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404 Sarius

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  • »404 Sarius« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 27. November 2018, 15:01

Einstieg in das Recording

Moin,
Ich spiele seit 10 Jahren Schlagzeug, habe aber nie aufgenommen, und auch nur wenig Erfahrung damit.
Nun möchte ich mir endlich Equipment kaufen, um für meine Rock/Nu Metal Band, und mich selber aufzunehmen.
Ich will für maximal 800 Euro für: ein Interface, ein Mikrofonset bestehend aus Mindestens 2 Overheads, Sare, Bass, und drei Tom Mikros und den benötigten Kabeln und Mirkofonständern.


Ich habe mir mal nach ein bisschen recherhieren, diese Komponenten Rausgesucht.Interface:

Focusrute Scarkett 18i20 2nd Gen (433 Euro)https://www.thomann.de/de/focusrite_scar…i20_2nd_gen.htm
Mikrofone: AKG Drum Set Session 1 (269 Euro)https://www.thomann.de/de/akg_drum_set_session_i.htm
Wäre damit bei ca 700 Euro, und dann sollten Kabel etc noch ins budget passen.
Was meint ihr. Sind das gute Mirkos, und ein gutes Interface für den Anfang? Gibt es bessere günstigere Alternativen?

Bin über jede Hilfe Dankbar, da ich neu in dem Thema binLG Jakob.

ibins

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2

Dienstag, 27. November 2018, 15:26

Yamaha EAD10

zu spät

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3

Dienstag, 27. November 2018, 15:41

Und wie wird dann der Rest der Band aufgenommen?

Mein Tipp: Hol dir den Behringer X Air XR18 anstatt dem Focusrite. (oder das deutlich teurere Pendant von Midas)

Wir haben das Ding auch im Proberaum. Da hast du 16 echte Mikro-Eingänge und einen absolut proberaumtauglichen Mischer zugleich.
Musst dann halt noch ggf. ein paar Euro für ne Aufnahmesoftware einplanen.

m_tree

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  • »m_tree« ist männlich

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4

Dienstag, 27. November 2018, 16:03

Das Focusrite Interface steht aber nicht im Verhältnis zu dem Mikrofonkoffer. Mit dem Focusrite kann man voll professionell aufnehmen. Die Mikrofone hingegen sind Low-Budget und klingen dementsprechend.

Meine Empfehlung für die Mikrofone:

Bassdrum: Shure Beta52a oder Sennheiser e602
Snare: Shure SM57 oder Audix i5
Toms: Sennheiser e604 oder e904
Overheads: Oktava MK012

Mikrofone machen sich deutlicher bemerkbar als die Pre-Amps und Wandler.

Aufnahmesoftware -> REAPER 8)

http://reaper.fm/download.php

Und wie wird dann der Rest der Band aufgenommen?

Am besten mit Overdubs. Für Homerecording reicht eine schmale Drums Mikrofonierung und Overdubbing hat zwei Vorteile: Erleichtertes Einspielen und vor allem einfacher zu realisieren (akustisch / technisch). Bei Rock und Metal ist das schon ok.

Rampen

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5

Dienstag, 27. November 2018, 16:05

Das Focusrite habe ich auch im Proberaum. Ist absolut amtlich und lässt sich nach Bedarf z.B. für 150 Euro (Behringer ADA8200) auf 16 Mic Preamps erweitern. Das X Air XR18 kenne ich nicht, aber sehe ich das richtig, dass man da *alles* per App einstellen muss? Z.B. auch das Mikrofon-Gain? Das fände ich persönlich ja sehr nervig, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Nix da.

zu spät

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  • »zu spät« ist männlich

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6

Dienstag, 27. November 2018, 16:55

sehe ich das richtig, dass man da *alles* per App einstellen muss?


siehst du richtig. Ist aber Gewohnheitssache. Einmal richtig eingestellt, gibt es, zumindest für mich, am Gain etc. nicht mehr viel zu regeln. Hab den bei uns im Proberaum bestimmt seit nem halben Jahr nicht mehr angefasst.

