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DerNeue

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  • »DerNeue« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 15. Februar 2018, 09:36

Höhe der Hihat bei Open Handed Playing

Ich spiele die meiste Zeit Open Handed. Meine linke Hand auf der Hihat, Snare mit der rechten Hand, restlicher Aufbau wie beim Rechtshänder. Mein Ride Becken hängt rechts von mir. Alle paar Monate verstelle ich leicht die Höhe der Hihat Becken, weil ich nie so ganz die perfekte Position gefunden zu haben scheine. Im Prinzip habe ich sie so niedrig wie möglich, aber so hoch, dass ich auch bequem mit der rechten Hand dran komme, wenn ich 16tel oder Triolen mit beiden Händen spiele. Zu niedrig ist meiner Meinung nach auch nicht perfekt, weil es dann schwer wird die HiHat auch mit der Schulter des Sticks anzuschlagen, ohne das Handgelenk stark beugen zu müssen. Ziel ist für mich eine möglichst unverkrampfte neutrale Handstellung.

Natürlich hängt die Höhe der HIhat von der Höhe der Snare und des Sitzes ab. Eine sehr indivdiuelle Sache. Allein wenn man weiß, wie unterschiedlich manche am Schlagzeug sitzen. Dennoch würde ich gerne wissen, wer von euch noch mit offenem Handsatz spielt und wie ihr eine ergonomische bequeme Höhe gefunden habt. Bitte keine Vorschläge mit KabelHihat. Ich weiß, dass das viele Probleme löst, aber ich möchte mit der Standard Hihat auskommen. Danke schonmal!

DannyCarey

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  • »DannyCarey« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2006

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2

Donnerstag, 15. Februar 2018, 09:57

Hi,
ich spiele seit Beginn open-handed. Keine AHnung ob es Dir etwas bringt, bei mir sieht das ganze so aus:


Hihat ist ungefähr auf Höhe der kleinen Toms, Ride leicht drüber.

Gruss,
Chris
Und hier gibts noch mehr::: www.christophcarle.de

Jürgen K

PS: Mitglied

  • »Jürgen K« ist männlich

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Wohnort: Frankfurt am Main

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3

Donnerstag, 15. Februar 2018, 10:34

Hallo,

genau diese Problematik hat mich in meiner Anfangszeit auch
reichlich Nerven gekostet.

Mein Set-Up sieht stets ganz normal aus, zu Anfang habe ich
oft mal so und mal so gespielt, ehrlicherweise lag das daran,
dass die linke Hand für schnelles Spielen zu schlecht war,
das ist zwar heute im Prinzip auch noch so, aber die Messlatte
hängt höher und deshalb merkt man es seltener.

Inzwischen habe ich die Hi-Hat-Maschine meist auf Minimaleinstellung.
Bei verschiedenen Hi-Hat-Maschinen ist diese unterschiedlich hoch,
bei sehr niedrigen wird dann die Überkreuzspielweise ziemlich boykottiert,
bei nicht ganz so niedrigen fällt es gar nicht so auf.
Tatsächlich spiele ich häufig auf Fremd-Sets, von daher muss ich sowieso
ein bisschen flexibel sein, aber selbst meine eigenen Bauten unterscheiden
sich etwas, da ist noch Angleichungspotential.

Bei Set I habe ich Hi-Hat auf rund 85 cm Höhe und die Snare Drum auf rund
72 cm, Hocker ist auf ungefähr 48.

Grüße
Jürgen

4

Donnerstag, 15. Februar 2018, 10:48

Du hast eigentlich schon alles gut zusammengefasst.

Im Prinzip habe ich sie so niedrig wie möglich, aber so hoch, dass ich auch bequem mit der rechten Hand dran komme, wenn ich 16tel oder Triolen mit beiden Händen spiele. Zu niedrig ist meiner Meinung nach auch nicht perfekt, weil es dann schwer wird die HiHat auch mit der Schulter des Sticks anzuschlagen, ohne das Handgelenk stark beugen zu müssen. Ziel ist für mich eine möglichst unverkrampfte neutrale Handstellung.

