möglichst günstig recorden mit möglichst niedrigen latenzen

  • ich möchte mich in erster linie zu playalongs, programmierten drum parts etc. aufnehmen. da ich bereits über eine daw (cubase le 4), 6 mikros sowie einen standpc verfüge benötige ich nur mehr ein gutes und möglichst günstiges audio-interface.


    vermutlich werden mir nun einige von euch ein focusrite saffire pro 40 oder ähnliche firewire/usb-lösungen vorschlagen, aber soweit ich weiß bekommt man damit keine guten latenzen hin. wenns stimmt, bringt die kombi aus pci audio interface und preamps bei weitem niedrigere latenzen.


    ist das so richtig? habt ihr gegebenfalls noch andere vorschläge?


    mein budget beträgt übrigens ungefähr 800 euronen


    lg

  • Die Latenzen mit den Saffires und vergleichbaren externen Interfaces sind ok. Natürlich ist eine Latenz vorhanden, weil man bei digitalem Recording nicht drumrum kommt, das Signal digital zu verarbeiten - d.h., die AUfnahme wird digitalisiert, kann dann (zusammen mit dem Playalong) gemixt werden und wird dann wieder analog ausgegeben. Allerdings macht das das Interface über nen integrierten DSP nur intern.


    D.h., die Aufnahme wird über Firewire ganz normal an Cubase geschickt, dein Monitormix verlässt in digitaler Form aber nie das Interface, geht also nicht durch den Rechner. Über die Controlsoftware steuerst du dann den internen DSP des Interfaces an und mischst dazu vom Rechner deine Guide Tracks (Playalong etc.). Das ist eigentlich ziemlich genial.


    Von den Latenzen, die innerhalb des Interfaces durch die AD / DA Wandler entstehen, merkst du eigentlich nix. Kann ich aus Erfahrung sagen. Du kannst mit dem Monitormix ganz normal über Kopfhörer spielen und hast überhaupt nicht den Eindruck, dass bspw. BD oder Snare verspätet auf dem Kopfhörer ankommt.


    Was versprichst du dir von einem internen PCI Interface? Da muss das Signal auch erst digitalisiert und wieder analogisiert werden, um es mit dem Playalong bzw. allgemein mixen zu können.


    Merkbare Latenzen entstehen bei digitalem Recording, wenn der Monitormix auf dem Rechner gemixt und in dem Zusammenhang durch Input- und Output Treiber, zusätzliche Interfaces (Firewire), Softwares etc. gejagt wird, bevor man ihn zu Ohren bekommt.

  • Hi,

    vermutlich werden mir nun einige von euch ein focusrite saffire pro 40 oder ähnliche firewire/usb-lösungen vorschlagen, aber soweit ich weiß bekommt man damit keine guten latenzen hin. wenns stimmt, bringt die kombi aus pci audio interface und preamps bei weitem niedrigere latenzen.

    alles exakt so, wie von m_tree beschrieben. Ich nutze das Pro 40 selbst für die von Dir beschriebenen Sachen. Ganz ehrlich? Ich hab dem "Technikzettel" zum Pro 40 nicht eine Sekunde Aufmerksamkeit geschenkt. Man muss sich von reinen technischen Daten nicht allzusehr beeindrucken lassen. (Dass ein Kopfhörer 20-20.000 Hz wiedergibt sagt ja auch nix über seine Qualität aus.) Die Arbeit mit dem Pro 40 ist in jeder Hinsicht einwandfrei und ich hab mich noch nicht einmal mit Treiberoptimierung beschäftigt. Es läuft einfach.


    Gruß
    Hajo K

  • Die 2 Micpreamps wollte ich auch gerade auch bemeckern. Bei 6 mikros in der üblich denkbaren konstellation gibts wahrscheinlich kein Problem : 2 x overhead (mit preamp) der rest funktioniert über "manpower". Allerdings wird dann beispielsweise für ein "Raummikro" schon ein externer preamp notwendig.


    Das Interface soll klanglich sehr gut sein, die Frage halt, obs Not tut. Für unter der Hälfte des Preises gibts schon brauchbare Sachen, die für den Einsatzzweck auch gute Qualität liefern und problemlos (z.B. bezgl. Latenz) funktionieren.


