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trommla

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  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: Raum München

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21

Dienstag, 10. September 2019, 19:39

Also auch ohne Metallurgie studiert zu haben, dieser Bildausschnitt zeigt nie und nimmer eine Bronzesnare. Bronze ist eine Legierung, die ja gerade dann zum Einsatz kommt, wenn keine Rostbildung gewünscht ist. Korrosion von Bronze tritt zwar auch auf, dann aber in Gestalt des altbekannten Grünspans.

Der Bildausschnitt zeigt eine COR (=Chrome Over Rust) Snare, und solange der TS nicht eine Ganzkörperansicht nachliefert (der Snare bitte!!!), lasse ich mich von dieser Einschätzung nicht abbringen. Vorher macht es keinen Sinn, hier Ratschläge bezüglich der richtigen Vorgehensweise zu nennen.

Moe Jorello

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  • »Moe Jorello« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2013

Wohnort: Hamburg

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22

Dienstag, 10. September 2019, 21:37

Korrosion von Bronze tritt zwar auch auf, dann aber in Gestalt des altbekannten Grünspans.

Dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Das hier ist z.B. eine gehämmerte Bronzesnare mit Korrosionsschaden. Und siehe da, kein Grünspan. Wir brauchen erstmal bessere Bilder mit Klarheit über die Lichtverhältnisse.





Man könnte, wenn man ganz frech und unverfroren ist, das Ding einfach noch stärker verrosten lassen, ein anderes Logo wie Dunnett, Masshoff oder Liberty draufbappen und es dann teurer wieder verkaufen. :whistling:
"You don't have to show off" - Peter Erskine

Rampen

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  • »Rampen« ist männlich

Registrierungsdatum: 4. Februar 2011

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23

Dienstag, 10. September 2019, 21:42

Sieht in meinen Augen in der Tat exakt so aus wie das Foto aus dem ersten Post. Nur etwas weniger oxidiert.
Nix da.

DarwinOfDrums

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  • »DarwinOfDrums« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 3. Februar 2019

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24

Dienstag, 10. September 2019, 22:27

Danke für die vielen Antworten. Ich gehe auch von einem Bronzekorpus aus, auch wenn die Korrosion echt nach Stahl aussieht.

Mein Plan bis jetzt: Ich versuche es jetzt mit soner Paste aus Mehl/Essig/Salz. Wenn das nix nutzt: Abschmirgeln mit feinem Schmirgelpapier und dann polieren.

Wenn es scheiße aussieht: Ich habe sehr viel Kupfersulfat daheim, dann versuche ich mich als Hobby-Galvanisierer.

Fotos folgen

Slinor

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  • »Slinor« ist männlich

Registrierungsdatum: 26. März 2016

Wohnort: Westerngrund

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25

Dienstag, 10. September 2019, 22:34

Hast du mal ein Magnet an den Kessel gehalten?
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. (Erich Kästner)

rubberbeat

smiley und so!

  • »rubberbeat« ist männlich

Registrierungsdatum: 2. März 2006

Wohnort: Ganz platt mit HVV-Anbindung

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26

Mittwoch, 11. September 2019, 14:16

Also auch ohne Metallurgie studiert zu haben, dieser Bildausschnitt zeigt nie und nimmer eine Bronzesnare. Bronze ist eine Legierung, die ja gerade dann zum Einsatz kommt, wenn keine Rostbildung gewünscht ist. Korrosion von Bronze tritt zwar auch auf, dann aber in Gestalt des altbekannten Grünspans.

Der Bildausschnitt zeigt eine COR (=Chrome Over Rust) Snare, und solange der TS nicht eine Ganzkörperansicht nachliefert (der Snare bitte!!!), lasse ich mich von dieser Einschätzung nicht abbringen. Vorher macht es keinen Sinn, hier Ratschläge bezüglich der richtigen Vorgehensweise zu nennen.


Klugscheißmodus: Grünspan ist wasserlöslich und greift Bronze an. Die grünliche Patina besteht hauptsächlich aus Malachit und Azurit. Das auf dem Foto sieht nach einer Cupritblüte aus, wenn es denn ein Bronzekessel ist. Abschrubben und den Kessel versiegeln.

Dr_Schmoker

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  • »Dr_Schmoker« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. April 2019

Wohnort: Berlin-Wedding

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27

Mittwoch, 11. September 2019, 15:45

Hallo,

Mein Plan bis jetzt: Ich versuche es jetzt mit soner Paste aus Mehl/Essig/Salz.
, das würde ich zum jetzigem Kenntnisstand unterlassen. Der Magnettest z,b, mit einem Kühlschrankmagnet, verrät dir, ob es Stahl oder Bronze ist. Bronze ist nicht magnetisch.

Vorsicht beim selbst galvanisieren, es sind giftige Substanzen dabei enthalten. Verchromen ist dann nochmal gefährlicher. Dann lieber machen lassen und den Kupferschrott als Anzahlung beim Galvaniseur lassen.
Da mir im Moment nichts gescheitest einfällt, lass ich die Signatur einfach weg.

Beeble

Beckenpolierer

  • »Beeble« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. November 2007

Wohnort: Düsseldorf

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28

Mittwoch, 11. September 2019, 17:12

Mein Plan bis jetzt: Ich versuche es jetzt mit soner Paste aus Mehl/Essig/Salz. Wenn das nix nutzt: Abschmirgeln mit feinem Schmirgelpapier und dann polieren.
Das wird nicht funktionieren! Essig und Salz sind kontraproduktiv. Mach lieber einen schöne Pizza mit dem Mehl.

Was funktioniert ist Polieren, erst mit der Sisalscheibe den Rotz runterholen, dann mit der Baumwollscheibe polieren und danach alles auf Hochglanz bringen.
Ein universelles Polierset mit Vorpolitur- und Hochglanzwachs reicht.

Wenn du länger Freude an der Oberfläche haben willst empfielt sich den Kessel zu lackieren.
Vorsicht beim selbst galvanisieren, es sind giftige Substanzen dabei enthalten.
Stiftgalvanisierung ist vergleichsweise harmlos und sauber.
»Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
Chinesisches Sprichwort


Dr_Schmoker

Mitglied

  • »Dr_Schmoker« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. April 2019

Wohnort: Berlin-Wedding

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29

Mittwoch, 11. September 2019, 17:41

Stiftgalvanisierung ist vergleichsweise harmlos und sauber.


Kann man machen, ist aber bei so einem großen Objekt wie eine Snare, schon sehr mühsam. ich stelle mir eher ein größeres Becken vor, in dem die Snare komplett untertaucht. Zuerst entfetten und dann komplett mit einem dünner Kupferüberzug mit einfacher Einebnung beschichten. Danach nochmal schleifen und polieren, und 2. Kupferbeschichtung aufbringen. Das ist dann die Grundlage für jedmögliche Veredelung. Ob Gold, Silber, Bronze, natürlich auch Chrom in seinen Facetten, alles kann danach aufgebracht werden.
Da mir im Moment nichts gescheitest einfällt, lass ich die Signatur einfach weg.

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