So sehe und mache / versuche ich das auch. Das Credo "so tief wie möglich / parallel zur Snare" konnte ich aus den genannten Gründen noch nie so richtig nachvollziehen.

Alle paar Monate verstelle ich leicht die Höhe der Hihat Becken, weil ich nie so ganz die perfekte Position gefunden zu haben scheine.

Das Gefühl kenne ich auch, seit Jahrzehnten. :D Es könnte auch daran liegen, dass sich links in der Regel nie ganz so gut anfühlt wie rechts und dass du in / mit anderen Winkeln in den Gelenken (Schulter, Ellenbogen, Hand) spielst. Versuche in Verbindung mit innerem Feedback sind jedenfalls immer gut. Das auch als Antwort bzw. Bestätigung auf deine Frage.

Natürlich hängt die Höhe der HIhat von der Höhe der Snare und des Sitzes ab. Eine sehr indivdiuelle Sache.

Auch das.

trommla

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  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

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5

Donnerstag, 15. Februar 2018, 18:42

Ich spiele nicht regelmäßig open handed, stelle dabei aber immer wieder fest, dass nicht nur die Höhe, sondern auch die Entfernung zur Hihat mir Schwierigkeiten bereitet. Um mich wirklich wohl zu fühlen, müsste die Maschine deutlich weiter von mir weg stehen. Das bringt dann wiederum die Füße in Bedrängnis. Auf einem Left Hand Ride klappt es daher besser. Vielleicht nur als Denkanstoß, wenn du die richtige Höhe nicht findest.

Meine Erfahrung führt mich daher immer wieder zurück zur klassisch überkreuzten Spielweise.

Cubanjazz

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  • »Cubanjazz« ist männlich

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6

Donnerstag, 15. Februar 2018, 19:06

siehe Atavar

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7

Donnerstag, 15. Februar 2018, 19:10

ich hatte mal eine zeitlang open handed gespielt. grund war die bessere sitzposition und ich hatte ein besseres gefühl bei linear drumming.
ich hatte die hihat in etwa der höhe der snare. 16tel zweihändige figuren spielte ich öfters mittels der zweiten hihat, die rechts positioniert war.
schau dir mal die setups von den üblichen verdächtigen an:

dom formularo, claus hessler, simon phillips, patrick metzger, carter beauford und cobham.

DerNeue

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  • »DerNeue« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 18. Mai 2004

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8

Freitag, 16. Februar 2018, 08:29

Ich spiele nicht regelmäßig open handed, stelle dabei aber immer wieder fest, dass nicht nur die Höhe, sondern auch die Entfernung zur Hihat mir Schwierigkeiten bereitet. Um mich wirklich wohl zu fühlen, müsste die Maschine deutlich weiter von mir weg stehen. Das bringt dann wiederum die Füße in Bedrängnis.
Okay. Das habe ich fast gar nicht. Denn ich sitze so, dass meine Hüfte leicht oberhalb des Niveaus der Knie sind und so dass meine Fußgelenke sich von oben gesehen leicht vor den Knien befinden. Meine Unterschenkel sind also nicht senkrecht zum Boden sondern sind leicht von mir gestreckt. So habe ich mehr Beweglichkeit im Fußgelenk und arbeite auch Heelup mehr aus dem Fußgelenk. Dadurch ist die Hihat bei mir auch weiter weg als sonst. Dazu kommt noch, dass ich die Hihat nicht frontal anspiele sondern eher auf der rechten Hälfte, die der Snare zugewandt ist.

nilsph

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  • »nilsph« ist männlich

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Wohnort: Leonberg

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9

Samstag, 17. Februar 2018, 15:26

Ich spiele hauptsächlich cross-handed, hab aber fürs open-handed Spiel die Hihat deutlich (etwa 1cm) zu meiner linken Hand hin geneigt. So ist es für die linke open-handed (oder bei 16tel im Wechsel) nicht zu hoch, aber für die recht cross-handed nicht zu niedrig. Die Höhe ist etwa 14cm über der Snaremitte, etwa 13cm dort wo die linke auftrifft.