    Ich habe seit ca. 1 Jahr ein Firestudio Project, was bei mir auf 3 verschiedenen Rechnern absolut bombenstabil läuft. Da gibts im Netz einige Beschwerden bzgl Treiber und Firewire-Chipsätzen. Bei mir läuft das Ding unter anderem auf einem ollen Aldi PC Pentium4, 2,irgendwas Ghz mit dem seinerzeit verbauten FirewireChipsatz. Über diese Latenzgeschichte habe ich mir auch vorab den Kopf zerbrochen, in der Praxis gibts da aber keine Probleme. Warum das im Detail funktioniert, ist mir natürlich auch gänzlichst unklar, aber irgendwie syncen sich diese Gerätschaften und die DAW ( bei mir Cubase) problemlos.

  • Bei einem Desktop oder Rack Rechner würde ich bei Latenz und Qualität als Hauptanforderung mir das Raydat von RME einmal ansehen. Dazu würde ich nach Gusto und Restdicke des Geldbeutels einen Preamp mit ADAT Wandlung hinzunehmen. Los geht es hier mal wieder mit dem ADA 8000 von Behringer bis hin zu Mixtasy von RME.


    Mit Raydat und ADA bleibt die 800er Latte jedenfalls liegen.

  • Was spricht gegen ein Saffire Pro 40? Bessere Latenzen haben andere Lösungen auch nicht, wenn das Monitoring - wie von Focusrite vorgesehen - über den internen DSP stattfindet. Die Qualität der Preamps ist für Homerecording doch völlig ausreichend. Bevor ich an zigfach teurere, kaum hörbar bessere Preamps denke, würde ich mir vorher mindestens 10 mal Gedanken um die Qualität meiner Mikrofone, des Drumsets und dessen Stimmung, der Mikropositionen und vor allem des Raumes machen. Bevor das nicht alles "stimmig" ist (was Raum und Mikros angeht redet man ab einer gewissen Stufe sowieso meistens von Studios) würde ich nicht mal einen Gedanken an sündhaft teure Preamps verschwenden.


    Ich würde die restlichen knapp 400€ sparen und lieber in 1-2 nette Mikros investieren. Wenn du deinen jetzigen Bestand auflistest, kann man da auch sicher sagen, was noch sinnvoll wäre.


    Wozu das doppelte für was zahlen, dessen Vorteile du nicht mal merken wirst?

  • danke erstmal für die antworten!


    anscheinend sollte ich einmal definieren, was ich unter "guten latenzen" verstehe... ich denke da an 4-7 ms und nach meinen erfahrungen liegen die eines pro 40 etwa bei 12 ms. dies ist natürlich ein kaum hörbarer unterschied aber ich berufe mich hier auf meinen dozenten, der meinte, dass man mit der zeit selbst die 7 ms wahrnimmt. er empfahl mir auch die pci/preamp-kombi.


    wenn ich mir nun ein pci-interface um 250€ und dann noch beispielsweise ein focusrite octopre mkII um 400 €kaufe, zahl ich zwar um 200€ mehr als für ein pro 40, habe aber dann meine erwarteten latenzen :)..........es sei denn, meine infos sind für den müll und um das rauszufinden, frag ich ja euch.


    und es geht mir in erster linie NICHT um die soundqualität oder um die möglichkeit die signale durch die daw zu jagen um sie dann als monitormix zu verwenden, sondern darum, dass ich kontrollieren kann, wie sehr ich auf den punkt (oder auch nicht) spielen kann.

  • Die Latenzen gelten für die Wege in den Rechner und aus dem Rechner raus. Das hat nichts mit dem Monitoring zu tun, welches das Focusrite nativ zur Verfügung stellt und das - wie in Beitrag #2 schon erklärt - nie durch den Rechner geht. Google spuckt dazu übrigens auch brauchbare Sachen aus (und da stehen auch deine 12ms Out bzw. 8ms rein):


    http://www.musiker-board.de/so…fire-pro-40-latenzen.html


    Zitat

    leider musste ich sofort feststellen das die latenz bei cubase im IN 8ms beträgt und beim out 12ms... bei 128 buffersize und 256... wie kann das denn sein? dachte das ding hätte niedrigere latenzen... selbst mein trio mindprint hatte niedrigere werte...


    Zitat

    dazu muss man sagen das der beigelieferte dsp mixer wirklich ne zero latenz hat... aber in cubase selbst möchte man doch evtl. auch mal übers daw abhören ohne einen verzögerungseffekt

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