Vorstellung Oliver_Stein - Videoupdate Preamps / Felle / Mics

  • Nachdem das nix mit drums zu tun hat, hättest aber schon schreiben können, was das Ding is. Ein Funkgerät? Ein küchenradio? Ein Mischpult für 1 Kanal? 😄

    Schaut spannend aus, deine Bastelecke 😊

    Ich geh mal googeln…

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Sehr geil. 😎 Der Duft von Flussmittelharzen hat ja auch was weihnachtliches. Zumindest ich mags. Soll der Einbaurahmen noch weiter gefüllt werden? Ein individueller DIY-Channelstrip?

    Sehe ich richtig, dass mit dem Bausatz nur noch die Platine bestückt werden muss?

    Und, wann kommen die Testfiles 😁

    👍

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid breibt Blaubtkreid

  • Ah die Soundskulptor sind mir auch vor einer Weile über den Weg gelaufen. Kann man bei Ebay auch zusammengebaut kaufen. Berichte doch mal bitte wie die sind! Spannende Teile. Hab viel Gutes gelesen!

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  • Nachdem das nix mit drums zu tun hat, hättest aber schon schreiben können, was das Ding is. Ein Funkgerät? Ein küchenradio? Ein Mischpult für 1 Kanal? 😄

    Schaut spannend aus, deine Bastelecke 😊

    Hast recht! :) Also, Rupert Neve - ein begnadeter Elektroniker - hat in den 70er Jahren nach einigen Vorläufern u.a. den Neve 1073 Mikrofon-Preamp entwickelt, der zusammen mit weiteren Modulen (EQ, Fader, etc...) in Kassettenform zu kompletten Mischpultkanälen zusammengebaut werden konnte. So ein Mischpult konnte damals z.B. 24 komplette Kanalzüge haben und war dann in den wirklich großen und guten Studios zu finden. Der 1073 ist ein Preamp, der das Signal färbt - er gehört also nicht zu den neutralen Preamps wie z.B. die RME Teile. Abgesehen davon, dass er als Class A Schaltung mit diskreten Bauteilen aufgebaut ist, hat er je einen Ein- und Ausgangsübertrager verbaut, die den Klang maßgeblich beeinflussen. Was genau das ist, ist schwer in Worte zu fassen, aber im Prinzip kann man sagen, dass alles, was in einem Mix vorne stehen soll, durch den 1073 dieses schon fast von alleine tut (also z.B. Vocals, Bassdrum, Snare, Bass, Gitarren). Die Übertrager kommen in die Sättigung, wenn sie mit hohem Pegel angefahren werden und irgendwie findet unser Ohr diesen resultierenden Klang gut. Der typische "britische" Sound von früher....


    Mein MP573 ist nun ein sogannter Neve-Clone, d.h. er ist ein Nachbau der originalen Schaltung von damals, der auch die wesentlichen soundbestimmenden Teile von damals verwendet (u.a. die berühmten Carnhill-Übertrager aus England und die Retro-Schaltknöpfe für den Gain von Grayhill). Zusätzlich ist er noch im 500er Format gebaut, d.h. man kann ihn zusammen mit anderen 500er-Modulen in eine sogenannte Lunchbox verbauen. Eine Lunchbox (bzw. die von mir gewählte 19"-Rackvariante davon) stellt die Anschlussbuchsen und die Netzversorgung zur Verfügung.


    Der MP573 ist also ein einkanaliger Preamp, der eingangsseitig Mikrophon, Line- und Instrumentensignale verarbeiten kann und mit dem typisch britischen Klang verstärkt.

    Der Duft von Flussmittelharzen hat ja auch was weihnachtliches. Zumindest ich mags. Soll der Einbaurahmen noch weiter gefüllt werden? Ein individueller DIY-Channelstrip?

    Ja, es riecht auch heute morgen noch danach... Ich mag das auch, aber bei den Bleidämpfen vom Lötzinn bin ich mir da schon nicht mehr so sicher. Ich verwende trotzdem noch das alte SnPb 63, weil ich damit einfach am besten Löten kann und ich seit gefühlt den 70ern eine 1 kg Rolle davon im Anbruch habe...


