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Gonzo

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1

Dienstag, 3. Dezember 2002, 11:01

Wieder mal das Thema Stockhaltung

Hallo Leute!


Mir ist als regelmäßiger User des Forums bewusst, dass dieses Thema schon öfters erwähnt wurde. Hab mir alle Threads durchgelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass ständig von einer richtigen Stockhaltung gesprochen wird.


Ich weiß das laut Lehrbüchern eine gewisse Stockhaltung empfohlen wird. Beim betrachten meiner Vorbilder ist mir aufgefallen das sie alle eine falsche Stockhaltung haben.
Z.b Lars Ulrich, er ist von der Technik her sicher nicht der Beste daher lasse ich mir die schlechte Stockhaltung (ganz hinten) noch erklären.
Mike Portnoy seinerseits, wird wohl keiner bestreiten das der technisch einer der Besten ist. Er hält die Sticks generell sehr weit hinten und verwendet nicht die Möller-Technik!!!! Wie ist das möglich? Ist er dann nach euren Argumenten nach ein technisch schlechter Drummer?


mfg


Alex




PS: Das alles ist weder zynisch noch ironisch gemeint. Ich möchte hiemit keinen provozieren, sondern dieser Threat ist mir ein wichtiges Anliegen, da ich meine Sticks ebenfalls so wie Mike Portnoy und Lars Ulrich halte.

LarsKrachen

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2

Dienstag, 3. Dezember 2002, 11:22

Meine Gedanken

Also, ich denke, dass das mit der richtigen Stockhaltung eine ganz individuelle Sache ist, bei der die folgenden Sachen wichtig sind:
1) Minimaler Kraftaufwand
2) Gute Stockführung
3) Schnelligkeit
Wie das erreicht wird, ist doch (einmal abgesehen von ganz üblen Fehlern, die zu einer Sehnenscheidenentzündung oder ähnlichem führen können) eigentlich Wurst. Mit ein bischen Erfahrung, ein paar guten Vorbildern und Anleitungen (Danke nochmal für den Text über die Möllertechnik!!!) findet man schon seinen eigenen Stiel.
Wenn man an die oben genannten Dinge denkt, dann wird man automatisch den Rückstoß der Trommel ausnutzen oder die kleinen Finger für Trommelwirbel nutzen.
Also, Lesen, Abkucken, Ausprobieren und Üben ...
Gruß
LarsKrachen
:D :D :D

bob

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3

Dienstag, 3. Dezember 2002, 11:23

Imho kann man eine Stockhaltung nicht immer als "richtig" oder "falsch" einstufen.

Das fängt schon bei der Frage an: "Was ist besser/richtig, traditional oder matched Grip?"

Es gibt viele unterschiedliche Konzepte für die richtige Stockhaltung (Handrücken nach oben/ seitlich usw.)
Und je nach Lehrer/Buch wird die eine oder andere Stockhaltung bevorzugt.

Grundlegenden Fehlern in der Stockhaltung, die zb zu Verkrampfungen führen oder das Spiel einschränken, müssen verbessert werden, um das eigene Spiel zu verbessern.

Generell sollte der Stock an dem Punkt gehalten werden, an dem er am besten den Rebound des Fells ausnutzt.



Grüße
Bob
____________________________________________

Unser Knoblauch heißt Äppelwoi

Gonzo

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4

Dienstag, 3. Dezember 2002, 13:55

Finde nett das ihr mir beipflichtet, denn eigentlich bin ich genau eurer Meinung, das Stockhaltung nicht falsch sein. Sie sollte einen beim drummen jedoch nicht behindern.


Freue mich über weitere Beiträge



mfg



Alex

Tim

drumming, technik, tuning

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5

Dienstag, 3. Dezember 2002, 15:45

@gonzo

>> Mike Portnoy seinerseits, wird wohl keiner bestreiten das der technisch einer der Besten ist.<<

...er ruhe in frieden...;-)

>> Er hält die Sticks generell sehr weit hinten und verwendet nicht die Möller-Technik!!!! Wie ist das möglich? Ist er dann nach euren Argumenten nach ein technisch schlechter Drummer? <<

es ist immer die herangehensweise und das maximum dessen ausschlaggebend, was man mit einer bestimmten stockhaltung erreichen kann. schau dir colaiuta und portnoy im direkten vergleich an. in diesem kontext IST portnoy ein technisch schlechter drummer - und der beste schon lange nicht...

@bob

>> Imho kann man eine Stockhaltung nicht immer als "richtig" oder "falsch" einstufen. <<

sorry...ich muss dir schon wieder widersprechen. wenn eine stockhaltung zu sehnenscheidenentzündung, krämpfen oder üblen blasen führt, ist sie definitiv falsch (und davon gibts ne menge...) aber mit drum-gloves kann man das ja alles kompensieren, hihi....

>> Das fängt schon bei der Frage an: "Was ist besser/richtig, traditional oder matched Grip?" <<

es geht um "...was ist passend" bzw. womit fühl ich mich beim jeweiligen stil besser?

bob

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6

Dienstag, 3. Dezember 2002, 16:16

Hallo Tim,

ich habe ja auch anschließend eingeschränkt und gesagt, das wenn eine Stockhaltung zu zb. Verkrampfungen usw führt, sie falsch ist.
Das selbe gilt natürlich auch für Sehnenscheidentzündungen.
Drumgloves benutze ich nicht, ich setzte Tennisgriffband ein. Aber nicht um Blasen zu vermeiden, sondern weil ich sehr stark schwitze und die Stöcke dan nicht so oft "wegflitzen". Durch unsere Diskussion angeregt spiele ich übrigens öfter mal "ohne".

