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Schoppe

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1

Montag, 15. April 2019, 12:48

Bezahlung Musiker im öffentlichen Dienst -> lächerlich ??!!

Hallo.

Habe am WE eine Stellenanzeige für einen Trompeter/Flügelhornisten in einem Polizeiorchester (nebst zugehöriger Big Band) gesehen.

Da ich einige Blasmusiker kenne für die das vllt. etwas ist, habe ich mir die Anzeige genauer angesehen und als ich die Eingruppierung in die Tarifgruppe sah, traf mich bald der Schlag.

Tarifgruppe 6, das sind Brutto (je nach Erfahrungsstufe 1-6) so zwischen 2450 und 3080 €/Monat, wobei die höheren Stufen erst nach einigen Jahren erreicht werden.

Hört sich vllt. für den ein oder anderen gar nicht so schlecht an, aber jetzt mal ganz ehrlich, wer hat denn dort Chancen genommen zu werden?

Die Person kann kein „Amateur“ sein sondern muss (ggf. nach dem Abitur) Musik studiert haben.

Bereits für die Studiums-Aufnahme ist es dabei notwendig ein sehr guter Musiker zu sein, dann noch jahrelanges studieren und einen (Universitäts-) Abschluss machen.

Normalerweise werden Universtitätsabsolventen im öffentlichen Dienst in Tarifgruppe E13 eingestellt (3800- 5680 €).


Warum schreibe ich das???
Ich finde es lächerlich, dass sehr gut ausgebildete (und jahrzehntelang übende) Musiker, im Vergleich zu anderen "Studierten", in eine solch niedrige Tarifgruppe eingestuft werden und das gilt ja im Endeffekt für alle Musiker (also auch Schlagzeuger/Perkussionisten).

Das zeigt aber mal wieder wie "gering" man als (Profi-)Musiker eingeschätzt wird und das hat. m. E. auch Auswirkungen auf die immer kleiner werdenden Gagen in dem Bereich.
Vielleicht ist aber auch das "Angebot" an Musikern zu groß und es findet sich "immer Einer der das macht" :thumbdown:

So, das musste mal raus ;(
Ralf
Bier und die Pfalz, Gott erhalt's ;)

Josh

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2

Montag, 15. April 2019, 13:04

Moin
Meine Glaskugel sagt, das läuft auf eine "generelle" Debatte über die Bezahlung von Musikern hinaus, . . . die es hier ja schon gibt.
Das Thema ist natürlich immer brandaktuell, gerade jetzt vor der "Umsonst und draußen"-Saison ;)
Zum öffentlichen Dienst sei noch anzumerken, das es da Bereiche gibt die genauso wie in der freien Wirtschaft, "chronisch unterbezahlt" sind.
Das hat einmal was mit der Individualität zu tun, zum anderen dem "volkswirtschaftlichen Schaden" der dadurch entsteht ;)
Frei nach dem Motto, die stehen mal bei einer Parade 1Std. rum und gehen ihrem "Hobby" nach, warum sollen die da Unsummen an Steuergeld verblasen, . . . also der Trompeter :D

Duck und weg, Feuer Frei :whistling: :D
Greez, Josh

Es ist nicht wenig Zeit die wir haben, sondern zu viel Zeit die wir nicht nutzen!:sleeping:

Mein Geraffel<>Bastelecke<>Band1 Band2

Beeble

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3

Montag, 15. April 2019, 13:28

Duck und weg, Feuer Frei :whistling: :D

Jehova ^^
Dieser Beitrag beinhaltet gefährliches Halbwissen!

seelanne

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4

Montag, 15. April 2019, 15:51

@threadstarter:

Naja, vielleicht mal andersherum gefragt: wieviel sollte man denn als Musiker im Polizeiorchester Deiner Einung nach verdienen ? 4000-5000 € brutto ?

Auch wenns schwer fällt: Die ganze Kohle muss an anderer Stelle (sprich von einem anderen Menschen) erst einmal verdient werden. Wer soll das Deiner Meinung nach tun und warum ?
Die Frage der Finanzierung scheint in heutiger Zeit irgendwie immer vergessen zu werden. In Zeiten, wo es der Polizei selbst an Wesentlichem an allen Ecken und Enden fehlt, insbesondere an "normalem" Personal, rangiere ich ein Polizeiorchester bei 100 Problemen, die es zu lösen gilt, knapp auf Platz Nr. 101.