    Der Rahmen hat noch Platz für 7 weitere Module - ich fürchte, die werden nicht leer bleiben auf Dauer :D. Es gibt z.B. einen API Buscompressor-Clone von Soundskulptor, der würde mich auch sehr interessieren. Außerdem möchte ich wenigsten noch einen 573 und einen Röhrenpreamp drin haben. Vielleicht auch zwei EQ573...

    Sehe ich richtig, dass mit dem Bausatz nur noch die Platine bestückt werden muss?

    Das Ding kommt komplett in Einzelteilen - alles Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, Spannungsregler, Schalter und Potis, Schrauben und Teile des Gehäuses sowie die schweren Übertrager kommen in Tütchen verpackt an. Dann kann man erstmal alles schön sortieren und fängt dann irgendwann an, die Hauptplatine zu bestücken. Dafür gibt es eine supergenaue Schritt-für-Schritt Anleitung, damit die Einbaureihenfolge so ist, dass man nicht erst ein großes Teil einlötet und dann darunter noch ein kleines friemeln muss. Das ist schon wirlich gut gemacht bei Soundskulptor. Wenn die Hauptplatine fertig bestückt ist, muss man sie testen und abgleichen (= den Ruhestrom des Class A Leistungstransistors, der den Übertrager speist, einstellen). Wenn alles funktioniert, baut man noch eine Subplatine für den DI-Eingang mit FETs auf und setzt sie ein. Dann wird alles mechanisch verbaut im Gehäuse und fertig ist das Teil... wir haben insgesamt ca. 10h gebraucht. Am meisten Respekt hatte ich vor den Übertragern, denn auch die kommen roh und müssen erst noch mit kleinen Platinen anschlussbereit gemacht werden. Dein Eingangsübertrager wird dabei direkt über andere Bauteile auf die Hauptplatine gelötet, der Ausgangsübertrager hat an den Kabelenden eine Platine mit Steckkontakten, die auf einen Connector auf der Hauptplatine gesteckt wird.


    Und, wann kommen die Testfiles 😁

    Habe gestern natürlich schon ein bisschen was aufgenommen damit, aber meine Stimme und mich am Bass wollt ihr ganz bestimmt nicht hören! :D

    Ich habe gestern auch schon mal eine Bassspur von unserem Bassisten "reamped" damit, dass ist klasse, die ist danach wirklich präsenter und "geiler" im MIx...

    Ah die Soundskulptor sind mir auch vor einer Weile über den Weg gelaufen. Kann man bei Ebay auch zusammengebaut kaufen. Berichte doch mal bitte wie die sind! Spannende Teile. Hab viel Gutes gelesen!

    Man kann sie auch bei Soundskulptor selber fertig aufgebaut kaufen (ca. 200,- teurer dann als der Bausatz). Aber für mich lag der besondere Reiz eben auch im selber zusammenlöten mit meinem Sohn (der langsam aber sicher mehr Ahnung davon hat als ich) :)


    Ich werde auf alle Fälle berichten, wie sich das Teil macht. Primär ist es als Vocal-Preamp für eine kommende CD-Aufnahme gedacht, aber ich werde ihn natürlich auch am Set in die Sättigung prügeln... :)

  • als Class A Schaltung mit diskreten Bauteilen aufgebaut ist

    Schreibst Du das so, weil es keine ICs für Class A-Schaltungen gibt? Grundsätzlich heisst "Class A" ja nur, dass eine vorgespannte 1-Transistor-Schaltung benutzt wird, die einfach und verzerrungsfrei, aber leider ineffektiv ist. Man könnte Class A allerdings auch mit IC-Verstärkern realisieren, wenn man diese mit Bias betreibt.

  • Wirklich cool! Hatte kürzlich erst wieder über den 1073 Preamp diskutiert, weil er wohl so gut zum Shure SM7B für Vocals passt. Das ganze dann noch mit einem 1176 komprimiert und man hat eine durch und durch klassische Kette für Vocals.


    Interessant finde ich dabei aber den Umstand, dass der 1073 ja ursprünglich für alle Mikrofoneingänge größerer Neve Pulte verbaut wurde. Wie eben z.B. in den 28- und 40-kanaligen 8078 Neve Pulten im Sound City Studio - eins davon wurde ja dann von Dave Grohl gekauft.

