Beckenständer für Aufbau markieren

  • Heyho werte Community...


    Vielleicht kennen einige von euch das Problem: man kommt zum Gig, stellt sein Drumset, spielst dann wohlmöglich auch noch erst als dritte Band und die anderen Drummerkollegen haben mit Ausnahme ihrer Becken, Snare, FuMa und Hände nichts dabei.


    Jetzt würgen da zwei (meist) unbekannte an meinen Ständern rum und wenn ich dann an der Reihe bin sollte alles in 3 Minuten stehn, weil sonst die Saitenzupfer ungeduldig werden und wenn es dann mal soweit ist kann es sein, dass es sich nicht so toll anfühlt wie man es vom Proberaum gewöhnt ist.


    Konkrete Frage: habt ihr irgendwelche Tricks und Kniffe mit denen ihr eure Stands markiert und sie in Windeseile in die gewünschte Position bringt? Eigener Schlagzeugteppich mit Gaffa-Markierungen ist eine Möglichkeit und n Fetter Edding für die Höhe und Winkel der Becken eine andere.


    Habt ihr vielleicht sonst noch Ideen, die die ihr im Laufe der Zeit entwickelt habt?



    Dankeschöne und schonmal schönes Wochenende.

  • Eigener Schlagzeugteppich mit Gaffa-Markierungen ist eine Möglichkeit und n Fetter Edding für die Höhe und Winkel der Becken eine andere.


    das isses!


    besser gehts glaub ich nur mit einem zweiten hardwaresatz, und markiertem teppich.

  • meine bescheidene erfahrung ist, dass man den aufbau nie 100,000%ig so hinbekommt wie vorher. ich muss immer mindestens einen Beckenständer um ein kleines bisschen verstellen. ich hab mir einige Sachen markiert mit dem Edding und das hilft mir auch grob. was mir aber viel mehr hilft, ist die tatsache, dass ich genau weiß, wo welches becken und welche tom hängen soll. dann ist es letztlich egal, ob der galgen von links oben oder ven rechts untern kommt, solange das becken an der richtigen stelle sitzt.
    allgemein bemühe ich mich, es so hinzukriegen, wie ich es will. aber für mich geht keine welt unter, wenn ich mich mal (auch auf meinem eigenen Set) für einen Gig etwas umstellen muss.


    den teppich mit gaffa halte ich für übertrieben. Es sei denn, man hat ein Terry Bozzio-Set. dann ist das sinnvoll.


    memory clamps sind nur dann gut, wenn nur du auf dem set spielst und du nur schneller aufbauen willst, nachdem du es aus dem auto geholt hast. sobald ein fremder dran spielt, will der den beckenständer tiefer, scharubt die clamps lose und dann bringen sie nichts mehr. außerdem lässt sich ein stativ mit Clamps nur auseinandergenommen transportieren, was ich umständlich finde.

  • memory clamps sind echt ne feine sache. nur hab ich nur einen beckenständer mit solchen. :) von einem edding würde ich abraten, weil man sein set vllt irgendwann mal wieder ganz anders aufbauen will und dann hat man die markierungen vom vorherigen aufbau dran. :thumbdown:
    ich mach das mit einfachem klebeband, das aber nach jeden gig ausgewechselt wird, weil es sich ein bischen von selber löst.

  • Hallo,
    ich benutze Klebebandmarkierungen für die Beine der Ständer und Stiftmarkierungen für die Rohre und die Winkeleinsteller und das Ganze nur an den Stellen/Schrauben/Verbindungen,
    die ich fürs auf- und abbauen benötige. So kann ich an den anderen Verbindungen dauerhafte Änderungen machen ohne Markierungen ändern zu müssen.


    Stiftmarkierungen und Klebebandtreste lassen sich ganz gut mit Nagellackentferner oder Reinigungsbenzin oder Aceton entfernen.
    Gruß
    JanD

  • edding. bei neuem aufbau einfach eine andere farbe. und wenn der regenbogen zu sehr schimmert: desinfektionsspray. damit bekommt man den edding auch wieder ab ...
    teppich ist schön, ich habe aber alles an zwei stativen hängen (einmal tt + cr, einmal cr + ri), da brauch ich den teppich bis jetzt nicht.
    ansonsten bitte ich den "gastverdrescher" hw mitzubringen, damit geht a) der umbau schneller und b) bleiben meine einstellungen erhalten.
    sinnvoll find ich´s auch den saitenspielern das ein oder andere stativ zuzuweisen, die können da ja auch hilfreich sein. mit dem wenigen zeugs, das ich da hab, bin ich manchmal auch vor denen fertig und helf denen noch. keinen plan, was die da solange treiben :rolleyes: ich für meinen teil biete i.d.r. meine hilfe dem drummer vor und/oder nach mir an, da hat sich gezeigt, dass die meisten nette typen sind und auch helfen, macht´s auch nochmal etwas schneller ...


    ot: geht´s eurem basser nach bonn wieder gut?


    gruß claus

  • Ich hab auch ALLES markiert, damit es a) schneller geht und b) ich weiss, auch wenn mir jemand hilft, alles ist da wo es es sein sollte!
    D.h. konkret:
    -Jeder Ständerfuß als Gaffaumriss auf dem Teppich
    -Ständerhöhen durch Memoryclamps markiert, alles andere mit Gaffa.


    Funktioniert super, vor allem mit Neon-Gaffa!


    Und falls jemand über mein Kit spielt soll er halt seine eigene Hardware mitbringen...

