Bau eines komplett entkoppelten Proberaumes [Folge 11 - Weiter gehts!]

  • Ich zolle einfach größten Respekt ob der Leistung, die Du mit deinen Helfern erbringst.

    Grüße,


    De' Maddin Set
    ________________________________


    Dängdäng-Dängdäng-Dängdäng
    Bababababaaa-baba - Brack........Meet you all the way....dadadab...usw.

  • ... geht´s endlich weiter.


    Nachdem das mit dem Türgummi geklärt war, wollte ich eigentlich noch - vor dem Urlaub - den Türrahmenbau online stellen,
    ging aber aus bekannten Gründen leider nicht. Na ja, wird´s eben heute nachgereicht.


    Als erstest werden die Platten für die U-Schiene, in der später die Rollen der Tür laufen sollen, befestigt. Zunächst nur geheftet (für die Nichtfachleute: beim Schweißen werden die Werkstücke erst mit ein paar kleinen Punkten "angeheftet" - nach dem Ausrichten werden sie dann ordentlich festgeschweißt)




    Dann wird die U-Schiene aufgelegt und ebenfalls geheftet:




    Am Türrahmen selbst würde sich für das dichte Anliegen der Türe überstehendes Holz als äußerst störend erweisen:



    darum muss es wech:



    Sauber Sach.


    Die Einzelteile für den Türrahmen vorbereitet:



    ..und mit Zwingen an der späteren Auflagefläche ausgerichtet:



    Auch hier wird zunächst geheftet, ausgerichtet und im ausgebauten Zustang verschweißt:



    Jetzt können schonmal die äußere und innere Holzplatte zugeschnitten werden:



    Die Rollen für die Türe werden auf 12 mm starken Achsen aus blankgezogenem Rundstahl laufen:



    Um die doch recht schwere Last der Türe zu tragen, habe ich Rollen mit Nadellagern ausgesucht.
    Kugellager sind hier (wegen der schweren Masse) nicht gut geeignet. Vergleich: Beim Auto sind die Radlager ebenfalls Nadellager.




    Heute Abend geht´s weiter ;)


    Edit meint, ich sollte erwähnen, daß die Updatelinks auf der ersten Seite auch geupdatet sind

  • Ein Licht am Ende des Tunnels... ?



    Das Ende desselben:



    Man benötigt das zur Zuführung der Versorgung der Stromgitarren - und des Lichts:



    Weiter geht´s mit der schweren Pforte. Wir haben den fertigen Rahmen:



    Sowie die beiden Außenplattten:



    Die Außenplatten sollen mit Schrauben auf den Rahmen aufgebracht, der Zwischenraum mit Quarzsand gefüllt werden.
    Damit der Nut des Türgummis später keine Schraube im Weg ist...



    ...platzieren wir die Schrauben dort, wo kein Gummi sein wird :D
    Also flux mal 20 mm vom Außenrand eine Markierung angerissen:




    ... und die Löcher für die Schrauben vorgebohrt:



    Bei den geschweißten Ecken sollte man die Löcher nicht unbedingt genau in die Schweißnaht setzen. Bedingt durch die Materialveränderung beim Schweißen ist die Naht relativ hart, und der dünne Bohrer neigt an solchen Stellen gerne zum Abbrechen:



    Für den nächsten Schritt ist eine gründliche Reinigung der Oberfläche dringend anzuraten! Das funktioniert recht gut mit Universalverdünnung und einem (möglichst nicht neuen :) ) Handtuch:



    Beim Bohren durch die Platten brechen die Bohrlöcher an der Austrittsseite ganz gerne a weng aus:



    Das ist nicht förderlich für einen dichten Abschluß zwischen Außenplatte und Türrahmen - wir erinnern uns: die Türe sollte mit Quarzsand gefüllt werden, und der sollte auch da drinnen bleiben.