Im übrigen nur mal so zur Finanzierung eines Polizeiorchesters ein Link blind aus dem Netz gefischt am Beispiel des Hamburger Polizeiorchesters:
"Im ersten Halbjahr hat die Truppe (Polizeiorchester Hamburg) 17.805 Euro eingespielt– bei laufenden Kosten von 823.914 Euro. Die Musikanten machten 806.109 Euro Miese. Bei rund 100 Auftritten im Jahr, meist auf Polizeifesten, sind das rund 16.000 Euro pro Auftritt."
https://www.mopo.de/hamburg/musiker-verd…onaten-16949902

Der Link ist aus 20111. Es dürfte seither nicht besser geworden sein. In Zeiten von fehlenden KITA-Plätzen, steigenden Obdachlosen und einer abschmierenden Mittelschicht insgesamt, kann man die Notwendigkeit eines Polizeiorchesters nicht mehr so ganz an den Mann bringen, oder ? Die fetten Jahre sind nunmal vorbei. In spätestens 10 Jahren wird man mit derlei Ansinnen ein recht schnelles Pferd brauchen.

PS: Heutzutage kann man eh' mit Musik leichter Geld verdienen, wenn man nicht Musiker wird, sondern "Förderer", speziell Frauen-Fördrer: Einfach mal feststellen, dass es in Polizei-Orchestern zu wenige Frauen gibt, Förderkreis bilden, Fördermittel beantragen. So gehts. Das Geld, was keiner hat, geht dann trotzdem drauf, aber die Leute fühlen sich dabei dann irgendwie hipper.
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
(c) by frint / 2008

"Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »seelanne« (15. April 2019, 15:56)


Drumstudio1

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5

Montag, 15. April 2019, 16:01

Zitat

Meine Glaskugel sagt, das läuft auf eine "generelle" Debatte über die Bezahlung von Musikern hinaus, . . . die es hier ja schon gibt.


Der Polizeiung ... ähm ich meine natürlich Prophezeiung oben wird gerne entsprochen! :D :thumbsup:

Vor etwa 2 Jahren wurde das Durchschnitts-Jahresgehalt von Berufsmusikern in diversen dt. Medien mitgeteilt (gemittelt wohl über Orchestermusiker, Privat-Instrumentallehrer, Honorarkräfte an lokalen kleinen Musikschulen, umsatzstarke Chartstürmer etc. etc. also all jene die hauptberuflich als Musiker tätig sind).

Das waren 12.000 bis 13.000 Euro....
... Im Jahr.

Die Berichte seinerzeit wiesen u.a. ausdrücklich auf die Mittelung hin (also das musikalische Hochverdiener da ja auch eingehen und somit diverse dt. Berufsmusiker um in der Summe auf solch einen Mittelwert zu kommen, somit im Jahr deutlich darunter sind).

Mahlzeit!
Die nächste Lokalrunde übernimmt mal locker aus der Hüfte der Polizei-Posaunist! ;)

@Seelanne
Dein PS made my day. Super! :thumbup:

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danyvet

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Montag, 15. April 2019, 16:30

Normalerweise werden Universtitätsabsolventen im öffentlichen Dienst in Tarifgruppe E13 eingestellt (3800- 5680 €).
8o wow! davon konnte ich nur träumen, als ich in meiner jetzigen Stelle begonnen hab (Uniabschluss plus mehrere Jahre Berufserfahrung, zwar nicht in der Sparte genau, aber immerhin, "öffentlicher Dienst" (Firma ist im 100%igen Staatseigentum, aber wir sind keine Beamten, da rein rechtlich eine GesmbH). Zugegeben, das ist inzwischen 11 Jahre her, aber die obere Grenze hab ich auch noch lange nicht erreicht...

kann man die Notwendigkeit eines Polizeiorchesters nicht mehr so ganz an den Mann bringen, oder ?
Danke, ich wollt schon fragen, wozu die Polizei überhaupt ein Orchester braucht 8| spielen die "tatütata", wenn die Folgetonhörner ausfallen??

@Seelanne
Dein PS made my day. Super! :thumbup:
+1 :D
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trommla

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7

Montag, 15. April 2019, 16:34

spielen die "tatütata", wenn die Folgetonhörner ausfallen??

Haha, der Aufwand für solche "Großeinsätze" 100mal im Jahr erklärt dann auch, weshalb die nur Kosten verursachen und nix einspielen.

Schoppe

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8

Montag, 15. April 2019, 16:53

Moin.
Läuft mal wieder in die falsche Richtung :rolleyes:
Mir ging es weder um die Existenzberechtigung, (Nicht-)Rechtfertigung eines Polizeiorchesters oder des öffentlichen Dienstes oder wer das alles bezahlt oder welche Bezahlung jemand "verdient" hat.

Es geht mir nur darum, dass diese Differenz in der Bezahlung sehr krass ist.
Das mit der E13 (ist übrigens Eingruppierung für Angestellte, nicht Beamte) ist das normale Einstiegsgehalt für Universitätsabsolventen -> Das ist so !!!

