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pichrich

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1

Sonntag, 26. Mai 2019, 15:47

Doppelfußmaschine zentriert (Pedal links und rechts von der BD)

Hallo in die Runde,

nach jahrelanger Online-Abstinenz muss ich mich auch mal wieder melden.
Natürlich mit einem Anliegen ;)

Ich habe natürlich vorher nicht nur die Untiefen des Internets, sondern auch das Forum durchsucht - bin aber nicht wirklich fündig geworden.

Wir hatten am Freitag einen grandiosen Auftritt mit der Band. Der Drummer einer anderen Band hatte eine, für meine Begriffe, sehr geile Doppelfußmaschine.
Die war quasi "zentriert" - also je ein Slave Pedal links und rechts von der Bassdrum.

Das ermöglicht natürlich einen schönen mittigen Aufbau bzw. eine "zentrierte" Sitzposition. Ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Mir würde ein solcher Aufbau sehr entgegen kommen. Mittlerweile wächst das Set immer weiter in die Breite (links und rechts). Da muss ich mich manchmal schon sehr verdrehen um die Trigger oder das China in der Ecke zu treffen.

Der Kollege hat sich sein Pedal selbst zusammengeschustert. Hat mir auch angeboten eines zu fertigen - aber ich wollte erst mal schauen, was der freie Markt da so hergibt.
Und siehe da - nüscht!
Kann das sein?
Kennt einer ein solches Pedal und kann mir nen Schubs in die richtige Richtung geben? Oder ist das wirklich so ausgefallen, dass es dafür keinen Markt gibt?

Viele Grüße und danke im Voraus

Richard

Edit: Ja geil - vergesst es.
Über die Suche bin ich nicht fündig geworden. Aber Hauptsache mir werden "ähnliche" Themen angeboten, sobald ich den Thread erstellt hab.
Doppelfußmaschine mit zwei Slave-Pedalen

Ich klick mich durch.

fwdrums

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2

Sonntag, 26. Mai 2019, 19:14

"Und siehe da - nüscht!"

Sonor Giant Step Middle Pedal
Wahrscheinlich nur noch gebraucht oder NOS.

Sleishman Twin Pedal

fwdrums
nontoxic: kurze lange CD-Pause

pichrich

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3

Sonntag, 26. Mai 2019, 20:43

"Und siehe da - nüscht!"


ja - sorry. Ich hatte mich ja "revidiert".

...wenn man nich weiß, dass man nach nem "offset pedal" sucht, wird´s halt schwierig.
Das Internet ist halt noch Neuland für mich :)

Egal.

Die Sleishman Pedale sehen ganz gut aus. Aber die sind (soweit ich sehe) fix in der Breite. Ich hätte schon ganz gerne die klassische "Stange" zur Justierung.
Sonor Giant Step habe ich auch gefunden. Das hat aber kein Shop mehr im Verkauf - wirkt also wie ein Prototyp Relikt.

offsetpedal.com spricht mich am meisten an. Die haben nur wiederrum keinen Vertrieb in der EU. Und das Zeug aus den USA zu importieren finde ich schon wieder grenzwertig aufwändig. (dafür, dass ich nicht weiß, ob das alle meine Drummer Probleme löst).

Ich bin grad mit dem Kollegen im Gespräch - evtl. lass ich mir ne Cobra umbauen.

Hat denn wer Erfahrungen mit den Dingern? Wir sprechen ja über ca. 600 Euro an Hardware. Das ist mir für nen "schau ma mal -Versuch" fast ein bisschen viel.

Und noch mal Sorry wegen dem doppel/trippel Post zum gleichen Thema.

Mick

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4

Sonntag, 26. Mai 2019, 20:53

Hi!

Bin auch klassischer Double Bass Drum Player. Da aber oft sehr wenig Platz auf den Bühnen ist, bzw. ich mit fortschreitendem Alter keinen Bock mehr habe meine 24“ Phonic Twins zu schleppen, habe ich mir vor ein paar Jahren das Giant Step Middle Pedal gekauft.
Mit dem klassischen Doppelpedal bin ich nie richtig zufrieden gewesen!
Das GSMP ist jeden Cent wert! Läuft super synchron und ermöglicht mir einen für mich super ergonomischen Aufbau!
Absolute Kaufempfehlung von mir!



Greets

Mick
DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

Gsälzbär

Hybriddrummer

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5

Sonntag, 26. Mai 2019, 21:02

Gruß Gerd
Beer is cheaper than therapy!

pichrich

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6

Montag, 27. Mai 2019, 13:45

So hatte ich mir den Aufbau vorgestellt. Sieht gut aus :)
Über das Sonor Giant Step bin ich auch schon gestolptert - ist aber im Grunde auch nicht mehr zu bekommen.
Wird sich wohl auf einen Eigenbau rauslaufen.

Mick

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7

Montag, 27. Mai 2019, 14:25

Manchmal tauchen sie schon noch auf!
Letztes Jahr war z.B. echt lange ein GSMP auf dem Markt. Mit vier Wellen!
Ich meine für irgendwas > 500€.

