Sie sind nicht angemeldet.

m_tree

Mitglied

  • »m_tree« ist männlich

Registrierungsdatum: 5. Februar 2007

Wohnort: Gotha (wieder, vorübergehend)

  • Nachricht senden

21

Dienstag, 12. Januar 2021, 11:41

@marratj
Jepp 8)

Wollte es auch nur noch erwähnen. ;)

Rampen

Mitglied

  • »Rampen« ist männlich

Registrierungsdatum: 4. Februar 2011

Wohnort: Nürnberg

  • Nachricht senden

22

Dienstag, 12. Januar 2021, 12:03

außerdem kann es bei Intervallstimmung von Trommeln evtl. auch vorkommen, dass man genau zwischen zwei Halbtöne möchte.

Hm, die Tonhhöhe einer Trommel ist ja alles andere als ein fester Wert. Nicht nur, dass sie sich über die Zeit des Ausklangs ändert, sondern sie hängt ja auch noch von der Anschlagsstärke ab. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich bei kräftigerem Spiel ja auch über den Zeitablauf eines Songs ändert. Ich finde, auf einen Halbton genau kann man das so geraaaade einigermaßen hinbekommen, +/ einen Viertelton der dann letztlich egal ist. Aber auf einen Viertelton genau? Bringts das wirklich? Da darf man ja eine einzelne Stimmschraube schon nicht mehr scharf angucken, damit es so bleibt... ^^
Nix da.

DannyCarey

Mitglied

  • »DannyCarey« ist männlich

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2006

Wohnort: AC

  • Nachricht senden

23

Dienstag, 12. Januar 2021, 12:47

Wenn der Threadstartet jetzt noch durchblickt, dann weiss ich auch nicht mehr :D
Mein Sonörchen
Meine Seite

Suche: Sonor Designer 8" und 16"Tom (Stain Blue/Stain Black)

marratj

Mitglied

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2020

  • Nachricht senden

24

Dienstag, 12. Januar 2021, 13:06

Bei Trommeln ist es nun mal (leider? oder glücklicherweise?) so, dass es keine feste "eine für alles" Methode zum Stimmen gibt, wie etwa bei Saiteninstrumenten.

Mal ehrlich: Wer von uns war nicht schon an dem selben Punkt "wie stimme ich mein Schlagzeug RICHTIG?", nur um dann von 10 Leuten 20 unterschiedliche Meinungen zu bekommen, wie denn nun so ein Schlagzeug aber auch WIRKLICH RICHTIG zu stimmen sei?

Vor allem, wenn man dann noch so Geschichten hört wie: "ich war letztens auf einer Drum Clinic mit einem weltbekannten Trommler und habe ihn gefragt, wie er seine Toms so gut gestimmt bekommt, da hat er mir allen ernstes gesagt 'keine Ahnung, ich dreh an den Schrauben rum, bis sie gut klingen'...", dann kann man eigentlich nur vom Glauben abfallen, allen Stimmtipps und Drum Tuning Bibles zum Trotz.

Daher eben die Quintessenz, wir können alle nur Tipps geben, den heiligen Gral kann man aber nur ganz alleine finden, indem man ausprobiert, ausprobiert und nochmal ausprobiert. Und dann versucht, die Methode, die einem persönlich das beste Klangerlebnis liefert, möglichst reproduzierbar zu machen.

m_tree

Mitglied

  • »m_tree« ist männlich

Registrierungsdatum: 5. Februar 2007

Wohnort: Gotha (wieder, vorübergehend)

  • Nachricht senden

25

Dienstag, 12. Januar 2021, 13:26

außerdem kann es bei Intervallstimmung von Trommeln evtl. auch vorkommen, dass man genau zwischen zwei Halbtöne möchte.

Hm, die Tonhhöhe einer Trommel ist ja alles andere als ein fester Wert. Nicht nur, dass sie sich über die Zeit des Ausklangs ändert, sondern sie hängt ja auch noch von der Anschlagsstärke ab. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich bei kräftigerem Spiel ja auch über den Zeitablauf eines Songs ändert. Ich finde, auf einen Halbton genau kann man das so geraaaade einigermaßen hinbekommen, +/ einen Viertelton der dann letztlich egal ist. Aber auf einen Viertelton genau? Bringts das wirklich? Da darf man ja eine einzelne Stimmschraube schon nicht mehr scharf angucken, damit es so bleibt... ^^

Ja, damit geht man schon an die Grenzen des Machbaren - zumal sich Trommeln ja auch durch Bespielen nach unten Verstimmen. Wobei meine Pro-M Toms erfreulicherweise sehr stimmstabil gegenüber dem einen 14er Tama Superstar Classic in meiner Reihe sind. Ich hatte an letzterem schon Kunststoff Unterlegschreiben an beiden Seiten nachgerüstet, aber es verstimmt sich vergleichsweise immer noch recht schnell.

Davon abgesehen ist das aber wirklich machbar. Natürlich gibts Toleranzen. Aber nimmt man eine mittlere bzw. üblicherweise gespielte Anschlagstärke als Referenz und bezieht sich auf die lauteren Anteile des Klangs - also den Anschlag und alles, was kurz danach passiert (nicht das gesamte Sustain) - geht das schon.
Und wie schon gesagt hatte Nils mir das empfohlen. Siehe hier: Toms nach Intervallen stimmen

