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trommla

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  • »trommla« ist männlich

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501

Sonntag, 7. Juli 2019, 15:56

Ich steh ja eh auf dem Standpunkt, man lernt am meisten aus schlechten Erfahrungen. Dass die ersten Bands nicht immer musikalische Höchstleistungen liefern, liegt ja in der Natur der Sache, und ich würde mich vermutlich schlapp lachen (oder in Grund und Boden schämen), wenn ich mich in meinen frühen Jahren beobachten könnte.

Sich nach 1,5 Jahren überhaupt regelmäßig auf kleinen Bühnen wiederzufinden, finde ich enorm beachtlich!!!

Wichtig ist, über den Tellerrand hinauszublicken und eine Vorstellung zu haben, in welche Richtung man sich musikalisch entwickeln will. Wenn dann auch dauerhaft solche liebenswerten Chaoten das Maß der Dinge sind, ist's völlig ok, ich würde aber nicht ausschließen wollen, dass du selbst bald an den Punkt kommst, neue Herausforderungen zu suchen.

Dr_Schmoker

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  • »Dr_Schmoker« ist männlich

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502

Sonntag, 7. Juli 2019, 17:27

Sorry, kann nicht schneller, tu alles, was mir in meiner Freizeit möglich ist, hab erst vor 1,5 Jahren angefangen. Moe spielt schon ein paar Jahrzehnte länger, so schnell werd ich ihn nicht einholen können...


Hi danyvet,

wir werden langsam OT, aber eins möchte ich noch loswerden.

Ich denke solange man sich mit jemand vergleicht, nach dem Motto, das will ich auch können, wird man sein Ziel kaum erreichen können. Ich finde, jeder muss seinen eigenen persönlichen Stil finden. ich meine gelesen zu haben, das du Unterricht nimmst. Irgendwann willst du das Gelernte auch umsetzten.
Wenn das in der jetzigen Form nur bedingt geht, wirst du dich von alleine ändern. Und warum nicht zweigleisig fahren, einmal Punk just for Fun, und daneben neue Erfahrungen in anderen Bands sammeln. Ein Drummerselbstbewußtsein kommt mit der Zeit, oft leider auch durch Katastrophen, die man erlebt hat.

Edit: Hier noch ein ganz schlimmes Beispiel, wie es auch enden kann :wacko:https://www.youtube.com/watch?v=xx3Pzv3xJd4

Edit2: Punk ist nicht so mein Ding, aber diese Nummer von der Ärzten finde ich geil → https://www.youtube.com/watch?v=iK-1oGphELM

Jetzt bin ich wirklich OT, sorry
Ein Drummer setzt mit seinen Extremitäten die Tonspuren um, die in seinem Gehirn um milli Sekunden als Echo voreilen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr_Schmoker« (7. Juli 2019, 18:22)


trommla

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  • »trommla« ist männlich

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503

Sonntag, 7. Juli 2019, 18:29

Hier noch ein ganz schlimmes Beispiel, wie es auch enden kann

Ach du Sch....

Moe Jorello

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  • »Moe Jorello« ist der Autor dieses Themas

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504

Sonntag, 7. Juli 2019, 19:44

Liebe Leute, ich wollte jetzt keine Grundsatzdiskussion lostreten. Also bitte keinen Streit. Insbesondere nicht deswegen. :)

Ich dachte, es sei vielleicht interessant, weil es schon ziemlich beeindruckend ist, wenn sich dort Leute häufig überhaupt erstmalig begegnen und dann gleich auf Anhieb ziemlich überzeugend zusammen klingen.


