht :)!

Aber ich finde schön und wichtig, dass dieses Thema oder jenes Thema auftauchen.

Beste Grüße,
Matt


------------------
* = Ich hoffe, dies wird OHNE einen überheblichen Unterton verstanden, denn so meine ich es keinesfalls.

Tulpe

Mitglied

  • »Tulpe« ist männlich

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28

Donnerstag, 19. April 2012, 15:18

Ein Thema was mich oft bei Gesprächen mit Musikern innerlich auf die Palme bringt!


Ich lehne als Musiker den Mainstream prinzipiell ab und dachte, dass diese Einstellung unter Musikern verbreitet ist, diese Vermutung hat sich nach einigen Gesprächen mit Kollegen allerdings als falsch erwiesen.
Das Gefühl habe ich nicht. Wie oft habe ich schon gehört "ja, so billige Popmusik..."

Und das regt mich auf! Ich gebe zu: Ich höre auch kein Radio. Die Musik macht mich auf Dauer matschig in der Birne. Dennoch habe ich wahnsinnigen Respekt davor, wie viel Arbeit, Können und Talent in solcher Musik steckt. Rihannas Musik ist unglaublich gut produziert, hat eine toll durchgezogene Klangästhetik und ist musikalisch klar strukturiert - ob es mir persönlich gefällt oder nicht ist ja etwas anderes. (Wieviel lieber ist mir das übrigens als den 10.000sten Frickler, der sich einen abwichst..) Trotzdem haben da viele sehr talentiere und qualifizierte Menschen daran gearbeitet. Das ausschließlich auf die Künstlerin Rihanna zurückzuführen ist naiv - keinen Respekt vor der musikalischen Leistung per se zu haben aber einfach dumm.



Zitat

Ob eine Band bekannt wird oder nicht hängt nicht von den Fähigkeiten,
sondern vom Support ab(...)während viele
schlechte Bands einfach nur gehyped wurden und so ein so großes Publikum
erreichten, das ihre unfähigkeit kein Hindernis mehr darstellt. Wie
kann man sich mit so einem System anfreunden ?
Den verkannten Künstler gibt es zu genüge. Klar gibt es viele Musiker, die wirklich was drauf haben und denen das Glück an den entscheidenen Momenten gefehlt hat. Wen willst du dafür verantwortlich machen? Das "System"? Achso, und bitte Beispiele für schlechte Bands mit großem kommerziellen Erfolg!


Zitat

Und wie kann man als Musiker zu Leuten aufsehen, die nicht zwangsläufig
besser sind als man selbst, sondern einfach nur aus Glück den Weg auf
die großen Bühnen gefunden haben ? Ich schaue als Musiker doch lieber zu
Menschen auf, die Jahrezehnte lang Ehrgeiz in ihr Instrument gesteckt
haben und so ein Vorbild darstellen.
Die meisten kommerziell erfolgreichen haben hart dafür gearbeitet. (Und wenn nicht, dann waren doch Leute dahinter, die hart dafür gearbeitet haben. Dann hab einfach Respekt vor denen. ;) )
Sogar David Guetta hat in seine Musik tausende von Stunden harter Arbeit reingesteckt! Und: Ich glaube, die Gefahr, zu Leuten aufzusehen, die nicht besser als man selbst sind, besteht meistens nicht. Die können schon mehr als man selbst.

Zitat

In Kommerzieller Musik erreicht das allerdings sehr schnell seine
Grenzen, und mehr als eine saubere Performance ablegen braucht man
nicht. Wie kann man Musikern Respekt aufweisen, die, nachdem sie auf
einem vergleichsweise niedrigem Level Erfolg hatten sich nicht mehr
steigern und Musik nicht mehr als Herrausvorderung, sondern als
Geldquelle sehen ?
Mehr als eine saubere Perfomance hinzulegen braucht man nicht? Neeee, natürlich nicht....Musik als Herausforderung? Na, das wäre ja schön. Ich mach Musik weils mir Spaß macht. 3 Akkorde klingen halt oft besser als 1000. Und woher du die innersten Gedanken der Musiker kennst ist mir auch ein Rätsel.


Jetzt fixiert euch nicht so aufs Schlagzeug. Es geht mir dabei um alle Instrumente. Diese werden beim Mainstream total vernachlässigt und dienen nur zu Begleitung und Untermalung des Gesangs, oder um die Pausen aufzufüllen, die der Sänger zum Luft holen braucht..
Weil viele Menschen darauf stehen. Da hilft nichts. Und Gesang gut zu begleiten ist nicht weniger schwer als ein freakiges Solo.


