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MarduK91

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21

Donnerstag, 22. November 2018, 22:23

Kannst du mir vllt sagen wo dir das Timing z.b. nicht so passt?? Leider habe ich das abmischen nicht gelernt, es ist alles aus ausprobieren, nachlesen und Youtube Tutorials entstanden.

Habe jetzt festgestellt, dass dein Timing generell noch ausbaufähig ist. Damit meine ich einfach, noch exakter, runder und auf den Punkt zu spielen. Ggf. auch mit etwas mehr Punch (gerade bei Metal).

Was machst du denn - in Kurzfassung - beim Mixdown alles? Kannst mir auch die Spuren eines Tracks schicken und ich misch das mal ab.

Findest du, dass es so ungenau ist?? Konzentrier dich bitte auf die letzten paar Cover.
Puh..Ich denke nichts besonderes...bis auf die Cymbals ist überall ein Gate drauf, EQ, Kompressor, Extraspuren für Hall auf Snare und Toms, Extraspur Komplettes Set stark komprimiert und leicht zum mix, auf dem Master noch ein EQ, Masterkompressor und Limiter.
D.avon kannst du ausgehen!

Ach so meinst du’s, Versuch mal mitten komplett raus zu nehmen und nur mit Höhen und Bässen zu arbeiten. Mit den Höhen für den attack und die Bässe für den Magen. Mitten brauchst bei der Kick net.
Natürlich gibts jetzt welche die sagen das stimmt ja gar net... aber bei 10 Leuten bekommst immer 12 Meinungen.
Ich bzw unser FOH fahren mit dem Setting super.
Danke für die Info, werde das mal testen.

m_tree

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22

Donnerstag, 22. November 2018, 23:28

War ja klar... er schreibt das er wenig bis keine Ahnung bzw die aus yt Videos hat, da bringen ihm solche fach chinesischen Beiträge ganz bestimmt besonders viel!
Weder hab ich gesagt dass das immer so ist (was übringens pauschalisiert wär) noch hab ich gesagt dass es für ihn funktioniert sondern nur ein für uns/mich sehr gut funktionierendes Setting ist, und ers vielleicht mal versuchen könnt, bei nem Song zu dem es passt.
Sonst nix!

"War ja klar", dass es Stress gibt, wenn einer mit Fachwissen und professioneller Erfahrung eine Aussage kritisiert.
Und du hast gesagt, dass er versuchen soll die Mitten "komplett" (?) rauszudrehen. Und dass er bei der Kick keine Mitten brauchen würde. Was beides ziemlich fragwürdig ist. Denn das Maß spielt eine erhebliche Rolle und das e602 färbt halt nun schon mal extrem in Richtung Badewanne. Das gibt auch schon ganz ohne EQ eine brauchbare Metal Bassdrum aus.

Außerdem ist ein FOH Mix eine andere Baustelle als ein Studio Mix.

Zitat

Ist halt in jedem Forum das gleiche, ich bin hiermit raus und du kannst gern übernehmen.

Genau so ist es. Aber vor allem bei Tontechnik, so wie mir scheint. Deswegen halte ich mich aus bestimmten Foren mittlerweile auch komplett raus.

Findest du, dass es so ungenau ist?? Konzentrier dich bitte auf die letzten paar Cover.

Nimm einfach das aktuelle Cover als Beispiel. Nicht falsch verstehen - das ist Meckern auf hohem Niveau. Aber ein gewisses Quäntchen fehlt da m.E. halt noch.

Zitat

Puh..Ich denke nichts besonderes...bis auf die Cymbals ist überall ein Gate drauf, EQ, Kompressor, Extraspuren für Hall auf Snare und Toms, Extraspur Komplettes Set stark komprimiert und leicht zum mix, auf dem Master noch ein EQ, Masterkompressor und Limiter.

Hört sich so weit ganz vernünftig an. Aber die Kompressoren auf den Einzelspuren würde ich durch Limiter und/oder Soft-Clipper austauschen. Die Overheads gar nicht komprimieren. Wie hast du die Parallelkompression eingestellt? Die Overheads und Beckenspuren würde ich da übrigens ein ganzes Stück leiser als die Trommelspuren hinschicken.

