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1

Freitag, 9. August 2019, 12:31

Gig bei Ausfall eines Bandmitgliedes

Ich bin etwas verwundert, dass es zu diesem Thema scheinbar noch keine Diskussion gab. Jedenfalls führten alle meine Suchbegriffe zu keinen brauchbaren Ergebnissen.

Also:

Wie handhabt ihr in eurer Band den Fall, wenn wenige Tage vor einem Gig ein Bandmitglied (in diesem Fall ein Sänger) wegen ernsthafter Erkrankung ausfällt?
Ganz absagen oder reduziertes Notprogramm durchziehen?

trommla

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2

Freitag, 9. August 2019, 12:51

Hängt von verschiedenen Faktoren ab, wobei es sicher noch mehr als diese 3 gibt, mir fällt nur grad net mehr ein.

a) wie schwer ist das Bandmitglied zu ersetzen?
Wenn es Noten gibt und es jemanden gäbe, der einspringen könnte, würde ich versuchen, die Kiste mit nem Sub zu stemmen. Falls im 5 köpfigen Bläsersatz das 2. Tenor ausfällt, kann man es ggf ganz streichen.

b) wie groß ist der Schaden, ganz abzusagen?
Ein großes, aufwändig organisiertes Festival macht mehr Streß als die Kneipe ums Eck, die zur Not normalen Betrieb fährt.

c) wie gut seid ihr im Improvisieren?
Manche Bands sind sehr strukturiert und üben jedes Detail ein bis zum Abwinken. Die tun sich u.U. dann schwer, ganz spontan ne ordentliche Performance mit unüblicher Besetzung zu liefern. Andere sind so routiniert, dass eine Aushilfe dem Konzertbesucher gar nicht auffällt, weil man sowieso jederzeit gewohnt ist, spontan zu reagieren.

Was ich definitiv scheiße finde, ist ein Notprogramm, bei dem jeder Musiker UND jeder Gast merkt, dass das eigentlich anders klingen sollte. Gerade wenn der Sänger ausfällt und nicht adäquat zu kompensieren ist, sage ich lieber ab, als der Band ein miserables Zeugnis auszustellen. Für eine kurze formelle Erklärung ("wegen Erkrankung abgesagt") hat trotz Enttäuschung letztendlich fast jeder Verständnis, ein schlechtes Konzert, für das ich als Besucher ja u.U. bezahlt habe und andere Dinge abgesagt habe, ärgert mich definitiv extrem.

Unterm Strich ist es also immer ein Abwägen, wie scheiße welche Variante zu werden droht. Wenn ich schnell und halbwegs sicher ein gut funktionierendes Programm auf die Beine stellen kann, ist das natürlich für alle die erfreulichste Option, sollte aber nicht nach Notlösung klingen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trommla« (9. August 2019, 12:57)


Rampen

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3

Freitag, 9. August 2019, 12:58

Manche Bands sind sehr strukturiert und üben jedes Detail ein bis zum Abwinken. Die tun sich u.U. dann schwer, ganz spontan ne ordentliche Performance mit unüblicher Besetzung zu liefern. Andere sind so routiniert, dass eine Aushilfe dem Konzertbesucher gar nicht auffällt, weil man sowieso jederzeit gewohnt ist, spontan zu reagieren.

Und dann gibt es noch die dritte Kategorie, bei der die Aushilfe gar nicht auffällt, weil man sowieso jederzeit gewohnt ist, dass es furchtbar klingt :thumbsup: . Hach, ich müsste auch mal wieder üben :whistling:
Nix da.

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4

Freitag, 9. August 2019, 13:20

Genau so sieht`s aus. Unser Senior-Gitarrist (Ü60) fährt gerne mal länger in den Urlaub. Wenn der fehlt, fällt es wirklich niemanden auf.
Aber der Sänger....
Nach einer extrem chaotischen WhatsApp-Diskussion haben wir schließlich abgesagt. Aber unser "Auftraggeber" (private Veranstaltung, wir wären die einzige Band gewesen) hat 2 Tage lang keine klare Aussage von uns bekommen. Das finde ich sehr unangenehm.