Zitat

(Abgesehen von der
Technoscheiße, bei der man sich dem Exitus nahe bringen muss, um sie zu
ertragen)
Das zeigt nur einen sehr begrenzten Blickwinkel.





Hoffentlich ist mein Beitrag nicht zu aggressiv geworden, aber ich kann bei so wenig Respekt vor guter Leistung irgendwie nicht stillstitzen.

Nichts für ungut..

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tulpe« (19. April 2012, 16:03)


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29

Donnerstag, 19. April 2012, 15:31

Also. Meine Meinung:
Ich bin mir ziemlich sicher dass hier bis auf 1,2 Typen keiner professioneller Drummer ist und jemals eine Kommerzscheibe/einen Kommerzsong eingetrommelt hat.
Es beginnt ziemlich viel mit Kommerzmusik.
Wie könnten Musiker sonst experimentielle Solosachen machen wenn sie nicht berühmt sind und jeden Moment den finanziellen Ruin erwarten müssen? Zuerst einmal muss man mit was geradlinigem berühmt oder zumindest finanziell abgesichert sein. Sonst geht ja nix?

Ich bin tolerant.
Ich hör das was mir gefällt und lass dass aus was mir nicht gefällt. Deshalb hör ich auch kein Techno.
Ich hör von geradlinigem Pop bis hin zu Dave Weckl gefrickel alles.
Und bin zufrieden.

Tschast mei tu sents.
something to take off the edge pls

R_S_W

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  • »R_S_W« ist männlich

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30

Donnerstag, 19. April 2012, 15:38

Musik ist ein Teil unserer Kultur. Genauso wie bspw. Essen, sportlicher Wettkampf, Politik oder Liebe. Jeder sucht sich seinen Platz in der Gesellschaft. Ich liebe in diesem Zusammenhang die Metapher des gallischen Dorfes bei Asterix und Obelix. Guckt euch mal an, wie der Troubadix da gemobbt wird. Aber wenn wieder ein paar Römer geschlachtet wurden und die Wildschweine überm Feuer schmoren, sorgt er für die Stimmung im Dorf. Und seid mal sicher, der spielt Mainstream vom Feinsten. Damit auch der blödeste Fischverkäufer mitfeiern kann, denn hier geht es um Momente der Freude nicht um intelektuelle Zeitverschwendung.

Edit: Hab da in meiner Erinnerung ein bisschen was verdreht. Jedenfalls ist der Punkt, dass wenn er spielen darf, spielt er das, was die Leude hören wollen. Wenn er sich für ein musikalisches Genie hält, wird er prompt geknebelt.

Und alle Technik Gurus predigen immer wieder (Nur scheinbar will es einfach niemand hören. Wahrscheinlich aus Angst, sich den wahren Herausforderungen des Musikmachens wie sozialer Interaktion oder musikalischer Bildung zu stellen.), dass dieser ganze Übescheiß und das hier so hochnäsig angepriesene "Ausfeilen technischer Raffinessen" (natürlich notwendig!!! aber) nur Mittel zum Zweck sind. Der praktizierende Musiker muss halt ein mehr oder weniger hohes Mindestmaß an Handwerk beherrschen, bevor er in die Öffentlichkeit treten und dann entweder Kunst oder Dienstleistung betreiben kann.

Wichtig finde ich auch immer die Unterscheidung Musiker, Instrumentalist. Mag teilweise als Korintenkacke erscheinen, aber finde ich bei der Frage "Wie sehen MUSIKER den Mainstream?" mitentscheidend. Also, der Begriff Musiker ist in dieser Diskussion mindestens genauso undefiniert wie der Begriff Mainstream.
Gruß Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »R_S_W« (19. April 2012, 15:52)


Zunge

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  • »Zunge« ist der Autor dieses Themas

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31

Donnerstag, 19. April 2012, 15:58

Noch einer auf der Blockliste.. ich möchte mit konstruktiven Argumenten diskutieren und das wird dann als "rumheulen" bezeichnet ? Wenn man keine eigenen Argumente hat, einfach nicht antworten, statt rumzuflamen..

