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Gonzo

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21

Dienstag, 12. November 2002, 15:08

Find eure diskussion über Triolen etc. ganz interessant.

Wenn ich vor meiner Snare sitzte und Rudiments über schau ich aber über dinge wie Quintolen hinweg. Für mich eine etwas überaltete Technik. Ist zwar Geschmacksache jedoch denke ich (Triolen, 16 Triolen ausgenommen) es mehr eine Qual als ein Nutzen is das zu üben. :D


mfg


Alex

I-hate-god

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22

Dienstag, 12. November 2002, 22:52

aber 10000 prozentig nicht!
wer glaubt das schon?

Jan

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23

Mittwoch, 13. November 2002, 00:56

Naja, Quintolen, Septolen usw. trainieren Dich schon ungemein! Vor allem Deinen Kopf und Deine Hände. Aber es ist schon so, dass solche Späße wohl keine Anwendung in Deinem Spiel finden werden!
Rein von der Wirkung her beurteilt ist z.B. schon bei einem halbwegs zügigen Tempo ein Quintolen-Roll nicht mehr von einem Sextolen-Roll zu unterscheiden. Sofern Du kein Jazzer bist, nicht auf musikalisches Experimentieren stehst, oder nicht zufällig Danny Carey heißt, macht es deshalb wenig Sinn, Quintolen u.ä. in Dein Repertoire aufzunehmen. Wie gesagt, als Übung nützlich, aber wenn Du nicht die Zeit dazu hast oder Dich lieber auf die sinnvollen Anwendungen Deiner Technik konzentrieren willst, reichen Single Stokes, Double Strokes, Buzz Rolls, Flams, Paradiddels und Triolen. Das alles in allen möglichen Kombinationen, Dynamiken und Geschwindigekeiten usw.

Ciao,
Jan
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Hey Schlagzeuger, spiel doch mal dynamisch! - Wie, dynamisch? Lauter kann ich nich'! :D

I-hate-god

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24

Mittwoch, 13. November 2002, 14:38

also man kann schon sehr sehr fette sachen mit diesen ungeraden notenwerten machen. und das sage ich als eigentlich auf metal spezialisierter drummer.
es ist natürlich schwer, und du hast recht, auch nicht unbedingt nötig solche dinge im repertoire zu haben, aber auf jeden fall eine bereicherung.
ich mein, 7/8 takte, 3/8 takte, 11/8 takte sind auch schwer, sind aber ganz sicher ein muss wenn man weiter kommen will.
wer glaubt das schon?

mallorca

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25

Mittwoch, 13. November 2002, 14:44

...
Stimme Jan zu, daß Quintolen etc. im (Prog-)Metal Bereich wirklich seltenst bis gar nicht vorzufinden sind.
In meinen bisherigen Kombos wurden wenn eher 5/16 oder 5/8 Figuren verwendet, anstatt eine echte Quintole zu "versuchen" - hierbei ist auch klar, daß dann "alle" Bandmitglieder dazu fähig sein sollten (unisono/isorhythmischen Passagen).

Quintolen oder Septolen zu üben kann man auch einfach, wenn man auf einem langsamen Vierteltakt einfach erst einen Schlag auf jedem Beat, dann 2 in jedem Beat ... 3 ... 4 ... dann 5 ... usw spielt. Ist machbar. Innerhalb eines "echten" Songs muß man entweder ein imho saugutes Timing beherrschen, oder auch auf diese kleine "Hilfe" zurückgreifen ...

wie gesagt ... ich bevorzuge da lieber "krumme" Takte :)

*bla*

Greetz,...
Malle
"If I hadn't played PacMan when I was younger, I wouldn't have eaten my hamster"

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »mallorca« (13. November 2002, 15:05)


DF

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26

Mittwoch, 13. November 2002, 14:45

Ich spiele auch nie Quintolen oder Septolen, obwohl ich die mal irgendwann geübt habe, aber nicht bis zur Reife (fickediedickefickediedickefickediedicke...).

