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FOX

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1

Montag, 7. September 2020, 09:46

Analog oder Digital?

Kurz vorab: ich kenne mich mit dem Thema Mischpult gar nicht aus, das machen bei uns in der Band der eine Gitarrist und der Keyboarder.

Ausgangslage: wir sind eine reine Hobbyband (Coverband) und proben einmal die Woche im eigenen Proberaum.
Auftritte haben wir eher selten (3-4 pro Jahr vor Corona).

Da unser Soundmann (der immer treu aus 50 km für die Auftritte anreist) sein älteres analoges Mischpult, welches er uns aktuell zur Verfügung stellt, verkaufen will,
müssen wir uns jetzt um einen Ersatz kümmern.

Unser Gitarrist würde ein anloges Yamaha (16 Kanäle) bevorzugen, weil er sich mit den Yamaha-Pulten auskennt.

Für mich ist das grundsätzlich auch OK, stelle mir aber die Frage, ob man nicht doch ein digitales Pult bevorzugen sollte?
Unser Gitarrist meinte dazu, dass er keine Lust habe, sich in die digitale Welt einzuarbeiten.

Daher meine Frage: ist der Umstieg von analog auf digital tatsächlich so schwierig?
Oder ist das machbar?

trommeltom

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2

Montag, 7. September 2020, 10:14

Daher meine Frage: ist der Umstieg von analog auf digital tatsächlich so schwierig?
Oder ist das machbar?

Oder auch notwendig?

(Das wäre meine zusätzliche Frage, bevor die Diskussion hier eröffnet wird, vielen Dank!)

JoergS

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3

Montag, 7. September 2020, 10:15

Der Umstieg von Analog auf Digital ist schon recht groß und mit einigen Vor- sowie Nachteile behaftet
Zuerst musst du bei digitalen Mischpulten jedoch noch einmal unterscheiden, es gibt welche mit Bedienelementen (Fader und Drehpotis wie beim analogen Pult) aber auch welche ohne, die dann per Smartphone Tablett oder PC bedient werden.
Letztere sind oft recht günstig und "transportabler" als herkömmiche Pulte, durch das andere Bedienkonzept jedoch mit einem heftig großen Unterschiede was Bedienung angeht verbunden.
Digitalpulte mit Bedienelementen sind häufig recht teuer im vergleich zu analogen Pulten, dafür aber mit viel mehr Feautures ausgestattet, aber auch hier gibt es einen deutlichen Umstieg was die Bedienung angeht.
Ich würde in eurem Fall zu dem analogen Pult tendieren, denn wenn der Kollege der das Pult bedienen soll, auf digital Pulte keine Lust hat, wird es wohl schwierig mit der Bedienung
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dani808

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4

Montag, 7. September 2020, 10:24

Ich sage ganz klar JA zu einem digitalen Pult. Ihr bekommt mehr fürs Geld. Mit etwas Einarbeitungszeit ist aber zu rechnen. Wer jedoch aus Prinzip keine BDAs lesen will (gibt es tatsächlich) sollte sich das aber vielleicht überlegen.
Ich habe mein analoges Pult im Proberaum vor ca 1.5 Jahren durch ein XR18 ersetzt und würde nicht wieder zurück wollen. Bei unseren sehr, sehr wenigen Auftritten hat es auch eine gute Figur gemacht. Hat alles was es für MICH braucht.
Für eine Hobbyband m.E. sehr empfehlenswert.
hr808 heisst jetzt dani808 - sonst ändert sich nix

FOX

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5

Montag, 7. September 2020, 10:27

Zum "notwendig" von Trommeltom noch folgender Nachsatz:

Wir haben vor einiger Zeit mal versucht auf in-ear-Monitoring umzustellen, weil gerade der Soundmann (der aber nicht zu den Proben kommt) davon geschwärmt hat.
Die In-Ear-Hörer liegen jetzt unbenutzt rum, weil wir es nicht hinbekommen haben.

Wäre nicht dafür ein digitales Pult besser geeignet?

Ihr seht: ich habe wirklich kaum Ahnung.