Tulpe

Mitglied

  • »Tulpe« ist männlich

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32

Donnerstag, 19. April 2012, 16:02

Sorry, hast Recht. wird gleich editiert.

siktuned

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33

Donnerstag, 19. April 2012, 16:08

Abgesehen von der Technoscheiße, bei der man sich dem Exitus nahe bringen muss, um sie zu ertragen


das nennst du also "konstruktives Argument"?

...wieder was gelernt :rolleyes:
Ist das Resofell gerissen,
kling die Snare meist recht beschissen
Ist das Teil dann wieder heil,
klingt die Karre wieder geil :P

Bluesmaker

Mitglied

  • »Bluesmaker« ist männlich

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34

Donnerstag, 19. April 2012, 16:09

Ich halte es wie die meisten der Vorschreiber: Was mir gefällt entscheide ich und nicht irgendein Label auf dem "Vorsicht Mainstream" steht. Mainstream kann gut sein und Underground scheiße. Und ja, ich mag Bryan Adams, Toto, Nickelback & Co.

Und ich kann auch gar nix negatives daran finden gemocht zu werden. EIn gutes Beispiel dafür ist Satriani: Sein Solozeug kann ich mir nicht anhören, oder nur ganz wenige Songs. Bei Chickenfoot nimmt er sich zurück und ich finds geil. Man muss doch nicht immer alles raushängenlassen was man kann. "Höher-Schneller-Weiter" ist ja ok, im Solo, aber ein Musiker ist für mich immer noch da um dem Song zu dienen. Beschränkung auf das Wesentliche ist auch eine Kunstform.

Aus einem meiner Lieblingsbücher (ich hab es als Hörbuch gelesen vn Bela B.):
"Natürlich gibt es auch jene Künstler, die lange und hart arbeiten, um sich künstlerisch weiter zu entwickeln, die Gunst der Kritiker zu erringen und eine loyale Fangemeinde aufzubauen und die dann einen Nummer-1-Hit landen. Das ist natürlich die Krönung! Doch auch in diesem Fall wendet sich die verärgerte Puristen-Front im Heer der Fans angeekelt ab, weil sie Ihren Privatclub nun mit dem ungewaschenen Pöbel teilen sollen." aus "The KLF - Das Handbuch - Der schnelle Weg zum Nr. 1 Hit"
----------------------------------------------
"Every drummer that had a name, had a name because of his individual playing. He didn't sound like anybody else, So everybody that I ever listened to, in some form, influenced my taste." Buddy Rich

35

Donnerstag, 19. April 2012, 16:21

Also ich hab jetzt nur den Startpost gelesen.
Ich finde eine generelle Ablehnung ziemlich doof, denn am Mainstream lässt sich
erkennen in welche Richtung sich das Musikempfinden der Ottonormal- Konsumenten entwickelt.

Zu der Sache mit den Fähigkeiten. Wenn ich mir heute lieder von Kelly Clarkson (oder so) anhör
da spielt der typ von A perfect Circle. Zeig mir mal wie die Mehrheit hier im Forum das genauso nachspielen soll?
Der typ verdient halt unteranderem auch als Trommler von Avril Lavigne seine Brötchen und lässt halt
in seiner "Freizeit" mit A perfect Circle die Sau raus. Lebt aber von beidem ganz gut.

Ich wunder mich immer wieder welch geniale technisch brilliante SChlagzeuger/Musiker es nie
über die Hobby/Freizeit Stufe hinausgeschafft haben. Der Grund dafür liegt meistens darin, dass
es bei Musik nicht um das reine Vermögen geht (was kann ich spielen) sondern welche Ideen habe ich.

Das viel Musik heutzutage einfach nur mehr berechnend ist um sich einfach gut zu verkaufen ist nunmal so.
Deswegen heisst es ja auch Musik- INDUSTRIE. Es gibt meiner Meinung nach aber auch im Mainstream Bereich immer
wieder Lichtblicke. Mir gefällt das was Adele momentan macht sehr gut. Und das wird im Radio auch rauf und runter geträllert.

Eine Bekannte ist momentan in England als Au Pair, die sagt dort läuft grad nur Dubstep auf allen Sendern. Vor ein paar Jahren
noch undenkbar. Heutzutage Mainstream. Selbiges gilt für alle Core- Sachen. Wenn man heute einen Jugendlichen fragt was er hört
sagt er beim Ausgehen Pitbull, David Guetta, Flo Rida und sonst so Volbeat, Asking Alexandria etc.