    Zieht man dann noch in Betracht, dass in diesen Zeiten noch auf wiederrum stark färbendes Tonband aufgenommen wurde ... worauf ich damit hinaus will ist nur, dass meistens alle Einzelspuren die gleiche Farbe von den Preamps und vom Tonband hatten und man wiederrum nachträglich im Mix schauen musste, wie man in der Tiefe staffelt und so weiter.


    Weißt du eigentlich, aus welchen Harmonischen sich die Sättigung des 1073 zusammensetzt? Ich nutze beim Mixen generell recht viel Sättigung und es ist schon interessant, ob man Harmonische 2. oder 3. Ordnung oder einen Mix aus beiden nutzt.

    Fakt ist jedenfalls, dass auch im digitalen Zeitalter mit sehr clean klingenden Preamps nichts ohne Sättigung und ggf. auch ein bisschen Rauschen geht ... das klingt sonst einfach zu steril.

  • Das nenn ich eine Erklärung. Wow 😃 danke, Olli, jetzt weiß ich Bescheid. Zumindest so ein bisschen 😅 gut, dass ich doch noch ned gegoogelt hatte ☺️

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  • Fakt ist jedenfalls, dass auch im digitalen Zeitalter mit sehr clean klingenden Preamps nichts ohne Sättigung und ggf. auch ein bisschen Rauschen geht ... das klingt sonst einfach zu steril.

    Interessant ist zb. der SSL Channelstrip von der 400E von Brainworks. Wohl die beste Umsetzung des analogen Pendants.
    Auch die bauteilbedingten Toleranzen der einzelnen Channels lassen sich emulieren. Rauschen tut das Teil natürlich auch wenn man das will.
    Klar hätte man gerne eine SSL oder Neve und ich würde gerne mal auf sowas arbeiten, aber heute kann man das alles in the box nachbauen.
    Wenn Andrew Sheps sagt das er nur noch in the box arbeitet weil es analog keinen Vorteil mehr hat, dann kann man ihm das glauben.
    Die Haptik einer 2m Konsole und den Racks ist allerdings nicht zu ersetzen.

    Dachbodenfund

    don´t panic

  • Interessant ist zb. der SSL Channelstrip von der 400E von Brainworks. Wohl die beste Umsetzung des analogen Pendants.
    Auch die bauteilbedingten Toleranzen der einzelnen Channels lassen sich emulieren. Rauschen tut das Teil natürlich auch wenn man das will.
    Klar hätte man gerne eine SSL oder Neve und ich würde gerne mal auf sowas arbeiten, aber heute kann man das alles in the box nachbauen.
    Wenn Andrew Sheps sagt das er nur noch in the box arbeitet weil es analog keinen Vorteil mehr hat, dann kann man ihm das glauben.

    Ja ... ich hab im Moment sowieso keine andere Möglichkeit. Mixe aber auch hauptsächlich nur mit Emulationen von real existiertendem, analogen Equipment. So z.B. auch SSL 4000-E Channelstrips. Und die Sättigung gehe ich hier und da mittlerweile lieber ganz gezielt an: https://www.plugin-alliance.co…oducts/vertigo_vsm-3.html

    Teilweise auch parallel. Hatte viel rumprobiert und auf der Summe finde ich für eine spezielle Sättigungsstufe nur noch transparent klingendes Mastertape gut ... aber kann ja jeder so machen wie er mag. :)


    Die Haptik einer 2m Konsole und den Racks ist allerdings nicht zu ersetzen.

    Leider ... ja. Hatte kürzlich eine E-Gitarrenaufnahme ganz klassisch mit MD421 und SM57 zusammengetaped vor dem Lautsprecher und einem weiteren Mikro hinter dem Lautsprecher gemacht. Als es dann darum ging, das Mischverhältnis von MD421 und SM57 auszuloten und ein Hauptmikrofon zu wählen, wären zwei echte Fader, die man mit zwei Händen bedient, viel praktischer gewesen ...