  • »Oliver_Stein« ist männlich

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6

Montag, 7. September 2020, 10:41

Das kommt in erster Linie darauf an, was ihr mit dem Pult alles machen wollt. Ich lese Deinen Post so, dass das neue Pult in erster Linie im Übungsraum für die Proben da sein soll und euer Tonmann dann für Gigs sein aktuelles Pult mitbringt. Dafür reicht sicherlich ein analoges Pult prima aus. Wenn ihr aber mit eurem eigenen Pult auch mal etwas aufnehmen wollt oder aber ein IEM auf die Beine stellen wollt oder das Pult auch für Liveauftritte verwenden wollt, dann bieten die digitalen Pulte einfach das eindeutig bessere PL-Verhältnis, denn sie haben alle notwendigen Komponenten an Bord. Ich denke auch, dass man z.B. ein X32 Compact sehr schnell so einsetzen kann wie ein 16-Kanal Analogpult. Es kommt vom Werk so konfiguriert, dass man 16 Mikros oder andere Signalquellen anschließen kann und diese auf die Stereosumme gemischt werden, im Prinzip also wie jedes Analogpult auch. Komplizierter wird es da erst, wenn man alle Möglichkeiten nutzen will - dann kann es eine steilere Lernkurve geben.
Allerdings wenn jemand, der das Pult bedienen soll (euer Gitarrist), keine Lust hat, sich in ein Digitalpult einzuarbeiten, dann macht es wohl keinen Sinn, sich damit zu belasten. Vielleicht schaut ihr euch ja mal gemeinsam die in Frage kommenden Kandidaten an - manchmal reicht es ja schon, die anfängliche Scheu zu durchbrechen und die Neugierde auf die neuen Möglichkeiten bekommt Oberhand.

PS: gerade Deinen Nachtrag gesehen - IEM ganz klar digital. Zählt, wieviele Ausgänge/Busse ihr dafür bräuchtet. Faustregel wäre 2 Busse pro Bandmitglied plus minimum 2 Busse für Effekte (besser 3 oder 4). Bei den zur Verfügung stehenden Ausgängen müssen dann auch noch 2 für die FOH Anlage frei bleiben. Meine Empfehlung wäre ein X32 Compact. Das kann man wie ein normales Pult mit Fadern bedienen und es hat in der Grundausstattung alles für euer Vorhaben an Bord: 14 Ausgänge, 16 Busse und jede Menge brauchbare Effekte. Ich setze dieses selber ein in meiner einen Band und hier kannst Du ein Beispiel hören, wie mein IEM-Monitormix klingt. Das Beispiel ist 1:1 der Ausgang meiner IEM-Kanäle aus dem X32 Compact.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Oliver_Stein« (7. September 2020, 10:55)


Propeller

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7

Montag, 7. September 2020, 10:53

Hallo,

vor ca. 2 Jahren sind wir auf digitale Mischtechnik umgestiegen und ich würde da auch nicht mehr von weg wollen. Probe- und Auftrittsaufwand sind ähnlich zu eurem. Bei uns war bzw. ist es aber so, daß unser Bassist und ich als Drummer Interesse an der Technik haben und daher war ich damals vorgeprescht und hatte mir einen Digitalmixer gekauft, da ich auch etwas neues für meinen Keller haben wollte. Der Hauptgrund für die Anschaffung war aber die mit Analogmixer eigentlich fast immer dürftige Monitorsituation bei Auftritten. Ich hatte zwar auch vorher schon mit In-Ear Monitoring bzw. Kopfhörer gespielt, aber nun kann jeder in der Band seinen Monitormix unabhängig selbst machen, und das ist einfach ein Traum und schont außerdem noch die Ohren und die Nerven!
Am Anfang gab es natürlich auch ein paar Schwierigkeiten und Skepsis bei den restlichen Bandmitgliedern, aber mittlerweile läuft es und es nutzen auch alle. Bisher allerdings nur live und ich zu Hause zum üben, die Umstellung im Proberaum steht noch aus...

Aber zu Deinen Fragen: Wenn man sich für Mischtechnik interessiert und die Grundfunktionen eines Pultes und von Peripheriegeräten (z.B. Gates oder Kompressoren) kennt, sollte der Umstieg auf Digitaltechnik nicht schwer fallen. Es liest sich aber ein bischen so, als ob das bei eurem Gitarristen nicht so wirklich der Fall ist und er es lieber so lassen möchte, wie es jetzt ist. (was natürlich auch legitim ist, wenn alle zufrieden sind).
Natürlich gibt es auch bei Analogpulten Unterschiede bei den einzelnen Herstellern, aber das Grundprinzip ist am Ende doch immer das gleiche und da kommt es eher auf persönliche Vorlieben an. Die kann man aber eigentlich nur kennen, wen man schon mit Pulten verschiedener Hersteller gearbeitet hat. Ich weiß aber nicht, ob das bei eurem Gitarristen der Fall ist. Bei Digitalpulten gibt es da doch schon manchmal größere Unterschiede in Design und der Bedienung (Konsolen- oder Rackmixer?), und das nicht nur zwischen den Herstellern.
Wenn er aber sagt, er hat keine Lust, sich damit auseinanderzusetzen, so ist dem mit Argumenten oft nicht beizukommen. Das kann man nicht erzwingen, da spreche ich leider aus eigener Erfahrung...