Schoppe

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5

Freitag, 9. August 2019, 13:23

Hallo.
Aufpassen muss man natürlich darauf was im Vertrag steht (wenn vorhanden; vielleicht auch im Kleingedruckten !!!).
Wir hatten vor Jahren mal drin stehen, dass bei einem kurzfristigen Ausfall (sowohl Band als auch Veranstalter) eine Konventionalstrafe in Höhe der Gage zu bezahlen ist.
Brachte uns an einem Silvester den "besten Gig ever" ein, nicht gespielt und eine stattliche Gage bekommen :D :D :D
Gruß
Ralf
Bier und die Pfalz, Gott erhalt's ;)

6

Freitag, 9. August 2019, 13:37

Fälle höherer Gewalt - und dazu würde ich eine "ernsthafte Erkrankung" in aller Regel zählen - sind in den meisten Verträgen ein Absagegrund, der zumindest zu keinen Strafen führt. Man sollte das Ganze aber offen, ehrlich und auch so früh wie möglich kommunizieren. Wenn es aus Sicht der Band die Option eines reduzierten Notfallprogramms geben sollte, würde ich dies dem Veranstalter anbieten.

Nicht auszuschließen ist natürlich, dass danach in der Gerüchteküche gekocht wird, der betroffene Veranstalter die Band künftig nie wieder bucht und auch andere Veranstalter davon Wind bekommen und die Band nicht mehr buchen. Es wird wohl keiner offen sagen, warum eine Buchung nicht mehr erfolgt, was am Ergebnis nichts ändert.

Ich bin letztes WE in einer Band eingesprungen: ohne die Musiker (mit Ausnahme eines Gitarristen) zu kennen und ohne Programm oder Abläufe zu kennen. Der Drummer hatte einen Hexenschuss und konnte sich von heute auf morgen nicht mehr bewegen. Die Band hatte wegen eines anderen Grundes in der Gegend bereits einmal kurzfristig einen Gig abgesagt und war der Meinung, wenn sie jetzt absagen, brauchen sie keinen Anlauf mehr zu unternehmen. Ich hatte grade einmal Zeit, mir die Abläufe von ca. 30 Songs im Original (es wurde gecovert) in der Originalversion grob zu notieren. Das Ganze hat letztlich ganz ordentlich funktioniert.

Aushilfen sind nach meinem Empfinden immer mehr die Regel als eine Ausnahme. Ist halt lediglich die Frage, ob jedes Bandmitglied einen Sub hat. In der Band, die ich technisch betreue, wurde jeder Musiker mindestens 1x ersetzt. Und wenn von den 4 Sängern einer ausfällt, reicht das Programm auch ohne einen der Sänger aus.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Seven« (9. August 2019, 23:59)


Lite-MB

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7

Freitag, 9. August 2019, 14:13

im Zweifel halt das Geld in die Hand nehmen und einen Profi engagieren - wenn das Repertoire einigermaßen dokumentiert ist (je besser, desto einfacher für die Aushilfe), dann bringt das ein Berufsmusiker schmerzlos über die Bühne.

Dumm dann nur für den Amateur, der sich für unersetzlich hält.... :D
..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

Moe Jorello

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8

Freitag, 9. August 2019, 15:47

Trommla und Seven haben alles essentielle gesagt. Wenn es adäquaten Ersatz gibt: spielen. Wenn Person X unersätzlich ist: absagen. Wenn Veranstalter einwilligt in reduziertes/improvisiertes Programm, dann das spielen.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

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9

Freitag, 9. August 2019, 15:59

'Vertrag' und 'Kleingedrucktes' klingt gut, aber in der Liga, in der wir uns befinden, gibt es sowas nicht. :rolleyes:
Letztendlich ärgere ich mich auch nur über 2 Tage Herumgeeiere in unserer Band, um dann kurz vor knapp doch komplett abzusagen.

Jürgen K

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10

Freitag, 9. August 2019, 17:24

Hallo,

bei uns ist das so:
(Kapelle II:)

Donnerstag, 19.30 Uhr: "... übrigens, unser B. ist auf die Hand gefallen, geht morgen zum Arzt ..."
Freitag, 14.42 Uhr: "... Knochensplitter ... vier Wochen Gips ..." (Gig ist Samstag übernächste Woche)
Freitag, 16.57 Uhr: "... ich habe da einen Bekannten, der kommt ..."

(Kapelle I:)
"E. ist informiert."

Es ist halt immer die Frage des Organisationsgrades, des Willens und des Glücks.

Grüße
Jürgen

Korki

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11

Freitag, 9. August 2019, 20:52

Wenn kein Ersatzmusikant zur Hand ist (ab einem bestimmten Level ist das grob fahrlässig) und man den Ausfall nicht selbst adäquat kompensieren kann, kann es auch eine Lösung sein, ordentlichen Ersatz vorzuschlagen. Wenn man weiß, dass man absagen müsste, fragt man bei befreundeten oder bekannten Bands, die zur Veranstaltung passen, nach, ob sie unter den gegebenen Bedingungen einspringen möchten. Mit der traurigen Absage beim Veranstalter kann man ihm dann mögliche Optionen (ohne Verpflichtung) anbieten. Das hilft oft sehr, in vielerlei Hinsicht.

