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GuTh

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21

Mittwoch, 10. Juli 2019, 17:24

nur würde ich gerne mehr Drums spielen.

Na ja, so doof ist Cajon spielen nun auch nicht, finde ich. Doof finde ich die Reaktion deiner Band dir gegenüber. Da hätten alle mal innehalten müssen und nachfragen sollen wie du dass den beim Auftritt umsetzen willst. Live, das erste mal mit einem Drum Set zu spielen ist schon eine drastische Umstellung der Hörgewohnheit, das kann auch misslingen und anstrengend werden. :rolleyes:

Ich spiele auch Cajon, sogar mit meiner Punkband, wenn wir im Wohnzimmer die Arrangements Akustisch auffrischen. Und einen Gig beim Strassenfest, mit e-Gitarren und e-Bass, wurde alles über PA abgenommen und klang fett. Ich spiele auch Bongo und Perkussion, dass aber mit anderen Musikern. 8o

Sehe das doch mal als einen Hinweis dass du jetzt eine neue Seite in deiner Biografie aufschlägst und es zusätzlich mit neuen Musikern und deinen Drum Set versuchst. Drumset macht ganz viel neues möglich wenn du es lernen willst. Du musst dazu keine Bands verlassen. Bedien die einen Band mit Cajon und die andere mit dem Schlagzeug :thumbup:

Mach dich auf den Weg.

-

Beeble

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22

Mittwoch, 10. Juli 2019, 17:48

Bedien die einen Band mit Cajon und die andere mit dem Schlagzeug :thumbup:

Einspruch!
es geht sehr gut mit einem Schlagzeug in einer Akustikband, man muss ja nicht gerade ne Metalballerburg auffahren.
Du musst dich nur durchsetzen.
HH, kleine BD mit weichen Fell/Plüsch gespielt und Snare mit Rods und Besen ist nicht lauter als ein Cajone.
»Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
Chinesisches Sprichwort


GuTh

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23

Mittwoch, 10. Juli 2019, 18:08

Einspruch!

Dass bezweifele ich ja nicht... Dass geht bestimmt. Man kann aber auch mal weiter schauen 8)

-

tschino

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24

Mittwoch, 10. Juli 2019, 18:10

Verstehe ich es richtig, daß diese Band seit 8 Jahren existiert und du 8 Jahre das (oder den) Cajon spielen musstest? Und da du ein feines Set bekommen hast, hast du vorher nett angefragt, ob du auch mal das Set probieren kannst und sie haben sogar eingewilligt, daß du es bei einem Konzert machen kannst? Ich habe es so verstanden und dann wären meine Fragen:

-Wenn dir das Cajon nicht mehr ausreicht, deine Mitsrteiter aber partout allergisch gegen runde Kessel und flache Bronze sind, was hält dich noch in dieser Band?
-Ein Konzert mag wirklich nicht als Test geeignet sein, nur verstehe ich nicht, warum die Band dir dann zugesagt hat, daß du das Set spielen darfst? Das erschließt sich mir nicht...

trommla

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25

Mittwoch, 10. Juli 2019, 19:29

Mein Eindruck ist, es geht gar nicht primär um den Klang einer Cajon vs. Klang eines Schlagzeugs. Wäre das der Hauptpunkt, könnte man sich auch konstruktiv an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen, die allen längerfristig gerecht werden z.B. manche Nummern weiterhin mit Kiste, andere zukünftig mit Drums. Ein sanfter Train Beat mit Besen ist wahrhaftig nicht lauter als ein Cajon-Groove. Und es gäbe ja auch noch andere Sounds als rhythmische Begleitung, die man ergänzen könnte. Vielleicht passt irgendwo Udu, vielleicht woanders Bongos? Abgesehen vom nötigen Instrumentenarsenal kann ja die Band durch mehr Flexibilität musikalisch auch wachsen.