Wenn sich euer Soundmann aber für Digitaltechnik interessiert und sich da einarbeiten würde, so gäbe es ja die Möglichkeit, ihn in diese Entscheidung mit einzubeziehen. Er könnte euch als Band dann auch langsam an die Sache heranführen.

Also grundsätzlich würde ich sagen: Natürlich ist der Umstieg möglich, aber es sollte sich neben dem Soundmann zumindest einer in der Band dafür interessieren und sich einarbeiten, sonst kann es schnell krampfig werden. Aber die Möglichkeiten und Erleicherungen, die die Digitalpulte (am Ende) bieten, machen alles wieder wett. Und das sage ich als Digitalisierungsskeptiker... ;)

Gruß Bernold

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Propeller« (7. September 2020, 10:58)


trommla

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8

Montag, 7. September 2020, 12:03

Der einzige Grund, noch ein Analogpult zu kaufen, wäre für mich ein unschlagbares Angebot auf dem Gebrauchtmarkt bei arg begrenztem Budget.
Ich bin wahrlich kein Crack bei diesem Thema, aber die Digitaltechnik bietet so viel mehr Flexibilität, dass ich den Nachteil der gründlicheren Einarbeitung immer in Kauf nehmen würde. Zumal es mich immer arg genervt hat, wenn irgendwer am Band-Pult rumgespielt hatte und bei der nächsten Probe keiner mehr die korrekten Einstellungen wusste, weil die ganze Band aus noch größeren tontechnischen Legasthenikern als mir bestand.
Bei Digitalpulten speichert man sich alles ab und lädt sein Preset bei Bedarf einfach neu.

trommeltom

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  • »trommeltom« ist männlich

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9

Montag, 7. September 2020, 12:16

Bei Digitalpulten speichert man sich alles ab und lädt sein Preset bei Bedarf einfach neu.

:thumbup:

Korki

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10

Montag, 7. September 2020, 18:11

Mit einem Digitalpult seid ihr natürlich deutlich besser und flexibler aufgestellt.
Wenn es aber keiner bedienen kann, habt ihr von den Vorteilen nicht viel.

Wenn ihr wirklich kein Interesse an der zuerst anstehenden Mehrarbeit habt und mit dem alten Pult bisher zufrieden wart: Könnt ihr eurem Soundmann das Pult nicht einfach abkaufen?

Beeble

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11

Dienstag, 8. September 2020, 00:23

Die In-Ear-Hörer liegen jetzt unbenutzt rum, weil wir es nicht hinbekommen haben.

Wäre nicht dafür ein digitales Pult besser geeignet?
Grundsätzlich ist der Unterschied in der Technik, weniger in der Bedienung zu finden.
Ein brauchbares X32 Compact für 1200 Euro läßt sich fast genauso bedienen wie eine analoge Konsole.
Allerdings haben analoge Mischpulte bestenfalls einen 4 Band Eq und 4 Auxwege bei deutlich höherem Preis.
Es bedarf zusätzlicher Hardware um damit einen einigermaßen brauchbaren Sound zu bekommen, wenn man vom starken Rauschen analoger Pulte absieht.

4 Auxwege sind auch nicht ausreichend für einen Monitormix und um noch zusätzlich externe Hardware wie Kompressoren/Hall/Delay zu betreiben.
Mischpulte die sowas können liegen bei >50k Euro, wiegen über 200kg und sind 2m breit und benötigen immer noch externe Hardware :-)
Ein Digitales Pult (leider ist das X32 das mit dem besten Preis/Leistungsverhältniß und der besten Ausstattung aller auf dem Mark erhältlichen Konsolen dieser Klasse)
bietet für jeden der 32Kanäle vollen Channelstrip, also vollparametrischem EQ, Kompressor und Gate. Weiterhin ca 120 Effektgeräte die größtenteils analoger Hardware nachgebaut sind.
Es bietet fast unberenzte Routingmöglichkeiten und vor allem 16! Auxwege und 8 Effektbusse, man kann damit ohne Rechner recorden, es als Audiointerface nutzen und noch vieles mehr.

