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Dicker Bub

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  • »Dicker Bub« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 16. Juni 2009

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1

Mittwoch, 15. Mai 2019, 06:11

DLF: "Musikpädagogen in prekärer Lage" (Podcast)

Der Deutschlandfunk berichtet in diesem kurzen Podcast über die Situation der Musiklehrerinnen und -lehrer in Bezug auf Anstellung und Gehalt.
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audi…audio_id=737860
Als Text hier: https://www.deutschlandfunk.de/musikschu…ticle_id=448752

"Ich lebe sozusagen auf Kosten meiner Frau. Ich fahre ein altes Auto, das 280.000 Kilometer als Benziner runter hat, und habe Angst vor einer Reparatur. Ich finde es richtig menschenverachtend, wie ich bezahlt werde."
Gretsch, Ludwig und Toontrack beherrschen mein Leben!

sonorfan

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Registrierungsdatum: 1. April 2008

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2

Mittwoch, 15. Mai 2019, 07:54

Die Musiklehrerin macht es halt richtig vor. In dem Arbeitsfeld das "ICH" mir ausgesucht habe kann ich kein Geld verdienen, dann muss ich halt was anderes machen. So hab ich es auch gemacht. :thumbup:
SCIENCE FOR THE WIN!
Ich habe Interesse an dünnen vintage Zildjian K-Istanbul und Avedis Rides und Hihats (bis ende 60er) :thumbsup:

JohnDrum

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Registrierungsdatum: 28. Mai 2004

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3

Donnerstag, 16. Mai 2019, 21:44

Hier findet man eine Unmenge über dieses Thema: Viele Statistiken über Musikschulen, Gehälter, Unterricht, ...
Deutsches Musikinformationszentrum:
http://www.miz.org/
Hochinteressant!

Registrierungsdatum: 27. April 2019

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4

Samstag, 18. Mai 2019, 08:30

Gestern kam in "Nano" ein kurzer Bericht über die Kommerzialisierung der U-Musik. Die Hörer wollen gar keine anspruchsvolle Musik mehr. Früher, als man sich noch genau überlegen mußte, ob man sich eben diese Platte leisten konnte, wählte man mit Bedacht aus, da konnte ein Intro schon mal 40 sek. lang sein. Heute entscheiden die ersten 30 Sekunden darüber, ob der Komponist oder Musiker in Zeiten von Spotify überhaupt erst Geld bekommt..., wenn der Hörer innerhalb dieser Zeit wegklickt, wars das, der Rest des Songs kann dann noch so gut sein, Pech gehabt. Und wer oft weggeklickt wird, weil kein Hörer mehr die Zeit zum Reinhören und auch zum Nachdenken hat, braucht als Künstler auf Tantiemen erst gar nicht zu hoffen und fällt auch ruckizucki durch das Raster. Heutzutage gibt es soviel Auswahl, kurz reingehört, gefällt mir nicht, auch wenns später der Knüller wird, weggeklickt, das nächste Lied bitte. Daß besagter Hörer auch noch damit die Hit-Algorithmen füttert, die solche Praktiken fördern, ist den wenigsten bewußt.

Sollte man sich anschauen, ist sehr ernüchternd und auch traurig. Da fragt man sich wirklich, wieso man überhaupt noch ein Instrument lernt, wenn alles glattgebügelt und aus der Maschine kommt.

Das ist ein Teufelskreis. Jeder hört Chemie-Musik, keiner lernt mehr ein Instrument,wozu denn auch, kann man ja mit dem Computer auch machen, wozu dann also auch noch Musikpädagogen? Und wer nicht geschätzt wird,ist auch nichts wert. Also, weniger Lohn, weniger Musikpädagogen, weniger Kinder, die ein Instrument lernen -> weniger Musikpädagogen usw...

Solange Namen-Tanzen und soziale Kompetenz als Unterrichtsfach in der Schule wichtiger sind als Musikunterricht, wird sich an dieser Lage nichts mehr ändern. Im Gegenteil, es wird noch schlimmer werden. Selbst als Vorbild,daß man auch mit 55 noch ein Instrument lernen und lieben kann, werde ich von den heutigen Kiddies als "Depp" bezeichnet, der seine Zeit sinnlos verschwende. In dieser Zeit, die ich wegen Übens "vergeude", könnte ich doch auch für das Klima demonstrieren gehen... Außerdem, wieso sollen die ein Musikinstrument erlernen, es gibt doch so schöne Musikerstellprogramme... Das Lustige aber ist, wenn man Noten lesen kann, egal welche, ist man der Überknaller... :D , aber selber spielen ? NÖ....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Drum-Rebellin« (18. Mai 2019, 08:44)