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Tom--Tom

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  • »Tom--Tom« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Februar 2005

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141

Mittwoch, 27. April 2005, 10:58

Hallo liebe Freunde,

ich denke das Zauberwort heißt Microtiming, das muß bei der Band zusammen stimmen, dann "groovt" selbige und wenn es stimmt, dann merkt ihr das.

Mein Tip, Mitschneiden, Abhören, Feeling verändern bis ihr merkt es "GROOVT".

Ach ja: "Über Musik zu reden, ist wie Architektur zu tanzen".

Feuer frei und viele Späße

Tom

PS: Der Spindoktors Groove, hat sich erst im Nachinein als solcher geoutet, da die Ghosts vom Toning durch Heavykompression total in den Vordergrund gemischt wurden, ich verweise hierzu auf ein Interview mit Aaron Gomez in einer alten D&P Ausgabe.
Der Bassist ist der beste Freund des Menschen!

MY BAND: RIGHT NOW


MY SETS: Wally & Paula

142

Mittwoch, 27. April 2005, 10:58

"Groove" ist wie ... die Liebe ... irgendwie ... (nicht hauen!)

Man kann Groove nicht sehen, beschreiben oder anfassen, aber wenn dich "Groove" packt, dann erkennst du ihn sofort und weißt bescheid!

Wenn du z.B. ein Lied hörst, es dir das fetteste Grinsen "in die Fresse" zaubert und du das ununterdrückbare Gefühl hast, mit dem Kopf nicken und vielleicht auch noch dazu rythmische Bewegungen machen zu müssen (jetzt nicht falsch verstehen ;) , dann groovt das Lied, das du gerade hörst!
So würde ich es definieren!

valst

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Registrierungsdatum: 2. Mai 2004

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143

Mittwoch, 27. April 2005, 16:10

Aus Wikipedia:
Groove ist ein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandener, aus dem US-amerikanischen Englisch auch ins Deutsche übernommener Begriff zur Beschreibung des Rhythmus insbesondere von auf dem Blues basierenden Musikstilen (z.B. Soul, Rhythm and Blues, Funk, einzelne Stile des Jazz).

Groove basiert in erster Linie auf gewollten rhythmischen Ungenauigkeiten, die, im Gegensatz zur völlig exakt gespielten Musik (z.B. eines Sequenzers), "lebendiger" wirkt. Die feinen rhythmischen Verschiebungen sind dabei so klein, dass sie nicht als solche wahrgenommen werden. In einer Band entsteht der Groove üblicherweise aus dem Zusammenspiel der Rhythmusgruppe, bestehend aus Schlagzeug, Perkussion und Bass, manchmal mit Klavier oder Gitarre. Der Groove wirkt stimulierend auf die Zuhörer.

Dem Ausdruck "im Groove sein" liegt das Bild der Ackerfurche zugrunde (engl.: Groove = "Furche", "Rille", "Spur"), in der Menschen hintereinander im selben Rhythmus gehen. "Im Groove sein" ist Ausdruck für eine gänzliche Übereinstimmung im Tun mehrerer Menschen.

Ist nicht alles meine Meinung

  • »Gaga-Propeller« ist männlich

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144

Montag, 18. Juli 2005, 22:17

also ich mach mir auch schon seit längerem gedanken darüber, was einen beat wirklich geil klingen lässt und zum grooven bringt.
ein beispiel für absoluten mitzieh-groove finde ich "no one knows" von den queens of the stone age. ob es allein am schlagzeug liegt oder am zusammenspiel der band weiß ich nicht, aber ich find es groovemäßig absolut geil.

ich bin auch der meinung, dass einige dinge, die schon oft genannt wurden, zum grooven beitragen, wie eben das timing, microtiming und die dynamik als allgemeines und dann nochmal im zsuammenspiel der einzelnenkompnonenten. außerdem das tempo und wie "voll" mal einen beat mit noten packt.

das da oben sind erlernbare dinge, die sicherlich zum grooven beitragen.