  • Vielen Dank für die Antworten.

    ansonsten bitte ich den "gastverdrescher" hw mitzubringen...

    Und falls jemand über mein Kit spielt soll er halt seine eigene Hardware mitbringen...

    Das Versuch ich im Vorfeld immer abzuklären, dank Myspace und Konsorten meitens auch möglich, aber eben nicht immer. Für mich gehört es eigentlich auch zum guten Ton: weiß ich, dass schon ein Kit an der Location ist, bring ich auch immer ALLES selber mit, mit Ausnahme der Kessel eben.



    ot: geht´s eurem basser nach bonn wieder gut?

    Danke der Nachfrage Claus... ;)
    Haben ja am nächsten Tag gleich die Heimreise angetreten. War für ihn zwar nicht so witzig, aber dennoch für alle die beste Lösung. Zwei, drei Tage später hat er sich wieder sowei erholt, dass wir die letzte Tourshow zu Hause spielen konnten.
    Freu mich auf das nächste mal in Bonn, denn da geht sicher noch was. :P


  • Eigener Schlagzeugteppich mit Gaffa-Markierungen ist eine Möglichkeit und n Fetter Edding für die Höhe und Winkel der Becken eine andere.


    Gute Idee!


    Allerdings funktioniert der Plan auch immer nur, wenn man ausreichend Platz für Teppisch + Hardware hat. Wie eine Location von innen aussieht (m²), weiß man ja auch nicht immer. Solltest du regelmäßig in Läden spielen, in denen das Schlagzeug immer in der kleinsten Ecke Platz nehmen muss (und z.B. der Teppisch gar nicht ausgerollt werden kann), dann bringt nur die Routine Zeitersparnis. Ich musste leider den 2.Weg gehen und kann deswegen meine Hardware schnell und unkompliziert aufbauen. Hat auch was...


    In diesem Sinne: Auf dass du immer ausreichend Platz für deine Schießbude hast. :)

  • Gute Idee!


    Allerdings funktioniert der Plan auch immer nur, wenn man ausreichend Platz für Teppisch + Hardware hat. Wie eine Location von innen aussieht (m²), weiß man ja auch nicht immer. Solltest du regelmäßig in Läden spielen, in denen das Schlagzeug immer in der kleinsten Ecke Platz nehmen muss (und z.B. der Teppisch gar nicht ausgerollt werden kann), dann bringt nur die Routine Zeitersparnis. Ich musste leider den 2.Weg gehen und kann deswegen meine Hardware schnell und unkompliziert aufbauen. Hat auch was...


    In diesem Sinne: Auf dass du immer ausreichend Platz für deine Schießbude hast. :)



    Ich vertseh zwar was du meinst, aber gegen sowas gibt es doch Tech Rider!
    Bei uns steht drin: "...das Schlagzeug steht auf einer Fläche von min. 2mx2m, ein Drumriser ist wünschenswert."
    sowas sollte man sich schon garantieren lassen, und mal erlich, wie gut ist schon ne Location in der du nichtmal dein Drumkit richtig aufbauen kannst?

  • Ich vertseh zwar was du meinst, aber gegen sowas gibt es doch Tech Rider!
    Bei uns steht drin: "...das Schlagzeug steht auf einer Fläche von min. 2mx2m, ein Drumriser ist wünschenswert."
    sowas sollte man sich schon garantieren lassen, und mal erlich, wie gut ist schon ne Location in der du nichtmal dein Drumkit richtig aufbauen kannst?


    Da gebe ich dir natürlich recht, jedoch bin ich mit meiner letzten Band in der "DIY-Szene" rumgetingelt und da nimmt man es mit Bühnengröße (sofern vorhanden) und benötigtem Platz nicht so ernst... ;) (geschweige, dass man mit einem Tech Rider ankommt)


    Z.B. hatten wir mal einen Gig in einem alten Grenzhäuschen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und da ist dann eine Bereitstellung des benötigten Platzes eher Nebensache. Wie gesagt, Option 2 ist der schwierigere Weg, aber es war immer wichtiger Spaß zu haben, egal ob der Teppisch ausgelegt werden konnte, oder nicht.

  • Gott, wieivel Gigs hatte ich, wo aus 2x2m dann eher 1,50 x 1,40 geworden sind... und der Teppich mit den Markierungen blieb im Auto...


    Klebestreifen an Cymbalstands werden dann auch gerne vom anderen Drummer beim Gig am Stativ zermantscht, weil der unbedingt das Ride 45cm überm Boden haben will... ("low-down-earth-ride-position"... hatte Dave Weckl mal 1987 für 5 Minuten... 8| )


    Geil war auch ein Drummer, der mir alle Memory-Locks abgeschraubt und säuberlich nebens floortom gelegt hat, weil er mit den Dingern nix anfangen konnte...


    Kennt Ihr die Cymbal Tipps von Camber...?



    Die hab ich extra am Set, damit man ohne Geschraube ein Becken wechseln kann... innovativ und extrem zeitsparend.... hat mir auch mal ein Support-Drummer gemütlich alle abgeschraubt und hingelegt... :cursing:


    Fazit: Es kommt immer anders als man denkt... Vorbereitungen und Markierungen sind nett, werden aber allzu oft über den Haufen geschmissen... einfach an die Bar, Bierle zischen und fertig...


    ...wenn ich endlich nen Roadie hab, wirds entspannter - aber dann kommen andere Probleme (kenne einen Roadie, der mal alle Becken an nem Venue vergessen hat... tja..)

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