Lexikon75

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  • »Lexikon75« ist männlich

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10

Dienstag, 12. Februar 2019, 20:02

Hallo

Das Thema,wie sollte die Position der HiHat sein,wird uns Drummer ewig hinterherlaufen. Da die HiHat ein grundlegender Bestandteil(für mich jedenfalls) im Set ist,sollte sie auch so behandelt werden.
Das bedeutete für mich,dass die Position zur linke Hand und zur rechte Hand so ziemlich gleich sein sollte.
Ich spiele hauptsächlich "cross-handed..naja eigentlich spiele ich nicht über kreuz,sondern eher nebeneinander.Da heißt ich drehe mein rechten Arm soweit nach außen,dass die Snare für die linke Hand bis zur Mitte frei bleibt.


Wie findet man nun die perfekte Position ohne allzu große Kompromisse eingehen zu müssen? Erstens muss man sich klar werden,wie benutze ich die Hihat eigentlich. Ist es ein eigenständiger Bestandteil im Set oder benutze ich sie nur dafür,um die ollen achtel irgendwo unterzubringen. Für mich war ganz klar,ich muss die Hihat in allen Positionen anspielen können,auch von unten.Schließlich gibt das unter Becken ja auch ein Ton von sich,wenn man es nett darum bittet. Dieses ist ja je nach Beckenzusammenstellung ganz individuell und dazu auch,im Ganzen,sehr interessant,wenn man es gezielt einzusetzen vermag.
So muss bei dieser Zielsetzung unter,über und neben(rechts und links) genug Platz sein. Auch eine Snare hat in diesem Wirkungsbereich nichts zu suchen.Möchte man hingegen schnell zwischen HiHat und Snare hin und her wechseln,so rückt die Maschine näher zur Snare.


Auch ist die Relation in punkto Höhenunterschied zw. Snare und HiHat erstmal uninteressant,wenn man die HiHat alleine betrachtet.Hat man diese gefunden sollte man daran auch erst mal nicht rütteln.


Ist die Kombination Snare>HiHat eher im Vordergrund richtet sich die Höhe danach bzw. der Höhenunterschied.


Die Entfernung gibt die "optimale" Fuß/Bein Position vor,die etwa gleich die des Bassdrumpedals sein sollte. Somit steht Die HiHat bei mir etwas weiter weg als der Snarständer.


Ist die HiHat eher ein Relikt aus längst vergessener Vergangenheit,so rückt diese immer weiter von einem weg. Sieht man manchmal bei einigen Doppelbassdrum-Pedal-Akrobaten,
die ihre Becken so weit links stehen haben,dass ich mich frage warum sie nicht "openhanded" spielen. Auch zeigt das Pedal überall hin nur nicht zum Drummer,wo die Überlegung dahin geht,dass diese nie getreten wird.


So mehr fällt mir zu diesem Thema gerade nicht ein.


Bis dahin
Euer Lexi












T120

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Registrierungsdatum: 3. Juli 2018

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11

Mittwoch, 13. Februar 2019, 08:44

Ich stehe derzeit vor dem gleichen Problem. Ich möchte gern Open Handed spielen, aber die Linke Hand kann es einfach nicht. D.h. ich muss ständig zwischen OH und CH wechseln und entweder passt es gut für Links oder für rechts. Habe auch noch keine optimale Lösung gefunden. Ich denke es wird einfach besser, wenn die Linke Hand entsprechend trainiert ist.

JoeHu

neues Mitglied

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12

Mittwoch, 13. Februar 2019, 09:47

Ich spiele auch Open-Handed und habe die HiHat etwas höher als die Snare und etwas zu mir geneigt. Dazu habe ich einfach das dritte Bein der HiHat ca. 1,5 cm unterlegt. So kann ich aufrecht sitzend die HiHat mit der Spitze oder der Schulter des Sticks spielen. Auch das beidhändige Spielen klappt so ohne Probleme.
Simon Phillips hat seine HiHat übrigens auch geneigt.

seelanne

Alles, was Recht ist.

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13

Mittwoch, 13. Februar 2019, 18:07

Ergonomics

Die HH-Position ist tatsächlich etwas die Achilles-Ferse beim Open-Hand-Konzept, wie aber überhaupt beim Setaufbau.