Dass der Basser derartig heftig auf deinen eigentlich im Vorfeld abgestimmten "Ausflug" in die Welt des Drumsets reagiert, finde ich in einer funktionierenden Band, bei der man sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen sollte, menschlich völlig daneben. Je nach übriger Konstellation innerhalb der Band wäre im ersten Affekt entweder ich dann raus aus der Nummer, oder falls der Basser regelmäßig über's Ziel rausschießt, würde ich mir zunächst die Solidarität meiner Mitmusiker sichern und dann gemeinsam ein klärendes Gespräch mit dem Basser führen und auch über personelle Konsequenzen nachdenken. Oder ich bitte ihn, in Zukunft nur noch Kontrabass zu spielen, da dieses E-Bass-Gekloppe ja wohl nicht ins Konzept einer Akustikband passt.

Natürlich ist es durchaus vorstellbar, dass dein Schlagzeugspiel beim ersten Versuch noch zu laut oder zu wenig feinfühlig war. Deshalb sollten solche Experimente, wie schon wer schrub, nicht auf der Bühne beim Soundcheck, sondern in Ruhe bei ner Probe stattfinden. Denn irgendwo muss ich den Kollegen auch Recht geben. Bestehende Arrangements plötzlich anders interpretieren zu müssen, nur weil dem Cajonisten eines Tages langweilig wird und er sich auf seine Schlagzeugerseele besinnt, kann schon irritieren. Wenn der Saxofonist einer Jazzcombo im Programm plötzlich alles mit Klarinette spielen möchte, weil er sich eigentlich als Klarinettist fühlt, bekäme ich auch schlechte Laune ;)

Insgesamt bin ich in solchen Situationen ein großer Freund davon, die Dinge nicht überzubewerten und nach Abkühlen der Gemüter nochmal vernünftig in Ruhe zu besprechen, wo der Schuh drückt. Zwar kann man nicht alle Differenzen restlos wegwischen, und manchmal läuft es früher oder später doch auf eine Trennung raus. Aber oft liegen in solchen Diskrepanzen ja auch Chancen auf kreative Veränderungen/Verbesserungen.

dewwel

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26

Donnerstag, 11. Juli 2019, 15:31

Vielen Dank euch mal vorab für die tollen Antworten!

Ich werd mich wenn mehr Zeit ist nochmal zu der Aussprache äußern und auf das ein oder andere hier geschriebene eingehen...

Gute Restwoche und schönes WE euch allen!
*es muss clippen!
*wer einschlafe mit popo die kratz, der aufwache mit finger die stink...!

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dewwel

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27

Mittwoch, 17. Juli 2019, 08:14

Verstehe ich es richtig, daß diese Band seit 8 Jahren existiert und du 8 Jahre das (oder den) Cajon spielen musstest? Und da du ein feines Set bekommen hast, hast du vorher nett angefragt, ob du auch mal das Set probieren kannst und sie haben sogar eingewilligt, daß du es bei einem Konzert machen kannst? Ich habe es so verstanden und dann wären meine Fragen:

-Wenn dir das Cajon nicht mehr ausreicht, deine Mitsrteiter aber partout allergisch gegen runde Kessel und flache Bronze sind, was hält dich noch in dieser Band?
-Ein Konzert mag wirklich nicht als Test geeignet sein, nur verstehe ich nicht, warum die Band dir dann zugesagt hat, daß du das Set spielen darfst? Das erschließt sich mir nicht...


ja, das war auch mein ertser Gedanke, aber dennoch kamen wir innerhalb der Band schon darauf, dass man einen Gig nicht dafür nutzen sollte vom Cajon aufs Drumset zu wechseln.

Da gehe ich auch d'accord mit allen anderen hier, die das schon erwähnt haben. :thumbup:

Die Reaktion unseres Bassers hat mich verletzt, zutiefst. Da kommen aber auch mehrere Dinge zusammen, das war dann wohl das bekannte i-Tüpfelchen.
Wie ich ihm gegenübertreten werde weiss ich noch nicht, ich werde erstmal weiterhin mein Gemüt abkühlen müssen und die weiteren Gigs spielen...