Drum-Rebellin

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12

Freitag, 9. August 2019, 21:24

Ein Beispiel, wie es Profis machen: Monsters of Rock 1988 in Schweinfurt:


Megadeth mußte (wahrscheinlich wieder mal wegen Drogenmißbrauch, so das Gerücht) zwei Stunden vor dem Gig unerwartet absagen, dafür sprang sehr kurzfristig "Testament" ein. Wo die wohl herkamen? Sind wahrscheinlich mit auf Tour gewesen. Jedenfalls standen "Testament" NICHT mit auf dem Tourplakat.
.
Und was mich betrifft, unser Debütauftritt fand ohne Bassist statt (wir hatten einfach noch keinen gefunden), weil wir sehr kurzfristig von einer Band, die uns nicht leiden konnte, ins Rampenlicht (auf die Bühne) gezerrt wurden, und wir diese bittere Pille schlucken mußten. Die Stinker hofften, daß wir uns fürchterlich blamieren, aber den Gefallen haben wir denen nicht getan. Was sie nicht wußten, wir hatten mehr Songs in petto, als sie ahnten. :thumbsup: Großspurig und gehässig uns als Versager angekündigt, grinsend uns viel Glück gewünscht und was haben wir gemacht? Den Stinktieren die Show gestohlen... hähä

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Drum-Rebellin« (9. August 2019, 21:48)


trommeltom

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13

Samstag, 10. August 2019, 08:55

Es kommt bzgl. Sänger noch auf einen zusätzlichen Punkt an:
Wie lange ist er schon bei Euch?
Könnte man zur Not ein Programm aus früheren Tagen kurzfristig auf die Beine stellen?

Diesen Gedanken habe ich, weil:
Im Jahr 2008 wollten wir zu Siena Root, sie spielten in einer kleinen Kneipe in Habach.
Sie waren mit ihrer neuesten Platte auf Tour, für die sie einen neuen Sänger hatten.
Kurz vor dem Auftritt wurde dem Publikum mitgeteilt, dass der Bruder des Sängers heute einen tödlichen Verkehrsunfall hatte und der Sänger aus diesem Grund sofort zu seiner Familie (nach Schweden) zurückgereist ist.
Siena Root spielten trotzdem, allerdings waren einige Songs ältere Stücke, manche sogar von der neuen Scheibe, fast alles instrumental.
Man muss aber sagen, dass die Jungs eine klasse Live-Band sind, die einfach mal so improvisieren und jammen kann. :thumbup:
Und noch dazu kam der "glückliche" Umstand, dass sie seit Jahren einen beständigen Wechsel am Mikrofon hatten und wahrscheinlich streckenweise über längere Zeiträume ohne festen Gesang auskommen mussten und die Situation daher nicht ganz unvorbereitet auf sie zukam.

Und um meiner Vorrednerin etwas Nüchternheit in den Post zu zaubern:
Sie hat Recht, es gibt durchaus die Option, sich eine andere (befreundete?) Band zu suchen, die einen an dem Abend würdig vertreten könnte.
:)
[Die Edith hat mir eben verraten, dass das der Korki ja auch schon gesagt hat.]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trommeltom« (10. August 2019, 13:34)


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14

Samstag, 10. August 2019, 22:07

Für solche Fälle haben wir ausreihend Kontakte zu Bands unseres Genres, mit denen wir bereits Gigs gespielt haben und somit wissen, dass man diese als Ersatz empfehlen kann.
"Man muss das Grundgesetz vor seinen Vätern schützen und die Verfassung vor ihren Schützern."
"Der Faschismus ist eine Spielart der freien Marktwirtschaft."
Wolfgang Neuss

danyvet

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Sonntag, 11. August 2019, 12:43

Interessantes Thema, Korkis Empfehlung werde ich mal in meiner Mädelspartie ansprechen, da mit der schwangeren Basserin unser nächster gig sowieso ein Hazardspiel ist... wobei ich mich sehr unwohl fühlen würde, ihn abzusagen. Bei der Mädelstruppe wäre es so, dass wir bei einem Spontanausfall von einer von uns garantiert absagen würden. Der erste gig, den sie ohne mich gemacht haben, war ja so abgespeckt von vornherein geplant, da es klar war, dass ich an dem Tag nicht da bin.