Der Grund dafür liegt in dem Zusammentreffen der Tatsachen, einerseits oft und viel damit zu spielen, im Ergebnis sogar am häufigsten, gleichzeitig aber andererseits nicht die Position "0" einnehmen zu können, in der die Arme und Hände maximalst entspannt und am wenigstens angespannt sind, diese Postion ist bereits von der Snare belegt (wenn sie richtig positioniert ist).

I. Position:

Der linke Arm/Hand befindet sich daher zwangsläufig in der Postion "1", in der die optimale Position geringfügig verändert werden muss.

Eigentlich wäre die nächstfolgende Position auf 12 Uhr vor/über der Snare, einige Drummer sind auch tatsächlich schon zu einem solchen Setaufbau übergegangen (bsp. Bill Bruford), aber das lässt sich halt nur mit einer Cable-HH lösen und blockiert zudem wieder zwangsläufig den Aufbau von Toms über/vor der Snare.

Also bleibt nur die Position entweder auf 9 Uhr der Snare (also direkt links daneben) oder aber auf 10 oder 11 Uhr:

Für die beiden letzteren spricht, dass diese am natürlichsten sind: Durch das Nach-vorne-Richten des linken Arms wird diese Ausrichtung inkl. Stick im Regelfall (durchschnittliche Unterarmlänge vorausgesetzt) weiter nach vorne reichen, als der rechte Stick zur Snare, da der rechte Arm und die rechte Hand den Stick bei natürlicher Haltung ja leicht nach innen zwischen die Knie auf die Snare richtet. Also ist es folgerichtig, die HH eben nicht parallel zur Snare sondern leicht nach vorne zu positionieren, eben auf 10 oder 11 Uhr.

Genaueres ist dann wiederum abhängig von der Länge der Beine und damit die Position der Fußplatte der HH und der Notwendigkeit, auch die HH oft mit der rechten Hand zu spielen, dann empfiehlt sich die 10 Position.

9 Uhr geht nach alldem auch (wie bsp. Simon Phillips) aber oftmals rutscht dabei dann der linke Oberarm etwas nach hinten, was weitere Probleme mit sich bringen kann (Verspannungen, nach links verdrehter Rücken).

II. Höhe

Die Höhe hat sich idealer Weise an der bestmöglichen Position "0" zu orientieren, als die der Snare. HH und Snare wären dann exakt parallel. Wie aber hier auch schon angesprochen, gelingt dann das Spielen mit der rechten Hand oftmals nur schwer, wenn diese auf der HH spielen will, sei es bei höheren Notenwerten oder bei bestimmten Linearen Licks. Also muss sie etwas höher. Hier gilt es halt einen Kompromiss zu finden, insbesondere, dass die HH trotzdem für die linke Hand nicht nur auf der Schulter spielbar sein soll. Das ebenfalls hier schon angesprochene Abkippen der HH kann hier wunderbare Dienste leisten.

Als gutes Bespiel für einen gelungenen Kompromiss in dieser Hinsicht kann der der Setaufbau von Patrick Metzger dienen:

HH in etwa auf 10/11 Uhr, leicht höher als Snare und zudem leicht angewinkelt. Das sieht extrem entspannt und ergonomisch aus:

https://youtu.be/ejowTF1SdnU
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
(c) by frint / 2008

"Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

martinelli

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  • »martinelli« ist männlich

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14

Donnerstag, 7. März 2019, 20:14

https://youtu.be/ejowTF1SdnU

Respekt! Abgesehen davon, dass ich das Zeug ohnehin nicht (zumindest nicht so) spielen könnte: Hier sind auch mal Stellen drin, wo die Hi-Hat mit Links gespielt wird, weil dass sinnvoll (unumgänglich) ist.

M.

diekoh

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  • »diekoh« ist männlich

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15

Donnerstag, 7. März 2019, 22:20

Ist doch eigentlich egal ob Open oder Cross !
Die Hihat sollte nicht zu tief sein um sie bei Akzenten
Auch mal am Rand spielen zu können, wenn sie zu hoch Ist kann man sie nur am
Rand anschlagen! Die goldene Mitte findet man schnell,
Indem man Rudiments mit Akzenten nur auf der Hihat spielt!