Abweichungen, Einstiege in niedrigere Gehaltsgruppen, "Sonderregelungen" o. ä. gibt es natürlich immer wieder, aber eine Einstufung die 7 (in Worten SIEBEN) Gehaltsstufen tiefer ist, bei prinzipiell gleicher Ausbildung, finde ich einfach ....... (kann sich jeder sein eigenes Wort einsetzen ;)

Gruß
Ralf
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Drumstudio1

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9

Montag, 15. April 2019, 17:10

Zitat

, finde ich einfach ....... (kann sich jeder sein eigenes Wort einsetzen ;)


Ein wundervoller Modus Schimpfwörter zu vermeiden. :thumbsup:

Schon alleine dafür lohnt(e) sich für mich der Thread! :thumbup:
Kollegialer Gruß

seelanne

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10

Montag, 15. April 2019, 17:32



Mir ging es weder um die Existenzberechtigung, (Nicht-)Rechtfertigung eines Polizeiorchesters oder des öffentlichen Dienstes oder wer das alles bezahlt oder welche Bezahlung jemand "verdient" hat.
Es geht mir nur darum, dass diese Differenz in der Bezahlung sehr krass ist.


Das hängt nur leider eben alles zusammen: Du kannst die Differenz der Gehälter doch nicht von der Wichtigkeit, Relevanz und Notwendigkeit der Berufe abspalten.

Im übrigen: Ein Richter bsp. bekommt als Einstiegsgehalt derzeit 4.200 € brutto. Ich finde also da im Schnitt 2.650 für einen studierten Posaunisten, der im Schnitt vielleicht 150 mal im Jahr für ca. 2 Stunden die Posaune bläst, als durchnittliches Einstiegsgehalt nicht ganz so verkehrt (alle Zahlen für NRW), oder ?
"Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
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"Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »seelanne« (15. April 2019, 17:40)


trommla

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11

Montag, 15. April 2019, 17:32

Ganz ehrlich, auch wenn ich mit Leib und Seele Musiker bin, langweilen mich solche Diskussionen echt ziemlich. Es ist doch ein alter Hut, dass wir von Lohngerechtigkeit in Deutschland weiter weg sind denn je in der Nachkriegsgeschichte. Musiker sind von dieser Entwicklung auch, aber eben bei weitem nicht als einzige betroffen. Dass von wenigen strahlenden Ausnahmen abgesehen Musik schon seit jeher als brotlos gilt, kommt ja nicht von ungefähr. W.A. Mozart lebte und starb schon in Armut.

Der durchschnittliche Sozialpädagoge - ebenfalls Akademiker - verdient in D je nach Tätigkeit und Bundesland ebenfalls nur 2500,- bis 3500,- Euro Brutto als Einsteiger. Nur um ein Beispiel zu nennen.

Ansonsten hat Seelanne schon in Post #4 alles gesagt, was es zu der Thematik zu sagen gibt.

vandroiy

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12

Montag, 15. April 2019, 18:36


Es ist doch ein alter Hut, dass wir von Lohngerechtigkeit in Deutschland weiter weg


Die Grundsatzdiskussion braucht man glaub ich echt nicht mehr führen. Das Investment Banker, ein paar wenige Sportler und Musiker, usw... Millionen verdienen und essentielle Berufe, wie z.b. alles was sich in Kranken- und Altenpflege abspielt, mit einem Butterbrot auskommen müssen ist grundlegend irgendwie...suboptimal.
Und das sage ich als einer der nicht schlecht verdient in einem Job der Null Mehrwert für die Gesellschaft hat.

Sch.... , doch eine Grunsatzdiskussion. :rolleyes:


Der durchschnittliche Sozialpädagoge - ebenfalls Akademiker - verdient in D je nach Tätigkeit und Bundesland ebenfalls nur 2500,- bis 3500,- Euro Brutto als Einsteiger. Nur um ein Beispiel zu nennen.


siehe oben. unglaublich.
Pearl Forum, Sonor Snare, Drumtec Design Mesh Heads, 2Box Triggers, Roland Cymbals, GoEDrum HiHat Controller, Roland TD11 Module.

Druffnix

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13

Montag, 15. April 2019, 18:52

Also wenn ich das richtig verstehe, sind das nach TVÖD eingruppierte Leute, die in Polizeiorchestern spielen, die dann hauptsächlich auf Polizeifesten Musik machen, um die anwesenden Polizisten zu bespaßen. Mal ehrlich, wenn ein Flügelhornist, der ja wahrscheinlich nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums eher begrenzte Berufschancen hat, eine Festanstellung bekommt, kann er doch froh sein. Das wird aus Steuergeldern bezahlt, der gesamtgesellschaftliche Nutzen ist eher begrenzt. Bloß weil die Polizeiorchester hohe Anforderungen stellen, zwingt das ja niemanden, da mitzuspielen. Und mein begrenztes Wissen meint mir zu sagen, dass eine junge Pflegekraft (OK, kein Abi, kein Studium) sicher nicht mehr Geld bekommt, aber mit Sicherheit mehr gesellschaftlichen Nutzen stiftet. Wobei das PS von Seelanne ja schon interessant ist: Welche Frauenquote herrscht denn in diesen Orchestern? Herrscht da Diskriminierung? Wie viele Orchesterleiter sind Frauen? Da muss man aber unbedingt was machen! Ups, ich bin abgeschwoffen ;)

