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nils

Trommelstimmen

  • »nils« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2004

Wohnort: Bremen

Endorsements: Aquarian, Adoro

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41

Sonntag, 19. November 2017, 21:31

Ist auf die Frage eigentlich wer eingegangen?
Ja klar, siehe oben.

Slinor

Mitglied

  • »Slinor« ist männlich

Registrierungsdatum: 26. März 2016

Wohnort: Westerngrund

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42

Montag, 20. November 2017, 00:49

horizontale Denkweise: diese entspricht dem linearen Denken ("linear drumming" / "linear fills" / etc.), der groove wird "aufgelöst", die Instrumente erklingen nicht mehr gleichzeitig und haben daher "Platz". Dann muss man auch nicht mehr ausgleichen, alles läuft ... "panta rhei". Ein guter groove ist wie ein guter Wein, er braucht Raum und Zeit zum atmen

Die Aussage oben halte ich für bedenklich.

Etwas übertrieben gesagt heist das : Weil beim linear drumming nichts mehr flamt kommt es nicht mehr auf das genaue Timing der Instrumente am Schlagzeug an.

Oder versteh ich den Text nicht richtig?
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

a_d_x

Mitglied

  • »a_d_x« ist männlich

Registrierungsdatum: 20. März 2015

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43

Montag, 20. November 2017, 09:49

kommt es nicht mehr auf das genaue Timing der Instrumente am Schlagzeug an.
das wäre verheerend, ich habe das auch nicht geschrieben!

Weiter oben habe ich die Meinung von St. Schütz zu den inneren Uhr(en) wiedergegeben, vgl. dazu auch die Antwort von Nils ... es geht ja bei dem Konzept von St. Schütz gerade darum ein besseres Timing zu erlangen ...!

beste Grüße, Stefan
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

Nick74

aka Martin6

  • »Nick74« ist männlich

Registrierungsdatum: 5. September 2015

Wohnort: Hannover

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44

Montag, 20. November 2017, 12:57

mit vielen der aufgestellten Thesen stimme ich nicht überein und es ist mir viel zu viel "muss" drin. Aussagen, die eine gewisse Alternativlosigkeit postulieren, sind mir grundsätzlich suspekt.

Zum angesprochenen Aufbrechen der Parallelitäten: Sein Konzept besteht im Kern daraus, die innere Uhr unabhängig von den Bewegungen der Arme und Beine zu etablieren und dann jede Bewegung der Gliedmaßen bewusst in einem kontrollierten Delta zur inneren Uhr auszuführen. Damit ist auch die Parallelität der Bewegungen weg. Außerdem sagt er, dass man die Spannung des Grooves nicht spüren soll, sondern mit einer inneren Distanz diese gezielt gestalten, ohne sich davon kriegen zu lassen. Ich finde das sehr radikal.

Das Problem: so funktioniert das Groovedesign am Computer. Ich hab eine harte inner Clock und platziere die Schläge drum herum. Will ich wie ein Computer spielen?
Ist extreme Genauigkeit besser? Dann ist das ein guter Weg.
Nach meiner Überzeugung kommt so nicht unbedingt bessere Musik heraus. Kann sein, muss aber nicht.

Finde ich sehr stimmig, was du schreibst.


Gibt es denn (hier) einen, der dieses Konzept vom Schütz genau kapieren und umsetzen kann/konnte, und gibt es von dem dann Resultate zu hören/sehen (Audio, Video)?

Meine Erkenntnis und Philosophie ist, daß die linke Seite bei einem Rechtshänder zumeist ein Spaß- u. Grooveverderber ist, da sie meistens ein Schattendasein führt, klägliche Bewegungen ausführt und kaum bis gar nicht gefühlt wird (was ja auch hier schon soähnlich erwähnt wurde). Wenn man dann über Jahre, neben der natürlich immer wieder gespielten normalen Rechts-Welt, intensiv eine komplette Links-Welt verfolgt (Links wir prominente Führungshand und das "native" Gefühl stellt sich immer mehr ein - auch für die Rechte, die dann z.B. viel Off-beatiges im Bezug zum Links-Gefühl spielen muß), wird sich einem außer der richtig viel erweiterten Groove- , Fill- , Orchestrierungs- und Klang-Möglichkeiten und wesentlich verbesserter Links-Dynamik auch die (Micro-)Timing-Control eröffnen, wie sie Herr Schütz propagiert. Ist jedenfalls meine Meinung /Erfahrung. ;)