Sie sind nicht angemeldet.

Batschnass

Mitglied

  • »Batschnass« ist männlich
  • »Batschnass« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 13. November 2016

Wohnort: Rheingau

  • Nachricht senden

1

Samstag, 10. Dezember 2016, 00:09

Umbau zum Cocktail-Kit

N’Ahmd allerseits,

lese seit wenigen Wochen hier mit und freue mich, zwischenzeitlich den einen und anderen auch in echt kennengelernt zu haben. Gude, Jungs!

Ich brüte gerade eine Idee aus und mich würde eure Meinung dazu interessieren. Hoffe, das Thema ist hier richtig gelandet.
Für meine Auftritte in der 5. Jahreszeit möchte ich mir ein Kit zusammenbasteln, das den etwas speziellen Anforderungen der Sitzungs- oder Saalfastnacht (oder Karneval oder Fasching oder oder) genügt, die in meinem Fall da wären:
  • 200-400 Narren im Saal, Auftritt ab ca. 0:00 bis 0:45, beim ersten Refrain brüllt der Saal mit, am Ende stehen 50 Leute mehr auf der Bühne und im Publikum fließen Wein, Schweiß und Tränen. Kein Witz!
  • möglichst kompakte Drumset-Bauweise, weil es auf der Bühne kuschlig eng wird. Ein herkömmliches Set hat einen recht großen Fußabdruck.
  • schnellstmöglicher Aufbau, weil die Meute (und die Sänger; von den Gitarristen ganz zu schweigen…) nicht gerne warten. Bisher war da ein Teppich, ein Pedal, eine Snare, eine Hihat, eine Bassdrum mit Angehängtem herumzutragen. Das dauert, bis alles da ist, wo es sein soll
  • stehendes Spiel, weil sowieso alle stehen.
  • i.d.R. unmikrofoniert, "weil das Schlagzeug ist laut genug".
  • schnellstmöglicher Abbau. War klar, oder? Außerdem muss ich ja möglichst schnell ein Getränk zu mir nehmen können.


Ja, das schreit eigentlich nach einem Cocktail-Kit. Ich hatte allerdings vor ein paar Monaten kurz die Möglichkeit eins anzuspielen und glaube seitdem eher nicht, dass man so etwas laut genug spielen könnte ohne irreversible Materialschäden zu verursachen.
Mir schwebt im Moment so etwas wie ein Cocktail Kit in groß vor. In richtig groß. Für Männer halt (Harhar. Ich habe Feuer gemacht!). Mit normalgroßen Kesseln. Nennen wir es Hahnschwanz-Set.
Einen ersten, ich sage mal Entwurf, habe ich bereits zusammengeschraubt. Was haltet ihr davon in Bezug auf Bespielbarkeit, Gig-Haltbarkeit, Sinnhaftigkeit. Was wären eure Vorschläge?




Im Detail:
  • 20x16 Bass mit Tomfüßen versehen und auf den Rücken gelegt.
  • Flacheisen mit 10er-Bohrungen versehen und auf zwei der Tomfüße gesteckt.
  • Pedal umgebaut, so dass es von unten nach oben kickt und am Flacheisen befestigt.
  • Snarehalterung auf den Überstand eines Tom-Beins gestülpt.
  • Tomhalter (wie Pearl) herumgedreht und mit Multiklammern Halter für Tom und Becken angeschraubt.
  • Halter für fixe Hihat mit Multiklammer an freies Tom-Bein geschraubt.


Die Vorteile liegen für mich zunächst mal auf der Hand: Ein Stück Schlagzeug mit echtem Bass und echter Snare. Zieht man die Snare samt Halterung ab, kann man das ganze Teil in einem Rutsch und ohne Hilfe wegtragen. Außerdem ist die gesamte Konstruktion zurück-baubar.
Ein Nachteil, den ich im Moment sehe: Das Ding wiegt. Aber hier geht es um weniger als 10m Weg, der damit zurückzulegen ist.
Außerdem ist mir die Befestigung der Fußmaschine noch nicht zuverlässig genug. Sie könnte beim Transport abfallen oder sich beim Spielen vom Eisen lösen.

Bespielt habe ich das Gerät bisher nur kurz. Ich bin noch auf der Suche nach dem letzten Programm, um den Hahnschwanz mal realistisch durchspielen zu können.