Mein Eindruck ist, es geht gar nicht primär um den Klang einer Cajon vs. Klang eines Schlagzeugs. Wäre das der Hauptpunkt, könnte man sich auch konstruktiv an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen, die allen längerfristig gerecht werden z.B. manche Nummern weiterhin mit Kiste, andere zukünftig mit Drums.


Ja, das ist richtig. Der Klang ist es nicht, vielmehr die Angst sein Gehör zu verlieren, da 2 Leute (u.a. der Bassmann) auch Tontechniker sind und immer das Totschlagargument bringen: Mein Gehör ist mein Kapital.
Weiterhin könnte man sich entwickeln, das stimmt. Mit Elektrosounds irgendwas zaubern, etc... Aber das entfernt sich von unserem, zumindest ist das mein Empfinden, Grundprinzip der Akustikband. Ich hatte nie wirkliche Lust in einer Coverband zu spielen. Jetzt war unser Grundprinzip folgendes: Wir sind keine Top 40 Band und wir werden keinen Schmand a la Bon Jovi, Bryan Adams und Konsorten spielen... Aber ja, für Geld tut man dann doch alles und hier und da kamen dann auch -zwar exklusiv, aber dennoch schwachsinnig- solche Nummern in unser Set :thumbdown:

Es gab auch schon die Situation, dass Basser und Sänger/Git als Duo unterwegs waren und er hatte den Sänger/Git überrascht mit programmierten Drumtracks, die er selber gebaut hat, um Beats zu füttern. Allerdings kopierte er eher die Originaltracks als sich an meine Beatstruktur zu halten... Auch überraschen, ohne zu proben auf der Bühne ausprobiert... Das kann man halt mit Impulslautstärke einer Snare nicht vergleichen. Ob die Songstruktur dann stimmt oder ob der Sänger dann auf einmal nicht mehr Dirigent ist, war ja auch schniezpupe...


Im Grunde bin ich selbst schuld, dass ich mich dazu breit schlagen ließ, Cajon zu spielen. Ich zermürbe mir auch gerade den Kopf darüber, wie ich in den letzten 8 Jahren meine Drumskills verbessert hätte, hätte ich die ganzen Gigs getrommelt anstatt kastriert auf der Holzkiste zu sitzen.
Ja, ich bin tight mit rechter und linker Hand einen Beat zu spielen, aber die Kreuzschaltung im Hirn zu meinen Extremitäten unterhalb der Gürtellinie lässt zu wünschen übrig.

Ich habe noch eine Death-Metal Band, dann kann ich getrost rumballern. Aber ich spiel auch gern groovige Sachen und simple Rockbeats...


Es is verflixt.


Aber danke euch nochmal für die rege Anteilnahme! Es ist gut zu wissen, dass mein Gedankenerguss nicht ganz unberechtigt war und ist.

Haut rein
Bis bald
dewwel
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28

Mittwoch, 17. Juli 2019, 16:24

Der Klang ist es nicht, vielmehr die Angst sein Gehör zu verlieren, da 2 Leute (u.a. der Bassmann) auch Tontechniker sind und immer das Totschlagargument bringen: Mein Gehör ist mein Kapital.


Da gäbe es ja adäquate Mittel gegen: im einfachsten Fall Ohrenstöpsel, im Idealfall IEM für alle. Es ist hier wohl wirklich eher eine Frage des "Wollens" statt des "Könnens"... Wenn zwei Tontechniker dabei sind, dürfte das Einrichten eines brauchbaren IEM-Setups ja eigentlich überhaupt kein Problem sein, wahrscheinlich ist alles Equipment dafür bereits vorhanden (bis auf die Individuellen Stöpsel vielleicht). Was machen die beiden denn, Live oder Studio? Falls Live: wie schützen sie denn ihr Kapital da?