nils

Trommelstimmen

  • »nils« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2004

Wohnort: Bremen

Endorsements: Aquarian, Adoro

  • Nachricht senden

26

Dienstag, 12. Januar 2021, 14:04

Hm, die Tonhhöhe einer Trommel ist ja alles andere als ein fester Wert. Nicht nur, dass sie sich über die Zeit des Ausklangs ändert, sondern sie hängt ja auch noch von der Anschlagsstärke ab. Ganz zu schweigen davon, dass sie sich bei kräftigerem Spiel ja auch über den Zeitablauf eines Songs ändert.
Darüber hinaus produziert eine typischen Schlagzeugtrommel keinen Ton im Sinne einer musikalischen Note, sondern ein Geräusch. Dies liegt an der nicht harmonischen Obertonreihe. Saiteninstrumente haben eine Obertonreihe, bei der jeder Oberton ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz ist, also ist der erste Oberton genau eine Oktave über dem Grundton, der zweite ist die reine Quinte über dem ersten usw. Das nennt man harmonisch. Bei kreisförmige Membranen (=>Felle) ist der erste Oberton bei etwa 1,59 mal der Grundfrequenz, der zweite etwa 2,1 und der dritte 2,2 mal der Grundfrequenz => nicht harmonisch. Da macht dann zeitliche und dynamische Abweichung auch nicht mehr viel :-)

Nils

P.S.: Wie schön, dass Stimmfragen immer noch viele Leute interessieren.

Rampen

Mitglied

  • »Rampen« ist männlich

Registrierungsdatum: 4. Februar 2011

Wohnort: Nürnberg

  • Nachricht senden

27

Dienstag, 12. Januar 2021, 14:32

Darüber hinaus produziert eine typischen Schlagzeugtrommel keinen Ton im Sinne einer musikalischen Note, sondern ein Geräusch. Dies liegt an der nicht harmonischen Obertonreihe.

Wobei es ja schon viele Noten-spielende Instrumente mit unharmonischen Obertönen gibt, Xylophon, Tubular Bells, Kesselpauken. Gibt es eine offizielle Grenze, wo Noten aufhören und Geräusche beginnen?
Nix da.

nils

Trommelstimmen

  • »nils« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Dezember 2004

Wohnort: Bremen

Endorsements: Aquarian, Adoro

  • Nachricht senden

28

Dienstag, 12. Januar 2021, 15:02

Darüber hinaus produziert eine typischen Schlagzeugtrommel keinen Ton im Sinne einer musikalischen Note, sondern ein Geräusch. Dies liegt an der nicht harmonischen Obertonreihe.

Wobei es ja schon viele Noten-spielende Instrumente mit unharmonischen Obertönen gibt, Xylophon, Tubular Bells, Kesselpauken. Gibt es eine offizielle Grenze, wo Noten aufhören und Geräusche beginnen?
Also, Kesselpauken haben aufgrund ihrer Bauweise eine annähernd harmonische Obertonreihe. Durch das im Verhältnis zum Felldurchmesser relativ geringe Kesselvolumen und dadurch, dass der Kessel praktisch geschlossen ist, wirkt die enthaltene Luft als Feder gegen die Fellbewegung des Grundtons, wodurch dieser praktisch eliminiert wird. Der hörbare dominante Ton ist der erste Oberton und darüber sortieren sich die weiteren Obertöne annähernd harmonisch. Daher kann ein Paukenklang als musikalische Note eingesetzt werden.

Wo die Grenze ist, weiß ich auch nicht genau, ich meine, dass Orff das beschrieben hat.

Druffnix

Mitglied

  • »Druffnix« ist männlich

Registrierungsdatum: 11. August 2008

Wohnort: Rübennasenhausen

  • Nachricht senden

29

Dienstag, 12. Januar 2021, 21:17

+1 für die Faltenmethode. Das Video von Rob Brown hab ich gesehen, ausprobiert, seitdem kriege ich das sehr gut hin, schnell eine sehr saubere Grundstimmung zu erhalten. Von der aus kann ich prima durch gleichmäßiges Spannen aller Schrauben nacheinander nachziehen, ohne dass was wummert. Ich habe zwei Maple-Sets, 10/12/14, eins davon mit sehr dünnen Kesseln. Ich habe oben tatsächlich Pinstripes drauf, unten klare Ambassador. Das Ambassador zuerst, nach der Grundstimmung eine dreiviertel Schlüsselumdrehung, beim Standtom etwas mehr, bis es einen sauberen Ton ohne komischen ausklang gibt. Das Schlagfell teste ich erstmal mit der Grundstimmung, wenn es zu tief ist, werden die Schrauben rundrum ein bisschen angezogen, bis der Ton mir gefällt. Da hab ich einen sehr sauberen Ton mit Punch und Sustain. Auf meinem Pearl BLX (dickere, tiefere Birkeneimer, 12/16, sind oben Emperors, unten einschichtige Pearl WS. Gleiches Verfahren, Schlagfell etwas fester, geil. Bass: Einlagiges Frontfell, relativ hoch gestimmt, ggf. nene Filzstreifen zur Dämpfung. Schlagfell EMad, tief gestimmt, kleine Schaumstoffmatte in der Trommel. Macht schön bassig Bumm, fetter Anschlag. Bei kürzeren Bassdrums (22x14) bin ich mit der Kombination Powerstroke3 / Ambassador gut klargekommen. Auch hier Resofell eher hoch, Schlagfell eher tief, und auf beiden Seiten einen Filzstreifen drunter.

Ich mag nicht so einen attackreichen Sound, so kriege ich den. Ich hab auch schon mit einlagig oben und unten rumgewurschtelt, da ging es besser, das Schlag-und Resofell ähnlich zu stimmen. Aber die Grundmethode war gleich. Wenn ich auf einen tieferen Ton zurück will, mache ich die Grundstimmung von vorn, dann die Feinstimmung.

Fell zentrieren kommt immer zuerst, wenn das schief auf dem Kessel sitzt, (oder sie Hoops verzogen/der Kessel nicht rund sind) wird es ungleich schwieriger.
667 - The Neighbour Of The Beast!!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Druffnix« (13. Januar 2021, 09:19)