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dani808

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  • »dani808« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 25. November 2019, 12:48

Rhythmen sprechen / singen

Moin,
ich versuche zur Zeit eine Snareübung und auch einige Standardgrooves sprachlich auszudrücken.
Aber so recht will mir das nicht gelingen. Ich stell mich blöd an, fühl mich dabei blöd und weiss
nicht recht was ich "sagen" soll bzw. welche Laute ich wie benutze, verhaspel mich usw.
"Muss" ich z.B. für jeden Groove einen festgelegten Satz einstudieren oder kann ich auch nur
intuitiv irgendwelche Laute ohne festen Bezug zu den einzelnen Instrumenten ausstossen?
Ich möchte das was ich spiele auch singen können. Bin dabei aber etwas überfordert/gehemmt.

Wie macht ihr das? Was hilft Euch dabei?

Viertel, Achtel & Sechzehntel zählen klappt aus meiner Sicht eigentlich ganz gut.
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

  • »Der Dührssen« ist männlich

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2

Montag, 25. November 2019, 13:26

Kannst du etwas konkreter werden bezüglich des Grooves bzw. Rhythmus, den zu sprechen möchtest?
Prinzipiell würde ich sagen: Mach, womit du am besten zurecht kommst. Wenn du dich wohl fühlst und zu dem was du sprichst (z.B. ein Wort oder ein Satz) einen Bezug hast der es dir leicht macht, dabei mitzuspielen - go for it.

Wichtig wäre prinzipiell, dass du eben jede Subdivision einzeln und ich Wechsel gut zählen kannst.

KC

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  • »KC« ist männlich

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3

Montag, 25. November 2019, 14:21

Machen was gefällt.
Ich brumme meistens mit, schriftlich ausgedrückt
in etwas "badischdabumklackwasweißich"
Funktioniert sehr gut und hilft mir sehr in einen neuen Grovve, Handsätze etc. hineinzufinden.
Kann sich einen Tag später auch durchaus wieder anders ausgedrückt anhören,
tut der Sache zumindest für mich überhaupt keinen Abbruch.
Denke darüber auch gar nicht groß nach, passiert von alleine.

dani808

Mitglied

  • »dani808« ist der Autor dieses Themas

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4

Montag, 25. November 2019, 14:35

Zitat

Kannst du etwas konkreter werden bezüglich des Grooves bzw. Rhythmus, den zu sprechen möchtest?


z.B. sowas wie angehängt. Das ist eine Snare Übung (mit Fuss) und der (ein) "Cold Sweat" (JB ) Groove.

Zitat

Wichtig wäre prinzipiell, dass du eben jede Subdivision einzeln und ich Wechsel gut zählen kannst.

Meinst du durchzählen oder nur die gespielten Noten zählen?

Zitat

Funktioniert sehr gut und hilft mir sehr in einen neuen Grovve, Handsätze etc. hineinzufinden.
Kann sich einen Tag später auch durchaus wieder anders ausgedrückt anhören


Singst du das dann auch beim spielen oder nur zum einarbeiten?
Als Merkhilfe funktioniert das dann aber nicht, oder?
»dani808« hat folgende Dateien angehängt:
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hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

KC

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  • »KC« ist männlich

Registrierungsdatum: 8. Mai 2008

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5

Montag, 25. November 2019, 16:51

Mir hilft's beim Einarbeiten in einen neuen Groove wenn ich alleine

am Schlagzeug sitze, das kommt total automatisch. Blöd komme ich mir dabei übrigens gar nicht vor,
mein Lehrer erzählt immer gerne dass es wohl eine Platte von ich glaube Gershwin gibt, bei dem sie sein Mitgebrumme

mit aufgenommen haben, hat er wohl ständig gemacht. Auch im Unterricht habe ich keine Hemmung mein Zeug mit zu brummen.
Im Bandkontext "singe"/eigentlich ja brumme ich dann meinen "Blues"nicht mehr mit, wären ja dann 2 Lieder parallel, neudeutsch ein Mash-up. In der Band versuche ich mich dann eher auf 1+2+3+...o.ä.
bzw. Mitzählen der rhythmischen Einheiten, auch Takte zu konzentrieren, die Musik machen ja dann andere.
Irgendwann ist es dann so verinnerlicht und läuft ohne dass ich überhaupt groß was zählen/brummen muss, wird dann locker und
ich muss wieder aufpassen dass ich nicht das alte Leiden wieder bekomme...immer schneller zu werden...
Das eine ins andere ist bei mir ein schleichender Prozess, da gibt es auch keinen konkreten Zeitpunkt wann das
eine noch ist oder das andere schon nicht mehr.

