Sie sind nicht angemeldet.

diekoh

Mitglied

  • »diekoh« ist männlich
  • »diekoh« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 9. Dezember 2011

  • Nachricht senden

1

Samstag, 19. Oktober 2019, 16:40

Wie bekommt meine 18er Bassdrum mehr Bässe?

Mit Mikro, über die PA kein Problem. Wir spielen aber
Oft sehr leise, also brauche ich rein akustische Bässe
Für meine 18er BD.
Mit Evans Emad oder Kickport?
Wer hat Erfahrungen? Freue mich auf Antworten!

Moe Jorello

Mitglied

  • »Moe Jorello« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2013

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

2

Samstag, 19. Oktober 2019, 17:02

Man benutze ein Resonanzfell ohne Loch. Done.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

NoStyle

Mitglied

  • »NoStyle« ist männlich

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2007

Wohnort: Köln/Köllefornia

  • Nachricht senden

3

Samstag, 19. Oktober 2019, 17:24

Hmmm ... erstens würde ich so (hoch) stimmen, das Schlag- und Reso-Fell einen klar definierten Ton produzieren. Das Reso-Fell entweder geschlossen, oder wenn nur mit kleinem Luftloch (ca. 10 cm).
Meine 18x15 Stage Custom BD habe ich auf einem Riser. Weniger damit sie freier schwingen kann, sondern damit ich meine FuMa-Beaterhöhe nicht verändern muss und dieser nahe der Fellmitte trifft. Das hat durchaus viel Punch gebracht vs. Beater trifft recht stark aussermittig.

Mit Kickport habe ich persönlich keine Erfahrung.

Bezüglich vorgedämpfter Felle reicht mir ein Remo PS3 coated dicke aus. Mir persönlich dämpfen die Evans Emads schon zu stark, aber das ist auch Geschmacksache.

Was ich aber sehr interessant finde bzw. festgestellt habe: Aus meiner Spieler/Sitzposition klingt die BD eher dünn. Aber wenn ich mich runterbeuge, hat die BD viel mehr Bass-Anteil und der Ton ist viel voller. Das gleiche passiert, wenn ich mich 1-3 Meter vor das Set stelle und jemand anderes spielt. Nach vorne entfalten sich fulminante Frequenzen und Druck, den ich aus der Spielerposition gar nicht mitbekomme. Der Riser hilft da vielleicht auch ein wenig, da die BD offensichtlich etwas mehr ins Ohr strahlt, als wenn sie direkt auf dem Boden steht. Klingt vielleicht komisch, aber nachdem ich festgestellt habe, was das kleine Monster nach vorne/hinten für einen Wumms entwickelt, mache ich mir nicht mehr soviel Gedanken um vermeintlich mangelnden Bass ... :)

Mattmatt

Mitglied

  • »Mattmatt« ist männlich

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2012

Wohnort: Schweiz

  • Nachricht senden

4

Samstag, 19. Oktober 2019, 17:27

Indem man den Durchmesser der Trommel vergrössert :D

5

Samstag, 19. Oktober 2019, 18:41

Vieles wurde schon gesagt, ich schreibs mal zusammen, so wie ich es mache, wenn ich einen soften, bassigen, offenen Sound haben möchte.

Eine Trommel mit größerem Durchmesser klingt bei höherer Fellspannung „voller“ und „bassiger“ als eine Trommel mir kleinem Durchmesser. Bonham hat die Felle seiner 26“ Bassdrum stark gespannt und so einen lauten, vollen Ton erzeugt. Eine kleine Trommel würde bei gleicher Spannung einen vergleichsweise hohen, nicht so vollen Ton erzeugen.

Wenn du wirklich Bass (und nicht Lautstärke oder Punch) willst, nutze ein einschichtiges Schlagfell. Bei den Zweischichtigen brauchst du mehr Spannung bis die ordentlich schwingen… und dann klingt die Trommel wahrscheinlich zu dünn. Leicht vorgedämpft geht da auch (Powerstroke 3, Evans EQ 4) Ich würde ein beschichtetes nehmen, das nimmt ein paar Höhen raus und klingt wärmer. Aber so richtig viel macht das nicht aus, finde ich.
Nutze weiterhin ein einschichtiges Resonanzfell mit möglichst kleinem oder auch gar keinem Loch.
Dann stimme tief, aber doch so hoch, dass die Felle eine Ton erzeugen.
Ich würde dann einen weichen Beater nehmen. Wenn du so stimmst, musst du unbedingt aus dem Fell rausspielen und nicht zu hart. Der Beater darf das Fell nach dem Schlag nicht abdämpfen.
Je nach Geschmack kannst du ein kleines Bisschen dämpfen. Zum Beispiel mit einem Tuch zwischen Fußmaschine und Schlagfell. Aber pass auf, dass du dir nicht den Bass wegdämpfst. Möglichst wenig Dämpfung, möglichst weit am Rand platzieren ist das Konzept.
Ein Riser hilft meiner Erfahrung auch ordentlich bei ner 18er Bassdrum. Wird dadurch lauter und klingt ein bisschen volle. Ich hab noch einen Wahan-Riser, den ich nicht brauche. Schreib mir bei Interesse.
So bekommst du viel Bass, aber ob der Sound für Deine Musik taugt, ist ein anderes Thema.