Meistens ist ein solches Genre gar nicht danach ausgerichtet Mainstream zu sein, sondern wird dazu verdonnert.
Und dann gibts natürlich immer wieder neider die prinzipiell alles schlecht finden was gerade hip ist...

Druffnix

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Wohnort: Rübennasenhausen

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36

Donnerstag, 19. April 2012, 16:43

Achso, und bitte Beispiele für schlechte Bands mit großem kommerziellen Erfolg!


TOCOTRONIC!!!
667 - The Neighbour Of The Beast!!

C0xyf0xy

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  • »C0xyf0xy« ist männlich

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37

Donnerstag, 19. April 2012, 16:46

Also Mainstream hat für mich auch sehr viel mit dem zu tun, der ihn als solchen bezeichnet. Insofern halte ich eine genaue Abgrenzung des Mainstream auch für nahezu unmöglich, da ihn jeder anders empfindet, was ihn meiner Meinung nach auch so interessant macht.
Nehmen wir als Beispiel mal die vieldiskutierten "Hipsters": Ihr wisst schon, die, die immer so abgeranzte Klamotten tragen und Skrillex hörn - oder auch nicht. Wenn die eine unbekannte Band gut finden, feiern die die ab. Und irgendwann hat die Band nen Plattenvertrage bei nem großen Label. Und auf YT erscheinen dann Kommentare wie: "Ja, die warn mal gut, aber jetzt sind die Mainstream!" Was ist passiert? Durch den höheren Bekanntheitsgrad - der wiederum aus der höheren Massentauglichkeit der Band resultiert - kennen auch Nicht-Hipster (ja, das ist jetzt vereinfacht) die Gruppe - das ist dann eben Mainstream. Unzählige Male passiert, siehe Linkin Park.
Daraus folgt also, dass tatsächlich Geld einen großen Anteil an der Entwicklung von Bands und somit auch an der des Mainstream hat. Denn: größere Bekanntheit -> mehr Einnahmen durch Tour, CDs, Merch. Logisch.
Letzten Endes also halte ich es auch für absolut falsch, Bands dafür zu verurteilen, ihre Musik massentauglicher oder einfacher zu machen - schließlich ist nichts falsch oder verwerflich daran, mit Musik Geld verdienen zu wollen.

Super Thread übrigens :thumbsup:
Pearl und Sonor

Im gonna go smoke. You wanna come smoke with me? You dont smoke right? What are you one of those fitness freaks, huh? Go fuck yourself.

- George Ellerby (Alec Baldwin) - The Departed




Timlod

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38

Donnerstag, 19. April 2012, 16:48

Dass du Mainstream generell ablehnst, zeigt mir, dass dich eher der Kommerzgedanke stört als die Musik.
Was ich sehr schade finde. Tolle Bands werden aufgrund ihres Könnens erfolgreich, und sobald sie Mainstream sind sind sie für dich gestorben? Arme Sache, sorry.
Adele zum Beispiel ist eine tolle Künstlerin, Foster The People mitunter meine Lieblingsband. Großartig, und deswegen Mainstream. Schade für dich, dass du viele verdammt gute Künstler nur aufgrund ihrer Massentauglichkeit nie erleben wirst.
Klar, vieles der heutigen Musik ist höchstens Mittelmaß. Aber das ist es halt, was die Gesellschaft momentan will. Technisch waren die Beatles auch nicht Götter. Dennoch werden sie (die mainstreamste Band aller Zeiten) als Legenden gesehen.
Deine Argumentation hinkt meiner Meinung nach zu gewaltig, um sie ernst zu nehmen. Ich wünsche mir, dass du dich ernsthaft mit (guter) Musik auseinandersetzt, bevor du die, die es geschafft haben, so verteufelst.

rohstoff

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  • »rohstoff« ist männlich

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39

Donnerstag, 19. April 2012, 16:56

Zitat von »Tulpe«
Achso, und bitte Beispiele für schlechte Bands mit großem kommerziellen Erfolg!


TOCOTRONIC!!!



WORD :thumbsup:
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Zunge

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  • »Zunge« ist der Autor dieses Themas

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40

Donnerstag, 19. April 2012, 17:03

Eben alles was im Radio läuft und technisch stagniert.


Das A Perfect Circle technisch stagniert kann man wohl nicht behaupten. Ich zähle toto und co. sowieso nicht wirklich dazu, nur weil sie ein paar hits hatten.