Rampen

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  • »Rampen« ist männlich

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6

Montag, 25. November 2019, 20:09

dass es wohl eine Platte von ich glaube Gershwin gibt, bei dem sie sein Mitgebrumme mit aufgenommen haben

Das war Glenn Gould, ein Pianist der vor allem für seine Bach-Interpretationen berühmt ist. Außerdem saß er grundsätzlich auf einem komischen kleinen Schemel. Schrill, aber sehr talentiert 8)
Nix da.

Lite-MB

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  • »Lite-MB« ist männlich

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7

Dienstag, 26. November 2019, 03:38

...Wie macht ihr das? Was hilft Euch dabei?...

google mal nach TaKeTiNa von Reinhard Flatischler, der hat ziemlich gut die (wesentlich komplizierten) fernöstlichen Trommelsprachen, vor allem die indischen, für den gemeinen Mitteleuropäer vereinheitlicht und auf aufs Wesentliche eingekocht.

Flatischler bietet auch, rein verbal, ohne Instrument, geniale Unabhängigkeitsübungen - siehe sein uraltes weißes Buch (nur noch zu unverschämten Preisen schwer gebraucht zu bekommen).
..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

8

Dienstag, 26. November 2019, 09:42

Gegen Hemmung hilft alleine sein. ^^ Ansonsten interpretiere ich deine Frage so, dass es dir um das Lautmalerische geht, nicht um festgelegte "Sätze", die man sagen "muss", richtig? Da würde ich dann frei Schnauze agieren, also die Snareübung (erste Zeile) z. B. so "singen": Da-tam ... Tam . dadaTA-tam . ta-prrrrr-A-tam ... da-PA-tata-pam . trrrAM. Nur eine von x Möglichkeiten.
Und beim Set stehen dir auch alle Möglichkeiten des Lippen-, Kiefer- und Stimmbänderverrenkens offen. BaduggadidiggediPAFF-didiggediduggedudiguguPAFF-Ba-dubedeDAckeDAbumm-brrAFF. Alles klar? :D

a_d_x

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  • »a_d_x« ist männlich

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9

Dienstag, 26. November 2019, 11:19

BaduggadidiggediPAFF-didiggediduggedudiguguPAFF-Ba-dubedeDAckeDAbumm-brrAFF
Ich denk gerade darüber nach, wie das klingt ... ?( Wäre das nicht eine "Strafmaßnahme" für ausfällige Forumsnutzer ...: die müssten das dann exakt so in einem kleinen Video umsetzen und hier einstellen ... :D Spaß beiseite: das Singen hilft mitunter ungemein, da man dann eine klare Vorstellung davon bekommt, was man eigentlich spielen möchte ... ich hatte mal Sessions mit einem Gitarristen gemacht, der konnte ein 20 Minuten Solo mehr oder weniger identisch gleichzeitig singen und spielen. Glenn Gould wurde ja schon genannt, ach ja ...! Beim Saxophon spielen gibt es z.B. eine Technik, das was man spielt auch mit ins Instrument zu singen, das erzeugt dann einen leicht verzerrten Sound (z.B. Pharoah Sanders) ... Diese Beispiele sollen nur verdeutlichen, wie wichtig es ist, eine eigene Vorstellung vom Klang und der Rhythmik zu verinnerlichen, auf dem Weg von sturer Wiederholung zu sinnvoll eingesetzten Figuren im musikalschen Kontext.
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

joerchtee

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10

Dienstag, 26. November 2019, 12:14

Da gab's doch vor vielen hundert jahren mal eine Schallplatte...

Din daa daa von: George Kranz



Kann YT nicht aufrufen, da auf der arbeit. Der hat das auch gemacht ;-)
alles granatenquatsch

Modmc.mod

ist mc.man ist

  • »mc.mod« ist männlich

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11

Dienstag, 26. November 2019, 15:39

din da da da ist er:


Gruß mc.mod

12

Dienstag, 26. November 2019, 16:01

"I just wanna make this perfectly clear ..." :D


Oder hier mal Konnakol, was dann tatsächlich (relativ) festgelegte Rhythmiksilben wären:

joerchtee

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Registrierungsdatum: 30. Januar 2004

Wohnort: OHA harz

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13

Dienstag, 26. November 2019, 16:12

Alter is das geil, ob die beiden noch spucke im Mund haben ?

Geil...
alles granatenquatsch

martinelli

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  • »martinelli« ist männlich

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14

Mittwoch, 27. November 2019, 18:51

Den künstlerischen Wert von Mund-Perkussion an sich will ich ja nicht in Frage stellen, aber kann mir mal jemand sagen, warum ein Schlagzeuger singen will, was er spielt?

