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Tschattner

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  • »Tschattner« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 09:28

ADHS + Trommeln!?

Hallo,

ja, ich habe es ... vllt DER Hauptgrund, warum es nicht sooo klappt, wie ich mir wünsche!?

Vllt gibt es hier "Leidensgenossen"!?

Mich interessiert, wie Ihr das besonders bzgl. Konzentration und Fokussierung macht.

Sehr gerne auch per PM.

Danke Euch.

Musikalische Grüße

hr808

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2

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 09:52

Moin,

es kann hilfreiche sein eine Umgebung zu haben, die dem Hirn wenig Reize/Input gibt.
Geräusche, bewegte Bilder etc.
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

Schoppe

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  • »Schoppe« ist männlich

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3

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 10:59

Hallo Tschatter.
WAS klappt den nicht, bzw. was sind die die "Wünsche"?
Ich wünschte auch ich könnte bei Tempo 200, 32tel als Single Stroke spielen, werde das aber wohl nie schaffen ;(
Vielleicht hat es (teilweise) ja gar nicht's mit dem ADHS zu tun und es sind die "normalen" (nicht falsch verstehen!!! ) Probleme die jeder Anfänger (?) hat.
Ich denke, dass Schlagzeug eigentlich das richtige Instrument ist um eben genau die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen.
Gruß
Ralf
Bier und die Pfalz, Gott erhalt's ;)

Zunge

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  • »Zunge« ist männlich

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4

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 11:40

ADS ist ein Konstrukt des Pathologisierungswahns und wird einfach Leuten als Stempel aufgedrückt, die sich nicht indoktrinieren lassen.
Mir wurde das im Alter von 7 auch diagnostiziert, weil ich mich auf den Schulstoff nicht konzentrieren konnte, der mich einfach nicht interessiert hat.
Diese Diagnose hinderte mich allerdings nicht daran, immernoch einen Laserartigen Fokus für Dinge zu entwickeln, die mich wirklich interessieren. (Drums, bestimmte Bücher)
Deswegen würde ich hier eher von selektiver Aufmerksamkeit sprechen.

Wenn Trommeln wirklich das ist, was du machen willst, sollte dir dein Kopf schon den Fokus dafür bereitstellen.
Was aber auf jeden Fall hilft: Meditation.

Auch zu beachten: Schlafmangel, Wassermangel oder Stress können die Konzentration einschänken.

Tschattner

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  • »Tschattner« ist der Autor dieses Themas

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5

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 11:44

Hallo Ralf,

wie? Das schaffst Du nicht? Dank ADHS ..., wenn kch keine Medis nehme, kein Problem! Ne, Scherz! ;-)

Ja, kann sein, dass es nicht explizit an ADHS liegt!?

Ja, Schlagzeug wird bei ADHS immer wieder empfohlen.

Konkrete "Probleme":

die typischen 4/4-Takte in Lehrbüchern im Kopf behalten. Es braucht Ewigkeiten, bis ich die mir merken kann. Wenn es dann noch untypische Rhythm sind, die BD nicht gleich auf 1, sondern auf 1+ 1+E, schon schwer.

Einen einfachen Takt Bumm-Zack-Bumm-Bumm-Zack einfach mal in einem Tempo 5 Minuten spielen.

Nicht von einem Takt, wenn der mal nicht auf Anhieb klappt, gleich zum nächsten einfacheren Takt wechseln.

Aber vllt sind das ja Dinge, die jeder von Euch kennt!?

Musikalische Grüße

Tschattner

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  • »Tschattner« ist der Autor dieses Themas

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6

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 11:52

Hi Zunge,

ja, da ist was dran.

Ich selektiere ganz krass, was mich interessiert und was nicht. Bei Dingen und auch Menschen. Kommt zT sehr arrogant rüber. Narzissmuss spielt da auch mit rein!? :-/

Bei mir wurde ADHS erst in diesem Jahr endlich diagnostiziert. Gab in den vielen Jahren davor die verschiedensten, aber falschen, Diagnosen. Besonders mir meiner Impulsivität hatte ich ordentlich zu kämpfen, aber auch meine Mitmenschen, besonders Partnerinnen.