Das einzige, was mich am Anfang genervt hat, war dass du bei Rückkopplungen nicht so schnell bist, wie am Mischpult mit Reglern. Mal einfach nen Regler runterziehen, geht im Notfall schon deutlich schneller. Ich hab mir deswegen alle Kanäle und Busse auf ne Mute-Group gelegt. Sozusagen als "Not-Aus" Knopf.

404 Sarius

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7

Dienstag, 27. November 2018, 17:17

Behringer X Air XR18 anstatt dem Focusrite
sieht für mich komplizierter aus, ich will eigentlich erstmal ein normales Interface um damit zu lernen Drums zu recorden

404 Sarius

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  • »404 Sarius« ist der Autor dieses Themas

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8

Dienstag, 27. November 2018, 17:18

Bassdrum: Shure Beta52a oder Sennheiser e602
Snare: Shure SM57 oder Audix i5
Toms: Sennheiser e604 oder e904
Overheads: Oktava MK012

sieht nicht so aus, als würde das auch nur irgendwie mit meinem Budget machbar sein.
Ich denke ich will zum Anfang in gutes Interface, und eher die Mirkos nachher aufrüsten, als andersrum

panikstajan

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9

Dienstag, 27. November 2018, 17:31

Ich denke auch, du solltest für den Anfang am Interface etwas sparen und in "gute" Mikrofone investieren, da sie es sind, die den Schall in elektrische Energie Wandeln und maßgeblich dafür verantwortlich sind, wie originalgetreu dein Instrument nachher auf der Aufnahme abgebildet wird.

m_tree

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10

Dienstag, 27. November 2018, 17:41

In ein gutes Interface für den Anfang zu investieren ist schon sinnvoll. Denn wer billig kauft, kauft wahrscheinlich / oft / immer zwei mal. Aus diesem Grund würde ich die Mikrofon Geschichte ganz anders angehen:

Für den Anfang mit einem Bassdrum Mikrofon und einem Overhead Stereo Paar loslegen. Es gibt verschiedene Techniken dafür. Für amtliche Rock- und Metal Produktionen ist das zwar ungeeignet (mal von "komplizierteren" Ausnahmen abgesehen), aber für die ersten Recording Gehversuche sogar besser als so viele Mikrofone. Die Sache wird nämlich auch im Mix mit steigender Mikrofon Anzahl immer komplizierter. Tom Mikrofone bspw. fangen reichlich "Schmutz" von den Becken ein, der auf diesen Mikrofonen einfach schlecht klingt. Kommt dann weitere Bearbeitung mit EQing und Kompression ins Spiel, wird das immer problematischer. Aus diesem Grund werden Toms in der Nachbearbeitung oft gegated oder komplett geschnitten, live auch hier und da getriggert.

Das Focusrite 18i20 gabs bis vor einiger Zeit noch neu für um die 400€. Veranschlage dazu noch 300€ für ein brauchbares Mittelklasse Kleinmembran Kondensator Mikrofon Paar wie die Oktava MK-012 und 150€ für ein gebräuchliches Bassdrum Mikrofon wie die oben empfohlenen und du hast die besten Starbedingungen, um die ersten Recording Erfahrungen zu sammeln und dann weiter aufzurüsten - ohne zwei mal zu kaufen. ;)

404 Sarius

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11

Dienstag, 27. November 2018, 17:47

Danke schonmal für die Antworten, ich lasse mir das nochmal durch den Kopf gehen mit den Mikros und Spreche mit einem Bekannten der das AKG set hat.

Beeble

Beckenpolierer

  • »Beeble« ist männlich

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12

Dienstag, 27. November 2018, 17:47

Ich will für maximal 800 Euro für: ein Interface, ein Mikrofonset bestehend aus Mindestens 2 Overheads, Sare, Bass, und drei Tom Mikros und den benötigten Kabeln und Mirkofonständern.
das ist ziemlich unmöglich, bzw mit starken Einschränkungen verbunden.
Mikrofone machen sich deutlicher bemerkbar als die Pre-Amps und Wandler.