Ferndiagnosen sind ja immer sehr schwierig, aber mir kommt es so vor, als ob da mehr als nur diese Frage Drums vs. Cajon quer liegt - vor allem habe ich das Gefühl, dass es für Dich ein stetes Zurückstecken ist. Man kann sowas machen, wenn es einem Spaß macht, aber wenn es anfängt, sich nicht richtig anzufühlen, dann sollte man aktiv werden. Als erstes wäre ein Gespräch sinnvoll, in dem Du dem Bassisten erklärst, wie Du Dich gefühlt hast. Wenn ihm etwas an Dir als Person liegt, wird er irgendwie darauf eingehen. Wenn er nachtritt, dann will er einen Cajonautomaten, nicht zwingend Dich. Das wäre für mich dann der Moment zu gehen. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das zwar mitunter eine schwierige Entscheidung sein kann, aber im nachhinein geradezu eine Befreiung. Es macht einen wieder frei, über das nachzudenken, was einem eigentlich selber Spaß macht. Und oft findet sich dann auch ein Weg dahin...

PS: mir fällt da noch eine Anekdote ein, die sich in der Endphase einer Band abspielte, in der ich lange getrommelt habe. Bei einer der vielen Aussprachen wegen zunehmender Perspektivlosigkeit der Band kam der Gitarrist damit raus, dass mein Schlagzeug sowieso immer zu laut sei und er sich deshalb vorstellen könne, zukünftig eher in Richtung Aktustikband mit Cajon zu gehen, zumindest für kleinere Locations wie Clubs und Kneipen. Für mich war an diesem Punkt klar, dass mein Weg aus dieser Band herausführte, weil ich am Cajonspielen keinen Spaß finden kann. Diese Cajon-Voschlag war zwar mitnichten der einzige Grund für das Zerwürfnis, aber es lässt schon tief blicken. Was wohl ein Gitarrist sagen würde, wenn man ihm nahe legen würde, zukünftig statt einer E-Gitarre eine akustische mit zwei Saiten zu spielen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver_Stein« (17. Juli 2019, 16:36)


Beeble

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29

Mittwoch, 17. Juli 2019, 19:41

Wenn zwei Tontechniker dabei sind, dürfte das Einrichten eines brauchbaren IEM-Setups ja eigentlich überhaupt kein Problem sein
das würde ich sofort retour schicken wenn er mit seinem "Gehör ist mein Kapital" Argument kommt. Wieso macht er das nicht? Dann wären alle Probleme gelöst.
Was wohl ein Gitarrist sagen würde, wenn man ihm nahe legen würde, zukünftig statt einer E-Gitarre eine akustische mit zwei Saiten zu spielen?
genau das habe ich meinem gesagt als sie mir wegen Lautstärke auch noch das Ride wegnehmen wollten.
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gaschi

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30

Mittwoch, 17. Juli 2019, 22:18

Hi hi, kurzer unqualifizierter Einwurf, denn wenn es in der Band nicht stimmt nützt der auch nix 8) . E-Drummer können leise, da wird kein Ride weggenommen, und sie können das BUB DA BUB DA eines Cajon imitieren; aber wer will das :thumbup:
Verschmitze Grüßle aus Idstein

R.a.l.f.

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31

Donnerstag, 18. Juli 2019, 12:30

Mein Eindruck ist, es geht gar nicht primär um den Klang einer Cajon vs. Klang eines Schlagzeugs. Wäre das der Hauptpunkt, könnte man sich auch konstruktiv an einen Tisch setzen und nach Lösungen suchen, die allen längerfristig gerecht werden. ...

Dass der Basser derartig heftig auf deinen eigentlich im Vorfeld abgestimmten "Ausflug" in die Welt des Drumsets reagiert, finde ich in einer funktionierenden Band, bei der man sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen sollte, menschlich völlig daneben. ...