Würde man das alles analog umsetzen wollen, müsste man weit über 100k Euro investieren. / Ok das hinkt jetzt, da man emulierte Geräte nicht mit dem Hardwarependant vergleichen kann.
Die Einarbeitung in das Thema ist nicht wirklich schlimm wenn man sich mit der Technik und der Praxis des mischens auskennt.

Es gibt heute keinen Vernünftigen Grund der für die Anschaffung eines analogen Mischpults spricht.
Nur mit einem 3 Band EQ und 2-4 Auxwegen wird man keinen zufriedenstellenden Sound hinbekommen und auch kein sinnvolles Monitoring fahren.
Allerdings rate ich euch dringend von einem XR18 oder sonstigen Kleinmischern die ausschliesslich mit Maus oder Tablet zu bedienen sind ab!
Sowas landet das Ruckzuck mit eurem nicht nutzbaren Monitoring in der Ecke.
Die Haptik, Übersicht, der Workflow sind nicht mit einem Tablet zu erzielen.
Live ist sowas fast unbenutzbar und im Proberaum nur wenn man sich gut auskennt und zu vielen Kompromissen bereit ist.
»Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
Chinesisches Sprichwort


Beeble

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12

Dienstag, 8. September 2020, 00:44

Kleiner Nachtrag, nur damit es hier nicht ganz untergeht:

Wenn es ums Mischen geht, egal ob live oder nur für Kopfhörer im Proberaum, ist ja nicht nur mit einem Mischpult getan.
Das ganze Outboard braucht es auch noch, wie Kompressoren, Hall,Delay und einiges mehr.
Somit lässt sich ein analoges nicht mit einem digitalen direkt vergleichen.
»Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
Chinesisches Sprichwort


JoergS

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13

Dienstag, 8. September 2020, 08:42

Kleiner Nachtrag, nur damit es hier nicht ganz untergeht:

Wenn es ums Mischen geht, egal ob live oder nur für Kopfhörer im Proberaum, ist ja nicht nur mit einem Mischpult getan.
Das ganze Outboard braucht es auch noch, wie Kompressoren, Hall,Delay und einiges mehr.
Somit lässt sich ein analoges nicht mit einem digitalen direkt vergleichen.


Vom Ansatz her liegst du schon richtig.
Wobei viele Yamaha Analogpulte Kompressoren und Effekte an Board haben, und jetzt kommt der große Vorteil für das Analogpult, es hat für jede Funktion einen eigenen definierten Regler (Poti, Fader, Schalter)
Beim Digitalpult hast du nur einen Channelstrip den du dem jeweiligen zu bearbeitenden Kanal zuordnen musst.
Ich bin auch völlig bei dir, wenn ich heute ein Pult kaufen müsste, - nur noch Digital.
Hier war in der Anforderung aber gleich der Hinweis, das wenig Ahnung in der Band vorhanden ist und der jenige der das Pult bedienen soll kein digitales mag.
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Beeble

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14

Dienstag, 8. September 2020, 09:20

Hier war in der Anforderung aber gleich der Hinweis, das wenig Ahnung in der Band vorhanden ist und der jenige der das Pult bedienen soll kein digitales mag.
das bedeutet derjenige kennt bereits Digitalpulte und hat für sich Gründe gefunden weswegen er sie nicht mag.
Die würden mich wirklich mal interessieren :-)

Ok so einfache Yamahas und Zooms haben bestenfalls einfachste One Knob "Effekte" on board.
Wirklich zu gebrauchen sind die aber nicht. Monitoring ist mit sowas auch nicht möglich.


Das durchblättern der Channelstrips mit nur einem Fingertip sehe ich nicht als Problem oder als Argument für eine analoge Kiste.
Zumal es da keinen echten Channelstrip gibt
Ich habe die Erfahrung gemacht das wenn Leute es zulassen sich einmal einige Minuten damit zu beschäftigen sie
schnell ihre Einstellung ändern.