    Also gehe man mit einem etwas größeren Bohrer hin und senke die Löcher leicht an:



    Das Ergebnis kann sich sehen lassen:



    Was hier aussieht wie eine Kuchenverzierung dient lediglich der Abdichtung:



    Die rundrum aufgebracht schneidet auch hier dem Sand den Fluchtweg ab!



    Die erste Außenplatte aufgelegt, ausgerichtet und die Schrauben vorbereitet...



    ...und rein damit:



    Wenn´s das Acryl so richtig deftig aus der Fuge drückt, bedeutet das, daß in der Fuge kein Platz mehr dafür war - es ist also alles dicht!


    außen:



    und innen:



    So, die erste Platte sitzt:



    Weiter mit der zweiten Platte.


    Auflegen, vermessen und vorbohren.



    Sand in die Kiste...



    Sand sauber abziehen, und die Kuchenwurst auf den Rahmen:



    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß an bearbeiteten Oberflächen (hier die geflexten Schweißnähte) zum Ausgleich der Unebenheit mit Dichtmasse NICHT gespart werden sollte:



    auf den abgezogenen Sand noch eine Lage Schaumstoff zum Ausgleich von Unebenheiten...



    und druff das Brett.


    Den überstehenden Schaumstoff abgeschnitten...



    und als Resultat erhält man eine 6,2 cm starke, schwere und seeeeeehr massive Tür :thumbsup:



    Auf meine stolze Frage an meine Frau, wie sie die Türe denn so findet, meinte sie nur:


    "Sieht scheiße aus."


    Naja, egal.



    Zum heutigen Abschluß noch ein paar Impressionen vom Fortschritt des Innenausbaus mit GKP, sowie einem Querschnitt der Wandkonstruktion:






    So langsam wird´s ^^

  • Jetzt weiß ich auch, warum du keine Zeit für Teller hören hast ;)


    Bist schon ganz schön weit gekommen, da fehlt ja nicht mehr so viel. Respekt! :thumbup:


    So schaut´s aus :)
    Werde das aber diese Woche unbedingt nachholen (morgen - also am Dienstag - haben wir mal wieder ne Bandprobe eingeschoben, da kommen die Tellerchen zum Einsatz)


    und


    Maddin:


    Galeriethread wird auch diese Woche noch aktualisiert 8)

  • Auch auf die Gefahr hin, daß Du ob der Lobhudeleien langsam größenwahnsinnig wirst, muss ich einfach nochmal sagen wie geil ich das Projekt im Allgemeinen und die Umsetzung im Speziellen finde!

    pbu: Ja, bei mir wurde bereits in früher Kindheit ein sog. Sixpack-Bauch diagnostiziert.
    Aber ich habe gelernt, damit umzugehen und komme mir inzwischen gar nicht mehr so anders vor.
    Dazu beigetragen hat auch, dass ich mir über die Muskeln eine Fettschicht wachsen lassen habe.

  • Merci Krokant! :)


    Ich kann irgendwie auch so gar nicht das Gefühl beschreiben, einem meiner Träume immer näher zu kommen...


    von einer Idee, die mir (wirklich jahrelang) im Kopf herumspukte, bis zur Umsetzung und nicht mehr lange bis zur Fertigstellung - einfach ein unbeschreibliches Gefühl :)

  • Ein ganz großartiger Thread, der vor allem dadurch besticht, dass
    jemand offensichtlich fachkundig und mit Verstand zur Sache geht!




    Mit der Sandvariante hast Du übrigens meiner Meinung nach die beste
    Entscheidung getroffen: In der letzten Wohnung in der ich gewohnt habe
    bestanden die Etagendecken Altbaulike aus massiven Holzbalken, auf die
    von beiden Seiten Holzplatten geschraubt wurden. Während der letzten
    Kernsanierung wurden große Mengen Bauschutt in diesen Zwischenraum
    verfüllt, mit der Konsequenz, das ich meinen Nachbarn oben drüber die
    ersten zwei Jahre nie gehört habe. Meiner Theorie nach wurde nämlich
    ein nicht unerheblicher Anteil der Schallenergie dadurch verbraten,
    dass sich kleine und kleinste Schuttteilchen setzten, also sprich in
    kinetische Energie umgewandelt wurde. Irgendwann hat sich aber alles
    soweit gesetzt, dass mehr Schall durchkam, wir sind dann wieder
    ausgezogen...