Seitdem ich medikamentös eingestellt bin, bin ich schon deutlich ruhiger + noch reflektierter, überlegter, was könnte passieren, wenn ...

Hatte die Hoffnung, dass durchs Medi auch die Konhentration zunimmt. Leider nicht. Ich kann mich super an der Arbeit fokussieren, wenn meine Musik direkt aufn Ohren läuft (Rock, Heavy) und ich von der Außenwelt abgeschottet bin.

Meditation muss ich mal probieren. Danke.

Da das mit der Diagnose, ADHS ... alles noch relativ neu für mich ist, schiebe ich vllt auch, vllt auch mit zu viel Hoffnung, auf ADHS!? :-(

Musikalische Grüße

olly

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  • »olly« ist männlich

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7

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12:28

ADS ist ein Konstrukt des Pathologisierungswahns und wird einfach Leuten als Stempel aufgedrückt, die sich nicht indoktrinieren lassen.
Mir wurde das im Alter von 7 auch diagnostiziert, weil ich mich auf den Schulstoff nicht konzentrieren konnte, der mich einfach nicht interessiert hat.
Diese Diagnose hinderte mich allerdings nicht daran, immernoch einen Laserartigen Fokus für Dinge zu entwickeln, die mich wirklich interessieren. (Drums, bestimmte Bücher)
Deswegen würde ich hier eher von selektiver Aufmerksamkeit sprechen.

Wenn Trommeln wirklich das ist, was du machen willst, sollte dir dein Kopf schon den Fokus dafür bereitstellen.
Was aber auf jeden Fall hilft: Meditation.

Auch zu beachten: Schlafmangel, Wassermangel oder Stress können die Konzentration einschänken.


Da würde ich dir zustimmen.
Ich bin zum Glück schon so alt, daß es zu meiner Jugendzeit diese Krankheit noch nicht gab, sonst wäre ich auch ein Patient geworden. Die Krankheit wurde erst später erfunden, mMn um die entsprechenden Medikamente zu vermarkten.
Methylphenidat (Ritalin) wird u.a. auch in der Drogenkonument*innenscene als Speedersatz genutzt. Viele Eltern und Ärzte verordnen das, weil es ja helfen soll die Kinder fokussierter zu machen. Ich frage mich immer wieder was wäre wenn ein Arzt zu Eltern sagen würde "der Junior soll halt mal einen kiffen / ein Bier trinken / Kippen rauchen".
Auch interessant hierzu:
https://www.horizonworld.de/adhs-ist-ein…en-adhs-leiden/

Was mir beim Drummen immer geholfen hat ist mir die "Melodie" vorzustellen, nicht die Noten, also ein Klangbild von dem was ich spielen möchte im Kopf zu haben.
Wo Dummheit herrscht, ist das Selbstbewußtsein König.

Mein Krempel

danyvet

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  • »danyvet« ist weiblich

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8

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 12:35

Hm... wie lange spielst du denn schon? Wenn du erst vor kurzem angefangen hast, dann würd ich wohl nicht die "Hoffnung" haben, es auf ADHS schieben zu können. Wie oft übst du wieviele Stunden?
Diese facts würden wohl helfen um es aus nicht-psychologischer Sicht einschätzen zu können. Vielleicht liegt es ja (krass ausgedrückt) auch nur an unzureichender Übung? Wenn du zb. erst vor 2 Monaten angefangen hättest und einmal die Woche 20 Minuten übst, dann wäre es nicht verwunderlich. Wenn du schon 2 Jahre spielst und 7 Tage die Woche je 2 Stunden übst, daaaannnn.... wärs wirklich kein "normales Problem" :) Erzähl doch mal :)
Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.