Das Warten lohnt sich :thumbsup:

Viel Erfolg!
DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

XPKallée

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8

Montag, 27. Mai 2019, 21:04

Das sollten alle Firmen sein, die das in Serie fertigen. Habe mich auch eine zeitlang damit beschäftigt. Das Sleishman ist das ausgereifteste System, meine ich. Bei allen Anderen tritt v.a. ein gewichtiges Konstruktionsproblem auf, auf das auch professsionelle Produkttests wie von STICKS hinweisen: Mittig fehlt es dem angedockten Element an Masse, sodass es bei der immensen Kraftübertragung dort zu spprbarer Bewegung vor der BD kommt. Nur Sleishman entgeht diesem Phänomen meines Wissens konsequent.
Ich habe mir bereits 2 Pedale DIY gebastelt, später aber verkauft. Tipp: U.a. Mapex Janus Pedale bieten die Option, dass du in beide Richtungen expandieren kannst, sodass du aus 2 Dufumas, oder gar 1 Dofuma und einem Singlepedal so ein Mittelpedal bauen kannst. Wichtig dabei ist, dass du bei SONOR für die GiantStep die VERKÜRZTEN Kardabwellen kaufst (gibt es einzeln im Zubehör oder auf Anfrage). Sonst wird dein Pedal leider viel zu breit. Oder du kürzt Wellen entsprechend...
Ich kam auf 140€ für die Wellen zzgl der Pedale, die bei Ebay zw 50-180 gehandelt werden. Sehr weit unter den Offset-Tretern bleibt man leider nicht...
Spielgefühl weil symmetrisch richtig klasse, es hat aber seine Tücken, wenn du live 2 rutschfeste Positionen brauchst und auch sonst weit mehr bewegliche Teile stabil belastbar sein sollen...
Ich träume von Sleishman, kann sie mir leider nicht leisten.

Mick

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9

Dienstag, 28. Mai 2019, 09:34

Moin!
Das mit dem „Konstruktionsproblem“ kann ich nicht bestätigen.
Allerdings gab es m.E. eine frühe und eine spätere Version der Maschine.
Ich habe die spätere Version: hierbei hat die Einheit mit den Beatern ein „Zunge“ (verlängerte Bodenplatte), die unter der Bassdrum/der Docking-Station verschwindet. Da steht also quasi dann die BD drauf.
Also da wackelt selbst beim übelsten Double-Bassdrum-Gewitter nichts :thumbup:
Könnte ggf Fotos nachreichen.
Die Stabilität der früheren Baureihe (nur mit Docking Station, ohne Zunge) kann ich leider nicht beurteilen.

Greets

Mick
DON`T PLAY THE DRUMS - PLAY THE BAND!

pichrich

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10

Dienstag, 28. Mai 2019, 11:48

Super - vielen Dank für den Input.
Ich werde mir leihweise mal die Fuma vom Kollegen (vom Wochenende) an mein Set schrauben und schauen wie der Aufbau dann wird.
Stabilität ist ein Punkt an den ich überhaupt nicht gedacht habe - klingt aber schlüssig. Das behalte ich im Auge.

Ich teste das erst mal.
500 (+) Euro in einen Eigenbau zu investieren um dann festzustellen "ne - is nicht meins" wäre schade.

XPKallée

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11

Dienstag, 28. Mai 2019, 21:36

Ich würde einfach in den Raum stellen: Die Idee ist bereits älter und ergonomisch absolut sinnvoll. Mehrere Hersteller haben Produkte dazu angeboten - wieso bleibt es ein absolutes Nischenthema?
1. Alle Pedale sind verhältnismäßig preisintensiv
2. Vermutlich ist es verhältnismäßig gewichtig
3. Der Aufbau ist etwas aufwendiger
4. die Konstruktion über 2 Wellen bedeutet mehr bewegliche Teile, die auch anfällig usw sein können
5. Bei Pedale werden nun nicht mehr von der schweren BD "gebremst", es braucht also immer besten Grip unter den Platten
6. Wenn du abends mit mehreren Bands über ein Set spielen wirst, muss alles verrückt werden für deinen Gig
7. Es benötigt eine gewisse Gewöhnung an eine Snare vor der BD
8.....

Diese Liste lässt sich auch im Positiven führen, aber letztlich - sind wir ehrlich - haben sich die Teile nie so richtig auf dem Markt etablieren können und sind (nicht von ungefähr?) Nischenprodukte mit geringem Marktanteil.

pichrich

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12

Mittwoch, 29. Mai 2019, 10:08

So wirklich pauschal kann man diese Aussagen nicht treffen.
Wie so oft, kommt es immer drauf an.


1. Alle Pedale sind verhältnismäßig preisintensiv

Das Mit Sicherheit. Im Endeffekt braucht man ja "3" Pedale. Wobei Teuer auch wieder relativ ist. Man bekommt ne recht solide Doppelfuma für um die 400 Euro, kann aber auch 1.000 Euro für ne Axis ausgeben.