    Da Du Deine Tür aber ständig in verschiedene Richtungen bewegst und der
    Sand dadurch wieder in Unordnung gebracht wird, dürfte sich der Effekt
    bei Eurer Tür nie abnutzen.




    Ich bin gespannt, wie das hier weitergeht!




    Gruß


    Alex

    "Ich verlor bisher Filze, Sticks und einen Bassisten. Weiß der Geier was man damit will."
    Barumo, 2008

  • Jep, denke ich auch.


    Der Quarzsand hat den ganz großen Vorteil, daß er nicht verklumpt, und so die einzelnen Sandkörnchen immer gegeneinander beweglich bleiben werden, und so die Schallenergie in kinetische Energie umwandeln können.


    Übrigens, hier mal ein Spartipp für alle diejenigen, die mit größeren Mengen Acryl oder Silikon hantieren müssen (ist ja nicht billig, das Zeugs...):


    Wenn man eine Kartusche leer hat, wirft man im Normalfall die komplette Kartusche weg. Was man leider oft vergisst ist, dass die ganze Spitze der Kartusche noch mit Silikon bzw. Acryl voll ist 8o
    Deshalb hier der Tip: von der entleerten Kartusche die noch volle Spitze abschrauben, und auf die neue Kartusche drauf - wenn ihr das ca. 10 x macht, spart ihr euch eine komplette Kartusche ;)


  • Auf meine stolze Frage an meine Frau, wie sie die Türe denn so findet, meinte sie nur:


    "Sieht scheiße aus."


    *lol* Na wenigstens eine weiß, worauf es ankommt. :D


    Ansonsten noch das übliche: Wahnsinn! Ich bin auf das Endergebnis echt gespannt - vor allem ob es hält, was es verspricht.

    Wählt man die Zeitkomponente nur lang genug, sinkt die Überlebenschance für jeden von uns auf Null.


    Mein "Leidensweg" :D

  • Bin immer noch der Meinung, dass ich mit der kompletten Band Platzangst bekme da drin.


    Aber die Tür is schon saugeil... :thumbsup:


    Nee, jetz ohne Scheiss, ich finds wirklich super und mehr Plat ham wir in unserm Weinkeller auch nicht. Go on!

    "I was determined to be a drummer... I was so keen I would have played for nothing. In fact I did for a long time." John Bonham


    Wood and Metal

  • Auch auf die Gefahr hin, daß Du ob der Lobhudeleien langsam größenwahnsinnig wirst, muss ich einfach nochmal sagen wie geil ich das Projekt im Allgemeinen und die Umsetzung im Speziellen finde!

    Auch auf die Gefahr hin, daß Du ob der Lobhudeleien langsam größenwahnsinnig wirst, muss ich einfach nochmal sagen wie scheiße ich das Projekt im Allgemeinen und die Umsetzung im Speziellen finde!


    Man, das sieht soooo scheiße aus, wenn das ein guter Proberaum wird, heiß ich Karl-Heinz



    /irony off

    Heut is wieder Freitag, da machma immer Ramtamtam.....

  • Bin immer noch der Meinung, dass ich mit der kompletten Band Platzangst bekme da drin.


    Aber die Tür is schon saugeil... :thumbsup:


    Nee, jetz ohne Scheiss, ich finds wirklich super und mehr Plat ham wir in unserm Weinkeller auch nicht. Go on!


    Hi Rock,


    wenn man bedenkt, daß wir im letzten Jahr mit 6 Leuten in einem KNAPP 7 qm Raum geprobt haben, wird das hier im Vergleich dazu schon fast ein Freigehege :D

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