und was nun den letzten schliff gibt, könnten meiner meinung nach dinge sein, die alle mit viel gespür für musik zusammenhängen und wohl deshalb nicht genau festzumachen sind:

nicht, dass ich laid back oder nach vorn spiele , sondern wann und ob überhaupt, außerdem wie stark, wie regelmäßig
nicht, dass ich auf meine dynamik achte, sondern ob überhaupt und wie stark ich variiere zwischen schlägen auf dem gleichen teil des schlagzeugs und auch untereinander.
nicht, dass ich nach meinem schma f auf jedem set spiele, sondern auf seine eigenschaften, stärken und schwächen achte und mein spiel daran anpasse, um den bestmöglichen sound herauszuholen (auch wenn es ein scheißset ist)
dass ich folglich auch meine technik anpasse
im zusammenspiel mit anderen komponenten kommt noch hinzu, WIE man sein schalgzeugspiel einsetzt, was man überhaupt spielt und in welchem stil (binär, tenär oder wie das heißt, taktart usw.)

das sind meiner meinung nach alles dinge, die viel kreativität, flexibilität und einfühlungsvermögen für musik brauchen. da gibt es keine regeln, sondern das ist ermessenssache.
man muss sich bei diesen faktoren auch dem beat als solchen anpassen, sofern er nicht erst kreiert werden soll. er bringt ja schon einen charakter mit, den man durch all diese dinge positiv beeinflussen kann.
ich glaube, wer diese dinge tut, der groovt mehr als einer, der es nicht tut.
ich denke, dass man diese dinge nicht vollständig erlenen kann. man kann sich vielleicht heranschaffen und darauf achten und dadurch grooviger werden...
aber den letzten kick gibt wohl der charakter, der die stecken in der hand hat und seine gute technik mit seinem gefühl ergänzt.

habe fertig

Fabian

DavidB

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145

Montag, 18. Juli 2005, 23:19

zwar schon etwas länger her aber da fällt mir gerade auch noch was ein, da hat mir mal einer gesagt:
"Alter, wenn du richtig geilen Rock'n'Roll machen willst,
dann musst du selber in der Gosse gesessen haben !"
Ich glaube auch dass man den Blues nur spielen kann wenn man ihn hat !
Da hilft die beste Technik nix !

  • »Gaga-Propeller« ist männlich

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146

Montag, 18. Juli 2005, 23:55

vielleicht haben südamerikaner und afrikaner deshalb so verdammt viel groove und rhythmus um blut, sie wachsen damit auf, sind sehr temperamentvoll und emotional.
die benutzen musik oft als sprache, vor allem auch früher.
bei uns gabs trommelmärsche, bei denen schreigesänge auf dem feld...das ist schon ein unterschied denke ich, auch wenn sich das jetzt ein bisschen naiv anhört

PG

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147

Dienstag, 19. Juli 2005, 00:03

Laid back, nach vorn spielen, Ghost Notes, Dynamik, Pausen, minimalistisches Spiel, Akzente setzen, passende Geschwindigkeit wählen usw.... das sind IMHO alles Hilfsmittel, die richtig eingesetzt, zum Grooven verhelfen können.
Dabei sollte auch das Zusammenspiel vor allem von Bass und Drums gut sitzen.
Und wenn man dann noch gemeinsam mit der Band auf der selben Wolke schwebt (flow) und der Funke aufs Publikum überspringt, dann grooved es halt einfach.
Dazu gehört auch sicherlich, daß man 100% hinter dem Song steht und den nicht einfach runterspielt.

Ein Groove ists, wenn die Leut die Füße nicht mehr stillhalten können.
PG - Wenn nur die besten Vögel singen würden, wär es verdammt still im Wald.

Tim

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148

Dienstag, 19. Juli 2005, 08:54

microtiming, ghostnotes und der ganze andere kram sind meiner meinung nach nur stilmittel. wenn man "von herzen" und (selbst-)bewusst spielt, dem song zuhört und ihm gibt was er braucht und die ideen bzw. das gefühl artikulieren/umsetzen kann ohne an technische grenzen zu gelangen, ist das schonmal ein guter start - dann könnte es grooven. ein bolero kann auch grooven und mächtig drive haben - abtanzen würde ich darauf aber nicht. ;-)

groove
tim

Nokturn

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149

Freitag, 29. Juli 2005, 22:51

Um Groove zu üben hab ich folgendes Rezept:

1. man nehme seine Freundin oder Oma mit in den Proberaum. Oder jemanden anders, der keine Ahnung von Schlagzeug hat (und Musik-Machen).

2. man spiele einen "Beat" - den üblichen Eintakter halt. Wenn sich Freundin oder Oma "bewegt", "groovt" es (so muss man spielen). Wenn sie still halten, muss man rumprobieren bis sie sich wieder "bewegen".