Insgesamt bin ich in solchen Situationen ein großer Freund davon, die Dinge nicht überzubewerten und nach Abkühlen der Gemüter nochmal vernünftig in Ruhe zu besprechen, wo der Schuh drückt. Zwar kann man nicht alle Differenzen restlos wegwischen, und manchmal läuft es früher oder später doch auf eine Trennung raus. Aber oft liegen in solchen Diskrepanzen ja auch Chancen auf kreative Veränderungen/Verbesserungen.
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Ferndiagnosen sind ja immer sehr schwierig, aber mir kommt es so vor, als ob da mehr als nur diese Frage Drums vs. Cajon quer liegt - vor allem habe ich das Gefühl, dass es für Dich ein stetes Zurückstecken ist. Man kann sowas machen, wenn es einem Spaß macht, aber wenn es anfängt, sich nicht richtig anzufühlen, dann sollte man aktiv werden. Als erstes wäre ein Gespräch sinnvoll, in dem Du dem Bassisten erklärst, wie Du Dich gefühlt hast. Wenn ihm etwas an Dir als Person liegt, wird er irgendwie darauf eingehen. Wenn er nachtritt, dann will er einen Cajonautomaten, nicht zwingend Dich. Das wäre für mich dann der Moment zu gehen. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das zwar mitunter eine schwierige Entscheidung sein kann, aber im nachhinein geradezu eine Befreiung. Es macht einen wieder frei, über das nachzudenken, was einem eigentlich selber Spaß macht. Und oft findet sich dann auch ein Weg dahin...
+ 1

Will sagen: nur Mut, such' das Gespräch!

Gruß, R.
Rudiments are low fun ;)

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32

Donnerstag, 18. Juli 2019, 13:31

In meiner vorletzten Band hatte ich auch so ein Problem. Wir waren 2 Gitarristen, ein Basser und ein singender Drummer. Themenbereich "Metallica, Böhse Onkelz und ähnliches". Die ersten Proben waren ganz passabel, ja, bis der Postbote kam und den Einberufungsbescheid zum Barras für den Basser brachte. Der nicht faul, den Bescheid im Ofen verbrannt, er denke nicht dran und Zivi mache er auch nicht. Gesträubt mit allem, was er hatte... Etwas später kam der Drummer mit der Mitteilung, unser Basser wäre deswegen "eingeknastet" geworden und wir bräuchten einen neuen Dicksaitenquäler. Was nun? Der eine Gitarrist brachte seinen Kumpel mit - was spielte der? Natürlich auch Gitarre. 3 Gitarren - wer spielt nun Baß? Keiner... mein Vorschlag, wir suchen weiter, Lynyrd Skynyrd hätten auch 3 Gitarren,warum nicht. Wütendes Gezeter seitens der Band, ICH solle Baß spielen. Die anderen beiden Saitenquäler sind beide groß, haben lange Finger, der eine (neue) spielt eh nur "blummblummblumm", da kann der doch vorläufig Bass spielen.... warum ich mit mit meinen kurzen Stummelfingern ??? Metallica hatte der auch nicht drauf, geschweige denn die Gitarren-Soli, die konnte nur ich, also wieso die Band schwächen?

Der Neue wollte keinesfalls der Basser sein, der Kumpel auch nicht, und ich auch nicht, schon allein wegen der Soli, und mit drei Gitarren erst recht nicht. Ein Wort gab das andere, es flogen die Fetzen, ich habe meinen Krempel, der auch die Band-PA samt Mischpult, Boxen und Gesangsanlage beinhaltete, gepackt und bin gegangen. Die Band intonierte noch frech über die Rest-Stereoanlage "Muß i denn,muß i denn zum Städtele hinaus"... Zum Abschluß flog mir noch ein Stickrest hinterher...


Aus Rache habe ich die Band in ihrem Proberaum eingesperrt und den Strom abgedreht. Der Opa des Drummers (Hauseigentümer) hat die nicht so schnell rausgelassen... Strafe muß sein...
.
Es bringt nichts, wenn einer untergebuttert wird, es muß alles passen. Ich sag mir immer, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, denn es gibt nichts schlimmeres, als wenn die bandinternen Querelen auf der Bühne fortgesetzt werden. Wenn Dein Basser meint, es gehe nur mit Cajon, mach ihm den Vorschlag, ER solle Cajon spielen, und Du übernimmst den Baß. Mal gucken,was der Cajonfan dann dazu sagt....