    Aber ich denke wir sollten hier jetzt nicht all zu sehr vom Thema abschweifen. Lieber einen eigenen Thread dafür erstellen? :/

  • Schreibst Du das so, weil es keine ICs für Class A-Schaltungen gibt? Grundsätzlich heisst "Class A" ja nur, dass eine vorgespannte 1-Transistor-Schaltung benutzt wird, die einfach und verzerrungsfrei, aber leider ineffektiv ist. Man könnte Class A allerdings auch mit IC-Verstärkern realisieren, wenn man diese mit Bias betreibt.

    Nein, ich wollte schreiben, dass es Class A ist und außerdem wie in den 70ern üblich diskret aufgebaut. Allerdings war mir auch nicht richtig bewusst, dass man Class A auch mit ICs realisieren kann. Das "Aber" in diesem Fall ist jedoch die thermische Verlustleistung: der Treiber in dem Soundskulptor Preamp für den Ausgangstrafo läuft mit 70 mA Ruhestrom bei 24V Versorgungsspannung - das müssten dann so ca. 1,7 W Leistung sein, die mehr oder weniger in Wärme umgesetzt werden. Der Kühlkörper dieses Transistors wird dann auch sehr warm. Wie macht man das bei ICs? Einen OP kann man glaube ich nicht so heiß unter Leistung fahren...

    Weißt du eigentlich, aus welchen Harmonischen sich die Sättigung des 1073 zusammensetzt? Ich nutze beim Mixen generell recht viel Sättigung und es ist schon interessant, ob man Harmonische 2. oder 3. Ordnung oder einen Mix aus beiden nutzt.

    Fakt ist jedenfalls, dass auch im digitalen Zeitalter mit sehr clean klingenden Preamps nichts ohne Sättigung und ggf. auch ein bisschen Rauschen geht ... das klingt sonst einfach zu steril.

    Nein, aber ich werde den neuen Preamp sicher nochmal mit REW vermessen und die Harmonischen kann man dann vielleicht im Spectrum sehen. Liefer ich nach!

    Interessant ist zb. der SSL Channelstrip von der 400E von Brainworks. Wohl die beste Umsetzung des analogen Pendants.
    Auch die bauteilbedingten Toleranzen der einzelnen Channels lassen sich emulieren. Rauschen tut das Teil natürlich auch wenn man das will.
    Klar hätte man gerne eine SSL oder Neve und ich würde gerne mal auf sowas arbeiten, aber heute kann man das alles in the box nachbauen.
    Wenn Andrew Sheps sagt das er nur noch in the box arbeitet weil es analog keinen Vorteil mehr hat, dann kann man ihm das glauben.

    Ich glaube, dass es heute bereits sehr gute Emulationen gibt. Für mich ist es trotzdem etwas besonderes, wenn ich weiß, dass bei mir in dem Rack das "Real Thing" abläuft. Kann man schwer rational erklären - die alten Schaltungen haben einfach einen Charme, der mich anspricht. Ich habe auch schon sehr lange keine VU-Meter mehr im Studio gehabt... :D Nicht dass man die jetzt unbedingt bräuchte, aber sie sehen halt nett aus wie sie da so rumzucken...

  • Wie macht man das bei ICs? Einen OP kann man glaube ich nicht so heiß unter Leistung fahren...

    Das sieht dann zB so aus.

    Schon klar, dass es ICs auch als Leistungsamp gibt, aber hier geht es ja um einen Mikrofon-Vorverstärker. Egal, jedenfalls ist mein Preamp diskret aufgebaut. Das einzige IC darin ist ein 4-fach OP-Amp zur Steuerung der zweifarbigen Aussteuerungs-LED - dieser Kreis liegt nicht im Audiopfad. Man kann den Schaltplan übrigens hier einsehen: Schaltplan MP573 als PDF-Datei

  • Bei vielen Opamps werden die Transistoren intern schon mit hohem Bias betrieben, so dass es keinen nennenswerten Vorteil bringt, noch den ganzen Opamp zusätzlich mit Bias zu betreiben. So mancher HiFi-Freak macht das dennoch, aber ich glaube da geht es doch oft eher schon um Glauben als um Fakten. Aushalten tun Opamps das aber problemlos, die werden ja durchaus auch zum Verstärken von Gleichspannung verwendet.

    Nix da.

