Kritik und Tipps für Homerecord

  • P.S.: Das Angebot von slo77y würd ich sofort mal annehmen ...

    ähm, ich auch:


    das sind mit die schlechtesten Homerecording-Ergebnisse die je gehört habe, sorry!


    Und kann es sein, dass Euer "Produzent" mit Midi-Drums arbeiten will, weil ihr derbe un-tight seit?

  • Übt lieber mal noch 2 Jährchen und feilt an Timing, Songstruktur und Sound. Dann die Songs so oft spielen, bis sie im Schlaf auf Klick tight sitzen und die bis dahin zurückgelegte Kohle für nen günstigen Studiotermin verwenden.


    Der Sound entsteht nicht erst im Mix, sondern zuerst am Instrument inkl. dessen Bedienung, dann dem Raum und der Mikrofonierung.


    Shit in -> Shit out ... daher ist die Aufnahme selbst mit oben erwähnten Faktoren das wichtigste. Das dann von nem Profi fett mischen zu lassen ist das kleinere Übel.


    Mit welchem Equipment habt ihr das aufgenommen? Gib mal paar Hausnummern (Instrumente, Mikrofone, Interface, Software) durch ;)

  • ähm, ich auch:


    das sind mit die schlechtesten Homerecording-Ergebnisse die je gehört habe, sorry!


    Und kann es sein, dass Euer "Produzent" mit Midi-Drums arbeiten will, weil ihr derbe un-tight seit (sic!)?


    Das muss ich leider unterstreichen! Von der Bassdrum (auch im Englischen gibt's das Wort "Bass", wird aber wie "base" mit zischendem 'S' gesprochen, hat aber mit "Base = Basis" nichts zu tun!) kommt nur ein hochfrequentes "Klack", das Volumen und der Bassanteil fehlt fast vollständig. Die Snare klingt irgendwie sehr flach, nach einem billigen E-Drum.
    Kann es außerdem sein, dass alles insgesamt etwas verrauscht klingt?

  • Heute probier ich nochmal ganz viel herum beim Aufnehmen!


    Dann kann ich morgen die Rohspuren hochladen, und dann wird sich zeigen, ob wir's homerecord lassen sollen, oder noch eine Chance besteht..!
    (Dann gibts auch die Info zu unserem Equip.

  • Optimal sollte so gut wie überhaupt keine Nachbearbeitung stattfinden. Und das geht nur mit VIEL, unter Umständen SEHR VIEL Geduld bei der Mikrofonpositionierung. Gerade an den Drums, vor allem mit mehreren Mikros. Um mal Kammfiltereffekte, Phasenauslöschungen und andere Katastrophen zu nennen. Das ist mit das a.o. beim Recorden!

  • Optimal sollte so gut wie überhaupt keine Nachbearbeitung stattfinden.


    Was verstehst du denn unter so gut wie keiner Nachbearbeitung?


    Mit der richtigen Dosierung und dem richtigen Feingefühl / den richtigen Ohren kann man durch Nachbearbeitung den besten Input noch fetter machen. Ne passende (!!) Nachbearbeitung lohnt sich immer.


    Bei den Drums sind EQ und Gates (mindestens bei den Toms) Standard. Ohne Kompressor und Limiter geht ansonsten generell nicht viel, wenn man noch mehr Druck und Lautheit kriegen will.
    Bei geeigneten (offenen / relativ halligen) Räumen kann man sich Reverb beim Einsatz von Raummikros meistens sparen. Dennoch macht sich auch hier ein dosierter Einsatz oft ganz gut.


    Zitat von Nichala

    Um mal Kammfiltereffekte, Phasenauslöschungen und andere Katastrophen zu nennen. Das ist mit das a.o. beim Recorden!


    Kammfiltereffekte kann man mit trockenen Räumen im Zaum halten, wobei diese eben leider fürs Drumrecording nicht so geeignet sind.


    Phasenauslöschungen finden sowieso statt. Aber mit Phasendrehern kann man auch diesem Problem relativ einfach begegnen. Die Phase des OBEREN Snare Mikros zu drehen ist meistens sinnvoll, da die Phase sowohl gegenüber den Overheads als auch gegenüber des Teppich Mikrofons nicht genau gleich läuft.
    Bei digitalen Aufnahmen kann man aber auch, wenn etwas durch Phasendreher garnicht passend gemacht werden kann, mit vorsichtigem Verschieben einzelner Spuren experimentieren. Im einstelligen Millisekunden Bereich ...

  • Also natürlich nicht gar keine, aber wenn ich schon eine von sich aus gut klingende Snare habe muss ich da nicht eine gefühlte Kompressorratio von 300 drauf hauen, dann reicht auch weniger ^^
    Ich finde man sollte die Nachbearbeitung nicht gleich als solche erkennen und da ist weniger mehr.

  • hm.. ist halt auch sehr davon abhängig was man so insgesamt erreichen will.


    EQ ist bei drums wohl nötiger als bei sämtlichen anderen instrumenten; es sei denn man will jazzdrums haben die wirklich genauso klingen wie im raum. alles andere (mit closemics) ist ein "produzierter" sound und das klingt aufgrund dessen dass man 9-14 zusätzliche ohren in 2cm abstand am schlagzeug verteilt sowieso nicht mehr "echt".




    bei den heutigen lautheitsgraden tut man gut daran, die einzel signale schon stark zu komprimieren, weil das der mastererer ohnehin mit dem ganzen mix machen wird; und wenn man dann zuviel dynamik in den einzelspuren hat pumpt alles nur noch und klingt (noch mehr) beschissen.


    diesen typischen, heftigen snareattack kriegt man ohne kompressor auch definitiv nicht hin, auch nicht wenn man wie dave grohl draufhaut...

    sieg natur.

  • Ich find das auch mehr als dürftig.


    Wir nehmen ein ungestimmtes, uralt Befelltes Pearl mit nem H2 im Proberaum auf und machen nachher mit den Equalizern auf der Spur rum. (Nur für interne Zwecke, wie , Hey, können wir nochmal hören , wie wir das vor 2 Wochen gespielt haben? ) . -> Das klingt aber definitiv besser als deine Ergebnisse.


    Außerdem klingt es wie mehrere Instrumente, ich meine, wenn man so tight ist , als Band, dann klingt das ganze nachher nicht mehr wie mehrer Instrumente , sondern wie ein Song. Wenn ihr versteht wie ich das meine...

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