Genau, deswegen erstmal mit 3 guten Mikros anfangen, zumal du ja sagtest das du lernen willst.
Mit 3 guten Mikros machst du bessere Aufnahmen als mit einem dutzend schlechter.
sieht für mich komplizierter aus, ich will eigentlich erstmal ein normales Interface um damit zu lernen Drums zu recorden

kompliziert ist das nicht. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigen will kommt man nicht umher sich mit der Materie auseinanderzusetzten.
Das XAir-18 ist nebenbei auch ein "normales" Interface wenn man es denn als solches nutzt. Und alleine die Möglichkeiten des Monitoring machen es bei deinem Budget zur ersten Wahl.
sieht nicht so aus, als würde das auch nur irgendwie mit meinem Budget machbar sein.
Ich denke ich will zum Anfang in gutes Interface, und eher die Mirkos nachher aufrüsten, als andersrum
Ich verspreche dir das dies der falsche Weg ist. Du wirst enttäuscht sein und doppelt kaufen.
Dieser Beitrag beinhaltet gefährliches Halbwissen!

zu spät

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  • »zu spät« ist männlich

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13

Dienstag, 27. November 2018, 17:56

Das XAir-18 ist nebenbei auch ein "normales" Interface wenn man es denn als solches nutzt.


Sorry, dass ich das nicht extra erwähnt hatte. Dachte das ist klar, da es ja darum ging.

Bei uns im Proberaum wird das Teil auch für beides benutzt. Einfach als Mischer und wenn mal einer sagt "Lass uns den Song mal kurz aufnehmen", dann wird halt auf "Record gedrückt". Und schwups sind unsere 12 Spuren auf dem Rechner.

noPsycho

Therapie erfolgreich beendet

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14

Dienstag, 27. November 2018, 18:06

was wollt ihr denn genau mit den Aufnahmen machen?

Rampen

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Dienstag, 27. November 2018, 18:37

Ich habe ganz ähnlich angefangen wie Du es vorhast. Also ein gutes Interface und ein Billig-Mikrofonset (das billigste was es überhaupt gab). Allerdings war das Set ohne Overheads, da hatte ich gleich vernünftige (Rode NT-5). Das Bassdrum-Mikro habe ich relativ bald ausgetauscht, weil es einfach den Grundton der Bassdrum nicht eingefangen hat. Da hat auch kein EQ geholfen, denn wo nix ist, kann man auch nix boosten. Nachdem ich mir mit dem Zumischen eines 60-Hz Sinus beholfen habe (was erstaunlich gut klappt), war es mir irgendwann dann doch zu doof. An den Toms habe ich bis heute(!) die Billigmikros und hatte noch nicht ausreichenden Drang sie auszuwechseln. An der Snare wechsel ich hie und da, aber ehrlich gesagt landet auch öfter das Billig-Mikro dran und das tut seinen Job eigentlich akzeptabel.

Was kann ich Dir daher als Tipp geben? Ich habe keine Ahnung, wie sich Billig-Overheads schlagen. Billig-Bassdrummikros sind eher zum Abgewöhnen. An den Toms und evtl. sogar an der Snare ist das Mikro relativ unkritisch. Für den Anfang kriegt man aber selbst mit einem Billig-Set brauchbare Aufnahmen hin. Die Schwierigkeiten werden laaaange Zeit eher beim Mischen liegen ^^

EDIT: hab in meinen Emails von 2011 geschaut, das hier ist das famose Mikrofonset: https://www.thomann.de/de/t-bone_dc_1000.htm
Nix da.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rampen« (27. November 2018, 18:44)


m_tree

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  • »m_tree« ist männlich

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16

Dienstag, 27. November 2018, 19:00

Allerdings war das Set ohne Overheads, da hatte ich gleich vernünftige (Rode NT-5).