  • Der Kühlkörper dieses Transistors wird dann auch sehr warm. Wie macht man das bei ICs? Einen OP kann man glaube ich nicht so heiß unter Leistung fahren...

    Die hohe Verlustleistung ist genau der große Nachteil von Class-A-Schaltungen. Wenn ich mich recht erinnere, liegt der Wirkungsgrad bei etwa 25%.

    Bei Opamps braucht man dann halt eine große Kühlfläche bzw. einen großzügig dimensionierten Kühlkörper.

  • bei den Bleidämpfen vom Lötzinn bin ich mir da schon nicht mehr so sicher. Ich verwende trotzdem noch das alte SnPb 63, weil ich damit einfach am besten Löten kann und ich seit gefühlt den 70ern eine 1 kg Rolle davon im Anbruch habe...

    Also mein Ausbilder hat immer erzählt, dass Blei bei den typischen Löttemperaturen um 400°C noch gar nicht verdampft (der Siedepunkt liegt ja auch bei 1744°C >> https://de.wikipedia.org/wiki/Blei). Dass es nicht mehr verwendet werden darf, liegt aber auch nicht daran, sondern weil eben Blei drin ist.

    Primär ist es als Vocal-Preamp für eine kommende CD-Aufnahme gedacht, aber ich werde ihn natürlich auch am Set in die Sättigung prügeln... :)

    Hast du auch vor, das Ding live zu verwenden, oder für Aufnahmen? Live ist ja auch so ne Sache, auf was der Tontechniker steht, oder?

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 16" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash, 8" Alpha Splash, 18" 602ME China

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Also mein Ausbilder hat immer erzählt, dass Blei bei den typischen Löttemperaturen um 400°C noch gar nicht verdampft (der Siedepunkt liegt ja auch bei 1744°C >> https://de.wikipedia.org/wiki/Blei). Dass es nicht mehr verwendet werden darf, liegt aber auch nicht daran, sondern weil eben Blei drin ist.

    Ah, gut zu wissen! Dann kam ich mit gründlich Händewaschen gegen das Bleiacetat ja gut hin...

    Hast du auch vor, das Ding live zu verwenden, oder für Aufnahmen? Live ist ja auch so ne Sache, auf was der Tontechniker steht, oder?

    Live eher nicht - obwohl man es da natürlich auch verwenden könnte. Ich denke nur, die Unterschiede sind so subtil, dass es im Live-Betrieb nicht unbedingt einen Vorteil erbringt. Könnte natürlich anders werden, wenn man einen kompletten Channelstrip zusammen hat (also noch EQ und Kompressor dazu).

  • Oliver_Stein

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung Oliver_Stein - Bastelstunde bei Olli“ zu „Vorstellung Oliver_Stein - Videoupdate Preamps / Felle / Mics“ geändert.
  • Es gibt ein neues Video, in dem ich eine ganze Reihe von Dingen für mich dokumentiert habe:


    1. der neue Sound Skulptor MP573 Preamp am Snare-Mic
    2. der RME Octamic II für alle anderen MIcs
    3. Toms mal mit Kondensatoren abgenommen (Oktava MK012 und AKG C414B-ULS)
    4. Neumann KM184 als Spaced Pair Overheads
    5. Encore (by Remo) Coated Ambassador als Resos auf den Toms
    6. das neue Paiste Twenty Masters Deep Ride 24" in einer richtigen Aufnahme am Set
    7. die schon etwas älteren Signature Dark Energy Hihats 15" in einer richtigen Aufnahme am Set
    8. Abnahme der Bassdrum mit RE320 innen und Behringer BA19a außen

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    Ein paar Gedanken von mir zu den Punkten:


    1. Der Sound Skulptor Preamp ist prima, aber in diesem Video hört man das sicher nicht im Vergleich zum Octamic II. Ich hatte ihn nach einem kurzen Test auf Stellung 300 Ohm Impedanz stehen gelassen - dadurch hat das SM57 etwas mehr Höhen also sonst, dafür weniger Bauch. Ansonsten wird der richtige Test eine Vocalaufnahme im Februar...

    2. Der Octamic macht einen guten Job - ich würde ihn "unsichtbar" nennen - einfach neutrale Preamps ohne Rauschen und Generve...