diekoh

Mitglied

  • »diekoh« ist männlich
  • »diekoh« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 9. Dezember 2011

  • Nachricht senden

6

Samstag, 19. Oktober 2019, 18:41

Die Antwort von Moers Jorello hätte ich vor ein paar Monaten
Haben müssen! Da habe ich ein Loch ins Reso geschnitten

trommla

Mitglied

  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: Raum München

  • Nachricht senden

7

Samstag, 19. Oktober 2019, 19:06

Indem man den Durchmesser der Trommel vergrössert

:thumbsup:
Meine 18er Catalina spiele ich mit weißen PS3 vorne und hinten. Frontfell mit einem 4" Loch nahe am Rand, Schlagfell natürlich ohne Loch ;)
Keinerlei Dämpfung im Inneren, Fronfell mit deutlich Ton gestimmt, Schlagfell eher tief, aber nicht labberig. Gerade für leisere Musik reicht mir der Bass, wenn's mehr sein soll, nehm ich ne größere Trommel.
Allerdings habe ich - gerade bei der Vintage Series - auch schon die Erfahrung gemacht, dass die BD vom Fahrersitz aus dünner klingt, als sie im Raum zu hören ist.

diekoh

Mitglied

  • »diekoh« ist männlich
  • »diekoh« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 9. Dezember 2011

  • Nachricht senden

8

Samstag, 19. Oktober 2019, 19:08

Danke für die Tipps!

- Riser habe ich,
- einlagiges Fell auch,
- leider ein kleines Loch im Reso
( ich glaube vorher waren die Bässe besser)
- weiche Beater hatte ich auch schon dran.

Meine BD ( sonor vintage) klingt für Jazz genial
Hat jemand Erfahrung mit Emad oder kickport???

Moe Jorello

Mitglied

  • »Moe Jorello« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2013

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

9

Samstag, 19. Oktober 2019, 19:50

- leider ein kleines Loch im Reso
( ich glaube vorher waren die Bässe besser)

Die Bässe waren vorher bestimmt besser. Sobald das Frontfell ein Loch bekommt, geht eine MENGE! Tiefbass flöten.

Ich habe im direkten Vergleich beim Workshop eine DW Performance 22x18 Bassdrum neben einer 20er Catalina gehört. Die DW Hupe war "klassisch befellt", vorne und hinten PS3, ein Loch vorne im Fell, modern punchig gestimmt, ein kleines Kissen als Dämpfung drin. Die Catalina Hupe war hingegen vorne mit 'nem Fiberskyn und hinten mit einem PS3 befellt, ein Filzstreifen beim Resofell dazu. Kein Resoloch, mittelhoch alles gestimmt. Die Catalina Hupe klang viel basslastiger, voller, vouminöser, größer als die DW.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

Drumstudio1

Drums, Cymbals

  • »Drumstudio1« ist männlich

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2002

Wohnort: Dreieich

Endorsements: Orion, Rohema, Triggerhead, Cympad, Drum-a-long, mapa

  • Nachricht senden

10

Samstag, 19. Oktober 2019, 20:29

Eine der massivsten variierbaren Wirkungen auf den Bassanteil wurde nicht genannt:

Andere! Position des Kits im Proberaum... wenn dies die Band gestattet? :D

Es gibt zig Räume wo ein anderes Placement in Bezug auf die Bass-Entwicklung der Kick (aber auch tieferer Toms etc.) einen größeren Effekt hat als Fellwechsel, anderer Felltyp etc. oder andere Einflußvariabeln.
Gerade die "Einbindung von Raumecken" beim Drumaufbau etc. kann in Sachen Bassanteil massive Vorteile bringen.

Haben wir als Thema hier in den Tiefen des DF schon häufiger angerissen.

trommla

Mitglied

  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: Raum München

  • Nachricht senden

11

Samstag, 19. Oktober 2019, 20:37

oder kickport???

Ehe ich mir - auf ne Jazz-BD - ein Kickport baue, kaufe ich mir für wenig mehr Geld ein neues Reso ohne Loch.
Habe selbst keine Erfahrung, allerdings habe ich über den Kickport durchaus schon Rezensionen gelesen, dass das Teil wenig bis gar nichts bringt.