2. Vermutlich ist es verhältnismäßig gewichtig

Das auch mit Sicherheit. Wobei das an sich nicht ins "Gewicht" fällt (haha). Bei den Massen die ein Drummer zu bewegen hat (Beckentasche, Hardware, etc.) ist ein zusätzliches Pedal grad egal...


3. Der Aufbau ist etwas aufwendiger

Wieso wird der aufwändiger?


4. die Konstruktion über 2 Wellen bedeutet mehr bewegliche Teile, die auch anfällig usw sein können

Grundsätzlich richtig. Sollte aber bei ner anständigen FuMa kein Problem darstellen. Meine Cobra ist in knapp 15 Jahren noch nicht ein mal ausgefallen. Pech kann man immer haben.


5. Bei Pedale werden nun nicht mehr von der schweren BD "gebremst", es braucht also immer besten Grip unter den Platten

Auch richtig. Wobei das "Problem" hast Du im Zweifel mit jedem Slave Pedal. Mit nem Teppich oder den Spikes im Boden sollte das schon klappen.


6. Wenn du abends mit mehreren Bands über ein Set spielen wirst, muss alles verrückt werden für deinen Gig

Kommt drauf an. Je nachdem wie der Grundaufbau des Sets ist.
Am Freitag hat neben mir noch eine weitere Band auf dem Kit des "Offset FuMa Drummers" gespielt. Wir haben alles so stehen lassen wie es aufgebaut war. Im Endeffekt schaust Du halt nur nicht auf die 12 sondern auf die 10 Uhr position.
Wobei das in dem Fall auch ein fettes Kit war (5 Toms am Rack).


7. Es benötigt eine gewisse Gewöhnung an eine Snare vor der BD

Das mit Sicherheit. Aber das ist doch an sich nichts schlechtes. Ein neuer Aufbau kann druchaus die Kreativität fördern.

Nicht falsch verstehen. Im Prinzip sind Deine Aussagen schon richtig. Aber für mich persönlich ist da jetzt kein Totschläger Argument dabei, wo ich sagen muss: "Ja klar - deswegen spielt das keiner".
Aufbau und Sitzposition ähneln ja an sich einem Aufbau mit zwei BD - nur eben mit einer BD :P

XPKallée

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13

Freitag, 27. September 2019, 09:34

Habe seit kurzem endlich ein Sleishman Twin Pedal jüngerer Generation und kann nun auch aus ersten Erfahrungen berichten:
Das wichtigste vorweg - das Ding spielt sich unglaublich leichtgängig und symmetrisch! Toppt auch meine anderen Profipedale wie ein Yamaha DFP-880.
Tatsächlich ist besagte "Zunge" unter dem Bassdrumhoop etwas friemelig zu arretieren, passt dann aber schließlich ordentlich. Die Weite der Pedale lässt sich um ca 5cm doch verstellen, das Slave Pedal wird nämlich in das Zentrum eingesteckt und dieser Holm hat eine gewisse Länge, die variiert werden kann.
Die Seiten können sich nicht beim Spiel verschieben, den die Verbindungen sind versteift.
Das Gewicht liegt nicht über dem anderer Doppelpedale,auch der Transport ist kompakt in einer tollen Zubehörtasche.
Winkel von Füßen und Beatern separat einstellbar.
Jetzt komme ich zu den Nachteilen des Pedals, das in der Summe ein Spitzengerät darstellt:
Die Weite ist nur begrenzt einstellbar, sodass man eine 14er Snare wirklich noch an den Innenseite des Oberschenkels spürst. Eine 13er ist um die entscheidenden Zentimeter kleiner.
Floortom rechts muss etwas aus (meiner) gewohnten Position abrücken, denn direkt neben der Bassdrum steht ja nun ein Pedal. Es sind ca 5cm, die es nach recht rückt. Geht, braucht aber etwas Gewöhnung.
Es wirkt seltsam, wenn man seine Aktionen am Pedal überhaupt nicht mehr sehen kann. Da würde einzig eine Acrylsnare Abhilfe schaffen :-)
Die Snare hat bei mir immer noch 4cm Abstand zur BD. Da könnte evtl der Millenium Snare Ständer mit Teleskop weiterhelfen. Der wird immer kritisiert, dass man ihn ja nur minimal stabil dezentralisiert aufbauen kann. Genau die 2-3cm können hier optimal die Snare in Richtung BD positionieren. Das checke ich mal.
Fazit: Ich kenne mittlerweile alle Offset Modelle am Markt, hab sogar schon selbst gebastelt.
Die versteifte Idee von Sleishman überzeugt mich am meisten. Augenblicklich ist das System wohl aus Australien für 500-700€ importierbar, der Kontakt ist sehr nett. Ich könnte ein Pedal für unter 400 wenig gebraucht erwerben. Beides lohnt aus meiner Sicht absolut!

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