Zitat

Nein, beim Cannibal Corpse Cover hört man es am besten, da wird der Song richtig gequetscht und die Bassdrum ist voll am pumpen.
Bin jetzt immer schon am probieren und suche eine Lösung....

Wenn die Bassdrum pumpt kann nur ein Kompressor schuld sein. Neben einer unpassenden Kompressor Einstellung kann die Bassdrum aber auch einfach zu Bass-lastig und zu laut gemischt und zu wenig mit Sättigung oder Limiting vorkomprimiert worden sein.

MarduK91

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23

Mittwoch, 28. November 2018, 10:38

Was ist an einem Limiter besser als an einem Kompressor bei Einzelspuren?? Soft-Clipper sind mir unbekannt.

Im Anhang ist ein Screenshot von meiner Parallelkompression.
Das Thema mit der Bassdrum, habe ich langsam in den Griff bekommen. Ich habe die Songs immer zu laut gerendert und Youtube hat dann alles nochmals so stark komprimiert dass es pumpt.
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24

Mittwoch, 28. November 2018, 13:03

So mal am Rande: Alles über -13 LUFS wird bei Youtube runter geregelt.
"Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
"Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
Wolfgang Neuss

m_tree

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25

Mittwoch, 28. November 2018, 15:31

Was ist an einem Limiter besser als an einem Kompressor bei Einzelspuren?? Soft-Clipper sind mir unbekannt.

"Besser" nicht per se. Es kommt auf den Anwendungsfall an. Will man Transienten, Peaks und Pegelspitzen zähmen, eignen sich Limiter und Clipper eben besser. Auch im Mix.

Ein Limiter ist prinzipiell ein Kompressor mit einer unendlich hohen Ratio und extrem schnellen Regelzeiten (seit dem digitalen Zeitalter meistens noch mit Look-ahead).
Ein Clipper hingegen komprimiert die Peaks nicht wie ein Limiter, sondern schneidet sie ab und sättigt das Signal gleichzeitig. Mit Soft-Knee ist das mit dem Kompressions- und Sättigungsverhalten von Tonband vergleichbar.
Clipping spült die Peaks weniger weich als Limiting. Man kann damit mehr Headroom als mit Limiting rausholen, ohne den Punch und Druck komplett zu vernichten.

Zitat

Im Anhang ist ein Screenshot von meiner Parallelkompression.

Ohne langatmige Erklärungen würde ich folgendes ändern:
- den Highpass Filter ausschalten
- den Release für den Anfang auf 100ms setzen und je nach Tempo und Rhythmus (oder nach Gehör) etwas runter oder hoch regeln. Hier würde ich minimal 50ms und maximal 200ms nehmen (50ms sind schon sehr schnell bei klassischer Kompression)
- die schnellste Attackzeit ist in dem Fall hier am sinnvollsten, dort nichts ändern ;)
- die Ratio könnte auch auf 10:1 (20:1 ist für Parallelkompression m.E. wieder etwas zu viel)
- die Gainreduction würde ich bei durchschnittlich 10dB halten (max. 20dB bei Peaks)
- das ganze würde ich (RMS) etwa 10dB leiser als das trockene Signal dazu mischen

Habe da viel rumprobiert. Parallelkompression (mal von Limiting und Clipping abgesehen) ist m.E. das beste bei Drums. Die Mix Summenkompression reagiert sowieso auch noch mal hauptsächlich auf die Drums, auch bei mittleren bis längeren Attack Zeiten.

Zitat

Das Thema mit der Bassdrum, habe ich langsam in den Griff bekommen. Ich habe die Songs immer zu laut gerendert und Youtube hat dann alles nochmals so stark komprimiert dass es pumpt.

Das ist unmöglich. Youtube passt lediglich den Gesamtpegel an, aber verändert nichts. Im Radio hingegen wäre das möglich, weil die alles noch mal durch ihre Maschinchen jagen, die alles angleichen und vor allem laut machen.