Edit: der Aufwand, nach Bedarf das Reso zu tauschen, hält sich meiner Erfahrung nach absolut in Grenzen bzw. ist in ein paar Minuten erledigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trommla« (20. Oktober 2019, 09:48)


12

Samstag, 19. Oktober 2019, 21:05

Aquarian Superkick 1 oder 2 (wenns noch trockener werden soll)! Macht schön Bumm.

martinelli

Mitglied

  • »martinelli« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Juli 2007

Wohnort: Deutschland

  • Nachricht senden

13

Sonntag, 20. Oktober 2019, 12:02

Da kann ich nur Tips zum probieren geben. Felle sind genannt. Ja, es kommt darauf an, ob Du Bass oder Durchsetzungskraft willst.

Schlegel: Weich gibt Bass, hart (fester Filz, Kunststoff, Holz) macht laut.

Dämpfung: Für Bass würde ich eventuell beide Felle leicht dämpfen. Lauter wird es, wenn zumindest das Resonanzfell ungestört (ungedämpft) schwingt, denn das macht (für die Zuhörer) die Musik.

Stimmung: Für Bass ist tiefstmöglich (gerade faltenfrei) hoch genug. Hingegen setzen sich höhere Stimmungen besser durch. Beide Felle in gleicher Stimmung resonieren laut und lange. Man kann auch vor Ort beim Resofell schrittweise von unten rauf eine Grundfrequenz suchen, die mit Raum und/oder Kessel resoniert. Das Schlagfell kann man dann gleich oder etwas tiefer stimmen.

Wichtig: Ob der Klang der Bassdrum gut ist, kann nur jemand hören, der ein paar Meter vor dem Schlagzeug steht. Was am Set aufdringlich oder zu lange nachhallend klingt, ist vielleicht für das Publikum ideal.

M.

14

Sonntag, 20. Oktober 2019, 12:55

Hat jemand Erfahrung mit Emad oder kickport???


Mit Kickport hab ich keine Erfahrungen. Aber Emad-Schlagfelle hab ich bereits benutzt, auch an meiner 18er Bassdrum. Selbst mit dem schmalen Dämpfring ist das Fell dann schon gut gedämpft. Es "klingt" bassig. Aber es ist nun auch nicht so tot, dass man keinen offenen Ton mehr aus der Trommel bekommt. Ich mag den Sound der einschichtigen Evans Emad-Schlagfelle. Das ist so genau der richtige Grad an Dämpfung fürs Schlagfell. Ich ziehe mittlerweile aber trotzdem ein EQ4 (ohne EMad) vor. Ist flexibler und gefällt mir optisch besser an meinem 50 Jahre alten Schlagzeug. Für dein Ziel viel Bass zu erreichen ist ein Emad-Schlagfelle meiner Meinung nach durchaus denkbar, aber auch nicht zwingend.

Ein Emad-Reso hatte ich auch schonmal, allerdings an einer 24" Bassdrum. Da ist der Dämpfring rund ums Resoloch angebracht...das macht bei einer 18" Bassdrum für das Ziel maximalen Bass zu erreichen eigentlich keinen Sinn. Loch nimmt Bass und der Dämpfring rund ums Loch, also auch Richtung Fellmitte, nimmt auch Bass. Das ist aber Theorie, probiert hab ichs bei der 18er noch nicht.

nils

Trommelstimmen

  • »nils« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2004

Wohnort: Bremen

Endorsements: Aquarian, Adoro

  • Nachricht senden

15

Montag, 21. Oktober 2019, 10:24

Oft sehr leise, also brauche ich rein akustische Bässe
Für meine 18er BD.


My 2cents:
- Reso ohne Loch
- schweres Reso mit max. mittelviel Dämpfung (schwingende Masse erhöhen)
- auf den Raum stimmen, bedeutet: finde eine Resonanzfrequenz des Raumes und stimme das Reso darauf.
So koppelt der reflektierte Schall auf die Trommel zurück und die Energie bleibt länger in der Luft.

Zunge

Mitglied

  • »Zunge« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. Februar 2008

Wohnort: Alzenau

  • Nachricht senden

16

Montag, 21. Oktober 2019, 10:52

Man könnte noch die Evans G12 oder G14 Felle auprobieren.

Und wenn Dämpfung, dann nur von außen, um die Größe der BD nicht künstlich zu verringern. Ich habe inzwischen nur noch ein kleines Handtuch zwischen BD und Fußmaschine klemmen, und selbst das nehme ich manchmal weg, wenn es die Akustik und der Song zulassen.

Der dritte Tip von Nils ist Gold wert, danke dafür.

Ähnliche Themen