Grüße
Maggus

hayox

Mitglied

Registrierungsdatum: 13. Februar 2009

  • Nachricht senden

2

Samstag, 10. Dezember 2016, 09:44

Aber warum denn dann die Bassdrum umdrehen, wenn man doch nicht drauf trommeln kann (Standtomersatz) ? Auf ein Rollbrett stellen, wäre evtl. noch interessant oder Rollen montieren ...

Hebbe

Mitglied

Registrierungsdatum: 12. April 2012

  • Nachricht senden

3

Samstag, 10. Dezember 2016, 10:50

Aber warum denn dann die Bassdrum umdrehen, wenn man doch nicht drauf trommeln kann (Standtomersatz) ?
…berechtigte Frage. Ich hatte das mal so gelöst.

Konnte ich alles gut auf einmal tragen. Wäre selbst mit einem zusätzlich Tom zu machen gewesen…

4

Samstag, 10. Dezember 2016, 13:18

Das Set sieht ja insgesamt sehr schwer aus - würde auch n Brett vorschlagen mit diesen BremsenRollen ( wie bei Flightcases), oder wenn möglich nur die Rollen.


Vielleicht kannst du da die Bass draufstellen, inner Mitte vom Brett n Loch reinsägen um Schlägelmässig ranzukommen?!

Korki

Mitglied

  • »Korki« ist männlich

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2005

Wohnort: Eifel

  • Nachricht senden

5

Samstag, 10. Dezember 2016, 13:38

Das Set gefällt mir ziemlich gut, das hast du gut gelöst.
Allerdings ist es für deinen Einsatzzweck vielleicht tatsächlich nicht optimal.
Ein paar Punkte, die mir einfallen:

- eine große Bass ist zwar lauter, der Schall geht aber jetzt eher nach oben als von der Bühne.
- ich würde definitiv zumindest die Bass mikrofonieren, die geht sonst unter. Und wenn sowieso festinstalliertes Mikro, dann kann die Bass auch ruhig kleiner sein (z.B. 16")
- das Set ist zu schwer, bzw. es hat Gewicht, das nicht nötig ist.
- die gedrehte Bass bietet keine Platzersparnis
- du vergeudest die Werbefläche auf dem Bassresofell
- optimalerweise solltest du nur 1x gehen müssen, um den Kram auf bzw. von der Bühne zu kriegen
- du solltest nicht zu viel auf und abzubauen haben, zwischen Fahrzeug und Bühne. Wenn ihr mehrere Auftritte am Abend habt, kommt es da auf jede Schraube an.
- dein komplettes Set muss durch alle Türen passen, ohne etwas abschrauben zu müssen. Ich hatte da bei einer Location mit einer Tür <80cm mal richtige Probleme :D
- Rollen erleichtern das Leben ungemein...
- schwarz ist langweilig :D

Batschnass

Mitglied

  • »Batschnass« ist männlich
  • »Batschnass« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 13. November 2016

Wohnort: Rheingau

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 11. Dezember 2016, 23:29

Danke für eure Anregungen!


An die vielen schmalen Türen, die es geben kann, habe ich nicht gedacht! Danke, Korki. Das hätte wirklich blöd ausgesehen!
Rollen wären ansonsten tatsächlich eine Möglichkeit gewesen, das Gerät zu bewegen. Trotz der einen oder anderen Treppenstufe.


@hayox
Man kann die Bassdurm als Standtom spielen wenn man das Tom etwas wegdreht, sie ist wegen der durch die Fußmaschine vorgegebenen Höhe nur etwas niedrig.


@Korki
Danke, das war umfassend. Wir haben zwar nicht mehrere Auftritte/Abend. Trotzdem muss das Zeug an mehreren Abenden zuerst nach Backstage, dann auf die Bühne und retour. Wie du schon schriebst: Da will man nicht unnötig viel schrauben und schwer schleppen.
Ich habe einen guten Freund, der würde deinen letzten Satz übrigens so kommentieren: "Schlagzeug muss schwarz! Schwarz ist bunt genug." ;)


@Hebbe
Dein Minimalset habe ich mir angesehen. Das sieht nach einem gangbaren Weg aus. Rechte Hand Bass, Linke Hand Rest. Werde ich ausprobieren.