Auch für Youtube, Spotify usw. würde ich noch mindestens -12 LUFS integrated ansetzen. Denn lauter machen die das wie gesagt nicht. Höchstens, wenn genug True-Peak Headroom vorhanden ist.

Noch ein Tipp:
Das Audiomaterial bis zum Youtube Upload lossless bearbeiten und rendern. Also auch im Videoprogramm. Am besten in 24bit. Ein No-Go ist, lossy (wie MP3 oder AAC) noch mal lossy zu encodieren. Das klingt einfach sch..., passiert allerdings öfter.

Nick74

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26

Freitag, 30. November 2018, 00:07

Das mit dem 1:1 covern ist von mir so gewollt. Anders einspielen kann jeder, aber so wie es Original eingespielt wurde vllt nicht?!

Ich find es cool, daß du auch Drum-Overs von guten Songs präsentierst, die drum-mäßig unspektakulär sind (wie z.B. das geile Burzum - Hit helga Tré). Deine Liste ist zwar nur sehr partiell mein (Black)Metal-Geschmack, ich finde es aber generell erfreulich, daß mal jemand diesen Stil hier im DF kompetent vertritt! Vielleicht könntest du in Sachen Dynamik manchmal ein ganz bißchen mehr machen (z.B. die Flußlinien nicht so gleichförmig), aber das ist ja auch Geschmacksache, ansonsten finde ich, daß es schon törnt, wie es komplett überlagert. :thumbup:

MarduK91

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27

Montag, 3. Dezember 2018, 20:53

So mal am Rande: Alles über -13 LUFS wird bei Youtube runter geregelt.
Das weiß ich auch seit diesem Jahr, aber trotzdem danke :D

Ohne langatmige Erklärungen würde ich folgendes ändern:
- den Highpass Filter ausschalten
- den Release für den Anfang auf 100ms setzen und je nach Tempo und Rhythmus (oder nach Gehör) etwas runter oder hoch regeln. Hier würde ich minimal 50ms und maximal 200ms nehmen (50ms sind schon sehr schnell bei klassischer Kompression)
- die schnellste Attackzeit ist in dem Fall hier am sinnvollsten, dort nichts ändern ;)
- die Ratio könnte auch auf 10:1 (20:1 ist für Parallelkompression m.E. wieder etwas zu viel)
- die Gainreduction würde ich bei durchschnittlich 10dB halten (max. 20dB bei Peaks)
- das ganze würde ich (RMS) etwa 10dB leiser als das trockene Signal dazu mischen

Habe da viel rumprobiert. Parallelkompression (mal von Limiting und Clipping abgesehen) ist m.E. das beste bei Drums. Die Mix Summenkompression reagiert sowieso auch noch mal hauptsächlich auf die Drums, auch bei mittleren bis längeren Attack Zeiten.

Zitat

Das Thema mit der Bassdrum, habe ich langsam in den Griff bekommen. Ich habe die Songs immer zu laut gerendert und Youtube hat dann alles nochmals so stark komprimiert dass es pumpt.

Das ist unmöglich. Youtube passt lediglich den Gesamtpegel an, aber verändert nichts. Im Radio hingegen wäre das möglich, weil die alles noch mal durch ihre Maschinchen jagen, die alles angleichen und vor allem laut machen.

Auch für Youtube, Spotify usw. würde ich noch mindestens -12 LUFS integrated ansetzen. Denn lauter machen die das wie gesagt nicht. Höchstens, wenn genug True-Peak Headroom vorhanden ist.

Noch ein Tipp:
Das Audiomaterial bis zum Youtube Upload lossless bearbeiten und rendern. Also auch im Videoprogramm. Am besten in 24bit. Ein No-Go ist, lossy (wie MP3 oder AAC) noch mal lossy zu encodieren. Das klingt einfach sch..., passiert allerdings öfter.