Ich kenne, wie gesagt, zwei "Hauptvarianten" von Gigs im Jazzbereich: Die eine ( A ), wo abgesprochen ist, was wann kommt und man sich halbwegs genau daran hält und bei Abweichungen darauf hinweist (Visuelle Kommunikation während der Perfomance). Die andere Variante ( B ) ist eher die Variante "Jam-Session", also alles sehr frei, jeder Musiker geht auf den anderen ein und es ergibt sich was tolles. Ich mag beides und spiele beide Varinanten gerne. Nur halt nicht so gerne gemischt. That's it. Ich finde, man sollte doch - zwecks vermeidens von Verwirrungen und aus Respekt gegenüber den anderen Musikern (die sich bei der Vorbereitung ja auch wohl Gedanken gemacht haben, Arbeit investiert haben) - nicht mit Variante A anfangen und dann entgegen der Ansage quasi vom Start weg in Variante B landen. Dann hätte ich z.B. mir nicht so 'nen Kopf machen müssen und hätte das Konzert auch entspannter angehen können (Ach... wir improvisieren komplett zum Thema von "Meditation"? Okay, easy, los geht's.)

Ich bin ein Freund von verbindlichen Ansagen (vielleicht bin ich ja antiquiert), anderen ist das anscheinend Pupsegal. So be it. Jeder soll nach seiner Façon selig werden. ;)

So, das Konzert haben wir ja gewuppt, alle waren glücklich, das Publikum sagte, dass es super war. Also alles gut. Und auch meine Tochter fand es toll - und Kinder sind die gnadenlosesten Kritiker! - also war es wohl recht ordentlich. Auch wenn wir als Band und auch ich nicht meinen persönlichen Ansprüchen gerecht wurden.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

  • »Der Dührssen« ist männlich

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505

Montag, 8. Juli 2019, 12:57

Klingt doch insgesamt nach einer spannenden, spaßigen und lohnenswerten Erfahrung :)
Manchmal muss man tatsächlich selbst einfach mal aus der eigenen Comfort Zone raus ins kalte Wasser springen.

Dass man bei Standards nicht allzuviel vorab abspricht kenne ich auch nicht anders. Kann man mögen, kann man hassen. Erfordert, damit der Laden läuft, aber definitiv eine gute Grundlage an Repertoire und stilistischer Flexibilität.
Grade bei solchen "Jobs", merkst du ja selber, kann es auf alle Fälle nicht schaden, für alle Gegebenheiten gewappnet zu sein :D

Ich hatte letztes Jahr auch eine Anfrage eines Kollegen, ob ich ihn am Staatstheater Heidelberg vertreten könne. Zwei Tage Vorbereitungszeit, eine Generalprobe direkt vorm Auftritt, Inhaltsbeschreibung eher schwammig - so viel wie "Joa, bisschen hiervon, bisschen davon...bekommst du schon hin."
War auch kurz unsicher und hatte überlegt abzusagen und mir einfach ein ruhiges Wochenende zu machen...Ende vom Lied war:
- ein Tag später Kostümanprobe in der Kostümmeisterei
- eine kurze Anspielprobe der kritischen Stücke
- zwei schöne Konzerte gespielt und nette Menschen kennengelernt

Ich glaube, wenn man so etwas ein paar Mal gemacht hat fallen einem andere Dinge auch gar nicht mehr so schwer bzw. umso leichter.

Cubanjazz

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  • »Cubanjazz« ist männlich

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506

Montag, 8. Juli 2019, 17:31

Richtig gut und interessant wird ein solcher Gig (oder Konzert) nur, wenn man mit Musikern/Musikanten spielt, die ihr Handwerk routiniert vestehen.

An dieser Stelle moechte ich von einer Ergebenheit berichten (kein fake) die natuerlich das Gegenteil davon ist:
Am Anfang meiner Drummerlebens in Koeln mit einem neuen Kontrabasskollegen.
Der Tiel hiess "All the things You are" in b
Nachdem der Bassist mehrfach "an den Harmonien vorbei" gespielt hatte, machte ihm der Tenormann darauf aufmerksam,
Der hatte darauf folgende Antwort: Wenn es Euch auf einen halben Ton ankommt, macht mir der ganze Jazz keinen Spass mehr)
Und das in unserer schoenen Koelner MMundart

L.G. Walter

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