“You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis

Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

9

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 16:44

Hi @Tschattner,

Du bist seit zwei Monaten angemeldet, wie ich sehe. Wenn Du nicht schon wesentlich länger spielst und vielleicht auch nicht unbedingt konsequent übst, dann sind die Sachen, die Du als Probleme ansprichst, ziemlich normal, meine ich. Hängt auch stark davon ab, wie kritisch man sich selbst betrachtet. Dranbleiben, üben, Spass (!) haben. Vielleicht mal nen Lehrer ausprobieren - einen, der fähig und gewillt ist, sich mit deinen konkreten Umständen auseinander zu setzen - egal, wie eine Diagnose heißt oder ob überhaupt eine existiert.

Meditation ist ne geile Sache, ebenso wie Sport und Entspannungsübungen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arti« (12. Dezember 2018, 16:47)


trommla

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  • »trommla« ist männlich

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10

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18:06

Hallo Tschattner,

die Art wie du schreibst, verleitet mich zu der Annahme, dass du schon ein paar Jahre auf unserem Planeten verbracht hast und nicht gerade erst den ersten Flaum am Kinn entdeckt hast?

Es ist völlig normal, dass man sich als Anfänger zunächst etwas müht und einen vermeintlich einfache Dinge (jaa, bei anderen sieht das immer so locker aus) an den Rand der Verzweiflung bringen. Je früher man beginnt, umso leichter fällt einem naturgemäß das Lernen, und Ü20 ist aber tatsächlich schon "steinalt", was die optimale Lernphysiologie betrifft. Und trotzdem gibt es hier und anderswo genügend erwachsene Leute, die die anfänglichen Bretter vor dem Kopf wegräumen und mit der Zeit zu richtig soliden Drummern werden. Was unter ADHS vielleicht geringer ausfällt, ist die Geduld, sich ausgiebig mit den Dingen zu beschäftigen, ohne dass einem langweilig wird. Zumindest ist das ein Merkmal, das ich bei meiner (angeblich ;)) ADHS-betroffenen Tochter häufig feststelle.

Rhythmen nicht sofort zu verinnerlichen, ist hingegen m.E. alleine auf fehlende Übung zurückzuführen und kommt von ganz alleine. So ähnlich verhält es sich bei mir z.B., wenn ich komplette Arrangements vom Blatt weg spielen muss. Da ich bis vor wenigen Jahren trotz Notenkenntnissen selten in die Verlegenheit kam, mehr als Lead Sheets trommeln zu müssen, war diese Fähigkeit bei mir einfach nicht entwickelt. Seitdem ich regelmäßig Big Band spiele, merke ich wie ich sicherer werde und inzwischen auch Konzerte ungeprobt vom Blatt spiele, ohne mich zu verheddern. Na gut, bei Uptempo-Zeug fall ich nach wie vor gelegentlich raus, wenn ich mal wieder eine Wiederholung übersehen habe oder das Segno nicht gleich finde :D

Also einfach schön dran bleiben und sich über kleine Schritte freuen, dann wird das!

trommeltom

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  • »trommeltom« ist männlich

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11

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18:49

Wenn Trommeln wirklich das ist, was du machen willst, sollte dir dein Kopf schon den Fokus dafür bereitstellen.

Ja, Schlagzeug wird bei ADHS immer wieder empfohlen.

Wurde Dir Schlagzeugspielen empfohlen?
Oder möchtest Du es aus eigenem Antrieb lernen?

Das Honk

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  • »Das Honk« ist männlich

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12

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18:53

ADHS + Trommeln!?

Einen einfachen Takt Bumm-Zack-Bumm-Bumm-Zack einfach mal in einem Tempo 5 Minuten spielen.

Es gab hier mal einen Wettbewerb der einen einfachen Bumm-Schtack mit 8teln auf der HiHat für 2 Minuten konstant groovig durchspielen als Aufgabe hatte. Und siehe da, das war nicht so einfach wie es sich anhört! Wir haben hier einfach zu wenig Informationen darüber wie lange du schon spielst, wie alt du bist, welchen Anspruch du hast, wie oft, was und wie du übst um auch nur annähernd einschätzen zu können, ob deine Schwierigkeiten normal sind oder mit was auch immer zusammen hängen.
Ansonsten ist die Sache mit ADS/ADHS deutlich komplexer und je nach Einzelfall anders, als sich das der eine oder andere vorstellt.