Bei der Jungsband käme es wohl drauf an, wer ausfällt. Wenn der Bassist ausfällt, kein Problem, unser leadgitarrist spielt auch noch Bass in einer anderen band und könnte da jederzeit bei uns auch auf den Bass wechseln. Beim Sänger und beim Rhythmusgitarristen wärs schwierig, da gibt’s keinen Ersatz. Ohne leadgitarrist ginge es auch relativ problemlos. Für mich hätten sie Ersatz, falls der dann kurzfristig Zeit hätte, der hat schon mal eine zeitlang mit ihnen gespielt und vor einem Jahr zwei gigs mit ihnen gemacht, kurz bevor ich zur Band kam, bzw. als ich noch nicht so weit war

Edith: der Vorschlag hat mir jetzt ne heftige Diskussion mit der Basserin eingebracht... ich wünsch mir auch so Bands, wie ihr sie habt, wo das offenbar kein Problem ist, solche Dinge anzusprechen :pinch:
Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.

“You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis

Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »danyvet« (12. August 2019, 10:37)


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16

Montag, 12. August 2019, 08:00

...schwanger hatten wir auch schon, aber das ist ja noch halbwegs planbar (also der Ersatz für den langsam näher rückenden Ausfall).

Letztendlich hat in meinem konkreten Fall unser "Gastgeber" für seine Feier am vergangenen Samstag kurzfristig noch einen DJ einkaufen können. Buchstäblich "von heute auf morgen". Als kleines Trostpflaster haben dann meine Freundin (die zufällig auch unsere Keyboarderin ist) und ich ein kleines musikalisches Instrumental-Intermezzo mit Ukulele und Melodica bestehend aus 4 Stücken plus Zugabe auf die ansonsten leere Bühne gezaubert. Das war auch eine Interessante Erfahrung, mal die Rampensau zu spielen. ;)
Heute Abend ist wieder Bandprobe - mit Ersatzsänger. Gut, dass wir noch ein paar drittklassige Mitschnitte vergangener Auftritte haben. Schließlich steht der nächste Gig in 3 Wochen an, Bis dahin wird unser "eigener" Sänger definitiv noch nicht fit sein.

Ich staune ja, dass dieses Thema hier scheinbar wirklich noch nicht dikutiert wurde und eure verschiedensten Herangehensweisen sind auch je nach Level, in dem man sich aufhält, gerechtferigt, bzw. aus der Erfahrung heraus gewachsen. Optimal wäre natürlich eine komplette Redundanz-Band im Hintergrund zu haben. =) Aber so weit werden wir es höchstwahrscheinlich nicht schaffen.

freak-928

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Montag, 12. August 2019, 08:08

'Vertrag' und 'Kleingedrucktes' klingt gut, aber in der Liga, in der wir uns befinden, gibt es sowas nicht. :rolleyes:
Letztendlich ärgere ich mich auch nur über 2 Tage Herumgeeiere in unserer Band, um dann kurz vor knapp doch komplett abzusagen.


In dem Fall würde ich es als Lernprozess sehen für dich und die Band und daraus Maßnahmen für das nächste Mal zu setzen. Wie die in eurem Fall aussehen müsst ihr für euch
selbst dann definieren. Ob es Ersatzmusiker, Kooperation mit einer anderen Band oder schnellere Kommunikation dann sind.

Bei uns läuft das über vertragliche Rahmenbedingungen, sowie 2 Positionen die wir ersetzen können, über ein Netzwerk von Bands.
Alles wird gut

JohnDrum

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18

Montag, 12. August 2019, 10:18

Ich habe früher oft Feuerwehr für andere Bands/ Schlagzeuger gespielt:
Die Anfragen kamen immer sehr kurzfristig. Einmal habe ich mit einem Orchester gespielt. Da musste ich alles vom Blatt spielen. Bei BigBands habe ich auch oft ausgeholfen. Mit Vom- Blattspielen kein Problem.
Bei JazzCombos ist es auch kein Problem- weil da ja meistens Standard gespielt werden, die jeder kennen und können muss. Hatte mal einen Auftritt bei der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Geprobt wurde da vorher auch nicht.
Einmal hatte mich der Werner Treiber aus Nürnberg angerufen. Ich soll am Abend mit ihm am Vibraphone ein Konzert spielen, was ich dann gemacht hatte.
Ein anderes mal war ich der Ersatzschlagzeuger für eine Country Band (Rock`n Rodeo). Die Frau vom Schlagzeuger war schwanger und der Geburtstermin war der Auftrittstag. Dan bin ich halt mit dem Originalschlagzeuger zusammen zum Auftritt nach Österreich gefahren und wäre eingesprungen, wenn das Kind gekommen wäre.