So vernünftig finde ich die NT-5 gar nicht. Die Auflösung ist nicht besonders und sie klingen recht "blechern" mit einem für meine Begriffe eher nervigen Höhenband. Da die Overheads bei Nahmikrofonierung der Trommeln hauptsächlich für die Becken verantwortlich sind, fand ich diesen Vergleich hier gut:



Oktava MK-012 und Neumann KM184 kenne ich beide "in echt". Und kann immer wieder nur sagen, dass die Oktavas die Mittelklasse KMK Mikros sind, die es am ehesten mit der nächst höheren Liga aufnehmen können. Ein etwas dumpferer (ehrlicherer) Klang ist ok, wenn der Höhenbereich dafür an sich einfach besser klingt. Man hebt für gewöhnlich sowieso noch Höhen an. Spätestens auf der Mix Summe.

Ich find auch die alten KM84i besser als die neuen KM184. Die klingen einfach runder und natürlicher (Top End Betonung der KM184).

Zitat

An den Toms und evtl. sogar an der Snare ist das Mikro relativ unkritisch.

An den Toms, ja. Aber der Snare aber nicht. Das ist mit das wichtigste Mikro am ganzen Set und gebräuchliche Mikros wie ein SM57 oder i5 kosten gerade mal 'nen 100er.

Zitat

Für den Anfang kriegt man aber selbst mit einem Billig-Set brauchbare Aufnahmen hin. Die Schwierigkeiten werden laaaange Zeit eher beim Mischen liegen ^^

Oder immer :D

Zitat

EDIT: hab in meinen Emails von 2011 geschaut, das hier ist das famose Mikrofonset: https://www.thomann.de/de/t-bone_dc_1000.htm

Ja, der Bassdrum Knüppel ist unbrauchbar. Das BD-300 aus der nächst höheren Serie ist allerdings brauchbar. Ich hatte das schon oft als Stützmikro direkt vor dem Resonanzfell zusätzlich zu einem hochwertigen, innen aufgestellten Mikro benutzt und damit die gewisse Portion Schub und Schmackes "untenrum" dazu mischen können.

st_b

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  • »st_b« ist männlich

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Dienstag, 27. November 2018, 19:02

Wenn das Budget schmal ist würde ich ein wenig Geduld und Recherche und den Gebrauchtmarkt empfehlen. - Vielleicht ein gebrauchtes AKG D112 und ein Shure SM57, ich glaub damit kann man schon mal vernünftig an BD und Snare arbeiten und der Geldbeutel sollte nicht all zu sehr belastet sein. Dann noch irgendwas für die Overheads, da kenn ich mich nicht aus, gibt aber ja auch schon ein paar Empfehlungen. Dann vielleicht doch nur ein Audiointerface mit 4 Mic Preamps und ein wenig mit der Mikrofonierung experimentieren.

Außerdem möchte ich dich darauf hinweisen, dass du in deinem Equipment einen ziemlich essenziellen Bestandteil übersiehst, und zwar die Monitore oder aber zumindest vernünftige Kopfhörer.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »st_b« (27. November 2018, 19:10)


Rampen

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  • »Rampen« ist männlich

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18

Dienstag, 27. November 2018, 19:14

So vernünftig finde ich die NT-5 gar nicht.


Ja, damals gab es die Oktava noch gar nicht verbreitet in Deutschland zu kaufen und die Rode waren für den Preis quasi alternativlos. Heute würde ich auch die Oktava kaufen.
Nix da.

404 Sarius

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19

Dienstag, 27. November 2018, 19:26

was wollt ihr denn genau mit den Aufnahmen machen?
Einfach demos aufnehmen, die man leuten zeigen kann. Um die Songs zu festigen, und schonmal was vor dem Studiobesuch zu haben.

404 Sarius

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20

Dienstag, 27. November 2018, 19:28

und zwar die Monitore oder aber zumindest vernünftige Kopfhörer.
die sind vorhanden