Letztendlich bleibt es jedem ja frei zu kaufen was ihm deucht.
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fnarz

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15

Dienstag, 8. September 2020, 09:35

Neu Digital vs gebraucht Analog

Wenn es um die Anschaffung eines neuen Pultes geht, dann würde ich auch ganz klar zum digitalen Pult tendieren. Insbesondere, wenn IEM im Spiel ist hat man bei analogen Pulten selten genügend Monitorwege. Kompressoren, Effekte etc. die in digitalen Pults zusätzlich vorhanden sind, sind vielleicht genau ein Teil des Problems eures Gitarristen. Beim einfachen analogen Pult gibt es das nicht und damit ist es natürlich auch einfacher zu bedienen. Mein Argument wäre hier: man muss diese „Spielereien“ ja nicht zwingend einsetzen, nur weil das neue Pult das alles mitbringt. Und dann ist die Bedienung vergleichbar einfach zu einem analogen Pult. Ein bisschen Umstellung war es bei uns in der Band schon aber nach 3-4 Proben wusste mehr oder weniger jeder, wie er die Basisfunktionen bedienen kann.

Wenn ihr über ein gebrauchtes Pult nachdenkt, dann sehe ich das analoge Pult vorne. Da momentan alle auf digital umsteigen gibt es wirklich sehr sehr gute Pulte zu extrem günstigen Preisen. Wenn es euch also nicht stört ein größeres Teil im Proberaum stehen zu haben, dann kommt ein gebrauchtes „Hi End“ gerät durchaus in Frage. Da habt ihr auch Chancen für genügend Monitorwege für IEM. Bei 3-4 Gigs im Jahr halte ich es auch für „tragbar“ :-)

FOX

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16

Dienstag, 8. September 2020, 11:26

Für das umfangreiche Feedback möchte ich mich sehr bedanken!

Für mich ist es auf jeden Fall ein Anreiz, mich mit dem Thema doch mal etwas intensiver zu beschäftigen.
Ist halt so, dass ich da bisher nicht gefordert war.
Interessieren tut es mich schon, aber wenn andere Bandmember da einen Wissenvorsprung haben, konzentriert man sich eben auf seine Baustellen.

Meine persönliche Tendenz geht halt zum digitalen, weil ich es für zukunftsfähiger halte.
Speziell dann, wenn es ein gemeinsamer Bandkauf wird.

Fazit: das Thema für mich erstmal etwas nach vorne schieben und mehr Infos sammeln.

Beeble

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17

Dienstag, 8. September 2020, 16:43

Wenn ihr über ein gebrauchtes Pult nachdenkt, dann sehe ich das analoge Pult vorne.
inwieweit siehst du einen Vorteil? Kein analoges Pult bietet annähernd die Möglichkeiten eines digitalen Mixers.
Eine gebrauchte SSL oder Neve die einigemaßen in Schuss ist, ist unter 50k Euro nicht zu bekommen. :rolleyes:
Alte Geräte sind sehr reparaturanfällig, sie verschleißen, rauschen und kratzen.
Monitoring analog bedeutet eigentlich immer zwangsläufig mehrere Pulte einzusetzen.

Und dann fehlt immer noch das ganze Outboardgerödel.
Nur mit einem Mischpult alleine lässt sich kein Sound machen. Die digitalen liefern alles mit für kleines Geld.
Gebraucht ein X32 zu bekommen wäre klasse, aber die gibts nicht gebraucht, weil die niemand mehr abgibt :thumbup:
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souldrummer91

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18

Dienstag, 15. September 2020, 23:24

Wenn ihr über ein gebrauchtes Pult nachdenkt, dann sehe ich das analoge Pult vorne.
inwieweit siehst du einen Vorteil? Kein analoges Pult bietet annähernd die Möglichkeiten eines digitalen Mixers.
Eine gebrauchte SSL oder Neve die einigemaßen in Schuss ist, ist unter 50k Euro nicht zu bekommen. :rolleyes:
Alte Geräte sind sehr reparaturanfällig, sie verschleißen, rauschen und kratzen.
Monitoring analog bedeutet eigentlich immer zwangsläufig mehrere Pulte einzusetzen.