Noch etwas: Die Zeit, die Du ohne Cajonband einsparst, nutze sie doch zum Üben an Deinen Drums und such Dir noch eine Band, in der Du auch Drummer sein kannst. Glaub mir, ein Instrument zu spielen, das Dir keinen Spaß macht, hat keinen Sinn.
.
Übrigens, in der nächsten Band habe ich aus eigenem Entschluß Bass gespielt :D, weil wir bei unserem Debütauftritt ohne Basser angetreten sind und der nächste Gig eine "Talentsuche" war. Und diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen....

trommeltom

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  • »trommeltom« ist männlich

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33

Donnerstag, 18. Juli 2019, 14:43


34

Donnerstag, 18. Juli 2019, 15:04

hallo :D,
soweit sollte es nicht kommen:


mfg :D
...hauptsache es groovt...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »silent bob« (18. Juli 2019, 15:10)


trommla

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  • »trommla« ist männlich

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35

Donnerstag, 18. Juli 2019, 19:24

Ich bin durchaus überrascht über die Cajon-Aversion mancher Drummerkollegen hier. Es ist doch herrlich, von Zeit zu Zeit mal nur eine Kiste mitzuschleppen statt einer Wagenladung voll Gemischtwaren. Nicht immer der erste und der letzte auf'm Gig sein zu müssen, keine Stimm-Arien, weil der Sound nicht passt, mir fielen etliche Gründe ein.

Allerdings macht's für mich die Mischung mit einer klaren Gewichtung auf Drums, und so soll es auch bleiben.

Allerdings, und da wiederhole ich mich, scheint mir in der Band anderes im Argen zu liegen als der Bandsound. Wie du hier stellenweise "abgefertigt" zu werden scheinst, ginge für mich überhaupt nicht, und je mehr ich mitlese, umso weniger realistisch scheint mir die Option eines klärenden Gespräches. Und was "Ohren als Kapital" betrifft, das ist ja wohl die dümmste Aussage seit langem. Wir brauchen nicht darüber reden, dass ein Tontechniker ungern Lärmpegel knapp unterhalb der Schmerzgrenze ertragen will, das dürfte normal und überaus verständlich sein. Ein leise und gefühlvoll gespieltes Schlagzeug ist aber weit unterhalb dessen, was ich als gesundheitsschädlich annehmen würde, wir reden ja schließlich nicht über 24h Dauerbelastung.

Ich habe auch schon mit Tontechnikern musiziert, und da hat sich keiner so geschissen, obwohl (oder weil?) das teilweise auch gut etablierte Leute waren. Ein Schelm, wer böses dabei denkt... ;)
In deinem Kontext angewandt, ist das jedenfalls ein maximal unfaires Totschlagargument von ein paar Wichtigtuern, denen ich schleunigst den Rücken kehren würde.

Curby

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36

Gestern, 10:29

Es ist doch herrlich, von Zeit zu Zeit mal nur eine Kiste mitzuschleppen statt einer Wagenladung voll Gemischtwaren.
Nur ist diese Kiste eben nur ne Kiste, in die ich womöglich nur meine Kartoffeln transportiren würde und keine Alternative für ein richtiges Schlagzeug. Aber wer träumt nicht vom Handgepäck großen Drumset, welches sichauf Knopfruck von selber aufklappt. :D
Mein Setup: klick

Rampen

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  • »Rampen« ist männlich

Registrierungsdatum: 4. Februar 2011

Wohnort: Nürnberg

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37

Gestern, 14:40

ne Kiste, in die ich womöglich nur meine Kartoffeln transportiren würde

Naja, das könnte man aber über ein Cello, eine akustische Gitarre oder einen Konzertflügel auch sagen... Ok, das Cello ist eher für Kartoffelchips geeignet :D
Nix da.

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