Zitat

es geht um "...was ist passend" bzw. womit fühl ich mich beim jeweiligen stil besser?


das wiederspricht nicht meiner Aussage, weil es um das eigene Körpergefühl geht, ist die eine Haltung eben nicht besser oder richtiger als die andere.
Neil Peart hat von matched auf trad. gewechselt, weil er sich damit besser fühlt.

Grüße
____________________________________________

Unser Knoblauch heißt Äppelwoi

Gonzo

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7

Dienstag, 3. Dezember 2002, 16:41

hi Tim,

Ich muss dir beipflichten das man nicht sagen kann das Mike Portnoy der beste Drummer ist, aber ebenfalls auch nicht Vinnie Calaiuta.
Jeder selbst findet für sich sein Vorbild und einen seinen subjektiv besten Drummer und für mich ist das Mike Portnoy. Sorry, hab mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt.


Als Beifügung zu richtige und falsche Stockhaltung habe ich geschrieben:

Sie sollte einen beim drummen jedoch nicht behindern.


Blasen und Sehnenscheidenentzündungen behindern doch beim Drummen oder? nicht böse gemeint nur wahrscheinlich hast du das übersehen.



mfg


Alex

seelanne

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8

Donnerstag, 19. Dezember 2002, 19:41

RE: Wieder mal das Thema Stockhaltung

Hy,

Ich kann dazu nur einen Tip geben. Hol dir das Video von Weckl "How to develop technique" oder wenns billiger sein muss, geh auf die Seite vicfirth.com und seh dir die Cyberlessons von D. Formularo zusammen mit Jim Chapin an.

Stockhaltungen kann man nicht schriftlich erklären.

In jedem Fall gilt aber: Der Stock muß locker in der Hand liegen, (nicht mit Zeigefinger und Daumen abwürgen !!!!!), weil nur so der Rebound Effekt ausgenutzt werden kann und die Sehnen geschont werden. So kann man ohne Anstrengung relativ schnelle Wirbel mit einer Hand spielen.

Bei sehr schnellem Spiel müssen dann die Finger dazu kommen. Und hier ist dann Geschmacksfrage, ob man dazu den Daumen nach oben dreht (weil die Finger dann ihre eigentliche Bewegung ausführen) oder ob man den Hanrücken oben läßt, und den nötigen Schwung aus dem Handgelnkt holt.

Aber in keinem Fall: Aus dem Handgelenk mit zugleich Daumen nach oben spielen. Das funktioniert nicht.

Gruß
Seelanne
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
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GrafSchaf

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9

Mittwoch, 25. Dezember 2002, 19:00

Also mein Schlagzeuglehrer...

...hat mir beigebracht den Stick locker in der Hand zu halten und den Daumen nach oben zeigend darauf zu legen. Die Finger liegen darum und der Stick schließt quasi mit der Hand unten fast ab.
Still it Cries - Facettenreicher Gothic/Death Metal ausm Rheinland. www.StillitCries.de

catastrophy

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10

Mittwoch, 25. Dezember 2002, 22:05

ich glaube auch, dass jedem eine andere technik besser passt (ich verstehe zwar einige techniken nicht... heißt aber nicht, dass sie falsch sind) und ich finde nicht, dass man schlecht über andere techniken urteilen sollte solange diese nicht unnötig material- bzw. gesundheitsschädigend sind... (sticks, becken, sehnen...)
@ seelanne
ich glaub zwar, dass meine technik so was ähnliches ist wie du meinst (ich halte mit daumen und zeigefinger den stick.... die anderen finger sind ganz locker, umklammern den stick nicht und dienen um das reboundverhalten aufzubessern..so ungefähr spiel ich), schnelle wirbel mit einer hand schaff ich aber nicht ... schon gar nicht ohne anstrengung...

@gonzo
ob jetzt portnoy oder colaiuta einem besser gefallen sei jedem selber überlassen...
fest steht aber, dass wenn du colaiuta und portnoy rein vom technischen her vergleichst, portnoy ganz schön alt aussieht. noch etwas radikaler wärs vielleicht art verdi und lars ulrich von der technik her zu vergleichen... ;P
... ich möchte nur nochmal betonen, dass alle obgenannten drummer topdrummer sind. ist nur meine meinung, wenn man nur ihre technik vergleicht, was ja wie schon öfters gesagt nicht ausschlaggebend für das eigentliche niveau eines drummers ist....
per i tuoi larghi occhi, per i tuoi larghi occhi chiari...

ElEhnez

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11

Donnerstag, 2. Januar 2003, 11:41

Meiner Meinung nach gibt es sehr viele Techniken - ob richtig oder falsch muss jeder selbst beurteilen. Schließlich kommt es dabei auch darauf an, die jeweilige Technik im Gesamtkonzept zu sehen! Nur die Haltung der Finger zu beurteilen, ohne dabei auf die Ausholbewegung, die Arme, die Schultern und das gewünschte Resultat etc. zu schauen lässt schnell Vorurteile aufkommen. Bisher hat mir jeder Lehrer etwas anderes erzählt. Wenn ich mich aber darauf eingelassen habe und die Technik wirklich weiterverfolgt habe, hat sie jeweils auch Sinn gemacht (keine Angst - ich kann auch nicht soviele verschiedene Techniken).
Im aktuellen D&P ist ein Interview mit Steve Smith und seinen Erfahrungen mit Lehrern (weiß den Namen grad net - sorry). Smith findet es auch wichtig, dass der Lehrer auf Smiths Technik eingegangen ist und nicht eine andere Technik aufzwängen wollte.
BORIS.