Tschattner

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13

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 19:30

Aus eigenem Antrieb. Hab vor der Diagnose schon angefangen. Ich wusste ja, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt! :D

14

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:13

Och, von wegen „dass etwas nicht stimmt“ - früher mal sprach man von Melancholie oder Schwermütigkeit, beispielsweise - heute ist Depression als eine Krankheit definiert, was ich einerseits auch sehr gut und nötig finde, andererseits hat diese Entwicklung auch einfach damit zu tun, dass erstens der Druck innerhalb unsere Gesellschaft immer mehr zunimmt und zweitens, dass es kaum noch Räume für Leute gibt, die darunter leiden: „früher“ mal konnten Menschen mit Depressionen vielleicht, hmmm, Schäfer sein. Oder Eremit. :huh: Sozusagen. Oder Nachtwächter, mit Hellebarde und Laterne. :wacko: Heute muss ich reinpassen, in die ganze Chose - wenn das nicht hinhaut, dann muss eben „behandelt“ werden; ist ne zweischneidige Sache. Tja. Soweit mein Wort zum Mittwoch... Was ich eigentlich sagen wollte: Rocknroll!

rubberbeat

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15

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 20:27

Melancholie und Depression passen zusammen wie Schlaf und Tod. :thumbdown: Depressive Schäfer ;(

16

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 21:11

Hast recht. Ich hab am Thema vorbei schwadroniert. Schwermütige Nachtwächter... :wacko:

Edith, die Gute, merkt aaallerdings an, dass der Sprachgebrauch mal ein andrer war.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arti« (12. Dezember 2018, 21:19)


Drumstudio1

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17

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 21:22

Ich rufe ertrinkenden auch immer "konstruktiv" zu:
"Versucht es mal mit Kraulen".

Dies nur als brutal-überspitztes Beispiel wie absurd man schnell argumentieren kann, im subjektiven Glauben, es sei ein guter Ratschlag.

So kritisch ich vielem diagnostischen bzw. auch manchen therapeutischen Interventionen mitunter gegenüberstehe, so sehr glaube ich, dass viele hier niemals im Leben etwas Zeit mit hyperaktiven oder mit massiven Aufmerksamkeitsdefiziten ausgestatteten Personen verbracht haben. Jene Erfahrungen sind nämlich je nach Ausprägung so surreal und zuweilen auch recht belastend, das man das nicht so schnell abschüttelt - respektive vergißt. Aber noch wichtiger: viele jener oftmals netten und beeindruckenden Menschen sind mitnichten nur durch Außenreaktionen oder Außenbewertung benachteiligt, sondern stehen sich oftmals und zuallererst massivst selbst im Weg. Keineswegs nur in Sachen Lerntempo oder Lernerfolg, auch in Sachen körperliche Unversehrtheit/Unfallauftretenshäufigkeit/"Risikoabwägung", soziale Kontakte/Bindungen etc. etc. etc. Diverse Ebenen des Lebens können je nach Ausprägung "überschattet", hintenanstehend bis zu massiv beeinträchtigt sein.

Das diverse Störungs- oder Krankheitsbilder oder nennen wir es ganz neutral: "Eigenheiten" so komplex und in Sachen Symptomvariabilität und Schweregrade vielfältig sind (auch "die" Depression) mitunter auch unendliche viele Zwischenstufen und Komorbiditäten aufweisen, nur nebenbei erwähnt. Ja, und diese Komplexität macht die Einordnung wer?, wann?, was? hatte und zurecht? oder zu unrecht? wie? behandelt wurde, so schwierig.

Hier im Thread wird vieles eindimensional oder monokausal gepostet wie: "Sonor klingt immer gut, denn es ist bei jedem Produkt wo Sonor 'draufsteht, gute dt. Wertarbeit" oder "japanische Produkte sind immer schlecht, denn meine Spieluhr von 1971 auf der Made in Japan `draufstand war schon nach 2 Jahren Nutzung defekt."