    3. Tatsächlich ist das die Zweitliga (!) gewesen, denn die sonst von mir verwendeten Mics waren im anderen Raum für mich nicht erreichbar. Finde ich soundmäßig sehr gut, vielleicht mache ich das jetzt öfter so.

    4. Ich habe in letzter Zeit immer in ORTF aufgenommen als Overheads - wollte die Neumänner mal in AB testen. Funktioniert wohl auch gut, wenn die Toms abgenommen sind.

    5. Ich hatte die Encores wirklich nur aus Neugier zum Testen gekauft - ich finde die als Resos echt gut! Für den Preis unschlagbar... Im Video ab 4:13 kann man sie in voller Pracht ohne Gates auf den Toms hören.

    6. Nach wie vor richtig glücklich mit dem Becken - funktioniert Live, auf Aufnahmen und beim Proben gleich gut.

    7. Mittlerweile habe ich mich auf diese Hihats voll eingeschossen - tolle Teile und auch prima auf Aufnahmen.

    8. Ich hatte das BA19a schon mehrfach außen vor der Bassdrum genutzt, wo es alleine einen guten Schub macht, aber natürlich keinen Click. Den hatte ich jetzt hier vom RE320 im Innern der Bassdrum geholt - funktionierte ganz gut zusammen.

  • Wow, krasser Sound! Das Dark Energy Crash gefällt mir sehr, aber besonders die Snare!

    Da hätte ich mal eine Frage zu

    1.a) Ist die Snare bearbeitet, oder ist das rein SM57 + Sound Skulptor? Gibt es ein Reso-Mic?

    1.b) Was ist das für eine Snare und wie hast du sie gestimmt - also Verhältnis Schlagfell zu Reso. Und ich kann keine Dämpfung erkennen, richtig?

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 16" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash, 8" Alpha Splash, 18" 602ME China

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Wow, krasser Sound! Das Dark Energy Crash gefällt mir sehr, aber besonders die Snare!

    Aber auch insgesamt sehr schöner Sound, gefällt mir!

    Danke euch! :)


    1.a) Ist die Snare bearbeitet, oder ist das rein SM57 + Sound Skulptor? Gibt es ein Reso-Mic?

    Die Snare ist (wie alle anderen Mikrofonsignale auch) in dem Videoton bearbeitet. Auf dem Snare-Mic ist EQ, ein ganz leichtes Gate, ein Kompressor und in der Summe war auch nochmal ein Bandsättiger/Vintage-Kompressor. Bei dieser Aufnahme war kein Reso-Mic mit dabei - der Klang der Snare kommt hier nur durch das SM 57 (das übrigens recht weit entfernt von der Snare stand - jedenfalls für meine Verhältnisse) und die Overheads zustande.


    Ich habe mal ein paar Beispiele pur ohne Bearbeitung rausgezogen und dann nochmal mit:


    Snare-SM57-Solo.mp3 Snare-SM57-OH-KM184_Solo.mp3


    Snare-SM57-Solo_FX.mp3 Snare-SM57-OH-KM184_Solo-FX.mp3

    1.b) Was ist das für eine Snare und wie hast du sie gestimmt - also Verhältnis Schlagfell zu Reso. Und ich kann keine Dämpfung erkennen, richtig?

    Es ist eine Tama Starphonic Alu - sie hat das werksmäßig aufgezogene 300er Evans Reso und als Batter ein Aquarian Texture Coated drauf. Das Reso ist bretthart gestimmt (so 380 Lug-Frequency beim Tunebot ca.), das Schlagfell mittelhoch.

    Stimmt, die Snare ist vor allem recht trocken, ohne dass ich Dämpfung sehen würde.

    Die Snare hatte ein durchsichtiges kleines Skygel auf dem Schlagfell - sie reagiert extrem stark auf Dämpfung und ein normal großes Gel-Pad ist schon viel zu viel. Die kleinen von Skygel sind gerade richtig für Aufnahmen - so zum Spielen lege ich gar nichts drauf meistens. Das Gel-Pad lag über dem Aquarian-Schriftzug, wo man es erahnen kann, wenn man es weiß...

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