- Nokturn

Cyco2000

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150

Montag, 1. August 2005, 19:24

Tag auch!

Zitat


TheK said: Wenn du z.B. ein Lied hörst, es dir das fetteste Grinsen "in die Fresse" zaubert und du das ununterdrückbare Gefühl hast, mit dem Kopf nicken und vielleicht auch noch dazu rhythmische Bewegungen machen zu müssen


Ich kann das sehr wohl bestätigen!
Wenn mir früher mein Schlagzeuglehrer etwas vorgespielt hat, hat mich der Groove regelrecht gepackt. - Die fette Grinse konnte ich mir natürlich auch nicht verkneifen.

Groove ist wohl wirklich wie Liebe, es packt dich einfach. :)

@Noktum

Zitat

1. man nehme seine Freundin oder Oma mit in den Proberaum. Oder jemanden anders, der keine Ahnung von Schlagzeug hat (und Musik-Machen).
2. man spiele einen "Beat" - den üblichen Eintakter halt. Wenn sich Freundin oder Oma "bewegt", "groovt" es (so muss man spielen). Wenn sie still halten, muss man rumprobieren bis sie sich wieder "bewegen".


Coole Idee, muss ich mal ausprobieren. :) @Oma


greez,
C2
weg mit Kevin Drummer, schaut nicht weg!

SPF

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151

Montag, 1. August 2005, 21:43

ka, obs hier schon irgendwo steht, aaaabbeeer:

in der aktuellen sticks ist ein interview mit dirk erchinger, seine ausführliche definition zu "Groove" finde ich recht treffend.

Registrierungsdatum: 23. Juni 2011

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152

Sonntag, 4. September 2011, 20:50

Ich finde es muss einfach menschlich sein! Und man muss alle anderen zum mitwippen bringen. Mir is das schon ein paar mal gelungen. Bei einem Konzert wo ich mit nem Chor (6 Leute im alter von 10-20) und einem Keyboard gespielt hab ham wir We are The World gespielt was is passiert? Die haben alle mitgewippt. Das Keyboard hat zwar verdamt scheiße gespielt (Es war immer 5 Takte vor dem Chor und mir) aber sie haben gewippt und letzten Endes auch geklatscht. Dann war ich bei einem Techno-Konzert und was war? Die haben nicht gewippt. Da hat die Band nichtmal applaus gekiregt. Fazit: Meine Meinung zum Groove: Er muss Menschlich sein! Grüße Markus
something to take off the edge pls

Valjean

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Registrierungsdatum: 1. Mai 2011

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153

Donnerstag, 8. September 2011, 11:03

Was macht Grooving aus ?

Melodie und Fluss.

ModAnthrax

Jetzt auch

  • »Anthrax« ist männlich

Registrierungsdatum: 9. Mai 2004

Wohnort: Maintal - nähe Frankfurt a.M.

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154

Donnerstag, 8. September 2011, 11:08

Schlagzeugus freakus, könntest du mir den gefallen tun und nicht immer wieder uralte Threads ausgraben?
Bei dem hier gehts ja noch...
"Welches Pumporgan des Menschen ist hauptsachlich für den Blutumlauf verantwortlich?" - "Die Milz!"
(siehe: Wildecker Milzbuben mit ihrem Hit Milzilein, Milzinfarkt oder Doppelmilz)

"Ei isch haach dir uff die Nuss, dassde durch die Ribbe guggst wien Aff durchs Gittr!"

155

Donnerstag, 8. September 2011, 11:15

Du Milzi, die Frage wird nie alt ;)
(19:45:39) _kaotical_: ich wollte schon immermal in irgendwessen signatur
(01:13:44) seppel: unglücklich sein hat eine ganz besondere qualität. hält länger an als glücklich sein. das muss man auch mal positiv sehen.
(21:32:33) Drummingguitaris: gube, hast du brüste? wenn ja, hoffe ich dass du ein mann bist

pbu

likes calling people names

  • »pbu« ist männlich

Registrierungsdatum: 16. April 2008

Wohnort: Duisburg

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156

Donnerstag, 8. September 2011, 14:20

So isset.
Es gruhfte, als die Rhythmusleute James Brown zu anfallsartigen Ausrufen und Spasmen brachten.
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