Zur Anwendung: Was einige Akustikjazzer machen, ist Quintolen über Swing, aber bezogen auf eine halbe Note. Also 10 Schläge pro 4/4 Takt oder 5 pro 2/4. Gerade in moderatem Tempo ist das nen ziemlich cooler Effekt. Es klingt so ein bisschen runtergebremst und die eins wirkt fast wie ne Vorgezogene, weil man als Zuhörer in den Triolen weiterdenkt und trotzdem bleibt der Trommler in der Time. Dazu muss man rhythmisch aber wirklich schon sicher sein. Richtig interessant wird es, wenn man die dann nicht nur auf der Snare durchnagelt, sondern auf alle Trommeln, inkl. BD verteilt und auch noch akzentuiert. Das sind dann schon wirklich coole Sessionbreaks. Wer Lust hat, sowas zu üben, also das kann man sich schon drauf schaffen, so abgehoben ist das auch wieder nicht und im Gegensatz zu den schnellen, kaum von Sextolen oder 32teln zu unterscheidenden Rollen, macht das auch musikalisch Sinn. Außerdem bekommt man durch das langsame Üben von Quintolen und Septolen auch ein Gefühl für Mikrotime und für krumme Taktarten, denn da stecken ja irgendwo auch 5/4 oder 5/8 oder 7/4 oder 7/8 Takte drin und damit kann man auch was anfangen.

Jan

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27

Mittwoch, 13. November 2002, 18:48

Wow, das klingt ja krank, 10 Schläge im Takt über einen Swing! Hast Du vielleicht nen Song oder so im Kopf, wo man sowas sich mal anhören kann? Kannte Quintolen bis jetzt nur vom Agostini, da werden die immer im Zusammenhang mit Triolen eingesetzt, klingt halt einfach schneller und hat nen ähnlichen Handsatz.

Ciao,
Jan
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DF

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28

Mittwoch, 13. November 2002, 19:03

Man muss dazu die Halben bewusst wahrnehmen, z.B. durch Bassdrum auf 1 und 3. Dann in eine Halbe ne Quintole spielen, die vielleicht auch noch schön verteilen und dann wieder rein in den Swing. Oder auch ganze Takte mit zwei Quintolen.
Ich würde die Hihat auf 2 und 4 dann ruhig aussetzten. Zum einen ist das heftig, die bei sowas Krummem durchlaufen zu lassen, zum anderen macht sie auch den Effekt kaputt. Denn das soll ja für nen Moment schwimmen.
Man muss das ja auch nicht in Passagen spielen, wo der Bassmann 4tel walkt. Das beisst sich vielleicht zu sehr. Aber es gibt ja gerade im modalen Jazz auch oft anderen rhythmische Pattern, nen Riff, dass irgendwo Luft hat oder Bass auf 1 und 3 oder auf 1 und 2+ (und 4) und dann nen freier oder halbfreier Takt. Diese Luftigen Stellen kann man dann mit sowas füllen und das kommt dann auch cool, weil man ín dem Moment nichts anderes kaputt macht. Also am besten über stehende Töne das Ganze.
Angeblich spielt Elvin Jones so Sachen mit Coltrane in der späten Phase. Ich bin aber auch nicht so Krack, dass ich sowas auf Anhieb raushören würde.

Jan

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29

Donnerstag, 14. November 2002, 20:58

Hehe, hab eben mal Groovie's Zählweise für Quintolen "Fickediedicke..." ausprobiert. Hab vorher immer "EinequintoleZweiequintoleDreiequintole..." gezählt, aber irgendwie hab ich mich nie so richtig wohl mit Quintolen gefühlt. Mit "FickediedickeFickediedicke..." gehen die Teile tierisch gut ab, laufen richtig rund und so! Also Thanks, Master! Wo hast Du den Mist eigentlich her? :D
Was das richtige Mitzählen so alles ausmacht...

Ciao,
Jan
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