Fazit:
- manche bis viele werden viel zu früh mit Labels versehen (ja, das stimmt leider)
- manche tragen ihr Label wie ein Schutzschild/Alibi! und gehen (bzw. Eltern) von einer diagnostischen Einrichtung zu nächsten, bis sie das Label haben, was sie wollen (ja, auch das gibt es)
- diverse Diagnosen sind mitunter falsch (ja, auch das stimmt, gilt für alles wo menschliche Urteilskraft mit-entscheidet)
- diverse therapeutische Interventionen sind oftmals unzureichend oder falsch
- Auffälligkeiten, Störungsbilder, Handicaps oder Krankheiten unterliegen gesellschaftlicher Neubewertung oder wissenschaftlicher Differenzierung im Laufe der Zeit

Aber die Tatsache dass ich ein paar Wochen in der Grundschule einem Legastheniker-Kurs zugeordnet wurde und (mir gefiel es dort recht gut) plötzlich wieder abberufen wurde mit den Worten, man hätte sich in meinem Falle dramatisch geirrt, gibt mir nicht das Recht zu sagen, es gibt keine Rechtschreibschwächen, weder bei mir noch bei anderen.

Honk hat das in einem Satz sehr klar und toll in Worte gefaßt. Ich mußte leider diesmal ausnahmsweise noch heftiger und umfassender Formulieren und sei es nur zum Erhalt für die Nachwelt. Weil manches nicht unkommentiert bleiben kann/darf ... selbst in einem Drummerforum.

Wer meine Posts liest, erkennt sofort, dass ich mich mit allem: "Rechtschreibung", "Interpunktion", "Grammatik" etc. etc. bis heute schwer tue... :D

Davon abgesehen: Trommeln macht Spaß. Es gibt wenig im Leben was dem Drumming entgegensteht. Go for it!

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Drumstudio1« (12. Dezember 2018, 22:25)


trommeltom

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18

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 21:39

(...) Wettbewerb der einen einfachen Bumm-Schtack mit 8teln auf der HiHat (...)

DA liegt die Sau begraben. 8|
Wenn es sich dagegen um einen ordinären Bumm-Tschack gehandelt hätte, wären zufriedenstellende Ergebnisse deutlich leichter und schneller erreicht worden...
:P

Drumstudio1

Drums, Cymbals

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19

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 21:53

Zitat

DA liegt die Sau begraben. 8|
Wenn es sich dagegen um einen ordinären Bumm-Tschack gehandelt hätte, wären zufriedenstellende Ergebnisse deutlich leichter und schneller erreicht worden...
:P

:thumbsup:

Soundclass

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20

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 21:58

Früher oder später wird jeder mal irgendwie geschädigt sein. Die Diversität ist sehr gross. Von konkreten Schubladisierungen halte ich nicht viel. ADHS ist nur ein kleiner Furz, "don't worry"! ;)
Das aktuelle DSM-5 ist in folgende Kategorien gegliedert:


  1. Störungen der neuronalen und mentalen Entwicklung
  2. Schizophrenie-Spektrum und andere psychotische Störungen
  3. Bipolare und verwandte Störungen
  4. Depressive Störungen
  5. Angststörungen
  6. Zwangsstörung und verwandte Störungen
  7. Trauma- und belastungsbezogene Störungen
  8. Dissoziative Störungen
  9. Somatische Belastungsstörung und verwandte Störungen
  10. Fütter- und Essstörungen
  11. Ausscheidungsstörungen
  12. Schlaf-Wach-Störungen
  13. Sexuelle Funktionsstörungen
  14. Geschlechtsdysphorie
  15. Disruptive, Impulskontroll- und Sozialverhaltensstörungen
  16. Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen
  17. Neurokognitive Störungen (NCD)
  18. Persönlichkeitsstörungen
  19. Paraphile Störungen
  20. Andere psychische Störungen
  21. Medikamenteninduzierte Bewegungsstörungen und andere unerwünschte Medikamentenwirkungen
  22. Andere klinisch relevante Probleme

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