Fazit für mich: Polizeiorchester sind ein Relikt aus Zeiten, wo man sich so was leisten konnte. Eigentlich kann man das heute nicht mehr, und deshalb stellt sich für mich nicht die Frage nach angemessener Bezahlung im Vergleich zu anderen Berufen. Es stellt sich die Frage, wieso Mittel der öffentlichen Hand für Polizeiorchester ausgegeben werden müssen.
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Blue Note

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14

Montag, 15. April 2019, 19:21

Macht den fred zu, wir sind schon wieder 2 Maß unter Stammtischniveau!

kornvogel

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15

Montag, 15. April 2019, 19:35

?

wir sind schon wieder 2 Maß unter Stammtischniveau!

"Ich brauche mehr Details", um diesen Kommentar wirklich zu verstehen.

16

Montag, 15. April 2019, 21:18

hallo ^^,
hier ein link zur sache für interessierte, betrifft das polizeiorchester im saarland:
https://www.saarbruecker-zeitung.de/saar…bt_aid-33508463
quelle: saarbrücker zeitung
bin auf den weiteren verlauf hier gespannt ^^.
mfg ^^
...hauptsache es groovt...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »silent bob« (15. April 2019, 21:37)


Mick

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17

Montag, 15. April 2019, 21:30


Das mit der E13 (ist übrigens Eingruppierung für Angestellte, nicht Beamte) ist das normale Einstiegsgehalt für Universitätsabsolventen -> Das ist so!!!

Das stimmt so nicht, bzw. ist regional unterschiedlich: als z.B. Dipl.-Ing. mit Uni-Abschluss bekommst Du TVöD EG 11.
Und auch das ist für die Verantwortung zu wenig!
Ob das fair ist? Es wird niemals leistungsgerechte Bezahlung geben! Dann würden z.B. Manager nämlich nicht mal mehr aus ihrem Bett aufstehen!
Aber da gibt es tausend andere Beispiele: Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben und nun in der Altersarmut gelandet sind, geschiedene Väter, die Vollzeit arbeiten gehen, aber denen nur noch das Existenzminimum bleibt, studierte Schauspieler, die Taxi fahren müssen, Minijobber mit 5-6 Jobs uvm.
Mick
DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

Mattmatt

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Wohnort: Schweiz

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18

Montag, 15. April 2019, 22:54

Der Link ist aus 20111.

Back to the future, baby :thumbsup: !
Gut, dass es uns Musiker immerhin in 18000 immer noch zu geben scheint, und erst recht noch bezahlt!
(Auch wenn ein paar Tausend Euronen Anno 20111 möglicherweise gerade mal noch für Brot und Milch
reichen werden, wer weiss :S ...

Lite-MB

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19

Dienstag, 16. April 2019, 03:27

ihr werdet es kaum glauben, aber solche Jobs sind begehrt!!

Die sichern nämlich schlicht das GRUNDEINKOMMEN als Berufsmusiker auf recht komfortable Weise! Zumal da auch noch recht flotte Pensionsansprüche nachkommen.
Ähnlich läuft es ja auch mit den restlichen Rundfunk-Big Bands, etc.

Ich kenn da jetzt zufällig den ersten Tubisten eines Polizeiorchesters, der hat soviel Zeit, daß er recht viele (gut bezahlte) Subs spielen kann, jeden Tag bis zu 10 Schüler hat - wer natürlich mit der Arbeit fertig ist, wenn er von der Polizei heimkommt, der muß halt von dem leben, was er hat...

Wir reden hier übrigens von den LANDES-Polizeiorchestern, gibt auch noch jede Menge Polizeiorchester im Bereich darunter, da spielen ganz normalen Polizisten zum Spaß NACH ihrem sonstigen Dienst.
..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

Druffnix

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20

Dienstag, 16. April 2019, 08:05

Ach so, das wäre noch eine Frage, die ich da hätte: Was macht eigentlich ein hauptberufliches Mitglied eines Landes-Polizeiorchesters den ganzen Tag? Macht der den ganzen Tag Musik? Muss der auch regulären Polizeidienst machen? Wie viele Arbeitsstunden pro Woche hat der (oder die)? Das wäre für mich der entscheidende Faktor, ob die Bezahlung angemessen ist, nicht die Ausbildung des Musikers.
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