Ich werde die Einstellungen beim nächsten Cover mal ausprobieren.
Warum sollte das unmöglich sein? Viele Cover (2017 und älter) habe ich immer extrem laut gerendert (pumpt in yt) und seitdem ich weiß, dass -13 lufs angegeben sind finde ich, dass das Pumpen auf yt weg ist...ab dem Rotting Christ Cover
Das mit dem 1:1 covern ist von mir so gewollt. Anders einspielen kann jeder, aber so wie es Original eingespielt wurde vllt nicht?!

Ich find es cool, daß du auch Drum-Overs von guten Songs präsentierst, die drum-mäßig unspektakulär sind (wie z.B. das geile Burzum - Hit helga Tré). Deine Liste ist zwar nur sehr partiell mein (Black)Metal-Geschmack, ich finde es aber generell erfreulich, daß mal jemand diesen Stil hier im DF kompetent vertritt! Vielleicht könntest du in Sachen Dynamik manchmal ein ganz bißchen mehr machen (z.B. die Flußlinien nicht so gleichförmig), aber das ist ja auch Geschmacksache, ansonsten finde ich, daß es schon törnt, wie es komplett überlagert. :thumbup:

Vielen Dank :D

was meinst du mit Flußlinien?

Ich mache das ganze wie gesagt als Hobby und habe mir das abmischen selber beigebracht. Mom spiele ich lieber langsam, aber dafür vom Klang passend als schnell und klingt nach Wurst. Ich werde aber meine Ansprüche noch höher schrauben. 8)

m_tree

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28

Montag, 3. Dezember 2018, 21:58

Ich gehe noch mal genauer auf die Youtube Geschichte ein. Ich weiß das aus anderen Quellen und eigenen Tests selbst schon. Aber der Artikel hier räumt mit vielen Mythen auf:

http://productionadvice.co.uk/youtube-lo…sation-details/

Ein paar Zitate:

Zitat

It DOESN’T add extra processing

Everything we’ve seen and heard so far suggests this is just a volume control, nothing else. Some people feel things sound more compressed, or less bassy – I’m pretty sure that’s just loudness deception.

Although, some labels may already be using more dynamic masters, in a reaction to the normalisation – perhaps that’s why the Skrillex video I commented on recently is more dynamic ?


Zitat

This is a playback setting ONLY

The underlying audio isn’t affected – downloading raw files shows that the original levels are encoded intact. That makes sense – adjusting the playback level is faster than re-encoding music, non-destructive, requires less processing power, and allows for future changes to the normalised level.


Zitat

Not all songs are normalised (yet)

Everything I’ve tried that’s been uploaded this year is playing back normalised, but older songs aren’t. That’s the reason you can see some examples that are louder or softer in the LCast graph in my original post – for example, the very last song is “Bangarang” by Skrillex, which still plays at thunderously high level. But…


Zitat

It can take up to a week for the normalisation to come “online”

Several people have told me they’ve recently uploaded songs which aren’t playing back normalised – yet. But based on what Eric is telling us, we can expect YouTube to “catch up” with those songs fairly quickly.


Zitat

It doesn’t use R128 (LUFS)

R128 is the internationally agreed standard method for measuring loudness, measured in LUFS – and we’re pretty sure YouTube isn’t using it, at this point. At least, not the standard “integrated” overall value.

Most normalised songs we’ve measured come in somewhere between -12 and -14 LUFS integrated, at the moment
– but if that’s how YouTube were measuring it themselves, you’d expect those values to be exact.

Unless they’re using a tweaked version, of course. We’re trying to get to the bottom of how it works – you’ll know as soon as we figure it out ! Other options might include ReplayGain (like Spotify), for example.


Diese Aussagen bestätigen meine eigenen Erfahrungen und das, was ich in anderen Quellen gelesen habe.

Nick74

aka Martin6

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29

Dienstag, 4. Dezember 2018, 21:30

was meinst du mit Flußlinien?

z.B. durchgehende Cym-Line bei einem Groove

MarduK91

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30

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12:09


Neues "kurzes" Video...eigentlich nichts besonderes, ich hab nur die Länge als Herausforderung gesehen.
Grob gesagt ist es immer das gleiche, bei 8:53 könnte es evtl für den ein oder anderen interessant werden.