Und dann fehlt immer noch das ganze Outboardgerödel.
Nur mit einem Mischpult alleine lässt sich kein Sound machen. Die digitalen liefern alles mit für kleines Geld.
Gebraucht ein X32 zu bekommen wäre klasse, aber die gibts nicht gebraucht, weil die niemand mehr abgibt :thumbup:
Ich kann dir hier grundsätzlich zustimmen: Ein digitales Mischpult ist nicht nur um einiges günstiger, sondern lässt auch viel komplexere Einstellungen zu. :thumbsup: Wie hier schon erwähnt wurde, ist die Möglichkeit der Speicherung von Presets, EQs, Effekte und Kompressoren bei einem digitalen Mixer eindeutig ein Vorteil gegenüber der analogen Variante. Aber: Man darf nicht vergessen, dass digitale Mixer vor allem am Anfang einige Gewöhnungszeit brauchen und man sich erst einmal mit den verschiedensten Funktionen in Ruhe vertraut machen muss. Für Technikbegeisterte ist das meistens kein Problem, aber als "Technikneuling" kann sich das schon mal ziemlich schwierig vergalten.

Vielleicht ist es auch das, was fnarz als Vorteil der analogen Mixer sieht: Sie lassen sich viel intuitiver bedienen und sind daher schneller zu verstehen. Hier hat jeder Knopf eine gleichbleibende Funktion und man weiß schnell, welche Spur mit welchem Regler bedient wird. Für viele Musiker*innen ist das Gefühl, was sie beim analogen Mixen haben, einmalig und für ihren Workflow unentbehrlich, weshalb sie analoge Mixer bevorzugen.

Zusammenfassend liegen die digitalen Mixer aufgrund ihrer vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten meiner Meinung nach jedoch weit vorne und die etwas längere Einarbeitungszeit zahlt sich allemal aus!! :thumbup:

Beeble

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19

Mittwoch, 16. September 2020, 01:14

Möglichkeit der Speicherung von Presets, EQs, Effekte und Kompressoren bei einem digitalen Mixer eindeutig ein Vorteil gegenüber der analogen Variante
Damit sind wir beim wichtigsten Unterschied. Ein analoges Mischpult hat keine Kompressoren und Effekte, nichtmal einen vollparametrischen EQ.
Dies alles muss noch separat erworben werden und macht die Sache nicht nur wesentlich teurer, sondern auch wesentlich komplexer.
Will man noch Monitoring für jeden Musiker haben, bracht man weitere Mischpulte und Splitter. Da ist man schnell im 5 stelligen Bereich.
Der direkte Vergleich hinkt zwischen einem (einfachen) Analogpult, das ja nichts anderes als ein Summierer ist, und einer Digitalen Workstation.

Man darf nicht vergessen, dass digitale Mixer vor allem am Anfang einige Gewöhnungszeit brauchen und man sich erst einmal mit den verschiedensten Funktionen in Ruhe vertraut machen muss. Für Technikbegeisterte ist das meistens kein Problem, aber als "Technikneuling" kann sich das schon mal ziemlich schwierig vergalten.
Das kann man wohl auf jeden Bereich übertragen.
Das klingt jetzt so als wenn ein analoges Mischpult keinerlei Wissen benötigt.
Ferner ist die Arbeitsweise auf beiden die gleiche, zusätzlich bietet die digitale jedoch mehr Möglichkeiten.
Auch das Schlagzeugspielen erfordert als Neuling etwas Gewöhnungszeit und viel lernen ;-)
Wenn man meint, weil man keine Ahnung hat und keine Lust hat sich auseinanderzusetzten,
das man mit einem kleinen Mischpult keinerlei Kentnisse benötigt, und damit Probleme löst die man gar nicht kennt,
sollte man vielleicht seine Zeit sinnvoller vergeuden.

Wenn man aber die Technik begreift, dann macht es keinen Unterschied und man wird sehr gerne auf eine digitale Konsole zurückgreifen.
Hat man gar keine Ahnung und will sich mit dem Thema beschäftigen, macht es auch keinen Unterschied worauf man sein Wissen erweitert.
Jemand der analog klarkommt wird sich auch digital zurechtfinden und umgekehrt sowieso.
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Rampen

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20

Mittwoch, 16. September 2020, 08:33

Ist das Pult zu komplex und niemand hat wirklich Bock, sich einzuarbeiten, passiert es aber auch schnell, dass man ein Setting das halbwegs passt für immer so lässt, weil man schon wieder vergessen hat, wie man noch mal den EQ einstellt oder einen neuen Kanal auf die Monitore legt. Dann ist ein digitales Pult am Ende weniger nützlich als ein analoges, an dem man wenigstens hie und da mal was anpasst...
Nix da.