M.

Rampen

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  • »Rampen« ist männlich

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15

Mittwoch, 27. November 2019, 18:53

Ich denke es hilft insbeondere Anfängern Rhythmen zu verinnerlichen solange sie noch Schwierigkeiten haben, die Stöcke/Füße gut zu koordinieren.
Nix da.

Lite-MB

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  • »Lite-MB« ist männlich

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16

Donnerstag, 28. November 2019, 02:59

Den künstlerischen Wert von Mund-Perkussion an sich will ich ja nicht in Frage stellen, aber kann mir mal jemand sagen, warum ein Schlagzeuger singen will, was er spielt?

M.

mein Lehrer hat immer gesagt, was man nicht singen kann, kann man auch nicht wirklich spielen...

Schau doch einfach mal über den Tellerrand, in Indien gibts extrem komplexe Rhythmen, die werden traditionell ausschließlich in Sprachmelodien notiert und weitergegeben. Tabla-Spieler singen grundsätzlich das was sie spielen mit.


Andere Anwendung: meine Frau hat viel mit lernbehinderten, geistigbehinderten Kindern gearbeitet, die hat in spektakulären Auftritten viele Orchester von Gymnasien an die Wand gespielt - der Zugang der Kinder zu den Rhythmen war ausschließlich verbal. Null Notenkentnisse, hoch komplexe Trommelkonzerte.
..."meine" Musik: Jazz (Big Band bis Free), brasil. Musik, Avantgarde, hin+wieder Klassik ->am Drumset, an den Percussions, am Schlagwerk

123maerc

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  • »123maerc« ist männlich

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17

Donnerstag, 28. November 2019, 09:15

Bei mir funktioniert einfaches 'Beatboxing' ganz gut. Damit lassen sich in der Regel die kompliziertesten Rhytmen mit dem Mund kreieren. Das Micro kannst Du ja weg lassen.. 8)

a_d_x

Mitglied

  • »a_d_x« ist männlich

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18

Donnerstag, 28. November 2019, 10:05

mein Lehrer hat immer gesagt, was man nicht singen kann, kann man auch nicht wirklich spielen...
genau dieser Satz fehlte hier noch! Das ist quasi ein allgemeingültiges Mantra für alle Instrumentalisten, gebetsmühlenartig von allen Lehrern immer wiederholt (weil sooo richtig!)
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

Jürgen K

PS: Mitglied

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19

Donnerstag, 28. November 2019, 11:16

sprachlich auszudrücken

Guten Morgen,

die Sprache der Musik sind schriftlich die Noten und verbal der Klang.
Den kann man versuchen zu imitieren und das macht man üblicherweise im Gespräch im Orchester: "könnte ich bitte hinten "dada, dah, dadadada, dedrrrdada, dadadada" etwas schöner haben?"
Ich persönlich mühe mich gesanglich erst mal nicht ab, denn ich kann besser trommeln als singen, um es mal euphemistisch im Hinblick auf den Gesang zu sagen.
Wirbel singen finde ich ohnehin doof und wenn dann noch Polyrhythmen erscheinen (beim Schlagzeug ja nicht so unüblich, gell?), dann fehlen mir einfach meine Chorkameraden.

Mit der Zeit hat man die Melodie sowieso im Ohr.
Üben hilft.

Grüße
Jürgen

dani808

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  • »dani808« ist der Autor dieses Themas

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20

Sonntag, 1. Dezember 2019, 16:18

Danke für eure hilfreichen Antworten und "Tschuligom" wegen der späten Reaktion. Hatte ziemlichen Puff in den letzten Tagen.

dass es dir um das Lautmalerische geht, nicht um festgelegte "Sätze", die man sagen "muss"
Ja. So wie KC es beschrieben hat.

Zitat

BaduggadidiggediPAFF-didiggediduggedudiguguPAFF-Ba-dubedeDAckeDAbumm-brrAFF. Alles klar?
Besser kann man es nicht beschreiben. :D

Also brabbel ich irgendwas daher. So habe ich das bisher auch versucht, will nur nicht so klappen.
Blöd ist vor allem dieses gehemmte Gefühl, selbst wenn ich alleine bin und mich niemand hören kann.
Dabei habe ich sonst wenig Probleme damit, mich zum Affen zu machen. :D Schon seltsam. Phantomlampenfieber? Wer weiss...
Egal, wenn das also bei Euch auch funktioniert, dann werde ich das wohl auch hinkriegen und das:

Zitat

Üben hilft.
beherzigen. Funktioniert ja i.d.R. immer. :)

Grüsse
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix